Gott

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  • Die Definition von "Gott"
    Gott ist das was, sich jedes Individuum als sein unantastbares Leitbild gewählt hat.

    1.500 mal gelesen

Kommentare 6

  • hel -

    Diese Definition erinnert an Goethe, der es sogar noch etwas schöner ausgedrückt hat:
    "Wölbt sich der Himmel nicht da droben?
    Liegt die Erde nicht hier unten fest?
    Und steigen freundlich blickend
    Ewige Sterne nicht herauf?
    Schau ich nicht Aug in Auge dir,
    Und drängt nicht alles
    Nach Haupt und Herzen dir,
    Und webt in ewigem Geheimnis
    Unsichtbar sichtbar neben dir?
    Erfüll davon dein Herz, so groß es ist,
    Und wenn du ganz in dem Gefühle selig bist,
    Nenn es dann, wie du willst,
    Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott
    Ich habe keinen Namen
    Dafür! Gefühl ist alles;
    Name ist Schall und Rauch,
    Umnebelnd Himmelsglut."

    • Josef Ludwig -

      Diese wunderbaren Zeilen(ab "Und drängt nicht...) sind das Gegenteil einer Definition von Gott(Gretchen sagt später, dies sei kein Christentum), schon gar keines persönlichen. Goethe war Spinoza-Anhänger und für Spinoza war der Urgrund allen Seins die Substanz. Faust sagt mit Goethe: Ich habe keinen Namen dafür. Name ist, ist und nicht sind, Schall und Rauch. Wenn Sie wissen wollen, was ich über Religionen denken, antworte ich ggf. unter josef.ludwig@aol.de.

  • Privatgelehrter -

    " Gott ist das was, sich jedes Individuum als sein unantastbares Leitbild gewählt hat. "
    Ich bedanke mich für dieses gewaltige Wort und fand in ihm genau das, was ich immer schon selbst gelebt habe, nur hier mit Worten ausgedrückt. Da ich auch von mir selbst ein Idealbild, habe komme ich nach reiflichen Überlegungen dazu, zu erlennen, dass ich ein Gott bin.
    Das "unantastbares" erinnert mich an die Menschenwürde aus dem Grundgesetz, so wie diese unantaastbar ist, ist es auch wahr, dass der Mensch ein möglicher Gott werden kann. Aber lassen wir es hierbei und beschränken uns auf unsere unantastbaren Leitbilder!

  • Celeritas -

    Nun gut, dann ich: Gott sind alle Männer, die je waren/sind/sein werden. Gott ist ein absolutes MännlichkeitsSymbol, dessen Symptom und Gesellschaftliches Syndrom (SSS). Auch die Gesellschaft ist dadurch sowas wie Gott, denn von der kann sich keiner befreien im Leben. Die Gesellschaft hat alle im Griff, es gibt keine Freiheit von ihr. Und das impliziert den Gottesbegriff, nämlich als vollkommen unfrei sein, bestimmt von Anfang bis Ende durch die in jedem System patriarchal androzentrisch und also andriarchal vergöttlicht strukturierte Gesellschaft.

  • Monod -

    Da ich ein Individuum bin und mir kein unantastbares Leitbild gewählt habe, ist diese Definition per Gegenbeispiel widerlegt. ;)

  • Fiffilix -

    Gott ist das, was für jedes Individuum Voraussetzung ist. Die Voraussetzung zur Folge zu erklären ist fragwürdig.