Kommunikation = Kunst?

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  • Kommunikation = Kunst?

    "Wenn 'Kunst' von Können käme dann hieße es 'Wunst'..."

    Meine Frage an euch heisst aber nicht Kunst/Wunst, sondern...

    Die Indios können hunderte verschiedener Vogelrufe und -verhalten anhand der "Begriffe" differenzieren, die Aboriginies haben viele Definitionen für Spuren die Wasser schuf...

    Welche Alternativen kennen wir z.B. für das Wort Liebe?
    "Never change a running system"....Else you have to reinstall even unworthy things.
  • RE: Kommunikation = Kunst?

    Hallo innere stimme,

    irgendwie find ich nicht den Bogen bei mir, den Du hier schlägst.

    Ist Deine Aufzählung beabsichtigt "Kunst/Können/Wunst/Vogelspuren-Begriffe/Wasserspuren-Definitionen" im Sinne von: Hinlenken auf Deine Frage?

    Und bitte - suchst Du tatsächlich Alternativen zu Liebe oder Synonyme?

    Gruß Orje (interessiert guckt)
    :))
  • Orje hat den Bogen doch raus!
    Wieviele andere echte Alternativen gibt es in unserem Kulturkreis für das wichtige Wort "Liebe"?

    Mir fielen nicht allzu viele ein...ausser "Minne" (ist aber auch nur ein sehr leidlicher Ersatz)

    Differenzierungen kommen auf Anhieb schon mehr:
    Bruder-, Vater,- Schwester-, Mutterliebe,
    platonische Liebe
    Selbstliebe...etc.
    Komischerweise gibts auch die Differenzierungen nur immer als Wortzusammensetzungen.


    Oder fällt euch ein echtes Synonym ein?
    Wenn nicht, dann ist es doch eigentlich ein eindeutiger Hinweis auf eine verbale Armut der Sprache.

    innere Stimme
    "Never change a running system"....Else you have to reinstall even unworthy things.
  • RE: Kommunikation = Kunst?

    Ich halte die Fragestellung grundsätzlich für falsch. Die Ausgangsbeispiele beziehen sich auf den primären Lebensbereich, es sind konkrete Differenzierungen von Naturerscheinungen, die für die Träger der Sprache von Bedeutung sind, wie auch zB die Eskimos einen Unmenge von Bezeichnungen für unterschiedliche Arten von Schnee haben.
    Du wirst aber in keiner Sprache, die kein Kunstprodukt ist, sehr viele abstrakte Begriffe finden, eben weil die nicht wichtig sind für den primären Lebensbereich ... über Liebe zu reden ist nicht wichtig. Das ist etwas, was man fühlt und meinetwegen auch tut. Der abstrakte Wortschatz ist in erster Linie ein Kulturprodukt, das "natürlich" nie vorkommt.
  • Hallo innere stimme,

    bevor ich in mich ging, um drüber nachzudenken, fragte ich mal mein Word 98 - und das bietet als Synonyme in folgender Reihenfolge an:

    Huld
    Gunst
    Gewogenheit
    Herzenswärme
    Hingebung
    Aufopferung
    Hinneigung
    Schätzung
    Innigkeit
    Achtung
    Verehrung
    Anbetung
    Vergötterung
    Schwärmerei
    Neigung

    ... und dann folgen die Differenzierungen mittels zusammengesetzer Wörter, wie von Dir bereits aufgeührt. Sicher findet man in einem guten Synonymwörterbuch noch mehr Begriffe, die mit Liebe sinnverwandt sind.

    Das war auch mit ein Grund meiner Frage, ob Alternative oder Synonym, weil ich da nen Unterschied sehe.

    Aus dem Bauch heraus bin ich geneigt, sogar solche Begriffe wie Patriotismus u.ä. unter mögliche Synonyme zu subsumieren, ein Masochist findet vielleicht in Unterwerfung einen hinlänglich adäquaten Begriff. Letztlich ist der Standpunkt, der persönliche Bezug, entscheidend neben dem, was damit ausgedrückt werden soll, oder?

    Gruß Orje
    Liebes Smilies: kn-) rk-) sl-)
  • Innere Stimme,
    du bis von Kommunikation als einer Kunst ausgegangen, nicht von der Liebeskunst.
    Es gibt aber im Volksmund durchaus eine Anzahl von (vulgären) Wörtern für letztere.
    Aber eigentlich sind das wieder Verben, so wie es für viele Tätigkeiten viele Differenzierungswörter gibt, z. B. für gehen-schleichen,humpeln, springen--, sprechen-murmeln,lispeln,schreien-- usw.

    Du willst Liebe als Kunst der Kommunikation differenzieren und diskutieren?
  • @emma
    Nicht die Liebe als Kunst, es geht um die eigentliche Definition und den Umgang mit dem Wort "Liebe"!
    Kommunikation wird erst definiert durch das Wort. Ergo ist Kommunikation die Kunst des differenzierten Wortes.

    @Ox
    :) ...du kriegst für deine persönliche "aus dem Bauch" Definition von mir ein weiteres Horn...(gibts Ochsen mit vier Hörnern?)

    @Orje
    ...heute ein bisschen zu viel Sein/Wein ....sorry...aber ich denke noch...Über den "Ausdruck"!. ;) sl-)
    "Never change a running system"....Else you have to reinstall even unworthy things.
  • *sich fragt, ob ein horn eine auszeichnung sein soll oder nicht, und warum 2+1=4 sind gg*

    übrigens hat man mir schon oft hörner aufgesetzt, stimme, aber ich habe sie mir immer wieder abgestoßen ;)

    meine zugegeben sehr lapidare äußerung möchte ich nochmal modifizieren in liebe = menschliches leben ;) dabei bleib ich aber nun.
  • @ox: 2 Zeilen höher zu lesen: 2 + Wein + 1 = 4 ;)

    @Innere Stimme:
    Könnten wir nicht deine Definition "Kommunikation ist die Kunst des differenzierten Wortes" erweitern um "in Verbindung mit differenziertem Ansprechen der Sinnesorgane" ?

    - naja, das klingt sehr geschwollen und bürokratisch. Was ich meinte ist das breite Feld der nonverbalen Kommunikation.

    Aber wie ich dich jetzt verstanden habe, geht es dir um die eigentliche Definition der Liebe und den Umgang mit dem Wort Liebe. Richtig?

    emma :)
  • EmmaWeden wrote:

    "Kommunikation ist die Kunst

    … „der Wahrheit“ -,

    „oder“ ?

    :)

    Oder „des Sein“s :

    „der Kooperation“ ?

    „Der Arbeit“ ?

    „Des Leben“s ?

    „Des Frieden“s ?

    „Der Liebe“ ?



    Orje wrote:

    bevor ich in mich ging, um drüber nachzudenken, fragte ich mal mein Word 98 - und das bietet als Synonyme in folgender Reihenfolge an:

    Huld
    Gunst
    Gewogenheit
    Herzenswärme
    Hingebung
    Aufopferung
    Hinneigung
    Schätzung
    Innigkeit
    Achtung
    Verehrung
    Anbetung
    Vergötterung
    Schwärmerei
    Neigung
    ... und dann folgen die Differenzierungen mittels zusammengesetzer Wörter, wie von Dir bereits aufgeührt. Sicher findet man in einem guten Synonymwörterbuch noch mehr Begriffe, die mit Liebe sinnverwandt sind.












    … oder „des zielgerichteten Handeln“s :

    also „digitaler , vektorieller Skalierung“ ?


    :finger:


    Denn durch das Netz „gibt“ es keine „Einzigkeiten“ mehr -,

    sondern „nur – noch – Masse“ :

    „Worte“ also seinen „keine – Gefühle – mehr“ -,

    „sondern Provokationen“ .

    Nur erfordern sie dadurch ( viel ) MEHR „Gefühle“ -,

    als ( körperliche ) „Funktion“ .

    :)

    „Oder“ ?

    Und daher meine ich ,

    mich auch einfach in Humor verlieben zu können -,

    statt „in Description“ .


    sl-)
    reguläre Phrasen
  • EmmaWeden wrote:

    @ox: 2 Zeilen höher zu lesen: 2 + Wein + 1 = 4 ;)

    @Innere Stimme:
    Könnten wir nicht deine Definition "Kommunikation ist die Kunst des differenzierten Wortes" erweitern um "in Verbindung mit differenziertem Ansprechen der Sinnesorgane" ?

    - naja, das klingt sehr geschwollen und bürokratisch. Was ich meinte ist das breite Feld der nonverbalen Kommunikation.

    Aber wie ich dich jetzt verstanden habe, geht es dir um die eigentliche Definition der Liebe und den Umgang mit dem Wort Liebe. Richtig?

    emma :)
    Denn „das“ Problem mit „dem – digitalen – Alltag“ sei m.E. ,

    daß man nunmehr „Perfektion – erwartet“ -,

    weil „die Kommunikation“ schon „Ware“ – sei -,

    weil die PC‘s „echtzeit“ – seien -,

    und man daher „nur – noch – will“ :

    man „entscheidet“ also nicht mehr ( bewußt ) -,

    sondern REAGIERT „reflexiv“ .

    „Oder“ ?

    Und drum verwechselt man „Logik“ mit „Ökonomie“ -,

    „und – führt – Krieg“ .

    „Oder“ ?

    :(

    Und „Liebe“ sei dann „nicht – ich“ :

    sei also „Besitz“ .

    „Oder“ ( nicht ) ?

    So‘ses .

    Punkt .
    reguläre Phrasen
  • innere stimme wrote:

    Welche Alternativen kennen wir z.B. für das Wort Liebe?
    Diese Frage stellt sich beispielsweise für Niklas Luhmann so nicht. In dessen systemtheoretischen Formulierungen ist die Liebe „ein symbolischer Code, der darüber informiert, wie man in Fällen, wo dies eher unwahrscheinlich ist, trotzdem erfolgreich kommunizieren kann. Der Code ermutigt, entsprechende Gefühle zu bilden.“ Aus dieser soziologischen (und zugegebenermaßen wenig philosophisch geprägten) Perspektive ist Liebe also kein Gefühl, das ein Individuum unter bestimmten Bedingungen für ein anderes empfindet, und auch kein psychischer oder mentaler Zustand, in den man als psychophysische Einzelperson unter Umständen geraten kann, sondern ein soziales System, genauer: ein „symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium“, an das zwei psychische Systeme „andocken“ können, um im Rahmen seiner semantischen und attributiven Strukturen zu interagieren.
  • Liebe - das unverstandene, göttliche :-)

    innere stimme wrote:

    Welche Alternativen kennen wir z.B. für das Wort Liebe?
    - 3D-Kognition (viable Kognition des Kernbewusstseins/ Qualia)
    - biochemisches Reaktionsmuster
    - @A.Paesch die Betrachtung von Luhmann ist natürlich auch gut (Systemtheorie)


    mvg Philzer
    Pflichteid an den Pantheismus:

    Ich schwöre, das alles von mir Gepostete lediglich ein Meinen ist. - Philzer


    Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet.
    Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab
    und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag.
    Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.

    Gustave Le Bon