Verrückte Frage, zur Aufmunterung

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Eine verrückte Frage, die mir gerade durch den Kopf schoss: In einem Universum, mit einer unendlichen Anzahl an möglichen zukünftigen Zuständen, stellen dann die von uns erfundenen Geschichten, ein Abbild dieser Versionen dar, wie sie in der Vergangenheit noch durchaus denkbar gewesen wären?

    Und nein, ich bin nicht paranoid :D
    Mit freundlichen Grüßen
    Chris

    5.540 mal gelesen

Kommentare 7

  • Lownhi -

    Ich würde zunächst unterscheiden zwischen einem Universum mit endlicher Lebensdauer und einem solchen mit unendlicher. In letzterem sind grundsätzlich alle Zustände möglich, genauso wie im Multiversum. Ich würde dies auch nicht von der (uns bekannten) Physik begrenzen, da deren Entwicklung mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen ist.

  • iselilja -

    Erfundene Geschichten sind gewisser maßen ein Abbild, welches aus einer Vielzahl an Möglichkeiten ausgewählt wird. Ob aus Vergangenheit oder Zukunft spielt kaum ein Rolle, wenn es dabei nur um die Erfindung an sich geht. Man findet sozusagen Möglichkeiten auf und kombiniert sie möglichst sinnvoll. Fertig ist die Geschichte. :)

    • ChrisH -

      Damit ist meine Frage nicht beantwortet. Denn was ich eigentlich wissen wollte, ist ob es möglich ist, ob zumindest einige unserer Geschichten, auch mögliche Zustände des Universums entsprechen, wie sie heute denkbar wären, oder damals igendwan denkbar gewesen sind. (Z.B. Star Trek, Harry Potter, etc. )

    • Lebensforscher -

      So lange man im Rahmen der gültigen Physik bleibt, ist das nicht ausgeschlossen. Harry Potter scheidet daher schon einmal aus ...

    • iselilja -

      Ah, jetzt verstehe ich Deine Frage. Du operierst mit zwei Begriffen von Möglichkeit in unterschiedlicher Weise. Einmal a) die unendliche Menge an möglichen Situationen und einmal b) die Möglichkeit, einen Weg zu dieser (erfundenen und) möglichen Situation zu finden. Wenn Zeit frei wählbar wäre, wäre die Antwort ja. Andernfalls bleibt nur ein Teil der unendlichen Menge als effektiv verfügbare Menge übrig und damit ist die Antwort nein. Je näher man zeitlich einer Sache kommt, desto kleiner wird der Raum der Möglichkeiten bis er zur Singularität genau im Jetzt wird. Hier und Jetzt ist also die Möglichkeit, die als einzige von allen real geworden ist.

      Wobei hier natürlich, wie ja schon erwähnt wurde, eben Harry Potter nicht zur unendlichen Menge der Möglichkeiten gehört, weil es eben unmöglich ist (womit er zur ebenfalls unendlichen Menge der Unmöglichkeiten gehört). Soviel zumindest aus ontologischer Sicht dazu.

    • ChrisH -

      @Lebensorscher aber was ist, wenn zu Beginn des Universums, sich die Grundregeln der Physik anders erstellt hätten, als das es heute ist. Das ist auch nicht auszuschließen. Jedenfalls gibt es einige die der Meinung sind, dass sich physikalische Regeln und Größen mit der zeit verändert haben.

      @iselillja ja genau das hatte ich gemeint :D

    • Lebensforscher -

      Wenn es eine andere Feinabstimmung gegeben hätte, wäre das Universum anders beschaffen als wir es heute wahrnehmen. Inwiefern dann andere Geschichten möglich gewesen wären, hängt davon ab, ob solche Alternativ-Universen die Entstehung von Beobachtern möglich gemacht hätten. Ob es solche Alternativ-Universen gibt, ist aus unserer Beobachterperspektive heraus nicht festzustellen, da wir auf unser Universum beschränkt bleiben. Es gibt zwar ein Konzept, gemäß dem unser Universum nur eins von ca. 10^500 ist, die sich im Multiversum manifestiert haben, aber das ist eben nur ein theoretisches Konzept ohne Prüfmöglichkeit.