Was ist Wissenschaft? Abgrenzung in Hinblick auf wissenschaftliche Forschung, Entwicklung und Anwendung

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    • HumbleThinker schrieb:

      Aber selbst wenn du träumen solltest, müßte ja ein Ich da sein, das träumt.
      Ja ,das absolute Ich.

      HumbleThinker schrieb:

      Kannst du das genauer erklären?
      Im subjektiven Idealismus werden alle Bewusstseinsphänomene (Wahrnehmungen ,Gefühle, Gedanken ...) ausschließlich auf die Aktivität eines fundamentalen subjektiven Geistes, des absoluten Ichs, zurückgeführt. Die Existenz einer Bewusstseinsunabhängigen Realität wird damit geleugnet.
      Ich vertrete -wie gesagt- diese Ansicht nicht. Sie ist unwissenschaftlich. Ich wollte nur darauf hinweisen ,das uns nur unsere Wahrnehmungen unmittelbar gegeben sind ,und wir auf die Existenz einer davon unabhängigen Welt nur aufgrund von starken Indizien schließen können. Aber dieser Schluss könnte falsch sein.
    • Riha schrieb:

      Ich wollte nur darauf hinweisen ,das uns nur unsere Wahrnehmungen unmittelbar gegeben sind ,und wir auf die Existenz einer davon unabhängigen Welt nur aufgrund von starken Indizien schließen können. Aber dieser Schluss könnte falsch sein
      Wenn wir die Dinge und andere Menschen wahrnehmen, nehmen wir die Wirklichkeit wahr.
      Wir unterscheiden normalerweise Träume von der Wirklichkeit.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
    • Riha schrieb:

      Im subjektiven Idealismus werden alle Bewusstseinsphänomene (Wahrnehmungen ,Gefühle, Gedanken ...) ausschließlich auf die Aktivität eines fundamentalen subjektiven Geistes, des absoluten Ichs, zurückgeführt. Die Existenz einer Bewusstseinsunabhängigen Realität wird damit geleugnet.
      Warum dies? M. E. ergibt sich der zweite Satz nicht aus dem ersten, denn das Dasein eines absoluten Ichs schließt doch eine bewußtseinsunabhängige Realität nicht aus.


      Riha schrieb:

      Ich wollte nur darauf hinweisen ,das uns nur unsere Wahrnehmungen unmittelbar gegeben sind ,und wir auf die Existenz einer davon unabhängigen Welt nur aufgrund von starken Indizien schließen können. Aber dieser Schluss könnte falsch sein.
      Und wie wäre es vorstellbar, daß dieser Schluß falsch ist?
      Ich komme mal mit einem Beispiel: Wenn du Hunder hast, dann ißt du vielleicht einen Apfel, weil du meinst, daß dich dies von deinem Hunger befreien würde. Überdies schmecken dir Äpfel vielleicht auch. Gehört nicht dieser Apfel zur bewußtseinsunabhängigen Realität? Der Apfel sieht vielleicht nur für dich grün aus, und er hat vielleicht nur für dich den Geschmack, den er eben hat, und deshalb kannst du ihn nur subjektiv, nicht aber objektiv erkennen. Dennoch ist da etwas, und dies kannst du leicht erkennen, indem du in den Apfel hineinbeißt. Wenn es also den Apfel gibt, wie sollte es da nicht auch noch andere Dinge geben?
      Man weiß nie genug, und vielleicht ist genau dieser Mensch, dem ich gerade begegne, der Engel, der mir die Augen öffnet.
    • HumbleThinker schrieb:

      Riha schrieb:

      Im subjektiven Idealismus werden alle Bewusstseinsphänomene (Wahrnehmungen ,Gefühle, Gedanken ...) ausschließlich auf die Aktivität eines fundamentalen subjektiven Geistes, des absoluten Ichs, zurückgeführt. Die Existenz einer Bewusstseinsunabhängigen Realität wird damit geleugnet.
      1.Warum dies? M. E. ergibt sich der zweite Satz nicht aus dem ersten, denn das Dasein eines absoluten Ichs schließt doch eine bewußtseinsunabhängige Realität nicht aus.

      Riha schrieb:

      Ich wollte nur darauf hinweisen ,das uns nur unsere Wahrnehmungen unmittelbar gegeben sind ,und wir auf die Existenz einer davon unabhängigen Welt nur aufgrund von starken Indizien schließen können. Aber dieser Schluss könnte falsch sein.
      2.Dennoch ist da etwas, und dies kannst du leicht erkennen, indem du in den Apfel hineinbeißt.
      @1: Da hast du recht. Es könnte dann immer noch eine bewusstseinsunabhängige Realität (buR) geben ,die aber kausal nicht auf das Subjekt einwirkt und daher nicht unseren Wahrnehmungen zu Grunde liegen kann.
      ABER: Aus der Annahme, dass unsere Wahrnehmungen ,Gedanken und Gefühle ausschließlich durch das absolute Ich generiert werden, folgt jedoch ,dass es eine diesen Bewusstseinszuständen zu Grunde liegende buR nicht gibt.

      @2: Auch das könnte nur ein Traum des absoluten Ichs sein.
    • Riha schrieb:

      Es könnte dann immer noch eine bewusstseinsunabhängige Realität (buR) geben ,die aber kausal nicht auf das Subjekt einwirkt und daher nicht unseren Wahrnehmungen zu Grunde liegen kann.
      Ja klar, es mag in der Welt etwas geben (also Bestandteil der buR ist), das wir nicht wahrnehmen. Ganz bestimmt sogar.
      Ein einfaches Beispiel: Töne, die der Mensch nicht hören kann, die aber ein Hund sehr wohl hören kann.


      Riha schrieb:

      Aus der Annahme, dass unsere Wahrnehmungen ,Gedanken und Gefühle ausschließlich durch das absolute Ich generiert werden, folgt jedoch ,dass es eine diesen Bewusstseinszuständen zu Grunde liegende buR nicht gibt.
      Du hattest das Wort ausschließlich unterstrichen, und m. E. hättest du auch noch das Wort generiert unterstreichen können/müssen, denn hier liegen m. E. die beiden Knackpunkte der Annahme, die diese dann auch falsch machen.
      Daß es aber eine buR geben muß, folgt m. E. schon aus der Tatsache, daß die Welt schon existiert hat, bevor Menschen mit Bewußtsein da waren.


      Riha schrieb:

      Auch das könnte nur ein Traum des absoluten Ichs sein.
      Ich meine nicht.
      Wenn man in einen Apfel beißt und dadurch seinen Hunger vertreibt, dann könnte es theoretisch ein Traum sein, ja.
      Aber wenn man den Gedanken einmal weiterdenkt, stößt man m. E. doch auf Widersprüche.
      Ein Traum könnte es ja nur sein, wenn der Apfel in Wirklichkeit nichts wäre. Aber dann müßten uns mindestens drei unserer fünf Sinne, nämlich unseer Seh-, Tast- und Geschmackssinn, vollkommen getäuscht haben. Wie wäre so etwas möglich?
      Man könnte dann noch annehmen, daß uns irgendwelche Außerirdischen unser Gehirn programmiert haben, so daß wir Dinge wahrnehmen, die nicht da sind, eben den Apfel. Aber warum sollten die das tun?
      Wenn das Ich nur träumt, wenn es einen Apfel ißt, dann müßte es ja bei jeder Nahrungsaufnahme träumen, aber wie soll das Ich dann überleben?
      Mir scheinen die Annahmen, die nötig wären, damit das Beißen in einen Apfel ein Traum sein könnte, so weit hergeholt zu sein, daß man sie als unrealistisch bezeichnen könnte.
      Man weiß nie genug, und vielleicht ist genau dieser Mensch, dem ich gerade begegne, der Engel, der mir die Augen öffnet.
    • Neu

      HumbleThinker schrieb:

      Du hattest das Wort ausschließlich unterstrichen, und m. E. hättest du auch noch das Wort generiert unterstreichen können/müssen
      Ja, das wäre besser gewesen.

      HumbleThinker schrieb:

      Mir scheinen die Annahmen, die nötig wären, damit das Beißen in einen Apfel ein Traum sein könnte, so weit hergeholt zu sein, daß man sie als unrealistisch bezeichnen könnte.
      Einverstanden.Der subjektive Idealismus ist ja eine unrealistische Position. Absurd ,abwegig, aber inhaltlich nicht unmöglich. Unmöglich ist m.E. streng genommen nur der ontologische Widerspruch (also, das etwas vorhanden und zugleich nicht vorhanden ist) .Das kann ich mir nicht einmal vorstellen. Alles andere, z.B. auch die Entstehung von etwas aus dem Nichts, kann ich mir vorstellen. Ich glaube aber nicht daran, weil ich so etwas noch nicht erlebt oder aus seriöser Quelle erfahren habe, Aber logisch ausgeschlossen ist es nicht.
    • Neu

      Riha schrieb:

      [...] Unmöglich ist m.E. streng genommen nur der ontologische Widerspruch (also, das etwas vorhanden und zugleich nicht vorhanden ist) .Das kann ich mir nicht einmal vorstellen. Alles andere, z.B. auch die Entstehung von etwas aus dem Nichts, kann ich mir vorstellen. Ich glaube aber nicht daran, weil ich so etwas noch nicht erlebt oder aus seriöser Quelle erfahren habe, Aber logisch ausgeschlossen ist es nicht.
      Die Entstehung aus dem Nichts, kann ich mir auch nicht vorstellen. Das liegt wohl daran, dass Oma jeweils sagte: Vo nüt chunt nüt! - Im Sinn von, was erzählst du mir, Von nichts kommt nichts und weiter nichts. Oma war eine gescheite Frau, nicht wahr?
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      Riha schrieb:

      Alles andere, z.B. auch die Entstehung von etwas aus dem Nichts, kann ich mir vorstellen.

      Alltag schrieb:

      Vo nüt chunt nüt!
      Vielleicht kommt es darauf an, wie man das Nichts definiert.
      Wenn man das Nichts als den Ort ansieht, in dem nichts Seiendes ist, dann hat Alltag wohl recht. Die Frage ist dann aber, ob es das Nichts in diesem Sinne überhaupt gibt.
      Eine andere Möglichkeit wäre mE, das Nichts mit dem für uns nicht Wahrnehmbaren gleichzusetzen, daraus könnte dann schon etwas entstehen.
      Man weiß nie genug, und vielleicht ist genau dieser Mensch, dem ich gerade begegne, der Engel, der mir die Augen öffnet.
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      HumbleThinker schrieb:

      Riha schrieb:

      Alles andere, z.B. auch die Entstehung von etwas aus dem Nichts, kann ich mir vorstellen.

      Alltag schrieb:

      Vo nüt chunt nüt!
      Vielleicht kommt es darauf an, wie man das Nichts definiert.Wenn man das Nichts als den Ort ansieht, in dem nichts Seiendes ist, dann hat Alltag wohl recht. Die Frage ist dann aber, ob es das Nichts in diesem Sinne überhaupt gibt.
      Eine andere Möglichkeit wäre mE, das Nichts mit dem für uns nicht Wahrnehmbaren gleichzusetzen, daraus könnte dann schon etwas entstehen.
      Richtig! Dies titulierte Oma aber, bei meiner Begründung meines Nichtstun, als faule Ausrede!
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      Riha schrieb:

      Alltag schrieb:

      Die Entstehung aus dem Nichts, kann ich mir auch nicht vorstellen.
      Also Ich kann mir vorstellen, dass jetzt plötzlich vor mir auf dem Tisch ein Haufen Geld entsteht, ohne das dieser aus etwas anderem hervorgegangen ist. Ich könnte es aber nicht erklären und auch nicht glauben, dass es wirklich geschehen könnte.
      Ich glaube, dass man sich das vielleicht recht einfach erklären kann, warum wir uns vorstellen können, wie aus dem Nichts etwas entsteht, obwohl dies unserer gängigen Überzeugung widerspricht.

      Denn wir sehen es ja tatsächlich hin und wieder. Wenn bspw. zum Jahreswechsel plötzlich am Himmel lauter bunte Lichter aus dem Nichts auftauchen. :)
      Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

      Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.