Das Ende des Wortes

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    • Das Ende des Wortes

      Am Ende der Zeiten
      war das Wort am Ende.
      Entweder gab es Zerstörung,
      dass es nicht mehr sein konnte,
      oder absolute Harmonie,
      dass es seiner nicht mehr bedurfte.


      Die Menschen schauten sich an
      - und verstanden sich schon.
      Und man gedachte
      in wortlosem Denken
      der Zeiten des Wortes.


      Auch die Dichter,
      jene,
      die meinten,
      es bedürfe ihrer noch,
      um Harmonie zu vollenden.
      Verführt waren sie
      durch die Worte
      “Am Anfang war das Wort”.


      Dies war in Wahrheit ihre Sünde,
      die ihnen nie bewusst war.
      Und sie klebten jahrtausendelang
      ihre klebrigen Zettel
      auf die Dinge.
      Und merkten gar nicht,
      wie sie sie vergewaltigten,
      wie sie die Welt vergewaltigten
      und sich über sie erhoben.


      Und da fiel ihnen endlich wieder ein,
      dass die Tiere nicht redeten.
      Und sie fanden die wahre Weisheit.
      Und fortan schlachteten sie keine Tiere mehr.
      Und als die Welt endlich wortlos war
      . . .