"Was ist die Grenze der Schönheit?"

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    • Nehmen wir mal an, Schönheit wäre bloß subjektiv und schön wäre, was jedem Einzelnen so gefällt. Wie sollte dann das Wort "schön" je zu seiner Bedeutung gekommen sein? In den Kopf der anderen können wir nicht schauen, wenn sie davon sprechen, dass sie dies oder das schön finden ...

      Wir könnten dann nie die Grenze zum Schönen überschreiten und wüssten keine Sekunde, wovon die anderen überhaupt sprechen, wenn sie das Prädikat "schön" nutzen.
    • Jörn schrieb:

      Nehmen wir mal an, Schönheit wäre bloß subjektiv und schön wäre, was jedem Einzelnen so gefällt.
      Es fällt ja niemand vom Himmel, es hat also das soziale Umfeld einen großen Anteil daran, was wir später als schön empfinden.

      Dazu kommt: genetisch bedingt, womöglich weil für das Überleben nützlich, setzen wir z.B. Symmetrien mit Gesundsein gleich - was ein Überlebensvorteil sein kann, zumindest unsere instinktive Wahl eines Fortpflanzungspartners beeinflussen könnte.

      usw.

      Kurzum: "bloß subjektiv" ist ja nicht gleichzusetzen mit "bloß willkürlich" oder gar "bloß zufällig".
      Worauf gezeigt wird, ist unabhängig davon was darüber gedacht wird, nicht was darunter verstanden wird.
    • Jörn schrieb:

      ... das was du sagst, ändert nicht daran, dass wir nicht in die Köpfe der anderen schauen können, so dass ein Gespräch über schönes nie in Gang kommen könnte, wenn es bloß subjektiv wäre.
      Also geht es Dir um Grundsätzliches, nicht nur darum, wie es sein kann, dass man über "Schönheit" sprechen kann - oder siehst Du Schönheit als einen Sonderfall an?
      Worauf gezeigt wird, ist unabhängig davon was darüber gedacht wird, nicht was darunter verstanden wird.
    • Schönheit kennt keine Grenzen. Es gibt pervertiertes Ästhetik-Empfinden. Es soll schon vorgekommen sein, dass Gewalt oder Mord als schön empfunden wurden.

      Ich glaube, dass Schönheit etwas gänzlich Subjektives ist und durch die Sinne, wie durch die Vernunft erfahren werden kann.
      Die Antike hat versucht das objektiv Schöne zu erschaffen. Dieses Schönheitsempfinden gründete sich auf eine Wertelehre, in der Anmut und Würde, Sittlichkeit und Tugendhaftigkeit von großer Bedeutung waren.
      Heutzutage in der pluralistischen Welt sehen wir, da es Glaubenskriege und Uneinigkeit gibt, dass von manchen die Burka von anderen der Bikini als schön empfunden wird.
      Konsens zwischen den Menschen lässt sich meist nur in der Natur finden. Da gibt es Farben und Formen die von Menschen auf der ganzen Welt als schön empfunden werden. Möge es sich dabei um eine schöne Blume einen schönen Sonnenuntergang handeln.
      Ich bin mir nicht sicher, ob dieses objektive Schönheitsempfinden antrainiert ist oder sich im Zuge des Älterwerdens bildet, denn Kinder nehmen oftmals entweder alles oder nichts als schön wahr. Die haben diese Melancholie der Erwachsenen nicht, bei der auf beinahe symbiotisch narzistische Art eine Blume oder ein Sonnenuntergang betrachtet wird.
      Kinder schenken der Blume keine verliebte Beachtung, sondern reissen diese im besten Fall in Form eines abgrenzenden Narzissmus noch aus.