Schwaben gestern und heute

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    • Schwaben gestern und heute

      Schwaben – historisch

      das Herzogtum Schwaben erwuchs aus dem alemannischen Stammgebiet (Name von dem germanischen Sueben abgeleitet)); es umfasste die deutschsprachige Schweiz bis zur Reuß, das Elsaß, Südbaden, Württemberg (ohne den Norden) und das bayerische Schwaben. Nach dem Zerfall des Karolingerreiches suchten einheimische Feudalherren die Herzogswürde zu erlangen. Im 10. und 11. Jahrhundert waren die schwäbischen Klöster bedeutende kulturelle Zentren. 1079 fiel das Herzogtum an Friedrich von Staufen ; die Staufer bewahrten die herzogliche Würde bis 1268. Im Interregnum begann die territoriale Auflösung des Herzogtums. Schwaben zerfiel immer mehr in das innere (Württemberg, Südbaden, bayerisches Gebiet zwischen Lech und Bodensee, einer Vielzahl kleinerer und größerer Landsherrschaften) Schwaben und den oberrheinischen Bezirk und die Schweiz. Gegen dienzahlreichen territorialen Gewalten schlossen sich die Reichsstädte 1376 im Schwäbischen Städtebund zusammen. 1488 erfolgte die Gründung des Schwäbischen Bundes . Das 1495 begründete Herzogtum Württemberg übernahm allmählich die Leitung des 1502 geschaffenen schwäbischen Reichskreises, der noch bis zu Beginn des 19. Jh. den Namen Schwaben bewahrte.
      (Meyers Neues Lexikon – Siebenter Band, Bibliographisches Institut Leipzig, 1964)

      Orje
      :))
    • Schwäbischer Städtebund

      1376 unter Führung Ulms gegründete Vereinigung von 14 schwäbischen Reichsstädten zur Wahrung ihrer Freiheiten, gegen kaiserliche Verpfändungen an Fürsten und ungewöhnliche Besteuerung. Der später an Macht und Mitgliederzahl zunehmende Bund (Anschluss von schweizerischen, fränkischen, bayerischen, elsässischen und rheinischen Städten ; 1381 Vereinigung mit dem rheinischen Bund) wurde von Karl IV. erfolglos bekämpft , von Graf Eberhard II. von Württemberg am 23.8.1388 bei Döffingen geschlagen; seitdem verlor er seine politische Bedeutung; 1389 wurde er aufgelöst .
      (Meyers Neues Lexikon – Siebenter Band, Bibliographisches Institut Leipzig, 1964)


      Gruß Orje
      :)
    • Schwäbischer Bund

      1488 in Esslingen auf Betreiben Kaiser Friedrichs III. geschlossene Verbindung der Fürsten und des Adels Süddeutschlands, der sich 22 schwäbische Reichsstädte anschlossen. Im Großen Deutschen Bauernkrieg wesentliche Organisation des Feudaladels (geführt von Truchsess von Waldburg) zur Unterdrückung der aufständischen Bauern ; durch konfessionelle Spaltung 1533 aufgelöst .
      (Meyers Neues Lexikon – Siebenter Band, Bibliographisches Institut Leipzig, 1964)

      Gruß Orje
      :)
    • Schwabenkrieg

      1499 Krieg der Schweizer gegen Kaiser Maximilian I. und den Schwäbischen Bund . In diesem von deutscher Seite als Reichskrieg geführten Kampf siegten die Schweizer nach zunächst wechselvollen Erfolgen am 22.7.1499 bei Dornach; beide Seiten verzichteten auf Eroberungen und Kriegsentschädigungen. De facto errang die Schweiz ihre staatspolitische Unabhängigkeit vom deutschen Reich, die dann 1648 im Westfälischen Frieden de jure bestätigt wurde.
      (Meyers Neues Lexikon – Siebenter Band, Bibliographisches Institut Leipzig, 1964)

      Gruß Orje
      :)
    • Die sieben Schwaben

      Ich beziehe mich auf die Gebrüder Grimm , wenngleich es recht viele Versionen davon in schriftlicher Überlieferung gibt, z. T. auch statt der 7 als die „Streiche der 9 Schwaben“ verbreitet. Besonders lustig finde ich die Geschichte mit dem Hasen :

      Die Akteure:
      1. Herr Schulz, 2. Jackli, 3. Marli, 4. Jergli, 5. Michal, 6. Hans, 7. Veitli.

      Die Story:
      Nach einem Wirtshaustreffen
      [Blocked Image: http://www.die7schwaben-online.de/images/wirtshaus.jpg]
      steht den Sieben der Sinn nach Abenteuern. Um nicht unbewaffnet den Unbilden der Welt entgegentreten zu müssen, besorgen sie sich, sparsam wie die Schwaben sind, nur einen Spieß, der aber so lang ist, daß sie ihn gemeinsam in einer Reihe halten können.
      [Blocked Image: http://www.die7schwaben-online.de/images/1ste_haelfte_17tes_jhrdt.gif]
      Im Heumonat ziehen sie hinaus in die Welt.

      Nachdem sie sich einer Hornisse oder einem Rosskäfer gefangen gegeben hatten, kommt das nächste Abenteuer:

      2. Sie ziehen weiter. In einem brachliegenden Feld sitzt ein Hase in der Sonne und schläft. Im Schlaf noch streckt er die Ohren stramm in die Höhe und hält seine großen Augen geöffnet. Allesamt erschrecken die Sieben ob des Anblick des grausam-wilden Tieres. Aber schließlich fassen sie sich ein Herz und umfassen den Spieß.
      Veitli : "Stoß zu in aller Schwabe Name, sonst wünsch i, daß ihr möcht erlahme."
      Hans : "Beim Element, du hascht gut schwätze, bischt stets der letscht beim Drachehetze."
      Michal : "Es wird nit fehle um ein Haar, so ischt es wohl der Teufel gar."
      Jergli : "Ischt er es nit, so isch sei Muter oder des Teufels Stiefbruder."
      Marli : "Gang, Veitli, gang, gang du voran, i will dahinter vor di stahn."
      Veitli hört nicht darauf.
      Jackli : "Der Schulz, der muß der erschte sei, denn ihm gebührt die Ehr allei."
      Schulz : "So zieht denn herzhaft in den Streit, hieran erkennt man tapfre Leut."
      So gehen sie auf den vermeintlichen Drachen los.
      Schulz ruft Gott um Beistand, und schreit, als das nicht helfen will: "Hau, hurlehau! hau, hauhau ."
      Daraufhin erwacht der Hase und springt davon.
      Nun Schulz : "Potz, Veitli, lueg, lueg, was isch das? Das Ungehüer ischt a Has. "

      [Blocked Image: http://www.die7schwaben-online.de/images/hase.jpg]
      Erleichtet sind sie nun und suchen neue Abenteuer.

      Quelle: die7schwaben-online.de/grimm.htm

      Gruß Orje
      :))
    • Aktuelle Schwabenstreiche

      So, ich habe noch etwas gefunden:

      Auf der web site die7schwaben-online.de/wahl.htm
      findet gegenwärtig ein Wettbewerb statt: „Ihre Wahl - Erzählen Sie von Schwabenstreichen“
      Da zitiere ich mal den „jüngsten Streich“

      "... den Trump Tower nachts diffus anzuleuchten ."
      Damit die Vögel nicht dagegenfliegen!
      (Bemerkungen zu einer Meldung im Amtsblatt der Stadt Stuttgart, 18.4.02, S. 6 )
      Dass man die Schwaben nicht mit denen aus Schilda verwechseln darf, ist bekannt, denn schließlich ist Stuttgart ja auch nicht die Hauptstadt der professionellen Sonnenfänger im Südwesten. Aber ich stelle mir das richtig amüsant vor, wie da nachts immer die Zuständigen auf dem Pragsattel in einem Weinberg versteckt sitzet und aufpasset, ob des Licht net doch z'schwach ist und doch einer von dene blöde Vögel dagegedonnert. Nachts!
      Und dann unten so rumliegt, womöglich. Nachts! Wenn keine Vögel flieget!!!
      Aber was schreibt man nicht alles als Gutachter und als Amtsblatt, wenns um unsern Trump-Tower geht. Vielleicht sollte man den Trump Tower ja aber auch wegen der Umwelt mit dem reinen Wasserkraftstrom beleuchten, den unser Wirtschaftsminister, als oberster Geschäftemacher, jetzt gern als Ökostrom verkaufen möchte, seit dem die EnBW den nicht mehr brauchen kann und für den au sonst keiner extra viel zahlen will.
      Des wär doch eine tolle Werbung für alle! Oder net?
      Also ich würde den ganzen Tower einfach dunkelgrün anmalen. Oder hat schon mal einer gesehen, dass die Vögel nachts an den hochgelegenen Tannen im Schwarzwald hängen geblieben sind?
      Und auf jeden Fall kommt man so hoch hinauf in die Charts - fragt sich bloß in welche"

      Gruß Orje *lach*
      :))
    • mella... :rolleyes: .... ein verständlicher schwabe? hanno...., du lällebäbbel, wo geids denn au dees????
      enn honnerd joor ned, so ä ogaddich sach kann au bloos von solche scheireburzler ussm podd ausdengd werrä. sodele, on jedzelde du i emmol ä virdele schlotzä gange, ihr liadrige schbruchbeidel... sabberlod abbr au...

      :]
      *der fehlende Beweis der Existenz ist noch lange kein Beweis der Nichtexistenz*
    • Hallo quarina,

      wenn ich den "aktuellen" Schwabenstreich anschau, dann frag ich mich, ob die Schwaben manchmal sich selbst verstehen?

      Dennoch: Wir wollen uns bemühen ... und tatsächlich: manche Schwaben verstehe ich recht gut, denke mal, das wird auch zukünftig so bleiben *lach*!


      Übrigens: NIcht nur Schwaben machen solch tolle "Streiche" - jede Gegend hat ihre Spezialisten - und auch jede "Ebene" (vom "einfachen Volk" bis in "höchste Regierungskreise").

      Also ich dachte ja auch, dass wir hier so unsere eigenen Streiche etwas "auf die Schippe" nehmen können? Muss nicht unbedingt etwas aus Schilda und Umgebung sein, der "Täter" muss auch nicht "Till Ulenspiegel" heißen.


      Gruß Orje
      :)
    • och orje,
      ich schein mich generell mit Schwaben zu verstehen.. wieviele ich schon kennengelernt habe.. immer Schwaben.. ich glaube ein " Fluch" liegt auf mir *gg*

      Nein, im Ernst, ich lerne dauernd Schwaben kennen, und wenn es keine Schwaben sind, sind es Leute die Michael heissen *lach* << wieder der Fluch *ggg*

      Ich kenne eben auch Schwaben, die fast normales Deutsch sprechen. gewöhnungsbedürftig für mich als Ruhrpöttler sind nur die differenten Begriffe, die sie verwenden.

      Beispiel:
      Arbeiten gehen = schaffen

      Einkaufstüte = gug ( <<< da steige ich bis heute noch nicht hinter, wie man das so nennen kann *lach*)

      naja, die regionale Differenz lässt uns eben zu Menschen werden, die , gerade durchs Internet, verstehen lernen oder eben nur lernen ;)
    • mella...

      "....Ich kenne eben auch Schwaben, die fast normales Deutsch sprechen. gewöhnungsbedürftig für mich als Ruhrpöttler sind nur die differenten Begriffe, die sie verwenden.

      ......"


      ääähm..... ich denke mal, das ich nicht gemeint bin....?

      "....Beispiel:
      Arbeiten gehen = schaffen
      ....."


      des hoisst "schaffe".... der begriff ist in seinem ursprung doch zwingend logisch.... der schwabe "arbeitet" nicht, wie der gemeine pöbel, nein - er erschafft etwas.... die künstlerische tendenz ist doch hier unübersehbar.... siehe den schwaben, der letztens bei dir geruhte, seine kochkünste darzulegen.... nicht nur ein leckeres mahl, was den koch selbst zu eiunem wiederkehren zu nächtlicher stunde am folgenden tage veranlasste, nein - es war viel mehr.... er hinterliess sogleich noch ein vergängliches kunstwerk.... das petroselinum crispum, das selbst hier für momente höchsten erstaunens und bewunderung sorgte.

      und die "gug" ... spricht sich "gugg" aus ... ä blaschdig-gugg :]
      *der fehlende Beweis der Existenz ist noch lange kein Beweis der Nichtexistenz*