Jesus Christus ist woanders

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  • Der Junge ist hochintelligent aber lebt nicht mehr lange. Aber er's guter Junge! Ja, war ich auch mal.
    Ich bin der gute Junge, der für seinen Vater gestorben ist. Aber das stimmt garnicht, denn mein
    Vater ist vor mir gestorben. Da wäre ja Jesus der erste Sohn, der für seinen Vater gestorben ist.
    Was ich daraus ableiten kann ist, daß normalerweise Väter vor ihren Söhnen sterben. Jesus, du armes
    Schwein. Und genau das ist die Haltung der Juden aber auch der Islamer. Sie wollen keinen Sohn, der
    für seinen Vater stirbt. Denn Väter sterben normalerweise immer für ihre Söhne oder auch für einen Sohn
    aber nicht umgekehrt. Jesus, du arme Sau! Bist ein Gott und willst das aber nicht! Somit ist alle
    Allmacht den Bach runtergegangen, denn du, Superheiland stehst für gernix mehr. Längst sind deine
    Jünger, deine ganzen Nachfolger in der Zeit baden gegangen. Und du wirst auch nicht mehr kommen, so
    wie der Heiland, denn er ist ein anderer als du. Ich glaube nicht mehr an dich, weil du über 2000 Jahre
    herumgespielt hast. Dein Spiel ist Scheiße und ich interessiere mich nicht mehr über deine Geheimnisse,
    du Bildnis eines Gottes, den es nie gegeben hat.
    Gruß.

    Äh Ding, Startsender

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Comments 20

  • 56er -

    :)

  • Cabrio -

    Hi, ich bin ziemlich neu hier und guck mich so um. Hier unten habe ich ein Feld für einen Kommentar, also gehe ich davon aus, dass Kommentare erwünscht sind. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht wirklich weiß, was ein "Blog" ist, verzeiht mein Alter.

    Es gibt Leute, die Jesus lieben, Leute die ihn hassen und Leute, denen er egal ist. Wo stehst Du denn da gerade?
    Für mich ist Jesus eine geklaute Idee. Das Vorbild für diese Religionsfigur war der Jude Jehoschua, der als uneheliches Kind ("Fresser und Säufer" war damals die gängige Bezeichnung für Bastard) viel zu leiden hatte. Er suchte Trost in der Religion seines Volkes und verinnerlichte alles, was über den verheißenen Messias geschrieben stand. Er konnte sich mit allen Eigenschaften dieses Erlösers identifizieren und zog aus zu predigen in Gegenden, wo man ihn nicht kannte. Das muss ein faszinierendes Abenteuer gewesen sein, junge Männer schlossen sich ihm an und bestaunten wundersame Ereignisse. Nach seinem Tod war erst mal Schicht im Schacht, aber die Menschen, die ihn erlebt haben, ließen sich tatsächlich verändern und bildeten eine beneidenswert liebevolle Gemeinschaft. So weit die Historie.
    Ein Benjaminiter, sogenannter Schriftgelehrter, der ihm zu Lebzeiten nicht begegnet war, wollte nach einem persönlichen Schlüsselerlebnis eine führende Rolle in der Bewegung spielen, scheiterte aber dort. Mit Hilfe seiner römischen Staatsbürgerschaft machte er sich mit seiner eigenen Idee selbstständig, benannte den Messias in "Jesus" um und schrieb sich in Briefform eine Theologie zusammen. Aufgrund seiner umfänglichen Schriftkenntnis stellte er die Figur als Gott dar, was die Juden niemals akzeptieren können, die Heiden aber schon von ihren Göttern gewohnt waren.
    Die wechselvolle Geschichte der Kirche fußt also auf den Interpretationen dieses selbst ernannten Heidenapostels und dem Machthunger ihrer späteren Anführer. Diese Kirche hat sich längst selbst ad absurdum geführt, weil sie mit dem Evangelium kaum noch was zu tun hat, wo sie es nicht sogar auf den Kopf gestellt hat.
    Aber das sagt uns natürlich niemand, weder die Eltern noch die Religionslehrer. Insofern die Ansprüche dieses gefakten Messias dazu benutzt werden, Kindern oder auch Erwachsenen das Leben schwer zu machen, zieht die Kirche sogar Hass auf sich. Dabei gibt es durchaus tolle Leute da drin. Wie auch in anderen Religionen oder bei Freidenkern.
    Mir fiel nur oben eine gewisse Gereiztheit auf, dass Du wütend bist auf Jesus, den es als Gott nie gegeben hat, aber behauptest, sein Vorbild hätte es nie gegeben. Und da wäre ich vorsichtig. "Gott" als Vaterbild suggeriert schon einen Mann, aber schon der Evangelist Johanaan sieht ihn nicht unbedingt als menschenähnliche Person, sondern als eine Kraft oder ein Prinzip. Er sagt, Gott ist die Liebe, das Licht usw. Ich würde das nicht so düster sehen wollen, da ist was, was Energie hat und Wirkung. Nicht von uns zu kontrollieren. Während einer religiösen Phase habe ich erstaunliche Erfahrungen mit der positiven Wirkung dieser Kraft gemacht. Man kann mit dem Glauben daran, von "Gott", bzw. vom Leben geliebt zu sein, tatsächlich über Mauern springen. Warum das zusammen mit den sich selbst widersprechenden Theologien weg werfen?
    Johannes Mario Simmel, der Romanautor, schrieb in seinem letzten Buch: "Gottes Entschuldigung ist, dass es ihn nicht gibt". Mit den Bildern von Gott, die sich jede Kultur gemacht hat, kann man nur baden gehen, wenn man meint, man könne mit seinem Glauben zaubern in jeglicher Gefahr.
    All diese Wunschvorstellungen und das Paradies nach dem Tod sind naiv. Du kannst aber heute jedem Menschen, die/der Dir begegnet, ein kostenloses, offenes (nicht spöttisches) Lächeln schenken und Du setzt damit etwas in Gang, was "Gott" gleichzeitig und nachhaltig "aufleuchten" lässt.
    IN diesem Sinne ein Smiley von mir :) und alles Liebe für die begonnene Woche. Ich wünsche Dir gute Begegnungen, Aufmerksamkeit von interessanten Menschen, Glück und Gesundheit, Erfolg und die Nähe der Personen Deines Vertrauens.

    • 56er -

      :)

    • Geo -

      Wo stehst Du denn da gerade? Ich stehe da, wo die ganzen Sprüche der Religionen mal angesehen werden (von mir) und dementsprechend verurteilt. Ich meine wie kann es sein, daß immer wieder Leute mit göttlicher Macht aufsprechen und nichts geschieht. Dann aber Religionen mal am A. der Welt, wo sie doch auch immer Apokalypsen oder Paradiese versprechen. Und die sind ja alle nicht von dieser Welt. Wieviele Welten haben die denn noch?

    • Geo -

      "Erfolg und die Nähe der Personen Deines Vertrauens" "Deines" wird heutzutage glaube ich klein geschrieben oder?

    • Geo -

      :)

    • Cabrio -

      Entschuldige, dass ich so lange weg war. Ich bin schon bisserl alt für die neue Rechtschreibung, zu meiner Zeit bedeutete der Großbuchstabe Respekt für den Angesprochenen. Und das finde ich noch immer schön. Der Aufwand mit der Aufstelltaste ist auch überschaubar.
      Die Sprüche der Religionen ansehen ist eine gute Sache, besonders wenn man wissen will, wogegen sich die Menschen der jeweiligen Kultur wehren wollten/mussten. Wenn Du verurteilst, dann vermute ich, dass jemand diese Sprüche als "Ansprüche" an Dich gestellt hat. In einem Gespräch würde ich Dich jetzt genau danach fragen, vielleicht sagst Du es mir noch. Aber im Moment, wo ich etwa 30min Zeit habe, suche ich mir selbst einen Spruch aus, mit dem man jemand aus der Fassung bringen kann, zB "Liebe deine Feinde".
      Dieser Anspruch hat mich mal gequält, als ich jung war. Zumal keiner von denen, die ihn aussprachen, sich selbst daran hielt. Aber dieser Gott, der mich angeblich mal richten würde, will das so und ich bin schlecht oder böse, wenn ich das nicht auch so will. Oder ich bin ganz kleinlaut und gebückt, weil ich ja so schwach bin. Scheiße! Entschuldigung. Ich wollte doch bei den guten Manieren bleiben. Einen Moment habe ich mich darüber geärgert, wie man mit religiösen Sprüchen wunderbare junge Menschen zu Seelenkrüppeln machen konnte.
      Dann habe ich mich ganz intensiv mit den Schriften befasst, mit denen Jehoschua aufgewachsen ist und mit seiner Zeit. Da macht dieser Spruch außerordentlch Sinn! Es entstand ein ganz anderer Zusammenhang:
      Das Volk Israel wurde von Rom unterdrückt, obwohl es laut heiliger Schrift das auserwählte Volk sein sollte, an dem die Welt Gott erkennen sollte. Die Römer erkannten an den Israeliten aber nichts besonderes, denn jedes Volk, das sie erobert hatten, besaß irgend welche Götter. Und die Israelis waren keine besseren Menschen als anderswo. Jehoschua entdeckte in der Schrift, dass man Gott an der Liebe unter den Menschen seines Volkes erkennen sollte, an der Gastfreundschaft und Vergebung. Darum predigte er Umkehr von den "Sünden". Nicht, um die Leute zu gängeln, sondern damit genau das sichtbar wird, wie die einander lieben und spürbar für alle, denn alle profitieren davon, "das Reich Gottes ist nah", ja sobald auch nur zwei oder drei so miteinander umgingen, war dieses Reich da.

      Damit das Ganze aber auch in dem Umfang geschieht, so dass das Volk befreit würde, müssen die "Ausländer", speziell die Unterdrücker davon überzeugt werden, dass dies hier tatsächlich Gottes Volk ist, das man besser ernst nimmt, weil dieser Gott der Einzige ist, den es wirklich gibt und der alle Macht hat. So etwas erreicht man nicht durch Theologie, sondern durch Handeln. Darum hielt Jehoschua seine berühmte Bergpredigt, in der es nur so wimmelt von erschreckenden Sprüchen, die eigentlich ganz wunderbar sind:
      "Wenn du gestohlen hast, dann hack deine Hand ab..."
      Furchtbar. Aber stell dir vor, du hast einem Römer ein Fass Wein geklaut. Der findet dich irgendwann und macht dich einen Kopf kürzer. Das ist teurer als eine Hand. Wenn der Römer aber sieht oder erfährt, dass du dir selbst die Hand dafür abgehackt hast, dann staunt er und hört zu. Du bist dann kein lästiges Insekt, sondern ein besonderer Mensch. Du sagst: "Gott wirft mir vor, dass ich geklaut habe, weil er dich liebt und du ihn nicht kennen lernen kannst, wenn ich dich ärgere." Die Chance, dass dieser Römer den Dieb laufen lässt und neugierig auf diesen Gott wird, ist viel größer, als die Überlebenschancen des Diebes vorher waren. Und da gab es noch andere Vorschläge: Wenn dich einer zwingt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann gehe zwei mit ihm. Auch hier merkt der "Ausländer", dass der Jude sich nicht der Macht des Römers so sehr beugt wie der seines Gottes, der nicht nur den Juden, sondern auch den Römer liebt. Jehoschuas Ratschläge waren also klasse! Es ging ja wirklich um was. Gewaltfrei von der Unterdrückung der Römer los zu kommen und die für diesen liebenden Gott zu gewinnen. Klasse auch, dass es keine Sharia ist: Wer geklaut hat, bekommt die Hand abgehackt, das ist nur grausam. Nein freiwillig kannst du das selbst an dir tun, oder auch nicht. Und Du siehst jetzt sicher, dass das etwas ist, was man auf die heutige Zeit und Situation nicht mehr anwenden kann. Es machte nur Sinn bei Jehoschuas Versuch, sein Land in die Freiheit zu bringen. Auch wenn eine Gesellschaft der Liebe immernoch eine gute Sache ist, die Grundlage dafür, die Religion, hat es nie geschafft, über den Erfolg mit kleineren Bewegungen hinaus zu kommen. Erfolglose verlaufen im Sande und erfolgreiche werden irgendwann kommerziell. Ob einzelne Menschen trotz des Scheiterns der Religionen und Ideologien eine edle Haltung entwickeln können,die anderen Menschen gut tut und Hoffnung macht, ist die Frage, die mich noch immer umtreibt.