Platon 15: Lysis

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    • Zur Gliederung des Lysis

      Der ganze Dialog ist mit nur 23 Seiten einer der kürzesten. Hier die Gliederung. Sie ist enthalten im 2. Band der Rowohlt-Enzyklopädie "Platon - Sämtliche Werke"...

      A: Einleitung

      1. Sokrates erfährt von der Verliebtheit des Hippothales in Lysis 13
      2. Sokrates hält das übertriebene Lob des Hippothales für den Geleibten für falsch und will die richtige Art des Redens vorführen 15
      3. Eintritt in die Palaistra. Erste Worte des Sokrates an die befreundeten Knaben Lysis und Menexenos 17

      B: Vorbereitdendes Gespräch zwischen Sokrates und Lysis

      4. Sokrates fragt Lysis, warum die Eltern seine Freiheit beschränken 18
      5. Kriterium der Erlaubtheit ist, worauf Lysis sich versteht 19
      6. Wer geliebt werden will, muss verständig und brauchbar werden 21

      C: Zwischenspiel

      7. Verschwörung gegen Menexenos 21

      D: Hauptgespräch über die Freundschaft

      I. Gespräch des Sokrates mit Menexenos
      8. Einführung der Frage nach der Freundschaft 22
      9. Wer ist dem anderen fremd, der Liebende dem Geliebten oder der Geliebte dem Liebenden? 23

      II. Gespräch des Sokrates mit Lysis
      10. Nicht das Ähnliche ist dem Ähnlichen fremd, sondern das Gute dem Guten 25
      11. Können die Guten einander fremd sein? 26
      12. Auch das Entgegengesetzte ist nicht einander fremd 27

      III. Gespräch des Sokrates mit Lyis und Menexenos
      13. Nur das weder Gute noch Böse (Schlechte) kann dem Guten fremd sein 28
      14. Ursache dieser Freundschaft ist die Anhaftung eines Schlechten 29
      15. Das Worumwillen der Freundschaft zum Guten ist etwas, dem man fremd ist 31
      16. Das erste Befreundete als Grund und Ziel aller Freundschaft 32
      17. Das Begehren des Angehörigen als Ursache der Freundschaft 33
      18. Was ist das Angehörige? Aporie 35

      E. Schluss

      19. Auftreten der Knabenführer. Abschiedsworte des Sokrates an die Knaben 36

      Gruß Joachim Stiller Münster

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    • Es handelt sich bei dem Lysis um ein Art Sittengemälde des attischen Griechenland. Es geht um die Jugend, ihre Probleme, etwa mit den Eltern, die erste Beziehung (hie eine homoerotische Knabenbeziehung, etwas, das im attischen Grichelnad recht weit verbreitet war). In gewisser Weise bereitet der Dialog Lysis nur den Dialog Symposion vor, in welchem es um das Wahre, Gute und Schöne geht. Man nehme den Lysis als am Besten als Einstimmung. Hauptgespräch ist das Thema Freundschaft, wobei noch nicht zwischen platonischer Freundschaft und erotischer Freundschaft unterschieden wird. Der Dialog endet aporetisch, und Sokrates gestht am Ende ein, das Wesen der Freundschaft nicht gefunden zu haben...

      Gruß Joachim Stiller Münster
    • Ich weiß nicht, ob ich das schon gesagt habe, aber ich habe mir dummer Weise schon wieder einen Trojaner eingefangen. Mein Rechner ist definitf schroot, so mein Bruder. Er will mir aber Ostern einen Lebtop schenken. Und bis dahin würde ich gerne das Platon-Projekt noch einmal auf Eis legen, einfach weil ich im moment nicht die kohle habe, ständig hier ins Internetcafe zu rennen. Das übersteigt einfach meine Möglichkeiten. Im Januar habe ich es völlig übertrieben, was auf dauer eben nicht geht. Hmmm. wir sehen uns dann am Osterdienstag wieder, wenn Ihr wollt. Mit der Bitte um Euer Verständnis verbleibe ich Gruß Joachim Stiller Münster
    • Im Lysis geht es auch um die Liebe, und zwar um die begehrliche Liebe, also um Eros, der auch gelegetnlich Philia genannt ist, womit eigentlich ja eine begehrungsfrei "platonische" Freundschaft gemeitn ist. Hier der Wiki-Artikel zur Liebe:

      de.wikipedia.org/wiki/Liebe

      Zitate und Sprüche:

      zitate.net/liebe.html

      Gruß Joachim Stiller Münster

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    • Was ist Liebe?

      Liebe ist ein Gefühl tiefer Zuneigung.

      Liebe ist das schönste Gefühl der Welt.

      Lieben heißt kennenlernen.

      Lieben heißt Geben und Nehmen.

      Lieben heißt, sich äußern. Darum äußert Euch, oder stellt wenigstens Fragen.

      Liebe ist eine Substanz, Liebessubstanz eben.

      Liebe ist, wenn wir eng umschlungen im Regen stehen, und ich Dich zärtlich auf Dein Ohrküsse.

      Liebe ist, wenn ich Kuchen mitbringe.

      Liebe ist, wenn ich Dir jeden Wunsch von den Lippen ablese.

      Liebe ist, wenn ich Wolkenpferdchen eine rote Rose schenke.

      Liebe ist, wenn man es trotzdem macht.

      Liebe ist, wenn man trotzdem lacht.

      Die Liebe ist schön.

      Die Liebe ist, was sie ist.

      Liebe ist der Tanz des Herzens.

      Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums. (Novalis)

      In Anlehnung an den Aufbau des Phaidron (Liebe, Seele, Schreiben) könnte man vielleicht noch sagen:

      Liebe ist die Kommunion der Seelen der Menschden.

      Gruß Joachim Stiller Münster
    • Die drei christlichen (göttlichen Tugenden)

      Platon vertrat, wie vor ihm schon Sokrates, eine ganz eigenständige Tugendlehre der vier Kardinaltugenden . Bei Paulus ändert sich das. Paulus verkündete die drei christlichen Tugendne, die man auch die göttlichen nennt:

      - Glaube........(an Gott)
      - Leibe..........(zu Gott)
      - Hoffnung......(auf Gott)


      Thomas von Aquin wird das Christentum weider mit der griechsichen Philosophie versöhnen, und die drei christlichen (göttlichen) Tugenden den vier Kardinaltugenden des Platon anhängen. Aber im Laufe der Zeit hatte sich der Akzent bei der Rezeption der vier Kardinaltugenden verschoben.

      Bei Sokrates lauteten die vier Kardianltugenden:

      - Frömmigkeit (eusebeia)
      - Besonnenheit (sophrosyne)
      - Tapferkeit (andreia)
      - Gerechtigkeit (dikaiosyne)

      Bei Platon selbst lauteten die vier Kardinaltugenden:

      - Weisheit (sophia) oder Klugheit (phronesis)
      - Besonnenheit (sophrosyne)
      - Tapferkeit (andreia)
      - Gerechtigkeit
      (dikaiosyne)

      (Man vergleiche auch mit "Platon 9: Gorgias")

      Bei Cicero und später bei Ambrosius lauten dei vier Kardianltugenden:

      - Weisheit (sapientia) oder Klugkeit (prudentia)
      - Mäßigung (temperantia)
      - Tapferkeit (fortitudo, magnitudo animi)
      - Gerechtigkeit
      (lustitia)

      Bei Plotin lauten die vier Kardianltugenden, die von ihm aber "bürgerliche Tugenden" genannt werden:

      - Einsicht
      - Besonnenheit
      - Tapferkeit
      - Gerechtigkeit

      Bei Thomas von Aquin lauten die vier Kardinaltugenden hingegen:

      - Klugheit
      - Mäßigung
      - Mut

      - Gerechtigkeit

      Diesen vier Tugenden stellt Thomas die drei christlichen Tugenden voran: Glaube, Liebe, Hoffnung (in genau dieser Reihenfolge)...

      Über die Tugenden

      Gruß Joachim Stiller Münster