Poetische Philosophie - Gedicht von Martin Heidegger

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    • Poetische Philosophie - Gedicht von Martin Heidegger

      Im Forum DiaLogos wurde unter Poetische Philosophie https://dialogos-philosophie.de/viewtopic.php?f=13&t=113 folgendes Gedicht von Martin Heidegger besprochen:

      1 Denken ist das Nahe-Wohnen,
      2 ist der stille Dank.
      3 Denken ist das edle Schonen,
      4 ist der kühne Rank.
      5 Eines Wegs der dunklen Zeichen,
      6 Kehren zwischen Nichts und Sein.
      7 Denken ist das Nie-Entweichen
      8 aus dem Bösen, vor der Pein.
      9 Denken ist ohn' greifend Fassen,
      10 ist ein Fragen frank.
      11 Denken ist Sich-sagen-Lassen,
      12 ist der kühle Trank
      13 Auf dem Weg, da sanft sich lichten
      14 Lichter ohne Zahl,
      15 Rosen ohn' Warum, die dichten,
      16 grüßend Strom und Tal.
      17 Denken bleibt dies Alles-Freyen,
      18 weiseloser Ruf,
      19 daß, die sterblich, seyend seyen:
      20 Heilem der Behuf.

      ************************


      Meine alltäglich, berechnende und damit provozierende Interpretation platziere ich lieber hier:


      Was ist der kühne Rank, in Zeile 4?Die Kehre; der Blick in den Abgrund,
      wie in Z. 5 bis 8 beschriebenen.
      Was wird frank und frei gefragt, in Z. 9 u. 10?Liebst Du mich?
      Was wird in Zeile 11 gesagt?Liebe mich! Unter Stöhnen in Zeile 12 bis 15.
      Was ist der Ruf, in Zeile 18?Der befreiende Ruf der La Petite Mort !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alltag ()

    • idea schrieb:

      Denken ist ohn greifend Fassen - H verliert sich in seinem Denken und im Nichts
      das würde ich anders sehen.

      Man verliert sich nur im Denken und in nichts, das man zum "Etwas" verklärt, wenn man begreifen und verstehen synonym nutzt. Da aber wahres denken, reines verstehen ist, ist Denken ein "Erfassen" ohne es greifen zu müssen.
      Er versucht hier Denken über das entwicklungspsychologisch inspirierte Begreifen zu setzen, indem es zwar etwas erfasst, aber davor nicht der Griff nötig war.

      Man hat sozusagen auf Basis des Begreifens eine Stufe erreicht, die nicht mehr mit einem symbolischen "greifen" eines Babys nach Dingen zu allegorisieren ist, sondern eine eigene Sphäre bildet, die zwar auch nicht erfassend ist, aber über dieses greifende hinaus geht.


      Ein schönes Gedicht im übrigen.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Alltag hat den Thread eröffnet, nicht ich.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • idea schrieb:

      Bist du kein Gärtner? 'der kühne Rank' - ist ein(e) Rank(e) der überallhinaufwächst.
      [...]
      Du ahnst es, ich habe keine Grünen Daumen.
      Lass mich die Zeile 1 bis 8 leicht umstellen:

      1/3 Denken ist das Nahe-Wohnen / edle Schonen,
      2/4 ist der stille Dank / der kühne Rank.
      **** Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der wie folgt beschriebenen ist:
      5/6 Eines Wegs der dunklen Zeichen, Kehren zwischen Nichts und Sein.
      7/8 Denken ist das Nie-Entweichen aus dem Bösen, vor der Pein.

      **** Die dunklen Zeichen ehren das Sterbliche, das zwischen Nichts und Sein liegt. Das passt doch recht alltäglich gut, meine ich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alltag ()

    • Alltag schrieb:

      idea schrieb:

      Bist du kein Gärtner? 'der kühne Rank' - ist ein(e) Rank(e) der überallhinaufwächst.
      [...]
      Du ahnst es, ich habe keine Grünen Daumen.Lass mich die Zeile 1 bis 8 leicht umstellen:

      1/3 Denken ist das Nahe-Wohnen / edle Schonen,
      2/4 ist der stille Dank / der kühne Rank.
      **** Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der wie folgt beschriebenen ist:
      5/6 Eines Wegs der dunklen Zeichen, ehren zwischen Nichts und Sein.
      7/8 Denken ist das Nie-Entweichen aus dem Bösen, vor der Pein.

      **** Die dunklen Zeichen ehren das Sterbliche, das zwischen Nichts und Sein liegt. Das passt doch recht alltäglich gut, meine ich.
      Ich möchte hier @idea recht geben: Das Denken, das überallhin hinaufwächst - "Denken ist [...] der kühne Rank" dürfte eine Metapher dafür sein, das wir wissenschaftlich-trocken "Evolution des Wissens" nennen.
      Denn schließlich haben wir Augen nicht WEIL es etwas zu sehen gibt, sondern DAMIT es etwas zu sehen gibt.
    • Alltag schrieb:

      vielleicht führt die Rank(e) zur Rose?
      Aber was ist mit den Zeilen 5 bis 8, sind die irgendwie wissenschaftlich-trocken oder gar evolutionär?
      Ich denke, dass er hier das Sein zum Tode anklingen lässt. Hier macht meines Erachtens deine "Kehre, Blick in den Abgrund" Sinn.
      Denn schließlich haben wir Augen nicht WEIL es etwas zu sehen gibt, sondern DAMIT es etwas zu sehen gibt.
    • Groot schrieb:

      Alltag hat den Thread eröffnet, nicht ich.

      Ja , das stimmt. Ich selbst habe gerade gesehen, dass es ja um das selbe Gedicht geht, was auch im Forum DiaLogos besprochen wird ;) Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn es auch hier besprochen wird...

      PS: ich nehme damit meinen eigen Beitrag aus dem Bereich Literatur/Musik hier heraus und bitte diesen nicht weiter zu beachten..sonst wäre es ja "doppelt gemoppelt" wie man so sagt...

      Ich hoffe bzw. würde aber mich gern dann dafür in die Diskussion hier "einmischen" und gern meine Meinung dazu "Protokoll geben" ;)
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)
    • Alltag schrieb:

      vielleicht führt die Rank(e) zur Rose?
      Aber was ist mit den Zeilen 5 bis 8, sind die irgendwie wissenschaftlich-trocken oder gar evolutionär?

      Ich würde mich gern in die Diskussion hier "einmischen" , wenn nichts dagegen spricht ;) ich habe mich ja bereits im anderen Forum dazu auch zu einigen Punkten geäußert.. wobei es mir eher um die "dichtenden" Rosen in Zeile 15 vor allem ging..unter anderem ^^

      Wie verhält sich hier philosophische Lyrik zu philosophischer Prosa? Denn einige Stichpunkte, die im Gedicht genannt werden, werden ja in Heideggers theoretischen/prosaischen Texten behandelt (also "Lichtung", "Fragen" , "Denken" ,usw.)
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)

    • @Alltag zu deiner ersten Frage: schwierig zu beantworten , da nicht klar ist was Heidegger unter "Rank" versteht
      zur zweiten Frage: schlicht: das Denken ein Fragen ist (aber was machen wir mit dem "frank"?)
      zur dritten Frage: das Denken ein Sich-Sagen-Lassen (des Seins) ist....
      zur vierten Frage: da Denken bei Heidegger Denken des Seins ist, wäre also Denken eine Art Ruf des Seins an den Menschen> ein Deutungsvorschlag von meiner Seite dazu

      Das erstmal zu Heidegger und das "dichterische Denken"...
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)
    • Eine kleine Ergänzung noch aus den Schwarzen Heften (Heidegger 2015, Band 97 der GA, S.198) zu diesem Thema:

      "Man erzählt sich jetzt Heidegger sei nur ein schlechter Dichter, aber kein Philosoph. Die so reden, sind gute Philosophen. Wer sind die denn, wenn das Geschick des Seyns die <Philosophie> hinter sich gelassen hat? Ein schlechter Dichter ist immerhin ein Dichter. Wie, wenn das schickliche Denken, das versucht, das Seyn zu denken, ein Dichten wäre? Und zwar ein Dichten, das nur das Einfache gesang- und bildlos sagte? also einfach und schlicht; d.h. in unserer Sprache <schlecht> und -recht? Was ist es dann um einen schlechten Dichter? Er könnte wenigsten vielleicht unterwegs zum Denken sein. Und die guten Philosophen? Sie besorgen die Geschäfte der Gedankenlosigkeit so gründlich, also gut, daß daran beim besten Mißwollen nichts mehr zu tadeln bleibt. Schlechte Dichter und gute Philosophen."

      Es handelt sich hier übrigens bei dem Zitat um die Schwarzen Hefte der 1940er Jahre...

      Und dabei fällt mir noch das Diktum Wittgensteins ein: "Philosophie dürfte man eigentlich nur dichten..."

      Ob das Heidegger auch so gesehen hätte?

      PS: Man könnte hier natürlich zum Vergleich auch Nietzsches Gedichte heranziehen ;) Heidegger hat sich ja selbst intensiv mit Nietzsche beschäftigt und kannte aller Wahrscheinlichkeit nach auch dessen Gedichte...
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)
    • Philosophist schrieb:

      Eine kleine Ergänzung noch aus den Schwarzen Heften (Heidegger 2015, Band 97 der GA, S.198) zu diesem Thema:

      "[...] Und zwar ein Dichten, das nur das Einfache gesang- und bildlos sagte? also einfach und schlicht; d.h. in unserer Sprache <schlecht> und -recht? [...]"
      Entlang dieses Gedankens von Martin Heidegger geht meine alltägliche Deutung des Gedichts.

      Alltag schrieb:

      Lass mich die Zeile 1 bis 8 leicht umstellen:

      1/3 Denken ist das Nahe-Wohnen / edle Schonen,
      2/4 ist der stille Dank / der kühne Rank.
      **** Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der wie folgt beschriebenen ist:
      5/6 Eines Wegs der dunklen Zeichen, ehren zwischen Nichts und Sein.
      7/8 Denken ist das Nie-Entweichen aus dem Bösen, vor der Pein.
      Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der in Zeile 5 bis 8 umschrieben ist: Die dunklen Zeichen ehren das Sterbliche, das zwischen Nichts und Sein liegt.

      Du @Philosophist sagst, 'Es handelt sich hier übrigens bei dem Zitat um die Schwarzen Hefte der 1940er Jahre...'. Ist Martin Heideggers Gedicht datiert? Vielleicht sogar mit Ortsangabe, wie bei einem Brief?

      Ich spekuliere, dass in der Formel "Rosen" der Schlüssel zu diesem Gedicht liegt. Es ist nicht eine bestimmte Rose, sondern Rosen! Durch die Rosen ist Martin grüblerisch nachdenklich gestimmt. Ist das Gedicht eine Widmung an seine Musen, inclusive Philo-Sophie?

      Nachtrag, @Philosophist, obiges ist eine Antwort auf Deinen (nachfolgend zitierten) Beitrag, obwohl ich ihn erst jetzt gesehen habe.

      Philosophist schrieb:

      Alltag schrieb:

      vielleicht führt die Rank(e) zur Rose?
      Aber was ist mit den Zeilen 5 bis 8, sind die irgendwie wissenschaftlich-trocken oder gar evolutionär?
      Ich würde mich gern in die Diskussion hier "einmischen" , wenn nichts dagegen spricht ;) ich habe mich ja bereits im anderen Forum dazu auch zu einigen Punkten geäußert.. wobei es mir eher um die "dichtenden" Rosen in Zeile 15 vor allem ging..unter anderem ^^

      [...]
    • Für alle , die es vielleicht interessiert. Das Gedicht ist zu finden im Band 81 der HGA, und zwar auf S.23.

      @Alltag: Und dann müsste ich mal schauen , aus welchem zeitlichen Kontext es stammt bzw. ob man da mehr darüber erfährt dann...

      PS: Ich vermisse ein Kommentar von Fliege zu diesem schönen Gedicht von Heidegger ;)
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)
    • Philosophist schrieb:

      Ich vermisse ein Kommentar von Fliege zu diesem schönen Gedicht von Heidegger ;)
      Ich schließe mich Richards Anmerkung an. :)

      Richard schrieb:

      Dieses Gedicht würde ich unter "Holzwege" verbuchen. Heidegger ist dabei wohl seiner eigenen Begrifflichkeit auf den Leim gegangen.
      "Wir alle, die wir in freien und offenen Gesellschaften leben wollen [...]: Wir alle haben ein Problem mit dem Islam" (Heiko Heinisch; in: The European, 20. Januar 2015). — "Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat kürzlich als Zeuge vor Gericht in Paris gesagt, der Antisemitismus sei Teil der islamischen Kultur, er werde im Koran, in den Moscheen und in den Familien verbreitet" (FAZ, 11. Dezember 2017). — "Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht verwirkt."
    • Fliege schrieb:

      Philosophist schrieb:

      Ich vermisse ein Kommentar von Fliege zu diesem schönen Gedicht von Heidegger ;)
      Ich schließe mich Richards Anmerkung an. :)

      Richard schrieb:

      Dieses Gedicht würde ich unter "Holzwege" verbuchen. Heidegger ist dabei wohl seiner eigenen Begrifflichkeit auf den Leim gegangen.

      Ah verstehe :)

      Vielleicht sollte man noch einen Thread zu Nietzsches Gedichten hier aufmachen? (und diese dann mit Heideggers Gedichten vergleichen ^^ ?)

      Wäre vielleicht keine schlechte Idee....oder sind Nietzsches Gedichte auch unter derselben Rubrik ("Holzwege") automatisch zu verbuchen? ;)
      "Aber es ist nicht so, daß auf der einen Seite der Philosoph und auf der anderen der Sophist stünde, sondern weil die Philosophie wesentlich eine menschliche, d.h. endliche Möglichkeit ist, deshalb steckt in jedem Philosophen ein Sophist." (Heidegger, Gesamtausgabe Band 27, S.24)

      "ρητορευεις εν φιλοσοφοις και φιλοσοφεις εν ρητορσι, και ουτε σοι το φιλοσοφον αρρητορευτον- αχαρι γαρ -ουτε το ρητορικον αφιλοσοφον -ακλυτον γαρ-" (Aus einem bisher unübersetzten Text)
    • Philosophist schrieb:

      Fliege schrieb:

      Philosophist schrieb:

      Ich vermisse ein Kommentar von Fliege zu diesem schönen Gedicht von Heidegger ;)
      Ich schließe mich Richards Anmerkung an. :-)

      Richard schrieb:

      Dieses Gedicht würde ich unter "Holzwege" verbuchen. Heidegger ist dabei wohl seiner eigenen Begrifflichkeit auf den Leim gegangen.

      Ah verstehe :)

      Vielleicht sollte man noch einen Thread zu Nietzsches Gedichten hier aufmachen? (und diese dann mit Heideggers Gedichten vergleichen ^^ ?)

      Wäre vielleicht keine schlechte Idee....oder sind Nietzsches Gedichte auch unter derselben Rubrik ("Holzwege") automatisch zu verbuchen? ;)
      Heidegger variiert in seinem Poem m. E. bloß seine Lieblingsmotive und das leider etwas steif und ohne Esprit. Bei Lukrez, Goethe und Nietzsche ist das möglicherweise anders. :rolleyes:
      "Wir alle, die wir in freien und offenen Gesellschaften leben wollen [...]: Wir alle haben ein Problem mit dem Islam" (Heiko Heinisch; in: The European, 20. Januar 2015). — "Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal hat kürzlich als Zeuge vor Gericht in Paris gesagt, der Antisemitismus sei Teil der islamischen Kultur, er werde im Koran, in den Moscheen und in den Familien verbreitet" (FAZ, 11. Dezember 2017). — "Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht verwirkt."