Rechtschreibung ????

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Rechtschreibung ????

      Hallo zusammen,

      vielleicht gibt es ja unter euch Lehrer, Pädagogen, Studierte .... irgendwen eben, der / die mit dem Unterrichten von Kindern zu tun haben.

      Mich würde es mal interessieren, ob es ~normal & korrekt ist~ Kinder zwischen 8 - 10 Jahren in der Schule so schreiben zu lassen, wie sie denken dass es richtig ist.

      Sprich : Schreibe das Wort wie Du es sprichst, die Rechtschreibung ist dabei egal -
      Beispiel " meins " = korrekt, gesprochen wie [mainz:] folglich schreibt man " meinz " - und das ist dann richtig ....

      Manchmal wundere ich mich auf was für abstruse Ideen die Pädagogen kommen - ist denen langweilig ???

      <weia>

      ( Meine Meinung : Unterstützen die Pädagogen die Dummheit der Kinder mit sowas, mich wundert es nicht, dass sog. PISA Studien so schlecht ausfallen bei Schwachsinn wie sowas !!! )
      Gustav

      ~Nur wer die Kälte kennt, weiß die Wärme zu schätzen~
    • gustav, das is ein bisschen komplexer, als du es da schilderst..

      kinder lernen noch anders, als wir heute eine komplexe angelegeheit wie das scheriben lernen würden. sie tun es intuitiver, spielerischer und eben auch übers gehör.
      d.h für sie ist es einfacher, schrift erstmal so anzuwenden, wie sie sie hören.
      man kann sich das sehr gut verdeutlichen, wenn man versucht, sich eine phantasiesprache beizubringen, in der alles anders geschrieben wird, als es ausgesprochen wird. da würde es uns auch leichterfallen, erstmal in lautschrift zu schreiben.
      für die kinder bedeutet dies zunächst, dass sie einfach loslegen können, es werden nicht von anfang an rechtschreibschwache kinder aussortiert, ausserdem können sie sich ganz auf die lautstruktur der sprache konzentrieren, ohne sich durch grammatik die freude am lernen zu verderben.

      es gibt einen sehr promineten vertreter dieser `lesen durch schreiben`methode, jürgen reichen.
      auch er selber sieht allerdings die nachteile seiner methode, denn das kind muss nach einer gewissen zeit die erfahrung machen, dass seine worte wie zb KENDERWARGÄN dann doch etwas falsch geschrieben ist...

      soweit erstmal, wenn ich einen limk dazu finde, stelle ich ihn noch hier rein.

      vanilla
      Philosophie aus der Dose ersetzt die Hand in der Hose. /Judith Holofernes/
    • Hallo,

      also ich kann mich nicht erinnern, irgendwann ( im Kindergarten beginnend ) mal intuitiv Schreiben gelernt zu haben. Also ich denke wenn man etwas falsch lernt und dann irgendwann gesagt bekommt " Das ist aber falsch " - dass das nicht besonders viel Sinn macht.

      Wieso nicht direkt richtig lernen ??? Was spricht dagegen ???
      Was ist das Problem ??? So viele Leute haben es so gelernt und beherrschen es perfekt - selten habe ich so viele katastrophale Rechtschreibefehler gesehen, wie bei der heutigen Jugend.

      Jetzt muss ich mich auch nicht wundern wieso - dir armen werden alle gelernte Legasteniker.

      Solche Typen wie dieser " Jürgen Reichen " gehören verboten. ( Meine Meinung ! )
      Gelangweilte Pädagogen die nichts zu tun haben und sich wichtig machen wollen, ein paar andere gelangweilte überzeugen und die armen Kids müssen den Schwachsinn ausbaden !

      ~~WEIA~~

      cheers !
      Gustav

      ~Nur wer die Kälte kennt, weiß die Wärme zu schätzen~
    • gustav,

      das is keine gängige praxis, sondern wird wie projektunterricht, offenes lernen oder eigentverantwortlicher stundenplan an manchen schulen, unteranderem in hamburg eingesetzt.

      es gibt sowohl vorteile, als auch nachteile.
      die grundidee ist dabei, dass die kinder früher mit dem schreiben anfangen können, da sie nicht vorher lesen können müssen.
      ein gravierende nachteil besteht beim übergang von der grund-zur weiterführenden schule, wenn eben dann doch der übergang zur gängigen rechtschreibung gemacht werden muss.

      doch ist es ganz bestimmt nicht so, dass an allen schulen, bei deren schülern rechtscheribschwächen festegestellt werder, herr reichen seine finger im spiel hatte.
      man kann auch auf herkömmliche art und weise kinder das schreiben nicht beibringen ;)

      frag dich doch mal eher, ob nicht auch das elternhaus und die liebe zum wort, zu büchern, zu sprache allgemein das schönste motivationsmoment für kinder sein könnte/sollte/müsste, statt alles wie immer auf die schule zu wälzen....

      vanilla
      Philosophie aus der Dose ersetzt die Hand in der Hose. /Judith Holofernes/
    • Das Elternhaus ?

      Vanilla ohne Dir was Böses zu wollen - die Schuld auf das Elternhaus zu schieben ist recht einfach, meinst Du nicht ?

      Die Schulen haben einen Auftrag - den Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen.

      Klar, ohne ein wenig Feedback vonm daheim geht es nicht, aber ich denke mehr als mit den Kindern Kinderbücher zu lesen, anhand von Schriftzügen etc. zu üben usw usw kann man nicht machen.

      Beispiel :
      Es wird ein Diktat geschrieben, die Kids schreiben wie sie denken dass es richtig ist - " Wie ich spreche so schreibe ich auch " - und das, obwohl es falsch ist - wird vom Lehrer als " Gute Arbeit " bewertet, anstatt den Rotstift zu zücken und zu markieren und drauf hinzuweisen dass Dies und Jenes nicht richtig ist und der Schüler sich mal Gedanken machen soll.

      Ich denke dieser Lehrer macht sich das ein wenig SEHR einfach und das hat nun NICHTS mit dem Elternhaus zu tun !

      Lehrer sollen ihren Auftrag ausführen, dafür werden sie bezahlt und nicht irgendwelche Experimente an den Kindern ausführen die sich irgendein dumm-kluger Pädagoge ausgedacht hat.

      Und wenn Du vier Jahre lang - als Kind - etwas als richtig beigebracht bekommen hast, würde es mich wundern - auch wenn Du intelligent bist - dass Du Dich einfach so umstellen kannst.

      Und ich meine es ist ja nun allgemein bekannt, dass es sich viele Lehrer sehr einfach machen, weil sie einfach keine Lust mehr haben - nicht motiviert sind aus welchen Gründen auch immer ...

      Oder wie ?
      Gustav

      ~Nur wer die Kälte kennt, weiß die Wärme zu schätzen~
    • Rechtschreibung???

      Ein Artikel habe aus der Stuttgarter Zeitung vom 23. September 2003 (Für etwaige Tippfehler bitte ich mich zu entschuldigen).

      Ich finde es einerseits grossartig, wie der Verstand Ordnung ins vermeintliche Chaos bringen kann, andererseits wird mir dabei wieder klar, wie aus dem "Was ist" der Verstand immer wieder das macht "was sein soll" und meistens ohne dass es mir selbst wirklich bewusst ist/wird.


      Die Bcuhstbaenrehenifloge
      in eneim Wort ist eagl
      pps. FKARFNRUT, 23 Sptbemeer.
      Ncah enier nueen Sutide, die uentr aerd-nem von der Cmabirdge Uinertvisy dührruchgefehrt wrdoen sein slol, ist es eagl, in wlehcer Rehenifloge Bcuhstbaen in eneim Wort sethen, Huaptschae der esrte und ltzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien Setlle. Die rsetclhien Bshcuteban kenönn ttoal druchenianedr sein, und man knan es tortzedem onhe Poreblme lseen, weil das mneschilhce Gherin nhcit jdeen Bcuhstbaen enizlen leist, snodren das Wort als gnazes. Mit dme Pähonemn bchesfätgein shci mherere Hhcochsluen, acuh die aerichmkianse Uivnäseritt in Ptstbigurh. Esrtmlas üebr das Tmeha gchseibren hat aebr breteis 1976 – und nun in der rgchitien Bruecihhsetna-foelgne – Graham Rawlinson in sieenr Dsiestraiton mit dem Tetil „The Signifi-cance of Letter Position in Word Re-cognition“ an der egnlsicehn Uitneivrsy of Ntitonga

      :finger:
    • Meiner Ansicht nach sollten die Schulen unseren Kindern fundierte Grundlagen vermitteln, damit ein solider Übergang in die Sekundarstufe I überhaupt möglich ist. Experimente der Lautsprache, Englisch in der Grundschule., sowie sonstige Rumdaddeleien können den Eltern vorbehalten bleiben. Diese sollten sich mal wieder an ihren Erziehungsauftrag erinnern…jedenfalls für den Part nach der Schule. LESEN, RECHNEN,SAUBER SCHREIBEN gehört zu dem elementaren Rüstzeug eines jeden Menschen und hier sind die Pädagogen an den Grundschulen gefordert und zwar Wissen gepaart mit Kreativität den jungen Schülern auf eine lebendige Art zu vermitteln. Unterricht kann auch Spass machen, wenn der entsprechend vorbereitet wird.

      An weiterführenden Schulen interessiert sich kein Lehrer mehr dafür, was in der Grundschule vermittelt wurde. Da geht es nur um Leistung !….. Welchem Kind nützt die beste Facharbeit, wenn die aufgrund der schlechten Rechtschreibung um bis zu 2 Noten nach unten abgesenkt wird???? Spätestens da müssten alle wachgerüttelt sein und wissen worauf es letztlich ankommt. Nur an dieser Stelle ist es viel zu spät.!!!

      Ich kann nur alle Eltern ermutigen, und da spreche ich aus eigener Erfahrung, sich mit den Lerninhalten zu beschäftigen, ein gute Zusammnenarbeit zwischen Elternhaus und Schule zu gewährleisten und die Mitwirkung in den entsprechenden Schulorganen zu unterstützen.
      Eltern können ne ganze Menge Macht ausüben und Einfluss nehmen. Man sollte diesen Faktor nicht unterschätzen.

      Letztendlich geht es doch nur um eines.* Unsere Kinder*…Der kostbarste Rohstoff, den wir besitzen.

      Ri
      Ta
    • Sky 999,
      der Witz ist ja, dass man die Buchstabenreihenfolge vermutlich nur dann richtig lesen kann, wenn man vorher die richtige Rechtschreibung gelernt hat, d. h. das Gehirn sich seine Engramme bilden konnte. Wenn die Buchstabenreihenfolge mit v geschrieben wird, assoziiert das Gehirn vermutlich gleich vogel und hat dann vermutlich Schwierigkeiten mit dem Wort. ;(
    • Rechtschreibung???

      mal wieder .....


      und nicht zum ersten mal... schreiben hier menschen, die ich nicht verstehe... sorry.... aber ich schreibe recht wenig... weil ich gerade dies von euch erwarte ....

      beurteilungen und wertungen... sind out... ich würde mir dies auch für meine kinder wünschen... leistungstandart... okay.... aber wer will bewerten was richtig und falsch ist....

      für mich... und ich darf es sagen... hab beides erfahren... ein kind... das nach dem schemen der zeit funktioniert, ist einfach.... aber was ist mit den kindern, die hinterfragen... immer eine alternative offen lassen, dass evtl. keine antworten birgt... was ist mit diesen kindern... haben sie kein recht auf ihre meinung.....

      pahhh... auch ich will dieses kind verstehen... und sei es nur, weil ich die mutter bin!!!!
    • RE: Rechtschreibung???

      Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs.
      Gustav

      ~Nur wer die Kälte kennt, weiß die Wärme zu schätzen~
    • hello...
      ich bin mit drei / fast vier jahren nach österreich gekommen. In der Schule hatte ich natürlich auch Deutsch... da war klarerweise auch Rechtschreibung inbegriffen. Und ich musste die Wörter immer richtig schreiben.. halt nicht mit der Methode als erstes so lernen wie man sie hört/ausspricht...
      Naja ... bin eigentlich nicht all zu dumm..., aber in der Rechtschreibung bin ich total schlecht.
      Vielleicht hätte diese Methode doch etwas positiveres gebracht!

      Also schlecht finde ich es nicht .. ;)

      DeeX
    • RE: Rechtschreibung???

      Original von Gustav
      Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs.



      wir sollten in Zukunft öfters so schreiben- kommt doch ganz gut; zur Abwechslung . : :drink:: Kinder sollten schon die Schrift spielerisch lernen dürfen" Kind bleibt Kind "so wie sie die Sprache lernen das sehe ich an meinen 2 jährigen Sohn , - ich hätte mir das in meiner Schule gewünscht Abba jetzt ist schon alles verloren "heul heul schnief " In Recht schreiben/ung war ich nie gut ; die gute 5 war mir immer sicher weil man die Schrift wohl nicht ´wirklich entziffern konnte . :sunny:
      *

      The post was edited 1 time, last by shekyhra ().

    • RE: Rechtschreibung ????

      Hallo Gustav,

      Ich finde diese Art zu Lernen ziemlich gut, Ich bin jetzt in der Zwölf, habe letztes Jahr Französisch dazu bekommen, unsere Lehrerin hat uns berichtet, das Sie die Sprache so gelernt hat, das Ihre Lehrerin nicht auf die Rechtschreibung geachtet hat. Erst als Sie es konnten, wurde die richtige Schreibweise dazu genommen. So lernt man besser zu verstehen was man schreibt und umzusetzen.

      Meine Lehrerin ist ziemlich gut in dem was sie macht, also denke ich das es ja nicht sooo schlecht sein kann. Zumindest des Verständnis willens...

      Liebe Grüße elalina
      Ewig möchte ich verweilen in deinen Gedanken denn durch dich,
      durch deine Liebe lebe ich weiter bis in die Unendlichkeit
    • Hallo Gustav!

      Die von dir angeführte Methode ist nicht hilfreich, sie nimmt zwar Druck von dem Kind, aber auch das nur kurzfristig. Besser ist Bewusstmachung, so unlogisch ist die deutsche Rechtschreibung nämlich nicht und selbstverständlich muss viel geübt werden.
      Daran krankt es, es wird in der Volksschule allzusehr spielerisch herumgehopst, ohne ein Thema wirklich in aller Breite und Tiefe zu behandeln.
      Dann schreiben die Kinder viel weniger, als sie es vor noch vor 30 oder 40 Jahren taten.
      Hier ein Arbeitsblatt mit Lückentext, dort ein buntes Bild, das rasch beschriftet werden soll, zusammenhängende Texte zu verfassen, die ordentlich erarbeitet werden und die anschließend gewissenhaft zu korrigieren sind, ist kaum mehr drin.
      Die Flüchtigkeit der modernen SMS- und Internet-Zeit ist keine Hilfe, sondern Fluch.
      Wir haben hier in Österreich nicht wenige Maturanten, die noch nie in ihrem Leben ein Buch gelesen haben und dennoch durch die Reifeprüfung gekommen sind.

      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael
      Ich denke, daher spinn´ ich.
    • @ Christof,

      nicht lesen, lesen, lesen... Das kann man in der Grundschule machen. Sondern schreiben schreiben schreiben. Erst Diktate, dann Aufsätze, und dann korrigieren was das Züg hält, und vor allem jede Fehlerkorrektur 10 mal abschreiben. Dann das gesamte Dikat in Reinform nachtragen. Auch ganz wichtig... Nur so lernst Du fehlerfrei schreiben... Ganz bestimmt. Beim lesen passiert gar nichts, weil du es zwar alles richtig liest, aber eben nicht bewusst, und beim Schrieben machst Du dann trotzem immer weider die gleichen Fehler. Die Rechtschreibfehler kannst Du aber nur rauskriegen, indem Du Dir die richtige Schreibweise einbläust. Wer nämlich mit h schriebt ist dämlich. Solche Eslesbrücken eben, Und der Rest ganz gezielt ausmerzen: etwaig mit a und nicht mit e.... Und jetzt schreibst du 10 etwaig mit a und sagst Dir jedes Mal: etwaig mit a und nciht mit e... Das machst du höchsten zwei mal, dann hast Du es drauf. Schwiriger wird es da mit Gorß- und Kleinschreeibung oder mit Kommaregeln. Aber auch da ist Lektüre keine Hilfe, sondernen ausschließlich regelmäßige Grammatikstuden und Grammatikwiederholugnen. Irgendwann klappt es dann... Deutsch lernst Du nicht durch lesen, sondern nur durch bewusstes Schreiben... Es ist eine Art Konditionierung, und das geht nur durch Praxis... Diktate könnten z.B. so korrigiert werden, dass der Lehrer die korrekten Wort mit Bleistift drüberschreibt, und der Schüler das komplette Diktat in reiner Form abschreiben muss. So wird es z.B. in der Waldorfschule gemacht... Meines Erachtesn wäre das auch ein gutes Konzept für die Regleschule... Gruß Joachim Stiller Münster

      The post was edited 2 times, last by Joachim Stiller ().

    • Hallo Leute!

      Ich habe eine Rechenschwäche. Nicht, dass mich Zahlen nicht faszinieren würden, Jahreszahlen merke ich mir leicht, mit denen jongliere ich gerne, aber ich habe schon bei den Grundrechnungsarten in der 4. Klasse der Volksschule gemerkt, dass ich mich lieber Tagträumen hingebe, als Lust am Dividieren durch zweistellige Zahlen zu empfinden. Die Lust wäre sicherlich gestiegen, hätte ich dabei Erfolge gehabt, aber die waren spärlich. Im Gymnasium wurde meine Dyskalkulie nicht besser, Gott sei Dank hatten wir wegen Latein und Altgriechisch nur wenige Mathe-Stunden in der Oberstufe!

      Noch heute habe ich Angstzustände bei der Vorstellung, ich hätte in Mathematik mündlich zur Reifeprüfung antreten müssen, ein gnädiges Schicksal und leichte Beispiele zur schriftlichen Matura --- man wollte unserem humanistischen Zweig keine allzu hohen Hürden errichten --- bewahrte mich aber davor.
      Ich wollte aber nicht, dass jemand in der Öffentlichkeit auf meine Rechenschwäche hinweist und sich über mich lustig macht.
      MIr wäre lieber, ich hätte damals Förderung erfahren.

      Man darf als Lehrer eine Lese-Rechtschreib-Schwäche ebenso wenig hinnehmen wie eine Dyskalkulie, muss aber behutsam vorgehen. Die Synchronizität zwischen Sehen, Erkennen und Sprechen ist oft nicht vorhanden, es wird gelesen, was nicht da steht und geschrieben, was nicht so gesagt wurde. Zu erkennen, was dem Menschen helfen kann, ist die Haupaufgabe des Lehrers. Zuwendung und Ermunterung spielen dabei eine große Rolle, doch dann muss der Lehrer fordern, wie JoachimStiller richtig angemerkt hat, Üben, Üben und immer wieder Üben ist angesagt.
      Es braucht seine Zeit, Altes zu dekonditionieren´und Neues einzuüben, doch ein genaueres Hinsehen und Hinhören wird von der ersten Stunde an gefordert werden müssen, wenn auf Ähnlichkeiten und Gegensätze in der Rechtschreibung, aber auch in der Wortlehre hingewiesen wird.

      Man gibt sich als Lehrer Illusionen hin, wenn man meint, dass die Schüler einen immer verstehen. Normale 14-Jährige haben schon mit dem Verständnis deutscher Wörter ihre Schwierigkeiten, die Adjektive "wirsch" oder "unwirsch" (übrigens Gegensätze mit identem Sinn) werden kaum verstanden, "barsch" wird vielleicht einem Fisch oder ganz sicher einem Körperteil zugeordnet und auch ein Nomen wie "Kerbe" bleibt von jugendlichen Gehirnen meist ungedeutet. Auch hier gilt: Bewusstmachung und Übung.

      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael
      Ich denke, daher spinn´ ich.