Spannungsverhältnisse und Einklänge von John Stuart Mills Liberalismus und der Religion/Kirche?

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    • Spannungsverhältnisse und Einklänge von John Stuart Mills Liberalismus und der Religion/Kirche?

      Ich muss ein wissenschaftliches Essay über mills on Liberty schreiben.

      Ich würde gerne mehrere Inputs zum Spannungsverhältnis bzw Gleichnisse zwischen Mills Liberalismus und der Religion/Institutiin Kirche brauchen.

      Was zeichnet Mills Liberalismus aus und wo sind die Konträren zu gläubigen Menschen?

      Ist ein Mensch frei wenn er einer Glaubensgemeinschaft angehört?
      Auch auf seine Aussage '' Was nicht Recht ist, ist Sünde''
    • Dazu möchte ich eine Anmerkung machen:

      Insiderschwammal schrieb:

      Auch auf seine Aussage ''Was nicht Recht ist, ist Sünde''
      Die hinführende Frage lautet, gibt es moralisch neutrale Handlungen, also Handlungen, die keine moralische Relevanz haben? Beispielsweise sollte man meinen, dass die Wahl beim Eismann zwischen Zitroneneis und Schokoladeneis moralisch belanglos oder indifferent sei. (Dazu erschien in Information Philosophie vor ungefähr zwei Jahren ein entsprechender Aufsatz.)

      Deontologen (die Handlungsgründe müssen gut sein) und Utilitaristen (die Handlungsfolgen müssen gut sein) halten dagegen, dass jede Handlung moralische Relevanz besitze, also jede Handlung gerechtfertigt sein müsse, weil sie sonst nicht ausgeführt werden dürfe.

      Und für den Utilitarismus formuliert Mill dies so: "Was nicht Recht ist, ist Sünde".
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln).
    • Der von mir genannte Aufsatz stammt von Arnd Pollmann, Was ist ein moralisches Problem?; IP, Heft 3, 2014, S. 15-25).

      Pollmann führt zu den gängigen Moraltheorien aus —
      Deontologie: "[Kant] weigert sich 'rigoristisch', wie er selbst sagt, überhaupt die Existenz 'moralische(r) Mitteldinge', die weder gut noch böse sind, zu akzeptieren."
      Utilitarismus: "Der Utilitarismus muss schlicht jede Handlungsoption – übrigens auch jede Unterlassung – für moralisch relevant halten, weil selbst moralisch belangloses Tun jederzeit 'moralisiert' werden kann, indem man auf eine unterlassene Option hinweist, die vergleichsweise nützlicher gewesen wäre. Folglich fehlt ein inhaltliches Kriterium der moralischen Relevanz im Utilitarismus geradezu absichtlich."
      Mitleidismus: "Wird der sympathetische Ansatz [...] auch auf 'positive' Anstrengungen der aktiven Beförderung von 'Wohlergehen' ausgedehnt, wird die Menge moralisch relevanter Handlungen, ähnlich wie schon im Utilitarismus, erneut grenzenlos."

      Der entscheidende Satz zur Erläuterung der Position von Mill lautet: "Folglich fehlt ein inhaltliches Kriterium der moralischen Relevanz im Utilitarismus geradezu absichtlich."
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln).