Deutsches Land warst du gewesen

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    • Deutsches Land warst du gewesen

      Ein freundliches "Hallo" in die Runde. Ich bin grade auf dieses Forum gestoßen und gehöre auch zu den Menschen die sich viele Gedanken um die Welt die sie umgibt machen. Ich hoffe der Austausch auf dieser Plattform inspiriert mich weitergehend zu weiteren Gedankenbrocken die ich kauen und verdauen darf. Ich möchte kurz auf mich etwas zu Sprechen kommen, damit mein Gedicht "Deutsches Land warst du gewesen"nicht missverständlich aufgenommen wird.

      Ich bin bin 30 Jahre alt und habe eine Ausbildung und einige Jahre Berufserfahrung im Postverkehr hinter mir. Zahlreiche Nebentätigkeiten und auch als Veranstalter von Liverollenspielen bin ich seit 8 Jahren künstlerisch aktiv. Zur Zeit studiere ich Eurythmie, eine Bühnenkunst die aus der Waldorfschule stammt. Ich war vor dem Studium jedoch nie in einer als Schüler.
      Zu meinem Freundeskreis gehören schon seit Kindheitstagen viele Mitmenschen mit ausländischen Wurzeln. Ich bin stolz auf viele Beiträge all meiner Mitmenschen und auch stolz auf Deutschlands Kultur und Geschichte. Mein Unterricht in der Schulzeit bestand Jahre lang nur aus 10 Jahren Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg, so dass ich mich privat weiter bilden musste um mehr über die wirklichen deutschen Wurzeln unserer Kultur zu erfahren. Der Umstand von übereifrigen Schwachköpfen als "Nazi" hingestellt zu werden, weil man auf den Wiederaufbau, auf eine ausgezeichnete Sprache, auf Meister der Lyrik und viele andere gute deutsche Dinge stolz ist, ärgert mich sehr. Ich hoffe derartiges hier nicht erleben zu müssen. Der Einleitung sei genüge getan und so möchte ich mich dem eigentlichen Ausdruck meiner Gedanken widmen, der allein durch die vermeintliche Notwendigkeit einer solchen Erklärung schon unterstrichen wird.


      Deutsches Land



      der Denker und Dichter warst gewesen

      Nun trägst du bürdenhaft den Spendenstolz

      Wann werden wir aus Wunden lesen

      Statt Eichen sind wir Pressspanholz



      Römer, Osmanen und Franzosen

      Hast du einst dir fortgesandt

      Goethe und Schiller würden toben

      Dass du hast dich selbst verbrannt



      Deiner Kinder Werke kennst du nicht

      Deine Sprache hast du längst vergessen

      Sprech doch wie ein Deutscher spricht

      Nur die deinen Werte magst bemessen



      Bildung ist nicht Folgsamkeit

      Kunst nicht vorgekauter Brei

      Achte wie man Leben schreibt

      Werd im Geiste wieder frei



      Freude schöner Götterfunken

      Mach den Geist dem Herzen gleich

      Hast erst du dich überwunden

      Wirst du wieder geistig reich
    • Ich kann es ja noch einmal versuchen. Hier eines der ersten Gedichte, die ich überhaupt geschrieben habe. Es war das einzige, das je breiteren Anklang fand. Man muss es natürlich im Vortrage hören: Völlig überbetont. Dann hat es einen echten "Hau":

      Das Denkmal (für Rudolf Steiner):

      Steinchen vier und Steinchen fort,
      Steinchen hier und Steinchen dort,
      Steinchen bist gewesen.

      @ Menkus,

      auch Dir noch enmal ein herzliches Willkommen hier im Forum... Gruß Joachim Stiller Münster

      The post was edited 3 times, last by Joachim Stiller ().

    • wunderschön..aber in diesem forum ist geistige freiheit leider nicht erwünscht. hier muss man sich nach eigenen spielregeln richten, die man nicht hinterfragen darf. methodisch eingeschlossenes denken ist ungleich freies denken, und genau diesen reichtum hat die philosophie nicht mehr. heute fürchtet man sich zudem auch vor dem "sprechen lassen der sprache selbst", das "gehöre heute nicht mehr zur philosophie".
      others have excuses, but i have my reasons why.

      The post was edited 2 times, last by ZiMMi ().

    • Die Deutschen zeigen leider zu wenig Eininitiative und Zivilcourage gegenüber der Regierung.
      Wenn die bekannten Mißstände herrschen - verursacht durch die Regierung - warum schließt man sich nicht zusammen , vernetzt sich und bildet autonome Netzwerke und Solidargemeinschaften, die stattliches Handeln ersetzen auf der Privatebene. Es ist leider typisch deutsches Untertanendenken, daß alle Initiative aus der Politik kommen muß.
    • Godefried wrote:

      Die Deutschen zeigen leider zu wenig Eininitiative und Zivilcourage gegenüber der Regierung.
      Wenn die bekannten Mißstände herrschen - verursacht durch die Regierung - warum schließt man sich nicht zusammen , vernetzt sich und bildet autonome Netzwerke und Solidargemeinschaften, die stattliches Handeln ersetzen auf der Privatebene. Es ist leider typisch deutsches Untertanendenken, daß alle Initiative aus der Politik kommen muß.
      Das ist aber ein wenig ungerecht. Es gibt ja soziale Netzwerke und blogs en masse. Nur die Musik spielt eben in den Gerichtssäle und in den Amtsstuben (Finanzamt etc.).
      Um hier was zu bewirken bedarf es schon der Legitimation. Und da haben unsere Lieben Untertanen sogar erst kürzlich die Piraten auf Kaperfahrt geschickt. Eine Partei, die sich als Alle-können-mitmachen versteht. Diese Partei ist umso interessanter, weil sie durchaus so etwas wie eine Bewegung darstellt, denn es gibt bereits in vielen Ländern Ableger. Und weil sie eine starke Affinität zu den neuen Technologien Und Formen der Kommunikation aufweist.

      Initiative? Mit dem Pappschild vorm Kanzleramt rumturnen und Vuzuvelas tröten?

      Die Deutschen werden, so glaube ich, doch stark unterschätzt. Nur allzu schnell werden Konzepte, wie das Trennen von Müll, flächendeckend ungesetzt.

      Die Piraten haben ja im Moment wohl so etwas wie eine Sinn-, oder Orientierungskrise. Wohl auch eine Führungskrise, wenn man bedenkt, dass der Vorsitzende ein Regierungsdirektor aus dem Verteidigungsministerium ist.

      Jeder der alzu schnell auf den deutschen Michel einprügelt, muss sich durchaus die lästige Frage nach der eigenen Verantwortung stellen lassen.
    • Ich danke für die Willkommensrunde und ich bin froh das sich die Aussagen nicht bewahrheiteten und dieses Forum den Raum für Diskussionen gibt. Ich hoffe, dass sich die Erfahrungen einiger mit diesem Forum, welche ich aus den Beiträgen herauslese, nicht widerholen werden. Es gibt zu viel Zensur in diesem Land, die uns über Wahrheiten hinweg täuscht. Die unsere Meinungsbilder manipuliert. Wir brauchen Plattformen in denen wir frei sprechen dürfen. Es hilft auch nichts verbrecherischen Institutionen und Personen den Mund zu verbieten, Parteien zu verbieten, kranke Menschen weg zu sperren und zu ignorieren. Diesen Problemen muss man sich stellen, ihre Argumente anhören und mit dem eigenen Verstand durchdenken. Sich über sie austauschen, um das Handeln und Denken zu verstehen und um sie durch Argumente zu widerlegen.

      Ich habe einige Tage gewartet um die Moderation des Forums abzuwarten. Als ich die Antworten las, kam mir ein altes Gedicht von mir in den Sinn. Ich nehme es als Antwort auf die Beiträge um die Diskussion fortführen zu können.




      Stein des Anstoßes





      Aus dem unendlich weiten Schoß der Erde


      Bäum dich auf und fester werde


      Brauner Klumpen werde grau


      Forme dich und werde rau





      Viele Geschwister sollst du haben


      Gemeinsam werdet ihr mich tragen


      Keiner wird dem andern gleichen


      Und selbst die Flüsse werden weichen





      Türmt hinaus zur großen Feste


      Aus manchem wird dabei das Beste


      Ein Gipfel meiner schönsten Zinnen


      Die wird am Fuß man gern besingen





      Gewaltig steht nun meine Pracht


      Stein, du hast dies aus mir gemacht


      Des Landes schönste Erdenkrone


      Wie als Bergland ich dort wohne





      Die Natur bestimmt mein Handeln


      Unter Geröll mag ich doch wandeln


      Doch erdrücken lasse ich mich nicht


      Weil aus mir die Freiheit spricht





      Große Werke errichten wir aus Steinen


      Beim Behauen werden sie auch weinen


      Denkwürdig werden diese Bauten


      Der Leute die sich dies zu Bauen trauten




      Was kann man tun wenn unrechte Dinge erkannt werden? Darüber sprechen ist der erste Schritt. Alternativen überlegen und dem Beständigen mit Vorschlägen begegnen. Die Sprecher dieser Ideen an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten. Es ist am Ende einer Idee wichtig sie auch in die Tat umzusetzen und auch den Mut zu Beweisen Neues Auszuprobieren. Man sollte nicht nur Fehlschläge Bestrafen, sondern auch Respekt denen zollen, die eben nicht nur verweilen, sondern auch bereit sind für Veränderungen zu Arbeiten.

      Was kann man tun? Nicht gedankenlos voran Stürmen. Der mutige Schritt muss aus dem Willen zur Veränderung geschehen und dabei muss man auch zu unangenehmen Konsequenzen bereit sein um sein Ziel zu erreichen.

      Deutsches Land, du hast es schon einmal vollbracht. Du hast bewiesen, dass deine Ideen und dein Wille sich verkörpern lassen. Ohne Gewalt haben die Deutschen eine Grenze niedergerissen ohne Blut zu vergießen. Der deutsche Geist handelt noch immer durch Taten. Wenn Menschen auf die Straße gehen und ihre Meinung äußern. Denn in diesem Punkt haben wir Deutschen etwas vollbracht, dass keinem zuvor gelang. Und darauf kann man wirklich stolz sein. Und derjenige, der einen Deutschen als Nazi verunglimpft, wenn dieser seinen Stolz zum Ausdruck bringt, der soll seine eigene Geschichte hinterfragen ob selbiges auch seinen Leuten gelungen ist.

      Und wer's nie gekonnt,
      der stehle weinend sich aus diesem Bund!
    • Osmanischer Reich! Herrscher über 3 Kontinente, Jahrhundertel lang. Die Türkei seit 80 Jahren demokratisch, kein Neid auf Menschen die mehr können, keine Diktatoren, sondern immer frei, seit Jahrhunderten schon!

      Deutsch ist ein unendlich kleiner Punkt auf der Welt.

      Übrigens, ein Volk das sich selbst lobt, und so dumm ist ,und nicht merkt, die Feigheit pflegt ,Mut aber verfolgt und unterdrückt, sich dabei auch stark fühlt und sich nie fragt und in Feigheit geübt aber weiter existiert,
      hier und da rumkratzt, stolz die Wurzeln pflegt, die schändlichste Wurzel pflegt, sich mit Liebe dumm hält, aus Tradition. Muss einfach die Lüge nun beginnen :LtD:

      The post was edited 1 time, last by mea_Bellum ().

    • Das Dilemma am Stolz ist, dass man sich damit selbst schmeichelt. In einigen Fällen halte ich Stolz aber für unangemessen. Es gibt Dinge, die ich selbst getan habe und auf die ich stolz bin. Ganz einfach deshalb, weil ich sie entgegen meiner Erwartungen an mich selbst bewältigen konnte oder weil ich im Nachhinein gemerkt habe, was ich damit erreichen konnte. Von diesen Erlebnissen zehre ich mitunter noch heute. Aber wie könnte ich stolz auf Goethe sein?
      Der Duden sieht im Stolz die Bewusstheit vom eigenen Wert. (Die negative Auslegung als Hochmut und Überheblichkeit lasse ich mal unbeachtet.) Besteht mein eigner Wert in dem Wert, den andere, geschichtliche Größen, für mich haben? Ist es zweckmäßig, sich für andere zu schämen?

      Mögen diese großen Menschen auch den Ruf Deutschlands entscheidend geprägt haben, so ist die Aussage, Deutschland sei ein (einstiges) Land der Dichter und Denker auf eine seltsame Art und Weise wahr: Ein Volk oder eine Nationalität wird einigen wenigen Größen zugeschrieben, sodass man meinen könnte, so eigentlich deutsch ist nichts, was nicht diesem Bilde entspricht, denen hörig ist, denen es gehört. In Zeiten, in denen Menschen noch Leibeigene waren, in denen sie abhängig von der Gunst, den Interessen an Expansion und Ansehen der Vornehmen gegenüber derengleichen, wurden jene Größen, Dichter, Denker gemeißelt und die Geschicke des Landes galten den Interessen der Landesherren. Und noch heute wird ihnen gehuldigt, wie ein Kult. Eine teilweise verklärende Tradition, die Ideale schaut und sobald sie ihren Blick abwendet, nur elende, niedere Gestalten sieht.
    • Zuerst einmal bitte ich um Entschuldigung für den morgendlichen Schnellschuss im voran gegangenen Beitrag. Ich habe um dessen Löschung gebeten. Er war zwar nicht als Angriff auf die türkische Kultur gemeint, aber ich habe beim Lesen eben grade ihn als solchen empfunden. Daher hoffe ich auf dessen Löschen.

      Deine Frage empfinde ich als guten Ansatz. Wie kann man nationalen Stolz oder auch Stolz auf die Werke anderer auslegen? Hat man das Recht sich auf die Leistungen anderer zu berufen?
      Ich denke es kommt auf den individuellen Fall an. Wenn wir Schiller und Goethe als Beispiel nehmen wollen. Diese Menschen haben Botschaften erarbeitet und mit der Anerkennung dieser Werke als kulturelle Schätze haben sie viele Generationen geprägt. Ihr vermitteltes Wertesystem formte zeitweise unsere Kultur. In diesem Sinne kann man wohl nur von Stolz sprechen, wenn man bestrebt ist, diesen Werten zu folgen. Dann werden sie Teil der eigenen Identität.

      Es hat sicher auch etwas mit Wertschätzung zu tun. In dem ich meinen Stolz auf den gelungenen Wiederaufbau, der vorrangig durch die Arbeitskraft der Generation meiner Eltern und Großeltern zustande kam, Ausdruck verleihe, so ehre ich die Taten von guten Vorbildern.

      Es ist leider Gang und Gebe sich einiger Modewörter zu bedienen und sehr willkürlich auszulegen. Viel zu oft hört man etwas von Ehrgefühl. Ehre muss man sich erarbeiten und wahren. Sie geht mit Anstand Hand in Hand. Vielleicht ist es auch bei Stolz der Fall, dass man ihn sich erarbeiten muss und dann sagen kann, dass man Stolz ist, durch die erwähnten Werke anderer ein Teil ihrer Idee zu werden.
    • Höhere Lebenskunst ist das Schreiten auf dem Höheren Weg
      einer Lebensart, die oberhalb der Meinungen und der Glauben des Irr-Sinns der
      meisten Menschen ist und in der der Höhere Mensch Katalysator ist, für das
      Werden zu dem erfüllten Dasein werdensbefähigter Menschen, die nicht mehr dem
      Irr-Sinn Anderer, Wesensfremder unterliegen; für die der Staat und die Gesellschaft nur noch notwenig-geduldete Infrastruktur für ihr Streben nach der Gemeinschaft höherer Lebeskünstler ist, die sich ihren Staat im Staate schafft..
    • Menkus wrote:

      Deine Frage empfinde ich als guten Ansatz. Wie kann man nationalen Stolz oder auch Stolz auf die Werke anderer auslegen? Hat man das Recht sich auf die Leistungen anderer zu berufen?
      Ich denke es kommt auf den individuellen Fall an. Wenn wir Schiller und Goethe als Beispiel nehmen wollen. Diese Menschen haben Botschaften erarbeitet und mit der Anerkennung dieser Werke als kulturelle Schätze haben sie viele Generationen geprägt. Ihr vermitteltes Wertesystem formte zeitweise unsere Kultur. In diesem Sinne kann man wohl nur von Stolz sprechen, wenn man bestrebt ist, diesen Werten zu folgen. Dann werden sie Teil der eigenen Identität.


      Das ist nicht deine Kultur, du bist hier womöglich geboren wie viele Albaner vor dir auch. Warum soll die Kultur hier überhaupt jemand interessieren?
    • @mea
      ich bin gebürtiger Deutscher und auch meine Vorfahren kommen aus dem deutschen Sprachgebiet. Mein Ur-Großvater kam aus Ost-Preußen, ein Ur-Großonkel stammt aus Griechenland. Mein Kulturkreis ist der Deutsche und dennoch interessiere ich mich für die Geschichte und Politik anderer Länder und Völker. Ich wage nicht zu hoffen das eine Einigkeit zwischen allen Regierungen das Bestreben der Völker und Politiker ist. Und dennoch begrüße ich die Europahymne, die von Schiller und Beethoven hinterlassen wurde und als idealistisches Ziel von vielen Völkern gesungen wird. Die Botschaft dieser Verse ist das Streben nach einem großem Ziel und dieses findet sich unter anderem in friedlicher Einheit und kultureller Größe.