WIE WEISS ICH, DASS ICH ICH BIN?

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  • Mein Name ist Reto – und als "verprägter" westlicher Psychologe/Philosoph habe ich über Jahrzehnte mit 1000de von Patienten gearbeitet - und vielen ICHs helfen dürfen neue Wege zu finden und Ihre chronischen "Krankheiten" zu überwinden. Psychotherapie geht von einem ICH, als schwer veränderliche Determinante, und hilft dem ICH durch irgendwelche PsychoTechnik-Kniffs mit dem Leiden an der Welt umzugehen. WER BIN ICH - ist jedoch die falsche Frage für mich, sondern "WIE WEISS ICH, DASS ICH ICH BIN?" Oder anders rum gefragt, wenn Du am morgen nach einer tiefen Nacht erholt die Augen öffnest: Wie weisst Du in sekundenbruchteilen, dass Du DU bist – bzw. dass das DU, das Du beim Erwachen kreierst, das richtige DU ist. Dieses DU, das Dir sagt, wer Du bist, was Du kannst, was Du erlebt hast, was oder wen Du liebst, ob Du krank oder gesund bist (akute Schmerz-Symptomatiken mal ausgenommen). Wie weisst Du das DU wirklich derjenige bist, zu dem Du Dich am morgen gemacht hast – und „ihm“ entsprechend mit Dir selbst und Deiner Welt und Umwelt agierst. Wie weisst Du in dem Moment bei aufwachen (hoffentlich), dass DU nicht „dasjenige DU“ bist, das kurz nach Augenöffnen gleich rausgeht und x-Leute niedermeuchelt?

    Mit dieser Start-Frage möchte ich eine prozessuale Reise zu etwas zu machen, das ich „gefunden“ habe, das so simpel einfach ist, dass es mir trotz besserem Wissen zu einem Grad immer noch, zu einfach erscheint um wahr zu sein. Deshalb bin ich hier; ich möchte hier lernen, ob mein „Gefundes“ (als rasch und einfach veränderbarer Dreh- und Angelpunkt des SEINS in der Welt) einem fundierten Diskurs standhält. Ich denke aber auch, dass DU auch etwas davon für Dich mitnehmen kannst. Ich geb mein Bestes!

    Gehen wir zurück zu „unserem“ Verständnis von Schöpfung bzw. eher Hesoids kreative Idee vom URSPRUNG, und nehmen es als gegeben an: Es entsteht alles mit/in/durch CHAOS, LEERE und DUNKELHEIT… nun nach dunkler Nacht, nach tiefem Schlaf, im Moment des Aufwachens: „Wie schaffst Du aus den unzähligen Möglichkeiten von ICH-Entwürfen, in Sekundenbruchteilen, den „richtigen“ zu wählen?

    Freu mich auf Antworten. Gruss aus der Schweiz, Reto 8o

    159 times read

Comments 6

  • Geo -

    So wie: Ich bin, also bin ich?

  • BigR -

    Cogito ergo sum. Man selbst gehört zum Sein und nicht zum Seienden.

  • A.Paesch -

    Unsere allgegenwärtige/allmorgentliche Selbstfindung basiert, bisweilen gegensätzlich und dennoch eins, auf einem individuellen Selbstverständnis, welches, abseits jeder pathologischen Fremdbestimmung, ununterbrochen sowohl unser Bewusstsein, wie auch unser Unterbewusstsein dirigiert und lebenssituativ umkomponiert. Ein eher zwiespältiges Produkt dieses steten Individuationsprozesses ist das Erreichen einer harmonisierten Bewusstseinsebene…

  • 56er -

    Mein Dasein beständig körperlich durchspüren, und das Denken dabei weglassen, trägt mich durch mein Leben. (60+)

  • wolfsblut -

    Wie ich es schaffe, den "richtigen" zu wählen?

    Ich nehme einfach wahr, wo ich bin!
    Auf diese Wahrnehmung fügt sich alles weitere an.

  • Geo -

    Nun ja, für mich ist das Ich ja ganz vorne dran. Ich meine, egal ob du Bewusstlos warst oder 10 Jahre im Koma gelegen warst, dein Ich ist das 1. Ding. Also so als Hierarchie: Ich, danach dann alles Andere. D.h. nur ein Schlaf vermag nicht, mein Ich zu löschen. Da müssen dann schon größere Ereignisse auftreten. Selbst Leute, die z.B. mit 40 Jahren wieder gehen lernen müssen haben trotzdem ihr ich von vorneherein nie verloren. Was ich dann aber sehr interessant finde wäre sich durch Drogen oder so kurz mal sein ich auszuschalten oder zu verändern (natürlich dann nur unter Laborbedingungen), weil viele sind ja schon auf ihrer dann künstlichen ich-veränderung dann auch "hängen geblieben".