Platon 25: Kritias

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    • Platon 25: Kritias

      Ich habe nicht übel Lust, heute Nacht einmal den Kritias zu lesen. Der Kritias stellt neben dem Timaios den krönenden Abschluss der Werke von Platon dar. Er ist einer der kürzesten Texte (da Fragment geblieben), und enthält bekanntnlich Platons Bericht von der sagenumwobenen Atlantis... Vielleicht mögt Ihr ja mitlesen...

      Hier zunächst der Zeno-Volltext zum Kritias. Da wir wohl keine großartige Textexegese machen werden, sondern Platons Bericht der Atlantis ganz für sich selber sprechen lassen können, genügt der Zeno-Volltext hier vollkommen:

      zeno.org/Philosophie/M/Platon/Kritias

      Und hier der Wiki-Artikel zum Kritias:

      de.wikipedia.org/wiki/Kritias_%28Platon%29

      Und hier der Wiki-Artikel zur Atlantis:

      de.wikipedia.org/wiki/Atlantis

      Und hier noch eben die Gliederung des Kritias

      A: Einleitendes Gespräch

      1. Schwierigkeit des Redens über Sterbliches und Bitte des Kritias um Nachsicht 107
      2. Dei Stimmung der Zuschauer 109

      B: Erzählung des Kritias

      I. Das alte Athen
      3. Verteilung des athenischen Landes an Hephaistos und Athene. Warum sich nur die Namen, nicht die Taten der alten Athener erhielten 109
      4. Größe und Beschaffenheit des alten athenischen Landes 112
      5. Die athenische Burg. Ihr Umfang und ihre Besiedlung 113

      II. Die Insel Atlantis
      6. Vorbemerkung zur Atlantiserzählung: Grund der Verwendung griechischer Namen 114
      7. Erlosung der Insel durch Poseidon und Verteilung der Herrschaft an seine Söhne. Der Reichtum der Insel 115
      8. Durchstisch zum Meer und Hafenanlagen 118
      9. Die Einrichtung des Königssitzes 119
      10. Einrichtung und Natur des übrigen Landes. Die Streitmacht des Königs 121
      11. Regelung der gemeinsamen Herrschaft und wichtigste Gesetze 122
      12. Entartung des atlantischen Geschlechts und Eingreifen des Zeus 124

      Gruß Joachim Stiller Münster

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    • Inhalt des Kritias

      Hier noch eben eine kurze Inhaltsangabe zum Kritias. Der Auszug ist dem Wiki-Artikkel entnommen...

      Der Kritias fügt sich thematisch der Politeia an. Das von Kritias erzählte zentrale Thema ist der (fiktive) Krieg zwischen dem platonischen Idealstaat (‚Ur-Athen‘) und einer der Hybris (ὕβρις „Übermut“) verfallenen Supermacht (Atlantis), welcher sich der im Timaios beschriebenen Überlieferung zufolge 9000 Jahre vor Platons Zeit ereignete. Der Sieg des Idealstaates soll dessen Tauglichkeit beweisen, während gleichzeitig die Niederlage der expansiven Seemacht auf die gescheiterte Athener Politik des 4. Jahrhunderts v. Chr. anspielt.
      Kritias beschreibt nacheinander die Entstehung, Topografie und politische Organisation der sich gegenüberstehenden Staaten ‚Ur-Athen‘ und Atlantis, und hebt dabei die gravierenden Unterschiede hervor. Sowohl ‚Ur-Athener‘ als auch ‚Atlanter‘ werden als Autochthone beschrieben, die unter göttlicher Obhut‚ auf ihrem Stück Erde‘ entstanden. Dabei besteht für Platon ein enger Zusammenhang zwischen den Eigenschaften des Landes und seiner Bewohner. Vor diesem Hintergrund sind die ausführlichen Beschreibungen der attischen und atlantischen Topografie zu verstehen. (Wiki)
      Gruß Joachim Stiller Münster
    • Der Kritias knüpft unmittelbar an den Timaios an, und beide Dialoge gehören zusammen. Ursprünglich waren sie wohl als Trilogie geplant...Der Dritte Teile wirde nicht mehr geschrieben, und auchd er Kritias ist Fragment geblieben. Er bricht irgendwann einfach ab.

      Thema des Kritias ist an sich der Krieg der Atantier gegen die Griechen, namentlich die Römer, ein Ereignis, das sich zu Platosn Zeit bereits vor 9000 Jahren ereignet haben soll, und aus dem die Athener als sieger hervorgehen. Zunächst, und das ist praktisch alles, was uns das Fragment schildert, wird das Leben der Griechen und das der Atlantier beschrieben. Da hinein spielen Beschreibungen ihrer unterschiedlichen Ideale eines idealne Staates. Bei der Beschriebung der Grichen bzw. Athener baut er viele Element seines eigenen idealen Staates ein, der ideale Staat deer Atlantier erscheint hingegen als ein fragwürdiges Konterfei. Im Gnazen zweiten Teild es Kritias geht es praktisch um Aufstieg und Fall der Atlantis. In der Beschreigung des Platon fehlen auch nicht die Beschriebungen der gildenen Stadt der Atlantis. Alle Bauten waren vergoldet oder versilbert, und mit Gold-Kupererz verziet. Das soll wohl ein imposanter Anblick gewesens ein. Und trotzdem verkam die Atlantis, so dass sich Zeus und der Rat der Götter überlegtne, die Atlantier für ihre Frevel zu bestrafen, was dann ja auch geschah. Aber davon berichtet der Kritias nicht mehr, denn wie schon gesagt, der Dialog bricht mit diesen Ausführungen jäh ab...

      Steiner, der Begründer der Anthroposophie, berichtet übrigens, dass es die Atlantis tatsächlich ga. Sie soll etwa da gelegen ahben, wo heute der atlantische Ozean liegt, und sie schaut praktisch heute noch bei den Azoren und den Bermudas aus dem Wasser. Untergegangen ist die Atlantis in der Tat durch die Sintflut, von der sowohl das alete Testament, als auch das legendäre Gilgamesch.Epos berichten. Vielleicht mag der ein oder anderes das Gilgamesch-Epos jetzt gleich einmal mitlesen:

      de.wikipedia.org/wiki/Gilgamesch-Epos

      Übrigens gibt es auch interessante Mitteilung von der Atlantis in dem folgenden Buch:

      - Jostein Saether: Wandeln unter unsichtbaren Menschen - Eine karmische Autobiographe

      Jostein Säeter, ein Norwegischer Anthroposoph, kann sich an seine früherne Leben erinnern, und berichtet u.a. von Verkörperungen auf der Atlantis. Ein wirklich interessantes und denkwürdiges Zeugnis...

      Gruß Joachim Stiller Münster