formale Logik, Subjunktion

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • ich hoffe die 4 wird es werden. Logik ist einfach unendlich langweilig, wenn Informatik sprachwissenschaftlich und grammatologisch verstanden wird.

      Logik ist m.E. auch nur deshalb vollständig, weil sie "einige" und "viele" in eins wirft. Viele ist etwas anderes als einige.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
      Es gilt die Logik auf Geometrie zu gründen.
      Das System als Ausgangspunkt des Menschen ist Grundlage aller Philosophie.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
      Die Geschichte der Religion.
    • Greta schrieb:

      novon schrieb:

      Greta schrieb:

      Ich möchte noch ein Zitat von Holm Tetens anfügen, weil es mir grad passend erscheint:
      "Grundsatz der Philosophie als Disziplin höherer Ordnung: Jede Behauptung, dass ein Sachverhalt p der Fall ist oder der Fall sein soll, muss in kohärenter Weise in Beziehung gesetzt werden können, zu den verschiedenen Weisen, wie wir Menschen in unserem Leben auf den Sachverhalt p in vernünftiger Weise Bezug nehmen und er dadurch eine bestimmte Bedeutung für unser Leben gewinnt." (Philosoph.Argumentieren, S 16)
      Hmm... Logik kennt "Vernunft"?
      Logik ist Vernunft :D Nein, da steht geschrieben..'wie wir Menschen in vernünftiger Weise auf den Sachverhalt p Bezug nehmen', und der Mensch ist seit Aristoteles vernunftbegabt ;)
      Um Logik im Boot zu behalten, könnte man vielleicht artikulieren: "Zeitweise ist auch inverse Logik sinnvoll. Illogisches, Alogisches könnte beizeiten vernünftig zum Einsatz kommen können..." (oder so... *g)

      Greta schrieb:

      novon schrieb:

      Greta schrieb:

      novon schrieb:

      Logik legt auf Konsistenz - von Aussagen - an. Da ist sie gut und da kommt sie auch nicht raus. Alles, was aber darüber hinaus inanspruch stehen könnte, deckt Logik nicht ab. (Mit Logik lässt sich Konsistenz - von Aussagen - nachweisen oder widerlegen, mehr aber auch nicht
      Doch, die Folgerichtigkeit als Ausgangspunkt hast du vergessen und auch, dass viele Menschen nicht in der Lage sind phil.logisch zu denken und Alltagslogik ebenso verwirrend sein kann wie Alltagssprache.
      Na ja... Ich hatte hier Konsistenz im Sinne von Folgerichtigkeit verwendet. Aleternativ hätte ich vielleicht Kohärenz oder Kohäsion heranziehen können. Könnte vielleicht Sinn machen... Wie würdest du das auseinander dividieren?
      Ich würde es nicht auseinander dividieren, sondern Folgerichtigkeit als Teil der Konsistenz betrachten, ich wollte es nur herausheben und anführen, weil 'Folgerichtigkeit' der Anstoß der Diskussion war.
      Hmm... Außer Folgerichtigkeit käme Konsistenz als Attribut denn noch zu?
      (Übrigens schade, dass du dich nicht ans Auseinanderdividieren machst, denn dieses kohäsive aneinander Kleben bekomme ich mit Konsistenz irgendwie nicht zu Deckung, kommt mir (quasi ewig schon) eher abwegig vor...)
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • novon schrieb:

      Um Logik im Boot zu behalten, könnte man vielleicht artikulieren: "Zeitweise ist auch inverse Logik sinnvoll. Illogisches, Alogisches könnte beizeiten vernünftig zum Einsatz kommen können..." (oder so... *g)
      Hm, darauf lasse ich mich nicht ein, das ist mir zu ungenau, es bräuchte Beispiele um sicher gehen zu können, aber das ist viel zu aufwändig.

      novon schrieb:

      (Übrigens schade, dass du dich nicht ans Auseinanderdividieren machst, denn dieses kohäsive aneinander Kleben bekomme ich mit Konsistenz irgendwie nicht zu Deckung, kommt mir (quasi ewig schon) eher abwegig vor...)
      Ich nehme an, du bist Informatiker(?) ich kenne den Unterschied der Sprachen nicht so gut, kann dir aber sagen wie das in Prädikatenlogik gehalten wird.

      Die Definition lautet wie folgt: Ist A ein Satz von PL (Sprache der Prädikatenlogik die Individuenkonstanten und Prädikatbuchstaben enthält) und M eine Menge von Sätzen von PL, dann folgt der Satz A genau dann logisch aus M, wenn sich allein aus den nachfolgend angeführten Bedingungen ergibt, dass für alle Interpretationen I von PL gilt: Sind die Sätze von M alle wahr bzgl. I, dann ist auch A wahr bzgl.I. (vgl. Beckermann Einführg in Logik S 294)
      Zu dieser Def. gehörige Bedingungen:
      A ist atomar
      A ist eine Negation
      A ist eine Konjunktion
      A ist eine Adjunktion
      A ist eine Subjunktion
      A ist eine Bisubjunktion
      A ist ein Allsatz
      A ist ein Existenzsatz. (die logische Formensprache dazu erspare ich mir)
    • Greta schrieb:

      novon schrieb:

      Um Logik im Boot zu behalten, könnte man vielleicht artikulieren: "Zeitweise ist auch inverse Logik sinnvoll. Illogisches, Alogisches könnte beizeiten vernünftig zum Einsatz kommen können..." (oder so... *g)
      Hm, darauf lasse ich mich nicht ein, das ist mir zu ungenau, es bräuchte Beispiele um sicher gehen zu können, aber das ist viel zu aufwändig.
      Na ja, okay... Quasi hintenrum muss das dann natürlich auch irgendwie wieder logisch werden.
      Aber mal so als Beispiel: Stell dir vor, du kommst auf der Autobahn in einen Stau und dein Navi schlägt vor, in fünf Kilometern abzufahren und den Stau über Bundesstraßen zu umfahren. Schiene ja im ersten Moment vielleicht logisch, dem Vorschlag zu folgen. Aber nach der halben Stunde, die du für die fünf Kilometer gebraucht hast, ist es nicht unbedingt vernünftig, das zu tun, denn wahrscheinlich hat die Software bereits hunderte andere auf die Bundesstraßen gelotzt, die nun quasi genauso dicht sind, wie die Autobahn. Und wenn der Stau dann vielleicht insgesamt gerade mal zehn km lang ist, hast du ihn auf der Autobahn nach einer weiteren halben Stunde hinter dir gelassen, was sich auf verstopften Bundesstraßen sicherlich nicht schneller bewerkstelligen lässt.

      Greta schrieb:

      novon schrieb:

      (Übrigens schade, dass du dich nicht ans Auseinanderdividieren machst, denn dieses kohäsive aneinander Kleben bekomme ich mit Konsistenz irgendwie nicht zu Deckung, kommt mir (quasi ewig schon) eher abwegig vor...)
      Ich nehme an, du bist Informatiker(?) ich kenne den Unterschied der Sprachen nicht so gut, kann dir aber sagen wie das in Prädikatenlogik gehalten wird.
      Die Definition lautet wie folgt: Ist A ein Satz von PL (Sprache der Prädikatenlogik die Individuenkonstanten und Prädikatbuchstaben enthält) und M eine Menge von Sätzen von PL, dann folgt der Satz A genau dann logisch aus M, wenn sich allein aus den nachfolgend angeführten Bedingungen ergibt, dass für alle Interpretationen I von PL gilt: Sind die Sätze von M alle wahr bzgl. I, dann ist auch A wahr bzgl.I. (vgl. Beckermann Einführg in Logik S 294)
      Zu dieser Def. gehörige Bedingungen:
      A ist atomar
      A ist eine Negation
      A ist eine Konjunktion
      A ist eine Adjunktion
      A ist eine Subjunktion
      A ist eine Bisubjunktion
      A ist ein Allsatz
      A ist ein Existenzsatz. (die logische Formensprache dazu erspare ich mir)
      Hmm... Okay, danke. Ein wenig sperrig zu lesen. In Bezug auf Kohäsion (ich improvisiere): PL(M, A) & w(M, I) => w(A, I) (also: alle M und A PL-Sätze, alle M wahr bzgl. I, also alle A wahr bzgl. I, wenn alle I Interpretationen von M)... So in etwa...? (So richtig schlauer fühle ich mich gerade nicht damit... Wahrscheinlich habe ich das wesentliche verpasst... *g)
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • novon schrieb:

      (So richtig schlauer fühle ich mich gerade nicht damit... Wahrscheinlich habe ich das wesentliche verpasst... *g)
      Ist halt Philosophenkram ;) Schade eigentlich, dass sich future06 nur mehr für Flüchtlingsproblematik interessiert, er hätte auch was zum Thema beitragen können.

      novon schrieb:

      Aber mal so als Beispiel: Stell dir vor, du kommst auf der Autobahn in einen Stau und dein Navi schlägt vor, in fünf Kilometern abzufahren und den Stau über Bundesstraßen zu umfahren. Schiene ja im ersten Moment vielleicht logisch, dem Vorschlag zu folgen. Aber nach der halben Stunde, die du für die fünf Kilometer gebraucht hast, ist es nicht unbedingt vernünftig, das zu tun, denn wahrscheinlich hat die Software bereits hunderte andere auf die Bundesstraßen gelotzt, die nun quasi genauso dicht sind, wie die Autobahn. Und wenn der Stau dann vielleicht insgesamt gerade mal zehn km lang ist, hast du ihn auf der Autobahn nach einer weiteren halben Stunde hinter dir gelassen, was sich auf verstopften Bundesstraßen sicherlich nicht schneller bewerkstelligen lässt.
      Hm, Navis sind ein eigenes Thema und nicht voll ausgereift, d.h. sie können nicht selber denken sondern plappern nur nach, was man ihnen zuvor eingebleut hat. Also Verkehrsaufkommen und Zeitschätzung sind ganz einfach Schwachpunkte. Was sicher ist, ist, der Vorschlag die nächste vorgeschlagene kürzeste Route, darauf sind sie programmiert. Es wäre also angebracht und durchaus logisch, selber mitzudenken und abzuwägen bei derartigen Vorkommnissen, es sei denn die Autobahn ist wegen eines Unfalls total gesperrt, dann ist das Navi wieder Superstar ^^
      In der Provance gibt es viele Kreisverkehrsinseln die zum Teil noch relativ neu sind, sodass sie im Navi noch nicht vermerkt sind. Wir fuhren also um so eine Insel in die angezeigte Abzweigung und kamen irgendwo an, das Navi schickte uns zurück und wir fuhren wieder in den Kreisverkehr, als uns dann die Straßenzüge bekannt vorkamen und wir wieder am selben Platz landeten an dem nur Umkehr möglich war griffen wir zu Straßenkarte und siehe da, wir erreichten unser Ziel - ohne Navi - wenn das nicht logisch ist... :D
    • Groot schrieb:

      das ist wohl wahr, aber gerade deshalb ist sie ja sinnlos. Denn dadurch werden viel zu viele Menschen auf die Regeln der Logik fixiert, statt den Regeln der Natur und des Geistes gewicht zu schenken.

      Logik verhindert dazu, dass sich der Mensch als geistiges Wesen versteht. Denn insbesondere die abendländische Logik hat immer das Dogma gesetzt, dass es da ein Subjekt und ein Objekt gibt, das unter allen Umständen getrennt ist, was schlicht nicht konform ist mit dem Geist.

      Logik nutzt reine inhaltsleere Regeln, quasi Bewegungsgesetze, statt zu fragen, was denn eigtl. alles gemäß Logik funktioniert und was denn Logik eigtl. ist.
      Sagte nich Wittgenstein, daß alle Sätze der Logik Tautologien sind?

      Macky
      "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." (B. Brecht)
      "EUROPA wird christlich oder es wird überhaupt nicht mehr sein" (Romano Guardini).
      "LEHRER: Warum sollen sie Beamte sein?" (Macky)
    • Groot schrieb:

      Da ich im Donnerstag formale Logik schreibe, muss ich mich momentan durch die inhaltsleeren Gefilde der Formallogiker quälen. Dabei bleibe ich stets an der Subjunktion hängen.

      de.wikipedia.org/wiki/Subjunktion

      Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt, dass der 2. Fall falsch ist. Das erschließt sich mir nicht so wirklich. Auch ist es merkwürdig, dass der 3. Fall Wahrheit produziert, wo doch der Vorsatz (a) falsch ist.

      Irgendwer Hinweise, wie man das verstehen kann? Denn mich nervt, dass ich da ernsthaft nicht dahinter zu steigen scheine.
      Ja, nach meiner Erfahrung sind die Regel des Konditional nur für ca. 70% der Studenten einleuchtend, die anderen empfinden das als Kontra intutitiv.

      Vielleicht kann ich dir zwei kleine Faustregeln zur Logik an die Hand geben:

      zu Fall 2: Logik ist "wahrheitskonservierend" d.h. das einzige, was nicht passieren darf, ist dass ein wahrer Satz verloren geht. Im 2. Fall geht man von einem wahren Satz auf einen falschen über. -> Fehler.
      zu Fall 3: Logik ist "wahrheitskonservierend". Es war aber keine Wahrheit da, also ist es egal was passiert immer ok, da keine Wahrheit verloren ging. Alles ist in Ordnung. So wie auch im 4. Fall.
    • Gloox schrieb:

      zu Fall 3: Logik ist "wahrheitskonservierend". Es war aber keine Wahrheit da, also ist es egal was passiert immer ok, da keine Wahrheit verloren ging. Alles ist in Ordnung.
      Ich bin dagegen. :) Weil zwar keine Wahrheit verlorenging, aber eine falsche Wahrheit verstanden werden kann.

      ME ist es gerade für Leute, die noch dabei sind das verstehen zu wollen, irreführend. Weil sie nämlich so zu der Annahme verleitet werden können, dass hier auch folgendes aussagbar ist.

      1) a->b w
      2) a->!b f
      3) !a->b w, !a->r w, !a->x w, ...
      4) !a->!b w ..analog 3)

      Und weil gerade das nicht der logische Zusammenhang ist, der in der Figur beschrieben wird, muss man didaktisch sehr vorsichtig sein wie man es erklärt. Beliebig und egal sind hier mE keine sinnvoll gewählten Begriffe. Man sollte hier unbedingt darauf hinweisen, dass es allein hinsichtlich des resultierenden Wahrheitswertes egal ist, dann stimmt auch wieder alles.

      Das eigentlich Interessante (für Leute, die in der Logik schon einigermaßen sattelfest sind) ist, dass Fall 3 & Fall 4 auch so darstellbar wären, ohne dass sich an ihrer log. Aussagefähigkeit etwas ändert:

      3) !a->b f
      4) !a ->!b f

      oder auch

      3) !a->b [N/A]
      4) !a ->!b [N/A]

      Denn wichtig ist hierbei lediglich, dass sich Fall 3 & Fall 4 nicht in ihrer Möglichkeit den gleichen Wahrheitswert annehmen zu können unterscheiden. Es ist also hier insofern egal, ob man sagt "Sowohl 3) als auch 4) kann wahr sein." oder ob man sagt "Sowohl 3) als auch 4) kann falsch sein.

      Denn es ist genau anders herum als oftmals angenommen. !a bedeutet hier, dass die Ursache für b oder !b nicht die zwangsläufig tatsächliche Ursache sein muss. Die Ursache für das faktisch entstandene Resultat (b oder !b) kann genauso gut auch x sein, wenn !a gültig ist.
      Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

      Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von iselilja ()