Kunstwerkebesprechungen von Meisterwerken verschiedener Künstler und Epochen.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo sammler, soll ich dir etwas sagen ? Der junge Körper und diese schönheit die das Bild austrahlt, weist uns auf das Herz auf. Es ist der kosmische Herzschlag, der Leben erschaft, und seine natur ist die Liebe. Deshalb ist das die größte treibende Kraft in dieser Welt und im ganzen Universum. Wenn das Herz schlägt, zieht er sich zuerst nach innen, und erst dann nach außen.

      Die Materialisten sind narren, auf diese Weise ist die erste Bewegung gestartet, der große Knall. Sie suchen immer da draußen, und erfinden neue geräte damit die kleinere Teile beobachten und messen können, und was finden die ? Die finden noch kleinere Teilchen, und deshalb erfinden die neue geräte, damit die weiter forschen können, und was werden die finden ? Ich dir was, sie finden wieder kleinere Teilchen, weil es kein Ende hat. Alle diese kleinere teilchen die sie finden werden, beinhalten ein ganzes Universum. Dabei suchen die Unbewusst das Leben, sie sollten nach innen schauen. Weisst du warum keine klarheit herrscht, was in Wirklichkeit das Problem ist, für das ganze durcheinander ?

      Das kommt weil das Leben kein besitz ist, kein haben. Wir besitzen zwar einen Körper, doch wir leben, und das ist ein Zustand, genau das ist das Sein. Wir haben keine Seele, sondern wir sind eine Seele, mit einen Körper. Deshalb sagen wir auch mein Bein, mein Arm, mein Körper, und wenn es momente gibt, wo wir egoistisch denken, sagen wir, mein Leben. Genau das ist es.

      Leonardo hat die Gestallt des Johannes unbewusst so gemalt, er war auch so einer der im tiefen Wasser tauchte...und er ist sehr tief getaucht.

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Homer ()

    • ...Leonardo verachtete die damalige Sichtweise des Christentums, deshalb hat Leonardo den Johannes den Täufer als Jüngling gemalt. Sie trennten die Liebe vom Eros, und was ist dann rausgekommen ? Lebende Leichen, man sieht es wenn wir die damalige Bilder der Christen ansehen, sie strahlten nur misere aus, genau wie deren Weltanschauung. Ohne den Eros findet keine Schöpfung statt, keine Geburt. Der Eros hält jung, deshalb hat er ihn so gemalt. Johannes ist zwar älter geworden, doch sein Herz ist jung geblieben, genau wie sein Herzschlag.

      Grüße
    • sammler schrieb:

      data.ukiyo-e.org/mfa/images/sc129310.jpg
      Utagawa Hiroshige, Die Station Otsu ca. 1848/49

      Ich persönlich finde den Weg der hier diagonal verläuft sehr auffallend. Was fällt euch auf?
      Ihr könnt auch gerne selbst Bilder zur Besprechung und Interpretation hereinstellen.
      das japanische Bild sieht aus wie eines aus einem modernen Wimmelbuch für Kinder

      es gibt mehrere Szenen zu entdecken,
      die aber nicht miteinander zusammenhängen

      Szenerie 1:
      ein Dieb in Lumpen wird von der Bestohlenen verfolgt,
      aber von zwei Passanten gestellt

      Szenerie 2:
      ein Samurai kauft sich eine Schriftrolle in einer Art Buchladen,
      welcher glücklicherweise auch einen Jungen magisch anzieht

      Szenerie 3:
      eine Adelige lässt ihre beiden Dienerinnen die Einkäufe schleppen,
      während der arme Mann daneben seinen Korb selber auf dem gerkrümmten Rücken tragen muss

      Szenerie 4:
      ein zufriedener Händler zieht sein Packpferd hinter sich her

      von der Jahreszeit her ist es zeitiges Frühjahr,
      denn der Mandel(?)-Baum blüht ohne Blätter

      die Körperhaltung der Leute ist gut getroffen
    • sammler schrieb:

      Ein Bild einer fließenden Welt. Homer sprach ja schon die Tiefendimension der Diagonale an. Ich selbst erkenne sie erst jetzt!
      Unbekannt, womöglich auch U. H.

      Und die Menschen der Station Otsu gehen ja auch auf der Straße. Alles so sauber, auch hier, so nur mein persönlicher Eindruck, Schönheit der Bewegung. Mit scharfen Schnitten am äußeren Bildrand.
      das ist eine japanische Idylle

      im vorderen Teil stimmt allerdings die Perspektive nicht
      was am Baum liegen dürfte,
      der etwas symbolisieren soll
      (aus meiner europäischen Sicht das Leben,
      denn das Boot überquert den/die Styx)

      vielleicht stimmt auch die Struktur Y, sowie die Mischung aus R und X
      mit japanischen Schriftzeichen überein
      das Bild wäre dann eine gemalte Aussage
    • sammler schrieb:

      Als zweiter Vergleich von Degas. Auch hier wieder die Diagonale.
      Edgar Degas, Kutsche beim Rennen, 1869

      So und jetzt zieh ich die Handbremse an und harre der Dinge die da kommen.
      Ihr könnt gerne auch mal bebildern! Oder weiter kritisieren!

      Bilder verhüllen nicht, sondern entbergen. Begriffe entsagen nicht, sondern stehen für sich selbst.
      die Weite der Landschaft
      dargestellt in schönen Farben und schönen Kleidern

      es ist ein Feiertag für die Schöpfung
    • Homer schrieb:

      Leonardo da Vincis Johannes der Täufer


      das Bild ist ziemlich schwul

      warum das Johannes der Täufer sein soll,
      weiss ich nicht

      vielleicht,
      weil es eher zu Eros als zu Dionysos (Jesus) passt

      auf dem Cover meines Buches ist zwar die Geschlechtsumwandlung des Hermes zu sehen
      und die leitet auch zur Dreifaltigkeit und Perspektiventanz über,
      aber vergleichbares sehe ich nicht auf dem Leonardo
    • Hallo scilla. Ich sehe hier, bei allen Werken die Schönheit der Bewegung.
      Im ersten Bild fällt mir der Standpunkt des Betrachters auf. Deshalb keine räumliche Perspektive.
      Im ersten Bild von Degas fällt mir der Tanzlehrer auf als zentrales Motiv. Deshaslb keine Zentralperspektive.
      Im zweiten Bild von Degas fällt mir die Ausritttgesellschaft auf, deshalb räumliche Perspektive.
      Im Bild von dem Strom und dem Baum wird für mich räumliche Tiefe durch ein Zentralmotiv unterbrochen und wird so zu einem Holzschnittmotiv.
      Im Bild von Johannes dem Täufer finde ich allegorische Tiefe als erstes Motiv. Er wird hier verjesuslicht, verdionysoslicht, als allegorisches Motiv, weil er Jesus nahe steht, wobei er ihm vorausgegangen ist, deshalb der schwarze Hintergrund.

      Alles Gute auch Dir, scilla.