Manifest für die Große Sehnsuchtskunst

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    • Manifest für die Große Sehnsuchtskunst

      Hier das Manifest für die Große Sehnsuchtskunst! Es soll hier als Gesprächsgrundlage dienen, um sich existenzialphilosophisch darüber auszutauschen, was Philosophie und Kunst,
      was Selbstmacht und radikal-existenzielles Lebenskünstlertum heute für das Individuum bedeuten. Hier mein Ruf an die echten Künstler dieser Welt: Seid bereit! Die Herrschaft der Kunst kommt!"

      youtube.com/embed/TQaSamvY748




      Dank an die Filmproduktion Leipzig
    • Konstanze Caysa schrieb:

      Hier das Manifest für die Große Sehnsuchtskunst! Es soll hier als Gesprächsgrundlage dienen, um sich existenzialphilosophisch darüber auszutauschen, was Philosophie und Kunst,
      was Selbstmacht und radikal-existenzielles Lebenskünstlertum heute für das Individuum bedeuten. Hier mein Ruf an die echten Künstler dieser Welt: Seid bereit! Die Herrschaft der Kunst kommt!"

      youtube.com/embed/TQaSamvY748
      Im Video forderst Du jene, die als Kunstphilosophen gelten wollen dazu auf, aus normalen Denkgewohnheiten auszubrechen und das Aussergewöhnliche im Gesamtkunstwerk ihres Lebens und Kunstschaffens zu wagen.

      Hierzu passt auch der Satz aus Dr. Konstanze (ehem. Schwarzwald jetzt) Caysa, Empraktische Transdisziplinarität - HGB Leipzig: »Die Themen müssen also intrapersonell durchlebt sein – [müssen] noch vor jeder explizit theoretisch-wissenschaftlichen Explikation gedacht sein und ursprungsgerichtet existenzialanalytisch rückverfolgt werden, um in einen interpersonellen Diskurs expliziert werden zu können.«

      Dabei gehe es nicht darum einen Tabubruch in Richtung Formlosigkeit, sondern einen solchen gegenüber der zu Zeit "herrschenden" Formlosigkeit in Richtung Form zu begehen.

      Kant schrieb (KdU, Kapitel 6:) [Einleitung] «VIII. Von der logischen Vorstellung der Zweckmäßigkeit der Natur: An einem in der Erfahrung gegebenen Gegenstande kann Zweckmäßigkeit vorgestellt werden: entweder aus einem bloß subjektiven Grunde, als Übereinstimmung seiner Form, in der Auffassung (apprehensio) desselben vor allem Begriff, mit den Erkenntnisvermögen, um die Anschauung mit Begriffen zu einer Erkenntnis überhaupt zu vereinigen;«

      Die Aussage »aus einem bloß subjektiven Grunde, ... seiner Form, in der Auffassung (apprehensio) desselben vor allem Begriff« zeigt, dass die ästhetische Urteilskraft bezügliche der Form »einen bloß subjektiven Grund« hat.

      Wenn Sehnsuchtskunst sich wieder nach Stil und Form ausstrecken soll, dann muss also dieser »bloß subjektive Grund«, auf welchem die ästhetische Urteilskraft die Form beurteilt umschrieben werden.

      Kant schrieb (KdU, Kapitel 5:) »Ebenso macht derjenige, welcher in der bloßen Reflexion über die Form eines Gegenstandes, ohne Rücksicht auf einen Begriff, Lustempfindet, obzwar dieses Urteil empirisch und ein einzelnes Urteil ist, mit Recht Anspruch auf jedermanns Beistimmung; weil der Grund zu dieser Lust in der allgemeinen obzwar subjektiven Bedingung der reflektierenden Urteile, ...«

      »Macht mit Recht Anspruch auf jedermanns Beistimmung« ist vielleicht nicht identisch mit »Hier mein Ruf an die echten Künstler dieser Welt: Seid bereit! Die Herrschaft der Kunst kommt!« Geht aber in die gleiche Richtung eines »Anspruchs auf jedermanns Beistimmung«.

      Die Frage bleibt nun: Auf welcher Grundlage kann solches heute geschehen ?

      »Weil der Grund zu dieser Lust in der allgemeinen obzwar subjektiven Bedingung der reflektierenden Urteile« liegt, war Kants Antwort.
    • idea schrieb:

      Worin liegt die Herrschaft der Kunst
      Konstanze Caysas Anliegen einer Herrschaft ihres neuen Paradigmas ist nicht primär, sondern das Kratzen am vorherrschenden des »Performativen«. Im Vorwort vom Februar 2016 zu Denken des Empraktischen - ReadingSample - beck-shop.de schreiben Konstanze Caysa und Harko Benkert: »Im Augenblick dominieren in der Philosophie Theorien des Performativen. Wir gehen von der These aus, dass sich das Performative im Empraktischen gründet, weshalb das Empraktische als das Ursprüngliche, Authentische gegenüber dem Performativen erscheint. Wir denken, es gibt keine Performance ohne empraktische Erinnerung. Gerade für westeuropäische Kulturen ist die Höherschätzung des Performativen typisch. Dem entspricht in unserer Kultur die Dominanz des Apollinischen gegenüber dem Dionysischen, des Künstlichen gegenüber dem Natürlichen, die Dominanz des technologisch Inszenierten gegenüber dem instinktiv Vollzogenen, wie auch die Dominanz des Sehsinns gegenüber allen anderen Sinnen, was Nietzsche als Dekadenzerscheinung und Verblödung der Sinne kritisierte.«

      Wir müssten uns auch fragen, wieso ihr Anliegen einen Widerstand auslöst.
    • Friederike schrieb:

      Hier hatten wir das Manifest doch schon einmal, nur unter anderer Überschrift.
      Es macht den Eindruck (und das machte es schon damals), als ob sich durch Konstanzes Anliegen viele hier im Philosophie-Raum gekränkt fühlen würden. Die entsprechenden Kurznachrichten als Reaktion auf ihr Statement zeugen ja auch von einem eingeschränkten philosophischen Horizont, der eher resistent gegen Öffnungen ist und sich primär mit Besitzstandswahrung beschäftigt.
    • Philodendron schrieb:

      Es macht den Eindruck (und das machte es schon damals), als ob sich durch Konstanzes Anliegen viele hier im Philosophie-Raum gekränkt fühlen würden. Die entsprechenden Kurznachrichten als Reaktion auf ihr Statement zeugen ja auch von einem eingeschränkten philosophischen Horizont, der eher resistent gegen Öffnungen ist und sich primär mit Besitzstandswahrung beschäftigt.
      Hi Phil, auf mich machte es eher den Eindruck, es solle neu promoted werden. Nicht jedoch aus dem von Dir genannten Grund. Falls ich mich irre, umso besser. :)
    • Friederike schrieb:

      Hier hatten wir das Manifest doch schon einmal, :D nur unter anderer Überschrift.
      Ja genau, ich hatte auch das Gefühl - hm vielleicht kamen nicht die richtigen Antworten, aber die user hier sind keine anderen geworden, oder doch, jeder ändert sich doch jede Minute ;)

      Philodendron schrieb:

      Die entsprechenden Kurznachrichten als Reaktion auf ihr Statement zeugen ja auch von einem eingeschränkten philosophischen Horizont, der eher resistent gegen Öffnungen ist und sich primär mit Besitzstandswahrung beschäftigt.
      Ach nein, ich fühle mich z.B. nicht gekränkt und finde das Thema spannend, aber ich weiß nicht worauf Konstanze wirklich hinaus will, sie hat ja nur ihren Beitrag gepostet, doch du wirst das schon richten... ich halte mich zurück.