Ist das Universum logisch?

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    • byLaszlo wrote:


      Nach wie vor komme ich mit Dr.Bobs Frage "ist das Universum logisch?" nicht zu recht. Ich finde sie
      einerseits zu allgemein und daher ungenau (Beitrag 7):


      Sie ist nicht allgemein sondern grundlegend. Ist halt eine einfach Entscheidungsfrage, bei der man mal nicht die Möglichkeit hat mit schwammigen Antworten um den heißen Brei herumzureden.

      erzengel wrote:


      "Dr. Bob!" wrote:

      Was haltet ihr von der Aussage: "Letztendlich ist alles Mathematik" ?
      Könnte es denn auch etwas anderes sein als Mathematik?

      hallo dr bob,

      letztendlich ist alles mathematik, mathemathik ist endlich.

      daher aknnst du die welt nicht vollkommen mit rechenen verstehen.

      die welt ist ewigkeit udn ewigkeit hat es so an sich, dass sie nie enden wird.

      wenn du die welt also verstehen willst, soltest du dich damit abfinden, dass du mit der mathematik nicht weiter kommst oder eben nur bis zu einem bestimmten ende.

      ich verstehe, wovon ich rede.

      ich habe alles durchgerechnet und bin zu einer erkenntnis gekommen, dass man nicht alles mit der mathematik verstehen kann


      alles ist mathemathik, das stimmt, aber das nichts kannst du nicht mit der mathematik berechenen, daher brauchst du mehr als nur zahlen, ansosten wirst du bald mit deinem latain am ende sein



      liebe grüsse michael :angel1:


      Du kannst gar nicht alles durchgerechnet haben. Was glaubst du werden die Leute in 5000 Jahren durchrechnen?

      Hör auf in meine Frage irgendein dahinterstehendes Bedürfnis reinzuinterpretieren, was nicht da ist.
      Wenn das Universum ewig ist, dann sag mir warum.

      Riha wrote:



      "Dr. Bob!" wrote:

      Was haltet ihr von der Aussage: "Letztendlich ist alles Mathematik" ?
      Könnte es denn auch etwas anderes sein als Mathematik?

      Ja , Empfindungen und Gefühle haben z. B. nichts mit Mathematik zu tun,zumindest sind sie nicht reine Mathematik.


      Mathematik ist, das sich Materie entwickelt hat. Somit ist sie auch, dass sich Zellverbände entwickelt haben, von denen nur die am best angepassten überlebt haben. Somit ist sie auch, dass Zellverbände mit Bewusstsein überlebt haben, welches lebensfördernde und lebenshemmende Dinge in Form von Gefühlen ausdrückt.
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • Dr. Bob! wrote:

      Du kannst gar nicht alles durchgerechnet haben.
      alles wesentliche
      Was glaubst du werden die Leute in 5000 Jahren durchrechnen?
      nichts, was ich nicht schon wüßte


      Hör auf in meine Frage irgendein dahinterstehendes Bedürfnis reinzuinterpretieren, was nicht da ist.
      habe ich nicht beabsichtigt

      Wenn das Universum ewig ist, dann sag mir warum.
      weil gott im universum fehlt



      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • byLaszlo wrote:

      Riha wrote:

      Ja , Empfindungen und Gefühle haben z. B. nichts mit Mathematik zu tun,zumindest sind sie nicht reine Mathematik.

      Man könnte sogar fragen ob die pythagoräische Suche nach den Massverhältnissen der harmonischen
      Klangempfindungen nicht zu den ersten Anwendungen bzw. zum Beweis der Wahrheit der Mathematik
      gehört ? Wahrscheinlich war es die Faszination, die zu der Annahme führte, das Wesen des Kosmos
      sei die Zahl. Das harmoniert durchaus mit Leibnizens Bemerkung: "Die Musik ist eine verborgene
      arthmetische Übung der Seele, die nicht weiß, dass sie mit Zahlen umgeht."

      Zwischen den empfundenen Harmonien und den entspechenden Frquenzen(Mathematik) gibt es einen Zusammenhang. Aber der empfundene Zusammenklang ist evident nicht dasselbe wie ein Zahlenverhältnis.
    • Dr. Bob! wrote:

      byLaszlo wrote:


      Nach wie vor komme ich mit Dr.Bobs Frage "ist das Universum logisch?" nicht zu recht. Ich finde sie
      einerseits zu allgemein und daher ungenau (Beitrag 7):


      Sie ist nicht allgemein sondern grundlegend. Ist halt eine einfach Entscheidungsfrage, bei der man mal nicht die Möglichkeit hat mit schwammigen Antworten um den heißen Brei herumzureden.



      Was meinst du denn mit "logisch"? Folgerichtig? mathematisch? den Gesetzen der Logik entsprechend? ...?
    • Mathematik entspricht ,,den Gesetzen" der Logik, wie wir sie kennen. Und diese Gesetze sind nunmal folgerichtig ;)
      Ich frag mich gerade, ob du hier nur ein bisschen Unruhe stiften möchtest, oder es wirklich ernst meinst.

      Die Frage zielt letztendlich darauf ab, ob es sich lohnt zu forschen, denn nur logisches kann man auch erfolgreich erforschen.
      Es gibt sicher viele Menschen, die denken das Universum sei nicht logisch, da sie an irgendwelche schöpferischen Kräfte glauben und das Gefühl über alles stellen.
      Darüber hinaus lehrt uns die Wissenschaft inzwischen Erkenntnisse, welche sich mit der Erfahrung nicht mehr Vereinbaren lassen, z.B. Phänomene der Unschärfe bestimmter Materieteilchen.
      Ein Physiker sagte dazu: ,, Wir müssen die Phänomene nicht verstehen, sondern nur beschreiben, da wir sie nicht verstehen können"

      In diesem Kontext macht die Frage "ist das Universum logisch?" doch durchaus Sinn.
      Gibt es Paradoxien? Ist Logik eine Erfindung? Eventuell ist unter bestimmten Umständen alles möglich.......
      Haben wir einen logischen Tellerand? Empfinden wir gewisse Dinge, welche logisch sind, einfach nicht also solche und ist dies eventuell ein Fehler unseres Verstandes?
      Vielleicht können wir bestimmte Dinge nicht mit unserem Erfahrungsschatz abgleichen, aber durch geschickte Abstraktion trotzdem verstehen.

      Ich erwarte hier keine Antworten mit ,,Ja" oder ,,Nein". Es ist doch schon eine interessante Diskussion entstanden, warum können wir die nicht einfach fortführen?
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein

      The post was edited 1 time, last by Dr. Bob! ().

    • Riha wrote:

      Zwischen den empfundenen Harmonien und den entspechenden Frquenzen(Mathematik) gibt es einen Zusammenhang. Aber der empfundene Zusammenklang ist evident nicht dasselbe wie ein Zahlenverhältnis.

      Genau damit habe ich meine Schwierigkeiten.

      Wenn wir Klangverhältnisse mathematisieren, sagen wir, dass sie eine mathematisierbare Seite haben.
      Wir sagen, dass Mathematik auf die Musik anvendbar ist.

      Aber was sagen wir damit : das Prinzip der Töne, die Sprache der Natur (Galilei)usw. Mathematik ist ?
      Setzen wir, dass Mathematik die einzige empiriefreie Ausgestaltung der Logik ist (d.h. unter
      vernachlässigung der mathematischen Paradoxien Mathematik "logisch" ist) bedeutet
      die Aussage "das Universum ist logisch" eine Eigenschaft des Universums.

      Würde es anderes aussehen, wenn die Logik die Gravitation mit den anderen
      3 Grundkräften harmonisieren könnte ? (Dass es möglich erscheint wird im Aufsatz von Holger Lyre hier
      dargestellt - wovon ich nur so viel verstanden habe, wie es für meine Frage nötig ist: )

      Hätten wir dann das Wesen (anstelle von zugeschriebener Eigenschft) des Universums in trockenen Tüchern?
      Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt---meins nicht.
      Zumindest weiß ich nicht, wie ich ins Leben gekommen bin.

      (W.Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Kapitel 1.: Mein Leben als Zwergpirat, 1. Satz)
    • byLaszlo wrote:

      Wenn wir Klangverhältnisse mathematisieren, sagen wir, dass sie eine mathematisierbare Seite haben.
      Wir sagen, dass Mathematik auf die Musik anvendbar ist.

      Aber was sagen wir damit : das Prinzip der Töne, die Sprache der Natur (Galilei)usw. Mathematik ist ?

      Analog verhält es sich, wenn wir Klangverhältnisse besprechen (etwa hier im Forum). Wir sagen, dass wir über Klangverhältnisse sprechen können.
      Aber was sagen wir damit: Klangverhältnisse sind sprachlich bzw. Sprache (sind die Sprache, mit der wir über Klangverhältnisse sprechen)?

      Wenn wir gar sagen, wir könnten über Klangverhältnisse nur deswegen sprechen, weil sie selber sprachlich sind, dann ziehen wir eine These, die Berkeley so fasst: Eine Idee kann nur einer Idee ähnlich sein. Damit landen wir bei einer idealistschen Weltauffassung.
      "Ein wackerer Engländer vermisst an den Deutschen Feinheit des Verständnisses, ja wagt zu sagen, der deutsche Geist scheint etwas Verbogenes, etwas Stumpfes, Ungeschicktes und Unglückliches zu haben" (Friedrich Nietzsche, Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, 1874).

      The post was edited 4 times, last by Fliege ().

    • Link über Mathematik

      Fliege wrote:

      Wenn wir gar sagen, wir könnten über Klangverhältnisse nur deswegen sprechen, weil sie selber sprachlich sind, dann ziehen wir eine These, die Berkeley so fasst: Eine Idee kann nur einer Idee ähnlich sein. Damit landen wir bei einer idealistschen Weltauffassung.

      Wenn ich im Moment auch noch Berkeley erarbeiten müsste um genau zu verstehen, was du meinst...
      Platonisch geredet, wir nehmen Ideen in Anspruch, wenn wir Gegenstände erkennen (auch hier spielt
      Ähnlichkeit eine wesentliche Rolle)...

      und es wird bestätigt, dass Mathematiker auch heute noch verkappte Platoniker sind
      (also ohne es zu wollen), wenn sie über ihre Position zu Ihrem Gegenstand befragt werden,
      was keine Vorwurf darstellt.
      und dies aus dem Feder eines Mathematikers: hier auf der Seite 49 auf Spalte links, ganz unten.
      (ich gebe Dr.Bob! darin auch recht: entweder bleibt der Mathematiker Platonist der
      schiebt er sein Handwerk beiseite und arbeitet von da an an einer philosophischen
      Neubegründung der Mathematik. Wer wird ihn dafür Arbeitslohn zahlen?
      Soviel über das Sollensstruktur unseres irdischen Universums)

      witzigerweise wird im genannten Aufsatz folgendes Muster gewählt Seite 59:

      Frage: warum kann man die Regel der Moral auf die Welt anwenden?
      Antwort: weil das Universum in Wahrheit aus moralischen Strukturen besteht!

      Ich dachte Mathematiker wären die ersten, die so Tricks gar nicht mehr verwenden.

      Das Thema, aus ganz anderen Gründen, kehrt im Thread "Normativismus" wieder.
      Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt---meins nicht.
      Zumindest weiß ich nicht, wie ich ins Leben gekommen bin.

      (W.Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Kapitel 1.: Mein Leben als Zwergpirat, 1. Satz)
    • byLaszlo wrote:

      [...] es wird bestätigt, dass Mathematiker auch heute noch verkappte Platoniker sind (also ohne es zu wollen), wenn sie über ihre Position zu Ihrem Gegenstand befragt werden, was keine Vorwurf darstellt. und dies aus dem Feder eines Mathematikers: hier auf der Seite 49 auf Spalte links, ganz unten.

      [...]

      witzigerweise wird im genannten Aufsatz folgendes Muster gewählt Seite 59:

      Frage: warum kann man die Regel der Moral auf die Welt anwenden?
      Antwort: weil das Universum in Wahrheit aus moralischen Strukturen besteht!

      Ich dachte Mathematiker wären die ersten, die so Tricks gar nicht mehr verwenden.

      Das Thema, aus ganz anderen Gründen, kehrt im Thread "Normativismus" wieder.

      Du verweist auf einen wirklich interessanten Aufsatz. Zum Thema passt auch diese (von mir gekürzte) Passage (S. 57-58 :(
      Mit ihrem "Unvermeidlichkeitsargument" haben W. V. O. Quine und H. Putnam versucht, eine neue Begründung für die Auffassung zu liefern, dass mathematische Objekte eine eigene Realität beanspruchen können. Es beruht darauf, dass man zur Formulierung sowohl mathematischer als auch naturwissenschaftlicher Aussagen oft so genannte Quantoren verwendet.
      [...]
      Zusätzlich zum Allquantor wird auch gerne der Existenzquantor verwendet, eine formelmäßige Abkürzung für den Ausdruck "es gibt" oder "es existiert". Es handelt sich also bei beiden Quantoren nur um abkürzende Schreibweisen, aber Quine und Putnam haben sie dennoch zur Grundlage eines Arguments gemacht, mit dem sie für die reale Existenz mathematischer Objekte plädieren [...].
      [...]
      Das Argument, die Anwendungen von Quantoren auf mathematische Objekte sei für die Wissenschaft unvermeidlich und deshalb müssten diese Objekte auch existieren, erinnert tatsächlich an theologische Vorgehensweisen, denn auf ähnliche Weise argumentiert auch Joseph Ratzinger gerne: Nur weil der Mensch oft und gerne an ein Leben nach dem Tode glaubt und dieser Glaube für viele unverzichtbar ist, um ihr Leben zu ertragen, muss natürlich auch ein Leben nach dem Tode existieren. Ob Putnam und Quine die geistige Nähe zum Papst unbedingt erwünscht hätten, ist mir durchaus nicht klar, aber ihrer Theorie zufolge ist sie kaum vermeidbar – oder sogar unvermeidbar und daher ihrer Meinung nach auch real.

      Besonders die Pointe am Ende ist beachtlich - das heißt: diese Pointe fordert zur Revision auf. Aus: ich kann mir x vorstellen, oder: ich muss mir x vorstellen, folgt nicht: x existiert.
      Eigentlich sollte das aber bekannt sein ;-).
      "Ein wackerer Engländer vermisst an den Deutschen Feinheit des Verständnisses, ja wagt zu sagen, der deutsche Geist scheint etwas Verbogenes, etwas Stumpfes, Ungeschicktes und Unglückliches zu haben" (Friedrich Nietzsche, Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, 1874).
    • Dr. Bob! wrote:

      Mathematik entspricht ,,den Gesetzen" der Logik, wie wir sie kennen. Und diese Gesetze sind nunmal folgerichtig ;)
      Ich frag mich gerade, ob du hier nur ein bisschen Unruhe stiften möchtest, oder es wirklich ernst meinst.

      Die Frage zielt letztendlich darauf ab, ob es sich lohnt zu forschen, denn nur logisches kann man auch erfolgreich erforschen.
      die welt funktioniert logisch aber ihre existenz ist unlogisch

      Es gibt sicher viele Menschen, die denken das Universum sei nicht logisch, da sie an irgendwelche schöpferischen Kräfte glauben und das Gefühl über alles stellen.
      Darüber hinaus lehrt uns die Wissenschaft inzwischen Erkenntnisse, welche sich mit der Erfahrung nicht mehr Vereinbaren lassen, z.B. Phänomene der Unschärfe bestimmter Materieteilchen.
      Ein Physiker sagte dazu: ,, Wir müssen die Phänomene nicht verstehen, sondern nur beschreiben, da wir sie nicht verstehen können"
      die wissenschaft kann die welt erklären wie sie funktioniert aber sie kann nicht erklären warum sie so ist wie sie ist


      In diesem Kontext macht die Frage "ist das Universum logisch?" doch durchaus Sinn.
      Gibt es Paradoxien?
      ja gott ist möglich und unmöglich
      Ist Logik eine Erfindung?
      ja und wer hat sie erfunden?
      Eventuell ist unter bestimmten Umständen alles möglich.......
      Haben wir einen logischen Tellerand?
      ja, du kannst nur drüber weg schauen wenn du unlogisch denken kannst
      Empfinden wir gewisse Dinge, welche logisch sind, einfach nicht also solche und ist dies eventuell ein Fehler unseres Verstandes?
      wärmer!

      Vielleicht können wir bestimmte Dinge nicht mit unserem Erfahrungsschatz abgleichen, aber durch geschickte Abstraktion trotzdem verstehen.

      Ich erwarte hier keine Antworten mit ,,Ja" oder ,,Nein". Es ist doch schon eine interessante Diskussion entstanden, warum können wir die nicht einfach fortführen?
      ich stehe zur verfügung


      lg micha
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • Super, dann sind wir uns hier ja mal einig :D

      Ich habe es selber schon oft erlebt, dass Probleme, welche auf den ersten Blick schwierig erscheinen, auf den zweiten Blick völlig transparent sind.
      Hier kann ich sogar mal ein praktisches Beispiel anführen:

      Als ich dieses Jahr den Führerschein gemacht habe, kamen in den ersten Fahrstunden unendlich viele Probleme auf mich zu. Ich kam in eine Situation und wusste nicht, wie ich mich richtig zu verhalten habe. Ich habe im Kopf mögliche Reaktionen und deren Konsequenzen durchgespielt, aber kam zu keinem befridigendem Ergebnis.
      Mittlerweile kenne ich diese Situation nicht mehr. Ich weiß immer was zu tun ist.

      Das anfängliche Problem der scheinbaren Auswegslosigkeit mancher Situationen löste sich im nichts auf, als ich die wesentlichen Mechanismen des Verkehrs begriff.
      Ich lernet allerdings hauptsächlich durch Erfahrung, was einem das Lernen sehr einfach macht.

      Beim Verstehen abstrakter Zusammenhänge im Bereich der Grundlagenforschung fehlt uns ebend diese Erfahrung. Wir können dort nicht einfach verschiedene Dinge probieren und sehen was bei rauskommt, um aus Fehlern zu lernen.

      Sich in dieser abstrakten Welt zurechtzufinden bedingt theoretische Überlegungen, welche fast nurnoch mathematisch ausgedrückt werden können. Oder sehe ich das falsch?

      Dort, wo man nicht mehr einfach überprüfen kann, ob etwas richtig oder falsch ist, weil es schwierig zu messen ist, oder den eigenen Verstand vor erkenntnistheoretische Probleme stellt, bedarf es ein wenig Geduld.

      Wie kannst du behaupten, die Physik erkläre lediglich das wie und nicht das warum?
      Ich finde, es gibt viele Antworten auf Fragen, warum etwas funktioniert. Aber es gibt halt auch ein paar, Grundlegende, auf die es noch keine Antworten gibt.
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • Fragen verdecken Unwissenheit

      Fliege wrote:

      Besonders die Pointe am Ende ist beachtlich

      um mich über die Stelle richtig zu Freuen müsste ich einiges mehr über das Unvermeidlichkeitsargument,
      Quantoren und erst recht über "mathematische Objekte" wissen. Ich könnte noch vorstellen, dass
      Mathematik Objekt der Logik sein kann, umgekehrt schon weniger. Wenn wiederum Mathematik etwas
      zum Objekt macht, wird daraus Physik, usw. aber, ---was Objekt der Mathematik betrifft--- wenn man mir sagen
      würde, Mathematik sei ein selbstreferenzielles, auf sich selbst gerichtetes System, dann würde es mir einleuchten.
      Die Frage wiederum "was ist Mathematik?" als zu befragende Objekt der Philosopie, ist eine komische.
      Genauso, was "Grundlegung" der Mathematik sein soll...Selbstheilungsversuche in einer bestimmten Zeit, die sich halt
      aus der jeweiligen Entwicklungszustand ergeben haben.
      Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt---meins nicht.
      Zumindest weiß ich nicht, wie ich ins Leben gekommen bin.

      (W.Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Kapitel 1.: Mein Leben als Zwergpirat, 1. Satz)
    • Dr. Bob! wrote:

      Super, dann sind wir uns hier ja mal einig :D
      meinst du mich?


      Ich habe es selber schon oft erlebt, dass Probleme, welche auf den ersten Blick schwierig erscheinen, auf den zweiten Blick völlig transparent sind.
      Hier kann ich sogar mal ein praktisches Beispiel anführen:

      Als ich dieses Jahr den Führerschein gemacht habe, kamen in den ersten Fahrstunden unendlich viele Probleme auf mich zu. Ich kam in eine Situation und wusste nicht, wie ich mich richtig zu verhalten habe. Ich habe im Kopf mögliche Reaktionen und deren Konsequenzen durchgespielt, aber kam zu keinem befridigendem Ergebnis.
      Mittlerweile kenne ich diese Situation nicht mehr. Ich weiß immer was zu tun ist.

      Das anfängliche Problem der scheinbaren Auswegslosigkeit mancher Situationen löste sich im nichts auf, als ich die wesentlichen Mechanismen des Verkehrs begriff.
      Ich lernet allerdings hauptsächlich durch Erfahrung, was einem das Lernen sehr einfach macht.

      Beim Verstehen abstrakter Zusammenhänge im Bereich der Grundlagenforschung fehlt uns ebend diese Erfahrung. Wir können dort nicht einfach verschiedene Dinge probieren und sehen was bei rauskommt, um aus Fehlern zu lernen.
      du kannst die zukunft nicht beweisen und auch nicht anhand von erfahrungen ergründen! die zukunft ist chaos, die zukunft kannst du nicht im einem experiment nachweisen das geht nicht mein freund


      Sich in dieser abstrakten Welt zurechtzufinden bedingt theoretische Überlegungen, welche fast nurnoch mathematisch ausgedrückt werden können. Oder sehe ich das falsch?
      ja ich glaube du bist auf einem irrweg. das zukünftige kannst du nicht berechenen und wer ist die zukunft?(ich kann das beantworten)


      Dort, wo man nicht mehr einfach überprüfen kann, ob etwas richtig oder falsch ist, weil es schwierig zu messen ist, oder den eigenen Verstand vor erkenntnistheoretische Probleme stellt, bedarf es ein wenig Geduld.
      ein wenig?


      Wie kannst du behaupten, die Physik erkläre lediglich das wie und nicht das warum?
      indem ich es behaupte. ein sinn kann nicht erklärt werden, weil er keine ursache hat, er ist die ursache. was ist der sinn der welt?

      Ich finde, es gibt viele Antworten auf Fragen, warum etwas funktioniert. Aber es gibt halt auch ein paar, Grundlegende, auf die es noch keine Antworten gibt.
      im gunde sind die wichtigen fragen beantwortet

      grüsse michael(immer noch engel )
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • erzengel wrote:

      Dr. Bob! wrote:

      Super, dann sind wir uns hier ja mal einig :D
      meinst du mich?

      Ja

      erzengel wrote:

      du kannst die zukunft nicht beweisen und auch nicht anhand von erfahrungen ergründen! die zukunft ist chaos, die zukunft kannst du nicht im einem experiment nachweisen das geht nicht mein freund
      [...]
      ja ich glaube du bist auf einem irrweg. das zukünftige kannst du nicht berechenen und wer ist die zukunft?(ich kann das beantworten

      Woher hast du denn jetzt entnommen, dass ich in die Zukunft schauen will ?( Das meinte ich ganz bestimmt nicht, du bist auf einem Irrweg ;)

      erzengel wrote:

      Dr. Bob! wrote:


      Dort, wo man nicht mehr einfach überprüfen kann, ob etwas richtig oder falsch ist, weil es schwierig zu messen ist, oder den eigenen Verstand vor erkenntnistheoretische Probleme stellt, bedarf es ein wenig Geduld.

      ein wenig?

      Jedenfalls soviel, um nicht gleich einen Gott zu erfinden. [Das ist keine Religionskritik, lediglich eine Sache, die mir bei vielen Leuten auffällt.]

      erzengel wrote:

      indem ich es behaupte. ein sinn kann nicht erklärt werden, weil er keine ursache hat, er ist die ursache. was ist der sinn der welt?

      Die Frage ist einfach Bullshit. Warum sollte die Welt einen Sinn haben? Sinnvoll ist vielleicht, im Winter die Fenster zu schließen, aber nicht die Existenz des Universums.
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • Dr. Bob! wrote:

      erzengel wrote:

      Dr. Bob! wrote:

      Super, dann sind wir uns hier ja mal einig :D
      meinst du mich?

      Ja

      erzengel wrote:

      du kannst die zukunft nicht beweisen und auch nicht anhand von erfahrungen ergründen! die zukunft ist chaos, die zukunft kannst du nicht im einem experiment nachweisen das geht nicht mein freund
      [...]
      ja ich glaube du bist auf einem irrweg. das zukünftige kannst du nicht berechenen und wer ist die zukunft?(ich kann das beantworten

      Woher hast du denn jetzt entnommen, dass ich in die Zukunft schauen will ?( Das meinte ich ganz bestimmt nicht, du bist auf einem Irrweg ;)
      hehe, du schaust dir die zukunft an, bist dir dessen aber nicht bewußt, hehe

      erzengel wrote:

      Dr. Bob! wrote:


      Dort, wo man nicht mehr einfach überprüfen kann, ob etwas richtig oder falsch ist, weil es schwierig zu messen ist, oder den eigenen Verstand vor erkenntnistheoretische Probleme stellt, bedarf es ein wenig Geduld.

      ein wenig?

      Jedenfalls soviel, um nicht gleich einen Gott zu erfinden. [Das ist keine Religionskritik, lediglich eine Sache, die mir bei vielen Leuten auffällt.]
      um gott zu erfinden braucht man sehr viel geduld, weil gott sich nicht erfinden lässt, da er nur gefudnen werden kann.;-)

      erzengel wrote:

      indem ich es behaupte. ein sinn kann nicht erklärt werden, weil er keine ursache hat, er ist die ursache. was ist der sinn der welt?

      Die Frage ist einfach Bullshit.
      lass deine emotionen mal raus, sonst böleibts du blind
      Warum sollte die Welt einen Sinn haben?[7quote]weil wenn sie keinen sinn hätte wäre sie nie entstanden oder hätte sich nie entwickelt, damit habe ich dir die frage schon beantowrtet!
      Sinnvoll ist vielleicht, im Winter die Fenster zu schließen, aber nicht die Existenz des Universums.
      das ist nicht sinnvoll sondern klug oder vernünftig
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • Dr. Bob! wrote:

      Mathematik entspricht ,,den Gesetzen" der Logik, wie wir sie kennen. Und diese Gesetze sind nunmal folgerichtig ;)
      Ich frag mich gerade, ob du hier nur ein bisschen Unruhe stiften möchtest, oder es wirklich ernst meinst.



      Ich meinte es wirklich ernst ,denn das Wort "logisch " wird in verschiedenen Bedeutungen gebraucht.

      Mathematik, Gesetze der Logik und Folgerichtigkeit sind nicht dasselbe. ( Eine mathematische Definition ist kein logisches Gesetz;wenn es draußen kalt ist ,ziehe ich mich folgerichtig warm ,aber damit folge ich keinem logischen Gesetz. )

      Unter logischen Gesetzen verstehe ich im Wesentlichen die Gesetze der elementaren Logik (z.B Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch...) sowie die Sätze der Aussagelogik und Prädikatenlogik.

      Nach meiner Auffassung gibt es im Universum logische ,und mathematische Zusammenhänge ,aber eben auch viele Erscheinungen ,die weder mathematisch noch logisch sind: Es existieren die Sterne, Massen ziehen einander an, die Blätter sind grün, der Hund ist bissig, es gibt Kriege....
    • Da muss ich zustimmen, das Work "logisch" wird oft falsch angewendet.
      Im philosophischen Sinne bedeutet "logisch" "logisch im Sinne formaler Logik". Logisch können streng genommen also nur Sätze sein. Wenn man jetzt aber z.B. auf die Frage "Gehst du heute abend weg?" amtwortet "Na logisch!" dann ist das natürlich umgangssprache. Auch wenn es heißt "Logischerweise ist dieses und jenes so und so" ist das meistens nicht korrekt, gemeint ist da, dass etwas nachvollbar, sinnvoll, etc ist.
      Logisch im philosophischen Sinne kann das Universum also mMn nicht sein. Was wir hier meinen (so glaube ich), ist die Frage, ob das Universum mathematischen Gesetzgebungen folgt.
    • byLaszlo wrote:

      Würde es anderes aussehen, wenn die Logik die Gravitation mit den anderen
      3 Grundkräften harmonisieren könnte ? (Dass es möglich erscheint wird im Aufsatz von Holger Lyre hier lyre.de/physapri.pdf
      dargestellt - wovon ich nur so viel verstanden habe, wie es für meine Frage nötig ist: )

      Hätten wir dann das Wesen (anstelle von zugeschriebener Eigenschft) des Universums in trockenen Tüchern?
      Lyre fragt ob die moderne Physik apriori begründbar ist. Dabei variiert er das kantsche Apriori leicht:


      Das strenge kantische Apriori ist also am ehesten charakterisierbar als ein methodisches Apriori empirischer Wissenschaft.
      Und er behauptet:


      In der Tat sind es diese beiden nun genannten Charakteristika: erstens, die Notwendigkeit und Allgemeinheit unserer fundamentalen Gesetze und, zweitens, deren vereinheitlichender Zusammenhang, auf die ein erkenntnistheoretisch befriedigender Entwurf der Philosophie der Physik antworten muß. Und genau dies leistet, einzig soweit ich sehen kann, der Apriorismus.
      Die Aprioris können wir aber nie sicher wissen:


      Wir, die wir Erkenntnistheorie betreiben, unterliegen aber, wie alle menschliche Wissenschaft, sehr wohl möglichen Irrtümern. Man könnte dies als die inhärente Grenze des Apriorismus bezeichnen (Lyre 1998, Kap. 3.1.3). Sie führt uns dazu, die dogmatische Inanspruchnahme der unbezweifelbaren Evidenz eines Apriori aufzugeben.
      Was heißt nun die Physik apriorisch zu begründen? Es heißt solche Naturgesetze zu suchen, die Erfahrung überhaupt erst möglich machen:


      Dennoch kann die Einheit der Physik möglich sein. Sie wird sich, einmal gefunden, als möglich erweisen auf der Basis von Naturgesetzen, die als wahre Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung notwendige und allgemeine Geltung beanspruchen dürfen.
      Was könnten die Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung sein?

      Ich will daher Unterscheidbarkeit und Zeitlichkeit als mir in diesem Sinne geeignet erscheinende Kandidaten rudimentärer apriorischer Erkenntnisprinzipien vorschlagen.
      ......Die Möglichkeit, Unterscheidungen vornehmen zu können, erscheint mir daher in der Tat eine sehr allgemeine apriorische Vorannahme begrifflicher Erkenntnis ¨uberhaupt zu sein, bei deren Verzicht man nicht einmal mehr wüßte, wie Erkenntnis dann noch zu definieren wäre.








      Sehr lesenswerter Artikel, meint
      ahasver
      der Wanderer
    • Lyre versucht, anknüpfend an Weizsäcker, eine Quantentheorie der Information, die er in obigem Link auch andeuted:

      Hier könnte sich der Kreis nun schließen, denn in der Tat wäre dies eine im Rahmen unsererArgumentation durchaus denkbar erscheinende wahre abstrakte Begründung des Raumes! Er wird dabei also nicht direkt als ein Apriori eingeführt, sondern vermittels einer konsequenten Quantentheorie der Information, die ihren konzeptionellen Ursprung in einem a priori begründbaren Begriff von Quanteninformation hat, welcher seinerseits auf Unterscheidbarkeit und Zeitlichkeit als Bedingungen der Möglichkeit von empirischer Wissenschaft beruht (
      Lyre 1998, Kap. 3).
      Wer sich für das Thema >Quantentheorie der Information< interessiert, dem empfehle ich auch Thomas Görnitz.
      der Wanderer
    • Quantenbits sind im Gegensatz zu klassischen bits nicht unabhängig - statt dessen existieren Korrelationen. Dieser besondere Charakterzug der Quantentheorie läßt sich demnach nicht ohne weiteres im Informationsbegriff a priori gemäß unseres Entwurfs der ATI begründen.

      Holger Lyre, Quantentheorie der Information, S. 200

      IMHO: es wäre zu zeigen, dass Bewußtsein klassisch nicht möglich, sondern nur als Eigenschaft von Quantensystemen beschreibbar ist. Führt hier aber etwas zu weit.
      der Wanderer