Quentin Meillassoux: Nach der Endlichkeit. - oder, worauf zielt er eigtl. ab?

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    • Fliege schrieb:

      Ob Meillassoux sein Argumentationsziel, die angebliche Sonderstellung von mathematisierbaren Gegenstandseigenschaften auszuweisen, erreicht oder auch nur erreichen kann, ist für mich im Kontext der Realismus-Debatte nicht so wichtig, wie es Meillassoux wichtig zu sein scheint.
      womit es ja eigtl. nicht wirklich um Realismus geht, sondern um das Bekämpfen von geglaubten Strohmännern. Denn die Realismus Debatte ist ja eigtl. dort am Laufen, wo gefragt wird ob konstruktive Mathematik oder nicht-konstruktive Mathematik.


      Fliege schrieb:

      "ohne Wahrnehmung des Roten – kein rotes Ding; ohne Empfindung der Wärme – keine Hitze. Sei es affektiv oder perzeptiv, das Sinnliche existiert folglich nur als Beziehung" (S. 14). Vorschnell ist dieses Zugeständnis m. E. und unter anderem deswegen, weil das analoge Argument, ein Besen sei nur deswegen ein Besen-Ding, weil wir dieses Ding als "Besen" wahrnehmen, empfinden, ansprechen, ebenso abwegig
      Rot ist nicht Analog zu einem Besen. Rot ist nichtmal analog zu Holz.

      Ein Besen ist ohne Menschen primär eine Anhäufung von Atomen, man könnte auch sagen eine anders negentropische Ordnung als seine Umwelt. Aber sicher kein Besen oder eben Besenbestandteile. Letzteres könnte man aber noch zugestehen, weil Holz und Stroh Material der Natur ist.

      Ansonsten einfach mal ohne Scheuklappen weiterdenken. Die Sache mit dem Namen ist nämlich nicht-prima facie garnicht so trivial wie sie für den nicht-dialektiker erscheinen will.
      Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Die "0" ist die Urkreation unserer Zivilisation, bzw. einer Zivilisation allgemein.
      Der Kern.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
    • Charles2 schrieb:

      Wobei - ein Besen ist ja etwas von uns Hergestelltes und nichts Anzestrales. Aber das sind jetzt Feinheiten.
      Mir genügt, dass ein Besen ein Ansich ist.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Dennoch besteht ein Unterschied zwischen einem Besen, den ich benutze und einer Felswand, an der der Bergsteiger hinaufklettern kann. Zu beiden hat der Menschen einen Bezug. Wir können über Dinge gar nicht sprechen, ohne dass wir bereits in einer Beziehung zu ihnen stehen. Wenn das alles wäre, was der Korrelationist zu sagen hätte, so würde ich ihn sogar recht geben.
      ABER: das, worauf der Mensch sich bezieht, das Bezogene, ist auch vorhanden, selbst wenn dieser Bezug noch nicht oder nicht mehr existiert. Und sollten die Menschen urplötzlich aussterben, so wären zwar die Besen noch vorhanden, aber eben nur noch als ein Stück Holz und nicht mehr als Besen.
      Bei der Felswand ist es wieder anders: als bloß vorhandener Teil der Natur war sie bereits vorhanden bevor Menschen existierten und sie wird auch noch vorhanden sein, wenn keine Menschen mehr existieren. In der erdgeschichtlich kurzen Zeit als Menschen die Erde bevölkert haben, kam es zu einer kurzen Begegnung der Felswand mit dem Bergsteiger. Die Felswand wurde zu einem Gegenstand, der von Menschen aus den unterschiedlichsten Interessen betrachtet und benutzt wurde. Nach dem Verschwinden der Menschen wurde die Felswand wieder zu dem, was sie immer schon gewesen ist: ein Teil der Natur, völlig unbeeindruckt von der kurzen Begegnung mit dem Menschen.
    • Charles2 schrieb:

      Ich finde, man sollte den Einwand von Groot ernst nehmen.
      Welchen Einwand von Groot hast du im Blick?
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Charles2 schrieb:

      Kennt jemand zufällig den Standpunkt des deflationären Realismus?
      Hast du Hinweise dazu?

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      Charles2 schrieb:

      Ich sehe ja keine Liste von Mitgliedern, die online sind (Wenn sie sich nicht gerade im Chat Raum aufhalten)
      Die Namensliste von "cChat" (unten rechts) ist sozusagen die Anwesenheitsliste.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).