Text Michael Ende

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Text Michael Ende

      Hallo,
      ich sinniere schon länger über diesen Text Michael Endes.
      Leider habe ich nur diesen Ausschnitt. Er stammt aus einem Teil seines Buches "der Spiegel im Spiegel". Wie versteht Ihr das?
      Danke


      " Wenn es der Wahrheit entsprach, dass diese Erde nur die unendlichen Formen und Kräfte des Alls widerspiegelt wie eine blanke Silberkugel, so war es also ein Irrtum zu glauben, dass des Menschen Heimat das Universum sei, da es ja nichts gab, was sein Wesen mit diesem verband. War er aber von Anbeginn und für immer ein Fremdling in ihm, so war das Universum zu klein - viel zu klein!"
    • Vielleicht versteht man es am besten, in dem man es versucht nachzufühlen. Der Mensch sieht sich nicht nur als Produkt von Formen und Kräften. Er sucht - und findet manchmal - Zwecke, Ziele, Bedeutung und Erfüllung. Aber wo all das fehlt fühlt man sich fremd, und wo man sich fremd fühlt, von dort möchte man entfliehen - dort verwandelt sich alles in eine Gefängniszelle samt Inventar - und es wird, in übertragenem Sinne, egal wie groß der Ort auch ist, so klein und eng wie ein Gefängnis.
      Unsere Verbrecher (...) haben ein unwiderlegbares Alibi, die Philosophie nämlich, die zu allem dienen kann, sogar dazu, die Mörder in Richter zu verwandeln. (Camus)
      inde genus durum sumus, experiensque laborum / et documenta damus, qua simus origine nati. (Ovid)
      Die freie Diskussion ist das eigentliche Fundament der freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft. (Bundesverfassungsgerichtshof)