Identity-Politics: Kunst unter dem Blickwinkel von Rasse bzw. ethnischer Zugehörigkeit

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    • Carl Spitzweg schrieb:

      Gerade im Hinblick auf den Vorwurf an das Forum, es habe dort einen erheblichen Ruck nach rechts gegeben, der m.E. zu einem großen Teil stimmt,
      Hallo Carl,
      an was machst Du "einen erheblichen Ruck nach Rechts" fest.
      Kannst Du ein, zwei Beispiele nennen?
      Wenn es einen "erheblichen Ruck nach rechts" gab, wo war das Forum vorher? Links?
      Und was bedeutet "links" und "rechts" für Dich?
      BTW: ich kann mich noch gut erinnern, wie ein Vertreter der so genannten Linken hier im Forum, der nicht mehr hier schreibt, wiederholt antisemitische Äußerungen gemacht hat.

      Fliege schrieb:

      So neigen Deutsche Schäferhunde bekanntlich zu Rückenleiden.
      Überhaupt neigen viele, wenn nicht sogar die meisten Deutschen zu "Rücken".

      Zum Thema:
      Aus meiner Sicht geht es darum, dass grundsätzlich, egal ob von links oder von rechts, meistens allerdings von irgendwie links, nach völlig undurchsichtigen Kriterien, die von überwiegend unbekannten und bewusst anonym bleibenden Leuten willkürlich festgelegt werden, Aussagen, die z.B. von Professoren an der FU oder auch anderswo im Rahmen von Lehrveranstaltungen oder auch in Büchern gemacht werden, als faschistisch, unmenschlich, sexistisch usw. gebrandmarkt und diese Lehrer gnadenlos gestalkt werden.
      Etwas ähnliches sehe ich auch in diesem, du darfst dies oder jenes nicht malen, schreiben, darstellen (Schauspieler) usw.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
    • Politisch ist der Rasse-Begriff aus bekannten Gründen hochproblematisch.
      Biologisch ist er wie folgt definiert:

      Rasse, 1) [i]Unterart, Subspezies, eine taxonomische Kategorie unterhalb der Art(Taxonomie). Rassen sind Populationen einer Art, die sich in ihrem Genbestand (Allelenbestand, Genpool) und damit auch in ihrer Merkmalsausprägung (phänotypisch) von anderen Populationen derselben Art (Spezies) in einem Ausmaß unterscheiden, das eine taxonomische Abtrennung (und damit Belegung mit einem eigenen Rassennamen = Trinomen, Nomenklatur) rechtfertigt. Die Definition zeigt, dass die Abgrenzung von Rassen nicht streng festgelegt werden kann. Manche Systematiker trennen bereits Rassen, wenn mittels statistischer Verfahren Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen ermittelt werden können, andere erkennen eine Rasse erst an, wenn jedes Individuum diagnostisch zugeordnet werden kann. Als Kompromiss hat sich die so genannte 75 % - Regel bewährt. Danach dürfen Teilpopulationen einer Art dann als Rasse (Subspezies) mit einem eigenen Namen belegt werden, wenn mindestens 75 % der Individuen einer Population von Individuen anderer Populationen der Art unterscheidbar sind. ...[/i]

      spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/rasse/9662

      Wenn man bedenkt, dass man mit Gentests die ethnische Zugehörigkeit recht sicher bestimmten kann, dann wird die soziologische Ethnie logischerweise, also mal ganz nüchtern und wertfrei betrachtet, zur biologischen Rasse.
    • Hancock schrieb:

      wiederholt antisemitische Äußerungen
      Falls der Link nicht koscha, ich vermag das nicht einzuschätzen, kann er ja gelöscht werden gexxt2013/10/31/was-ist-nun-der-unterschied-zwischen-semiten-juden-und-zionisten/ mich erstaunt nur immer etwas dieses extrem sich mir darstellnde einseitige Kritikverbot. Dadurch wird was meiner natürlich unerheblichen Meinung nach weiter Ungutes forciert.

      Okay seh schon, das geht hier nicht. Link drum verxxt zu unaufrufbar.

      Es ist nur eben so, dass mich die bösen Links aus dem Traum mitteleuropäischer Idylle reißen. Man muss schlss. gewappnet sein. Wette jeder große Philosoph beschäftigte sich auch zusätzlich intensiv mit zu seinen eigenen Theorien feindlichen resp. völlig entgegengesetzten. Außer vll. Schlafmützen wie Hegel und Schreibintensivierte wie Kant, die nur ihre eigenen Gedanken lieben und sich dort austoben und evtl. selbst mit all ihren Gedanken die größte einheitlich geschlossene Polarisation darstellen wollen - oder?

      Goethe was sagt der Charmeur gelungenen Geistes? der sich woll alles zu denken erlaubte wie ihm nach war.


      Für mich sind Religionen alle kranker Auswuchs menschlichen Geistes. Diesem widersetze ich mich. Und wenn das auch krank wirkt, dann bitte.
      Im Namen der Weltseele deren Tochter EVULOA und Mutter EVOLUA o.u.
      Die Wiesenschaft der Liebe zur Weisheit ist eine erhabene, elegante und m.a. befriedigende Beschäftigung für den Geist.
      Was ich wirklich denke: Weltseele und Multiversalgeist gefällt das.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Celeritas ()

    • Celeritas schrieb:

      Falls der Link nicht koscha, ich vermag das nicht einzuschätzen, kann er ja gelöscht werden morbusignorantia.wordpress.com…iten-juden-und-zionisten/ mich erstaunt nur immer etwas dieses extrem sich mir darstellnde einseitige Kritikverbot. Dadurch wird was meiner natürlich unerheblichen Meinung nach weiter Ungutes forciert.
      Der link ist nicht koscher. Er macht das, was Populisten und Verschwörungstheoretiker gerne tun, manchmal bewusst, manchmal, ohne das selbst zu wissen. Unter dem Vorwand der begrifflichen Klärung tut der Text das Gegenteil dessen, was er zu tun vorgibt. Er differenziert einerseits zwischen Juden, Semiten, Zionisten usw. andererseits sagt er, es ginge gar nicht darum, diese oder jene regionale, religiöse oder Volksgruppe anzugreifen, "sondern nur die Machenschaften machtgieriger Drahtzieher aufdecken helfen". Und man kann ja nichts, oh Unschuld, dazu, wenn das nun mal alles Juden sind.

      Damit bringt er die rassistische Stereotype vom 'gierigen Juden' mit Beispielen aus dem Leben in einen bereits vorher erwarteten Zusammenhang, anders gesagt, man findet, was man sucht. Tut man aber immer. Der Mann vergewaltigt, der Russe ist brutal, der Moslem ein Unterwanderer. Das Muster ist immer identisch, nur hat man halt seine Menschen, die sich in ihrem "Genbestand (Allelenbestand, Genpool) und damit auch in ihrer Merkmalsausprägung (phänotypisch) von anderen Populationen derselben Art (Spezies) in einem Ausmaß unterscheiden, das eine taxonomische Abtrennung (und damit Belegung mit einem eigenen Rassennamen = Trinomen, Nomenklatur) rechtfertigt", die man gerne verteidigen möchte (manchmal weiß man warum, manchmal auch nicht) und solche, die man gerne angreifen möchte (manchmal weiß man warum, manchmal auch nicht).

      Populisten und Verschwörungstheoretiker waschen ihre Hände gerne in Unschuld, indem sie fragend aussagen, was sie denn machen sollen, wenn es doch nun mal so ist, wie es ist. Natürlich hätte man die Welt auch lieber anders, aber wenn sie nun mal nicht so ist, wird man das doch wohl noch sagen dürfen, oder wie oder was.

      Zwar ist es etwas schwer gegen rassisitische Klischees gegen die eine Gruppierung vorzugehen und sie gegen eine andere Aufrecht zu halten, was aber zum Glück niemand hier im Forum beabsichtigt. Sonst müsste ich es ja zitieren können.

      Die inhaltliche Problematik liegt auch nicht darin, ob es nun möglich ist, bestimmte Gruppen genpoolmäßig zuzuordnen, sondern, ob man aus dieser Möglichkeit den Sprung auf die genetisch prädisponiert erscheinende Ebene macht, auf der dann jemand klaut, weil er klauen muss, weil er eben da und da her kommt.

      Da kann man von Thilo Sarrazin lernen, der längst von einem ruppigen Biologismus der Anfangszeit umgesattelt und die Kulturalismuskarte mit eingewoben hat. Weil der xxxer eben kulturell unterprivilegiert ist, manifestiert sich das auch genetisch in einem statistisch niedrigeren IQ weshalb er hier nicht mithalten und arbeiten kann.
      "Das Wissen ist ein schöner Schrein,
      Die Kunst erst legt den Schatz hinein."
      (Carl Spitzweg)
    • Celeritas schrieb:

      Für mich sind Religionen alle kranker Auswuchs menschlichen Geistes. Diesem widersetze ich mich. Und wenn das auch krank wirkt, dann bitte.
      Du bist nicht die Einzige, die in Religionen (auch) etwas Pathologisches sieht. Sigmund Freund meint, es wäre durchaus zulässig "die Zwangsneurose als pathologisches Gegenstück zur Religionsbildung aufzufassen, die Neurose als eine individuelle Religiosität, die Religion als eine universelle Zwangsneurose zu bezeichnen". Mir sind bei den drei monotheistischen Religionen besonders die Unterwerfung unter einen illusionären Übervater mit seinen teils jungsteinzeitlichen Moralsvorstellungen und die Dynamik der Gruppenbildung dieser entstehenden "Großfamilie" suspekt, die sich schnell und gewaltsam gegen außerhalb dieser Gruppen Stehende richten kann.
      Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren. (Karl Popper)
      Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es. (Bertrand Russell)
      Der Kosmos ist bestenfalls ein planlos aufgeschütteter Misthaufen. (Heraklit)
    • hel schrieb:

      Du bist nicht die Einzige, die in Religionen (auch) etwas Pathologisches sieht. Sigmund Freund meint, es wäre durchaus zulässig "die Zwangsneurose als pathologisches Gegenstück zur Religionsbildung aufzufassen, die Neurose als eine individuelle Religiosität, die Religion als eine universelle Zwangsneurose zu bezeichnen".
      Das ist einerseits richtig, Freud geht im 'Unbehagen' glaube ich sogar noch weiter und spricht im Zusammenhang mit der Religion sogar von einer Massenpsychose. Freudianer Kernberg rückt dieses Bild, stellvertretend für viele neue Psychologen und -analytiker, allerdings gerade.

      Hier ein Vortrag von Kernberg, der weit über das Thema Religion hinaus geht und viele Grundbegriffe der neuen Psychoanalyse erklärt. Wenn Du diie Zeit hast, gönn Dir das mal, fand ich extrem lohnend.
      "Das Wissen ist ein schöner Schrein,
      Die Kunst erst legt den Schatz hinein."
      (Carl Spitzweg)