Identity-Politics: Kunst unter dem Blickwinkel von Rasse bzw. ethnischer Zugehörigkeit

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    • hel schrieb:

      ... die letztlich etwas den Schwarzen zugehöriges - interessanter Weise wäre das hier ...
      Man kann sich das "in" hier im Zitat mit dazu denken, dann passt es in interessanter Weise wieder. Zur Sprechverkürzung verzichtet man häufiger auf bestimmte sprachliche Elemente, woraus sich eigene (zusammengezogene) Begriffe ergeben, die den Sinn immer noch vollständig und zudem zeit- u. platzsparend (ging auch: Platz sparend) transportieren. Allerdings wird im Beispiel Weise durch Großschreibung und Alleinstehung in den Vordergrund gehoben, soll aber glaube mehr interessant sein als eine bestimmte Weise reklamieren (gehoben beanspruchen).

      hel schrieb:

      interessanter Weise wäre das hier Leid und Unterdrückung -
      Vielleicht möchte man aber Fokus auf das in einer definierten Weise Verbundene legen. Substantive fallen in deutschen Sätzen einfach mehr auf allein wegen der Großschreibung. Nicht zuletzt folgt die Sprachelementeauswahl innerpsychischen Bedingungen, Vorlieben.
      "sicherheitshalber" in bestimmter Weise - wenn man das allererste Mal auf sowas trifft - ist gewöhnungsbedürftig, ist der Gewöhnung bedürftig, substantivgläubigkeit schwindet, weicht auch Sprachnormen über längere Zeit auf, entwickelt eine stilistische Eleganz usw. .

      kunnukun schrieb:

      Ich glaube, dass überhaupt Aussagen - ob 'subjektiv gestaltet' oder nicht -, Botschaften oder Interpretationen nebensächlich - jedenfalls nicht wesentlich - für Kunst i.U.z. Wissenschaft sind.
      Das "reine Empfinden" und gefühlsmäßige Wirken Lassen würde ich als komplexe Beziehungsaufnahme zum Kunstwerk verstehen und dem gegenüber durchaus eine Reflektion setzen, die sich auf Einzelheiten in/aus dieser Komplexität bezieht, bestimmte Aspekte herausgreift. Das Spiel kann man so oft wiederholen, wie man mag, es heißt ja, man entdecke an/in einem Bild immer wieder Neues. Dazu muss (?) man sich aus der vorangegangenen Spezifik der Betrachtungsweise lösen ... (tut man das in der Wissenschaft nicht auch?) , also gibt ja Fälle, wo man Kunstwerke total ablehnt, verbieten will, rechtlich belangen will den Erzeuger der Kunst, diesen gleich mit seinem Kunstausdrucksobjekt auf eine Stufe stellt undzwar vernichtend. Was ist da passiert mittels KUNST? Ich meine: In jedem Werk stecken Interpretationsangebote, die in einem Betrachter selber versteckt sind und erweckt werden.
      Im Namen der Weltseele deren Tochter und Mutter
      Die Wiesenschaft der Liebe zur Weisheit ist eine erhabene, elegante und m.a. befriedigende Beschäftigung für den Geist.
      Was ich wirklich denke, darf ich hier eh nicht schreiben ?
    • Celeritas schrieb:

      Was ist da passiert mittels KUNST? Ich meine: In jedem Werk stecken Interpretationsangebote, die in einem Betrachter selber versteckt sind und erweckt werden.
      Ja, aber das ist alles keine Botschaftenübermittlung und kein Lesen. Man nimmt strukturiert wahr. Das ist weit entfernt von "Er wollte damit sagen, dass ..." Ich brauche häufig keine Botschaft, um wahrzunehmen.
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    • Botschaft war ja nur als ein Aspekt von vielen gemeint.

      kunnukun schrieb:

      Man nimmt strukturiert wahr. Das ist weit entfernt von "Er wollte damit sagen,
      Strukturiert, was heißt denn das? Es gibt Künstler, die wollen was mit ihrer Kunst "sagen", sie nehmen, wenn sie das Zeug ausstellen, teil damit am Kommunikationsprozess bzw. starten sogar solchen.
      Im Namen der Weltseele deren Tochter und Mutter
      Die Wiesenschaft der Liebe zur Weisheit ist eine erhabene, elegante und m.a. befriedigende Beschäftigung für den Geist.
      Was ich wirklich denke, darf ich hier eh nicht schreiben ?
    • Celeritas schrieb:

      Es gibt Künstler, die wollen was mit ihrer Kunst "sagen",
      Ja, klar, gibt es. Aber in Schulen tut man so, als wäre es das, worum es hauptsächlich geht. Kunst für 'politische Bildung'. Damit wurden Generationen geradezu verblödet. Wenn mir einer etwas sagen will, soll er es tun ... und mir kein 'Objekt' oder Bild oder Song ... vorsetzen.
      Metaphern stinken
    • kunnukun schrieb:

      Celeritas schrieb:

      Es gibt Künstler, die wollen was mit ihrer Kunst "sagen",
      Ja, klar, gibt es. Aber in Schulen tut man so, als wäre es das, worum es hauptsächlich geht. Kunst für 'politische Bildung'. Damit wurden Generationen geradezu verblödet. Wenn mir einer etwas sagen will, soll er es tun ... und mir kein 'Objekt' oder Bild oder Song ... vorsetzen.
      Kunst und Musik mobilisieren intellektuelle (weil Rätsel spannend sind) und emotionale (weil Einbettung gut tut) Ressourcen.
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • kunnukun schrieb:

      Ja, klar, gibt es. Aber in Schulen tut man so, als wäre es das, worum es hauptsächlich geht. Kunst für 'politische Bildung'. Damit wurden Generationen geradezu verblödet. Wenn mir einer etwas sagen will, soll er es tun ... und mir kein 'Objekt' oder Bild oder Song ... vorsetzen.
      Das kann ich nur bestätigen !
      Kunst in den Schulen sind grundsätzlich vom religiösen und auch vom politischen Geschehen, strikt abzutrennen
      Künstlerisch begabte und heranwachsende Kinder sollen das vorhandene künsterische Talent erweitern und nicht politisch oder gar religiöse Prägungen
      unterworfen werden, auf deutsch, das wäre bereits eine geistige Vergewaltigung am Kind und am künstlerischen Talent
    • kunnukun schrieb:

      in Schulen tut man so, als wäre es das, worum es hauptsächlich geht. Kunst für 'politische Bildung'. Damit wurden Generationen geradezu verblödet.
      Ja, ich wurde damit auch reichlich zugedröhnt. Andrerseits sehe ich Kunst als mitunter angeberisches und im Zweck rationalisiertes Ventil sich mal so richtig emotional auch verführend bis üble Gefühle bewussterweise! erzeugend über die Betrachter/Welt zuergießen. Kunst darf sich ja fast alles erlauben, der Künstler hat nun mit seiner Kunst einen Freifahrtschein über Ethische Belange großzügig hinweg zuspritzazieren. Provozierende Kunst gibts ja genug. Liegt da nicht eine Politik drin versteckt? oder ein Verarbeiten solcher. Politische Missstände werden doch eben auch künstlerisch gerne verarbeitet.

      Weil weiter oben schon erwähnt:
      noz.de/deutschland-welt/vermis…rd-an-emmett-till-fuehrte
      monopol-magazin.de/proteste-ge…einer-weissen-kuenstlerin
      Die Abhängigkeit hier der weißen Frau vom weißen Mann führte erst zur Lüge, dann zum Mord, dann zum Bild, dann zur Aufregung über dieses Bild.
      Lügen dieser Art um Ehemänner zu ärgern sind - wie ich meine - als ethnisch unabhängig zu betrachten. In dem Bild kommt die gesamte Geschichte nicht vor. Am Ende steht dann wieder ideologisch offene Feindschaft Frau ggn Frau bzw. wer die besseren Bedingungen habe und wer künstlerisch das "Maul deshalb halten sollte". Zickenstreit?
      "Es ist nicht akzeptabel, wenn eine Weiße schwarzes Leiden in Profit und Spaß umwand elt, obwohl dies schon lange geschieht und normal erscheint", schreibt Black in ihrem Statement. Auch auf Twitter wird der Fall diskutiert.
      Zwischenethnisch übergreifende Solidarität "aus Mitleid" wird als weitere Erniedrigung verstanden. Das hat Ähnlichkeiten bzw. genauste so zu verstehende Parallelen, mit dem: wenn man sagt, Frauen können sich nicht wirklich in Männer hineinversetzen und umgekehrt Männer verstehen Frauen nicht. Weiße Männer ... schwarze Frauen. Schwarze Männer ... weiße Frauen. Die größte Ethnie ist mir die Geschlechterethnie. Das würde ich mal gerne künstlerisch im Bild festhalten wollen. 2 Planeten und keine Gemeinsamkeit außer die Atmosphäre dazwischen? Der giftige Planet ist der .....
      o
      h, ich vermische hier mal wieder Ebenen unzulässigerweise .. ach den Bogen schaff ich hiermit in den Kreis:

      http://www.monopol-magazin.de/proteste-gegen-das-bild-einer-weissen-kuenstlerin schrieb:

      Die amerikanische Künstlerin Dana Schutz, geboren 1976, sagte Medienberichten zufolge am Dienstag: "Ich weiß nicht, wie es ist, als Schwarzer in Amerika zu leben, aber ich weiß, wie es ist, Mutter zu sein. Emmett war der einzige Sohn seiner Mutter." Die Vorstellung, dass dem eigenen Kind etwas zustoßen könnte, sei furchtbar. "Ich habe das Bild gemalt, weil ich Mitgefühl mit der Mutter des Opfers habe."
      geht also doch um ein "weibliches Thema Mutter-Kind-Verhältnis".
      Im Namen der Weltseele deren Tochter und Mutter
      Die Wiesenschaft der Liebe zur Weisheit ist eine erhabene, elegante und m.a. befriedigende Beschäftigung für den Geist.
      Was ich wirklich denke, darf ich hier eh nicht schreiben ?