Die Innenperspektive

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Die Innenperspektive

      Dieses Bild trifft die Perspektive des Solipsismus oder des radikalen Konstruktivismus sehr schön. Ist von Ernst Mach und entsteht quasi als Konsequenz aus dem, dass man für sich selbst ein System von Aussagen erdacht hat, welches die Welt abbildet.[Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b8/Ernst_Mach_Innenperspektive.png/800px-Ernst_Mach_Innenperspektive.png]
      Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende. - Johann Wolfgang von Goethe
      Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Subjekt aller Philosophie.
      Das Wort ist Ursprungsgewaltiger als die nominale Begriffsebene. Ein Wort ist immer ein reales Wort.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
    • Eben, eben. Der Systembegriff scheint mir etwas Statisches zu implizieren, etwas, das der Entwicklung nicht fähig zu sein scheint. Deswegen scheint es mir hilfreich zu sein, den Systembegriff nicht überzustrapazieren. Lebendiges Denken ist gefragt, auch wenn der Präzision halber auf Begriffe natürlich nicht verzichtet werden kann.

      Ich stelle hier folgende These auf: Es wäre eigentlich Aufgabe der Philosophie, die Wirklichkeit zu erklären, aber sie hat heutzutage als Fachwissenschaft längst nicht mehr die Kompetenz dafür. Der Blick der heutigen universitären Philosophen ist zu eingeengt. Wer oder was schuld an diesem Zustand ist, bliebe zu erfragen.
      Man weiß nie genug, und vielleicht ist genau dieser Mensch, dem ich gerade begegne, der Engel, der mir die Augen öffnet.
    • die dynamik und anpassungsfähigkeit der energone entscheidet über ihr überleben.
      es benötigt energie. es kann zerstörerisch oder in weitgehender symbose agieren. es kann langsam wachsen oder schnell etc.
      lohnt sich mal durchzulesen. Darwin lässt grüssen.
      Ein statisches system ist mit altersstarrsinn zu vergleichen.

      es vielleicht noch ein interessanter Hinweis-dass auf Stelen aus Babylon Priester Halb Fisch halb Mensch dargestellt sind.
      Die Christen haben dieses Symbol später auch verwendet. nur am Rande

      Ein anderes Feld der Untersuchung sollte sein -wie sich kosmische Einflüsse auf die Mutationsfreudigkeit auswirkt. Wir leben ja
      nicht unter einer Käseglocke. Kosmische Ereignisse haben tatsächliche Auswirkungen. Ich spreche auch gerne von einem

      OFFENEN GESTEUERTEN SYSTEM -

      hier zwei buchempfehlungen
      Files

      The post was edited 2 times, last by OrloZ ().

    • HumbleThinker wrote:

      Eben, eben. Der Systembegriff scheint mir etwas Statisches zu implizieren, etwas, das der Entwicklung nicht fähig zu sein scheint.
      Das sehe ich nicht so. Prozesstheologie, Whitehead, Farela/Maturana oder Luhmann zeigen das exakte Gegenteil.

      HumbleThinker wrote:

      Ich stelle hier folgende These auf: Es wäre eigentlich Aufgabe der Philosophie, die Wirklichkeit zu erklären, aber sie hat heutzutage als Fachwissenschaft längst nicht mehr die Kompetenz dafür. Der Blick der heutigen universitären Philosophen ist zu eingeengt. Wer oder was schuld an diesem Zustand ist, bliebe zu erfragen.
      ja, dem würde ich zustimmen. Die Eingeschränltheit der analytischen Philosophie ist daran Schuld.
      Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende. - Johann Wolfgang von Goethe
      Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Subjekt aller Philosophie.
      Das Wort ist Ursprungsgewaltiger als die nominale Begriffsebene. Ein Wort ist immer ein reales Wort.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
    • Das Zentrum unseres Bewusstseinfeldes wird immer von unserem Selbst (konstitutiv) besetzt gehalten.
      Deshalb zeigt sich die Realität nur bruchstückhaft.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
      "Wenn der, der zuhört, nicht weiß, was der, der spricht, meint, und der, der spricht, nicht weiß, was sein Sprechen bedeutet - das ist Philosophie". (Voltaire zugeschrieben)
    • Groot wrote:

      Das sehe ich nicht so. Prozesstheologie, Whitehead, Farela/Maturana oder Luhmann zeigen das exakte Gegenteil.
      Das nehme ich als Anregung auf.


      Groot wrote:

      Die Eingeschränltheit der analytischen Philosophie ist daran Schuld.
      Das kann Teil des Problems sein. Wobei zu berücksichtigen wäre, daß wir generell in einer Welt der Spezialisierung leben. Man kann es vielleicht so sehen: Der Generalist weiß über viele Dinge relativ wenig, der Spezialist weiß über wenige Dinge relativ viel. Wenn man das konsequent weiter denkt, dann käme heraus: Der Generalist weiß nichts über alles, und der Spezialist weiß alles über nichts.
      Beides sollte natürlich vermieden werden, aber leider stehen heutzutage die Spezialisten höher im Kurs als die Generalisten, obwohl gerade jetzt Generalisten gebraucht würden.



      Hancock wrote:

      Das Zentrum unseres Bewusstseinfeldes wird immer von unserem Selbst (konstitutiv) besetzt gehalten.
      Deshalb zeigt sich die Realität nur bruchstückhaft.
      Richtig, aber zum Fatalisten werde ich deswegen nicht. Im Gegenteil, ich arbeite weiter an dem nicht erreichbaren Ziel.
      Man weiß nie genug, und vielleicht ist genau dieser Mensch, dem ich gerade begegne, der Engel, der mir die Augen öffnet.
    • Ähem, das ist ein Zitat aus "Was ist Religion?" von Keiji Nishitani, Insel 1982.

      Und deshalb brauchen wir Religion/Meditation.
      Täglich.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
      "Wenn der, der zuhört, nicht weiß, was der, der spricht, meint, und der, der spricht, nicht weiß, was sein Sprechen bedeutet - das ist Philosophie". (Voltaire zugeschrieben)
    • Groot wrote:

      Dieses Bild trifft die Perspektive des Solipsismus oder des radikalen Konstruktivismus sehr schön. Ist von Ernst Mach und entsteht quasi als Konsequenz aus dem, dass man für sich selbst ein System von Aussagen erdacht hat, welches die Welt abbildet.
      ist es nicht eher eine Perspektive die sich ein Realist vorstellen würde, wenn er über Konstruktivsten, etc. spricht?
      Für den Konstruktivsten oder gar den Solipsiten sieht die Welt aus, wie für den Realisten. Sie haben die gleiche Perspektive.

      Mach - den man heute wahrscheinlich dem konstruktivistischen Lager (falls es so was gibt) zuordnen würde, war hier imho nicht ganz konsequent (oder er versuchte mit Metaphysikren zu kommunizieren ;-))
    • magnetica wrote:

      Wer genau ist in diesem Kontext mit "Wir" gemeint? Jedes einzelne Individuum oder die Gesellschaft es Kollektiv betracht?
      Wir Menschen.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
      "Wenn der, der zuhört, nicht weiß, was der, der spricht, meint, und der, der spricht, nicht weiß, was sein Sprechen bedeutet - das ist Philosophie". (Voltaire zugeschrieben)
    • [Blocked Image: https://tse1.mm.bing.net/th?id=OIP.T6DRoxNBkSMWM_q5-GiGuwEsDH&w=136&h=98&c=8&rs=1&qlt=90&pid=3.1&rm=2] Die innere Form belebt sich öffnend die Materie. Das ist für mich Existenz.

      [Blocked Image: https://tse3.mm.bing.net/th?id=OIP.M2a581e7eda7d32b4ba9696cc307570e2H0&w=112&h=145&c=7&rs=1&qlt=90&o=4&pid=1.1]

      Jeder ist ein Künstler, der innere Courage besitzt. Denn nur mit innerer Courage schätzt man sich und andere richtig ein. Hitler war ein Verschließer seiner inneren Form.