Frieden

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  • Diese kleine Wort wird gerade in der Vor- und Weihnachtszeit besonders strapaziert. In Anbetracht des derzeitigen Weltgeschehens im Gro0en wie im Kleinen ist es interessant darüber zu reflektieren ob Friede und in welcher Form Friede für uns Bedeutung hat.
    Mir gefiel folgende Definitionfür Friede aus Wiki sehr gut: Die Friedensbewegung unserer Zeit beruht nicht allein auf religiösen Quellen, sondern versammelt auch ökologisch und philosophisch motivierte Atheisten unter dem Banner des Pazifismus und hinter dem Projekt: „Schwerter zu Pflugscharen!“ Friede ist demnach nicht nur ein vielfältig verwendetes Wort, sondern eine Bewegung, ein Prozess der sich immer wieder neu formiert. In der Philosophie tauchen viele Begriffe auf wie Freiheit, Liebe, Tod usw. aber über Friede ist mir von Fachphilosophen wenig bekannt, vllt. wisst ihr mehr darüber?

    Dabei stellt sich für mich die Frage - Ist Friede zu differenzieren auf verschiedene Nutzungsbereiche, wenn ja ändert sich damit auch die Bedeutung von Frieden, oder ist Friede nur ein Sammelbegriff mit vielen Teilmengen?
    Wie wird Friede erlangt? Beschränkt sich Friede auf Gewaltlosigkeit, oder braucht es mehr? Reicht Kant's KI aus um Frieden zu erhalten?

    Was bedeutet Friede für euch, bzw. könnt ihr Frieden umsetzen, wenn ja, wie, mögt ihr überhaupt Frieden, wäre das ein Anliegen für euch, oder ist euch der Begriff und dessen Inhalt egal?

    Ich würde mich freuen einige Antworten zu erhalten!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von idea ()

  • idea schrieb:

    Was bedeutet Friede für euch, bzw. könnt ihr Frieden umsetzen, wenn ja, wie, mögt ihr überhaupt Frieden, wäre das ein Anliegen für euch, oder ist euch der Begriff und dessen Inhalt egal?
    Im Alltag sind die uns zu Risiken und Nebenwirkungen fraglos gut gesinnten Lebenssituationen friedfertig! Es fällt leicht den so verstandenen 'kleinen' Frieden zu mögen, und nach Möglichkeit auch im Kleinen zu fördern. :)
  • Alltag schrieb:

    idea schrieb:

    Was bedeutet Friede für euch, bzw. könnt ihr Frieden umsetzen, wenn ja, wie, mögt ihr überhaupt Frieden, wäre das ein Anliegen für euch, oder ist euch der Begriff und dessen Inhalt egal?
    Im Alltag sind die uns zu Risiken und Nebenwirkungen fraglos gut gesinnten Lebenssituationen friedfertig! Es fällt leicht den so verstandenen 'kleinen' Frieden zu mögen, und nach Möglichkeit auch im Kleinen zu fördern. :)
    Was meinst du mit fraglos friedfertig gut gesinnten Lebenssituationen? Gibt es bei dir im Kleinen keinen Streit oder Situtionen in denen du dich ungerecht behandelt fühlst? Worauf führst du das zurück?
  • idea schrieb:

    Um das Thema philosophisch zu untermauern füge ich einen link an Zeit online und stelle die Frage - ist Frieden ohne vorausgehenden Krieg möglich?
    Frieden als Zustand ist auch ohne vorausgehenden Krieg möglich, der Friedensbegriff bzw. das Konzept benötigt vermutlich auch das Gegenteil, d.h. den Kriegsbegriff.
    Eine Zivilisation, die nie den Krieg erlebt hat, lebt also in dauerhaftem Frieden, ohne zu wissen, wie man diesen Zustand begrifflich konzipiert.

    Wer also glaubt, Frieden gibt es nicht ohne Krieg, weil sich dieses Begriffspaar ggs. bedingt und daraus folgert, dass ein kleiner Krieg ab und zu nicht schaden kann, bzw. sogar notwendig ist, macht einen fatalen use-mention-error.
  • idea schrieb:

    Was meinst du mit fraglos friedfertig gut gesinnten Lebenssituationen? Gibt es bei dir im Kleinen keinen Streit oder Situtionen in denen du dich ungerecht behandelt fühlst? Worauf führst du das zurück?
    Dennoch ist es möglich, dass solche Streitigkeiten im Kleinen aus Unachtsamkeit oder unglücklichem Zufall aufkommen, sodass es Energieverschwendung wäre sich sogleich zu engagieren. Die Volksweisheit "Wehret den Anfängen" ist nicht annähernd eine Lizenz zum grob- und rücksichtslos sein, sondern eine Einladung, Acht zu geben und zuzuwarten.
  • future06 schrieb:

    Frieden als Zustand ist auch ohne vorausgehenden Krieg möglich, der Friedensbegriff bzw. das Konzept benötigt vermutlich auch das Gegenteil, d.h. den Kriegsbegriff.
    Hm, die Negation von Frieden wäre aber kein Friede, was wiederum nicht unbedingt Krieg bedeuten muss!? Wäre zu bedenken ob Friede zu etwas in Bezug stehen muss?

    future06 schrieb:

    Wer also glaubt, Frieden gibt es nicht ohne Krieg, weil sich dieses Begriffspaar ggs. bedingt und daraus folgert, dass ein kleiner Krieg ab und zu nicht schaden kann, bzw. sogar notwendig ist, macht einen fatalen use-mention-error.
    Hm, ich denke, dass der Gedanke dass ein kleiner Krieg ab und zu nicht schaden kann auch aus anderen Gründen falsch ist und zwar, weil Krieg immer mit Gewalt verbunden ist und Gewalt meist Gewalt nach sich zieht, bzw. man Gewalt nicht durch Gewalt verringern kann.
  • Alltag schrieb:

    idea schrieb:

    Was meinst du mit fraglos friedfertig gut gesinnten Lebenssituationen? Gibt es bei dir im Kleinen keinen Streit oder Situtionen in denen du dich ungerecht behandelt fühlst? Worauf führst du das zurück?
    Dennoch ist es möglich, dass solche Streitigkeiten im Kleinen aus Unachtsamkeit oder unglücklichem Zufall aufkommen, sodass es Energieverschwendung wäre sich sogleich zu engagieren. Die Volksweisheit "Wehret den Anfängen" ist nicht annähernd eine Lizenz zum grob- und rücksichtslos sein, sondern eine Einladung, Acht zu geben und zuzuwarten.
    Es drängt sich die Frage auch ob du hier einen bestimmten Vorfall im Auge hast, dann würde ich dich bitten diesen zu argumentieren.

    Wer behauptet oder wodurch bist du der Meinung, dass bei Missverständnissen deine erwähnte Volksweisheit zum Tragen kommt?
  • future06 schrieb:

    idea schrieb:

    Um das Thema philosophisch zu untermauern füge ich einen link an Zeit online und stelle die Frage - ist Frieden ohne vorausgehenden Krieg möglich?
    Frieden als Zustand ist auch ohne vorausgehenden Krieg möglich, der Friedensbegriff bzw. das Konzept benötigt vermutlich auch das Gegenteil, d.h. den Kriegsbegriff.Eine Zivilisation, die nie den Krieg erlebt hat, lebt also in dauerhaftem Frieden, ohne zu wissen, wie man diesen Zustand begrifflich konzipiert.
    ...was unter der Voraussetzung ständiger, kriegerischer Auseinandersetzungen wohl ebenso - mit entgegengesetztem Vorzeichen - passt. Interessant fände ich, dass ohne entsprechend entgegengesetztes Konzept weder eine Motivation zur Aufrechterhaltung des Zustands, noch eine den bestehenden zu ändern ausgreifen kann. In beiden Fällen herrschte unbedingte Selbstverständlichkeit, wofür sich vermutlich vielfach kulturhistorisch Beispiele finden ließen... Vielen indigenen Völkern ist ein Zustand ständigen Konflikts mit benachbarten Völkern afair zueigen. Sicherlich wird sich auch gegenteiliges finden lassen... (Bei Gegelegenheit mal suchen.)
    Gruß,
    n0\/0n

    deutsch.
    think, tank.
  • Die alten Römer sagten:"Wenn du den Frieden willst, dann bereite den Krieg vor" Ist das so?

    Die heutige Zeit hat diesen Sinnspruch in den 40 Jahren, in denen sich die beiden Supermächte, die amerikanische und die sowjetische, in einem Krieg befanden, der keiner war (was manden Kalten Krieg nannte), auf noch tiefgründigere Art und Weise verdeutlicht. Es war ein Zustand es Friedens, der eigentlich keiner war (man nennt das Abschreckungspolitik). (Christian Godin,Die Geschichte der Philosophie, S 377)



    Betrachten wir heute Amerika und Nordkorea, Russland und den nahen Osten, China und Japan - herrscht überall da nur Frieden wegen der Abschreckungspolitik? Hält dieser Friede oder kehrt er in das Gegenteil um. Ist Friede daher immer interessenorientiert?
  • idea schrieb:

    ich diskutiere nicht mehr - bitte den Thread schließen
    Aber wieso denn? 2 Threads 2 verschiedene Verläufe könnten sich ergänzen. Es gibt ja auch Wissenschaftler, die unternander konkurrieren, die Gegenseite an Aussagen/Erkenntnissen dabei auch wahrnehmen und insgesamt wird das Bild nur runder weil perspektivisch vielfältiger. So erscheint man zu Kongressen und tauscht sich aus. Insgesamt Friedens_förderlich, so hofft man...
    Im Namen der Weltseele deren Tochter EVULOA und Mutter EVOLUA o.u.
    Die Wiesenschaft der Liebe zur Weisheit ist eine erhabene, elegante und m.a. befriedigende Beschäftigung für den Geist.
    Was ich wirklich denke: Weltseele und Multiversalgeist gefällt das.