Philosophische Tiere

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  • Viele Philosophen haben einen Faible für die anderen Tiere, die sie in Metaphern, Gedankenexperimente, Bonmots oder ihr Leben packen. Hier eine kleine Liste philosophischer Tiere:
    1. Ameise, die versehentlich Churchill "zeichnet". (Putnam)
    2. Animot, das Wort, das die tierischen Unterschiede frisst. (Derrida)
    3. Chinesische Enzyklopädie, die Foucault zur Ordnung der Dinge inspiriert hat. (Borges)
    4. Elefanten, die religiösen Riten pflegen. (Montaigne)
    5. Entenhase, der mal dies und mal das ist. (Wittgenstein)
    6. Esel, der zwischen zwei Heuhaufen verhungert. (Buridan)
    7. Eule der Minerva, die erst bei einbrechender Dämmerung ihren Flug beginnt. (Hegel)
    8. Fledermaus, von der wir nicht wissen, wie es ist. (Nagel)
    9. Fliege, der Ludwig den Ausweg aus dem Glas zeigen will. (Wittgenstein)
    10. Fliegen, die man fliehen soll. (Nietzsche)
    11. Gavagei, von dem man nicht weiß, ob er ein Hase oder nur ein Teil davon ist. (Quine)
    12. Huhn, das als gerupftes Platon widerlegt. (Diogenes)
    13. Hund, der nicht hoffen kann, dass sein Herrchen übermorgen kommt. (Wittgenstein)
    14. Hund, der denkt, die Katze sei auf der Eiche. (Malcom)
    15. Hund, der einer philosophischen Schule den Namen gab. (Eubulides von Milet)
    16. Käfer, der womöglich gar nicht in der Schachtel ist. (Wittgenstein)
    17. Kamel, Löwe, Kind, die ertragen, umstürzen und spielen. (Nietzsche)
    18. Katze, die einfach auf der Matte sitzt. (Austin)
    19. Katze, die unsterblich geworden ist zwischen Tod und Leben. (Schrödinger)
    20. Kentaur, an dessen Existenz man nicht glaubt. (Hume)
    21. Kuh, die – dem Publikum darin gleich – stets grast. (Strauß)
    22. Leviathan, der auf ein Buch gebannt wurde. (Hobbes)
    23. Löwe, der nicht verstanden wird, selbst wenn er spräche. (Wittgenstein)
    24. Löwe, der so gut brüllte, dass er zum Buchthema taugte. (Blumenberg)
    25. Nachtvogel und Adler --- ich sehe was, was du nicht siehst: die Sonne. (Thomas von Aquin)
    26. Nashorn, über dessen Anwesenheit Ludwig und Bertrand in Streit gerieten. (Wittgenstein)
    27. Pfau, Löwe, Kamel, Schlange, Hund, Affe als die Stadien des Lebens. (Gracián y Morales)
    28. Pferd in Turin, dem am 3. Januar 1889 ein Philosoph um den Hals fiel. (Nietzsche)
    29. Pudel, der zum Markenzeichen seines Herrchens wurde. (Schopenhauer)
    30. Raupe, deren Metamorphose nicht nur Philosophen beeindruckt. (Schelling)
    31. Rosse, die zu lenken dem Menschen nicht immer leicht fällt. (Platon)
    32. Schildkröte, die selbst der schnelle Achilles nicht überholen konnte. (Zenon von Elea)
    33. Schnabeltier, das Kant verwirrt hätte. (Eco)
    34. Schwalbe, die alleine noch keinen Frühling macht. (Aristoteles)
    35. Schwarze Vögel, deren Kommen für Morgen erwartet wird. (Sartre)
    36. Schwein, dessen Zufriedenheit womöglich zu gering geschätzt wird. (Mill)
    37. Skorpion, der sich als Eifersucht selbst vergiftet, ohne zu vergehen. (Nietzsche)
    38. Spinne, die sich in den leeren Raum stürzt und darin Søren gleicht. (Kierkegaard)
    39. Spinne und Ameise, die von der Biene übertroffen werden. (Bacon)
    40. Stachelschweine, die den richtigen Abstand finden (müssen). (Schopenhauer)
    41. Wurm, der nicht klagen soll, wenn er getreten wird, da er sich selbst zu selbigem gemacht hat. (Kant)

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