Kompatible Herrschaft

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  • Der Kompatibilist sagt: Auch in einer determinierten Welt kann ich mich frei fühlen.
    Der Inkompatibilist sagt zum Kompatibilisten: Dann tut es deiner Freiheit keinen Abbruch, mir determinierterweise die Füße zu küssen.
    Der Kompatibilist küsst die Füße und bittet: Bestätige mir, dass ich kein Idiot bin.
    Der Inkompatibilist bestätigt: Klar bist du kein Idiot, denn wärst du ein Idiot, würdest du mir die Füße küssen.
    Der Kompitibilist dankt: Du bist ein verständnisvoller Herr.
    "Ein wackerer Engländer vermisst an den Deutschen Feinheit des Verständnisses, ja wagt zu sagen, der deutsche Geist scheint etwas Verbogenes, etwas Stumpfes, Ungeschicktes und Unglückliches zu haben" (Friedrich Nietzsche, Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, 1874).

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Comments 1

  • Philzer -

    Hi,

    Zum ersten Teil:

    Es wird objektive und subjektive Freiheit verwechselt.
    Einen Sklave haben zu wollen der einem die Füße küsst, ist an eine bestimmte 'Herrschernatur', an schon fast Abartigkeit in der Psyche gebunden. Aber es ist dies m.E. nach durchaus real vorhanden. Bei einigen Alphatieren. Aber auch dort längst nicht bei allen.

    Die objektive Determination ist also m.E. im Sinne der Popperschen Propensität zu verstehen, betrifft also das Verhalten der Spezies als Ganzes. Einzelne haben dabei durchaus 'etwas' Spielraum. Um den geht es ja, wie können wir diesen Spielraum weiter erfassen?

    gruß Philzer