Figals Skizze einer realistischen Phänomenologie

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    • Groot schrieb:

      Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales?
      Du weißt, was ein Use-Mention-Fehler ist?In diesem Fall: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Nichts" im Geist ist, gibt es Nichts nicht. (Oder: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Atombombenexplosion über Berlin" im Geist ist, gibt es Atombombenexplosion über Berlin nicht.)
      Ich rede nicht vom Wort, sondern von der Tatsache, dass hier ein Physiologische Grenze ist, hinter der etwas ist, was wir aber nur als das Nichts oder wahlweise als Gott bezeichnen können.
      Nichts im Geist zu haben, würde auch nicht sonderlich attraktiv sein. ;)
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • Groot schrieb:

      future06 schrieb:

      Also suchen wir weiter nach dem Nichts...

      So wie ich das o.g. verstehe, befindet sich das Nichts nur im Geist (im Kognitiven), d.h. als Vorstellung. Es gibt also kein reales Nichts. Das Nichts wäre dann lediglich eine Umschreibung für die Erkenntnis, dass es nach dieser Grenze (siehe auch Beitrag 51) nichts mehr gibt. Ist das so zu verstehen?
      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales? Ich würde meinen Geist als sehr real einschätzen, du deinen doch wohl auch oder nicht?
      Um den use-mention-error zu vermeiden, solltest du zwischen der Vorstellung und dem Vorgestellten bzw. zwischen Referenz und Objekt oder auch zwischen Intension und Extension unterscheiden. Ansonsten wird das nichts mit der Klärung, was du unter dem Nichts vestehst.

      Groot schrieb:

      nicht als Vorstellung, es ist eine physiologische Grenze, die dem Denkenden vorgesetzt ist. Es ist eher eine Art physiologische Grenze, in der sich die klar strukturierten Gedanken, auf Grund der in ihnen gefassten Komplexität ins Nichts verrennen - weil sie gänzlich tautologisch bzw. gänzlich antinomisch werden und damit Inhaltsleer.

      Es ist nicht wirklich eine Umschreibung, weil da ist ja faktisch nichts was noch zu denken möglich wäre - es ist dann aber eben möglich dieses Nichts insofern auszugrenzen - also irrelevant zu machen, indem man es von innen, also von der Richtung aus der man denkend auf das Nichts gestoßen ist, durch Theorien ins gänzlich Jenseitige des Denkens verschiebt und es da belässt. Es wird dann als das Nichts zum UrGrund für Mystik und dient als Erklärung für den ganzen Religionsmist der sich so angehäuft hat.
      Jetzt wird es wieder recht nebulös und vieldeutig bzw. zirkulär.
      Weiter oben hast du geschrieben:

      "Es gibt schlicht nicht mehr, ausser eben die Tatsache, dass im kognitiven dieser Ort existiert und dieser Ort mit "das Nichts" oder in anderer Konstellation mit dem Begriff "Ursprung des Ursprung des Ursprungs"(was dann etwas göttliches wäre) belegt ist"

      Gibt es hinter dieser Grenze also etwas oder gibt es nichts? Du musst dich schon entscheiden.

      Ist das Nichts nur eine Metapher für das Konzept 'es gibt hinter dieser Grenze nichts mehr', somit eine Vorstellung, oder ist das Nichts etwas, das hinter dieser Grenze existiert, aber nicht erkannt werden kann. Falls letzteres der Fall ist, sollte man es eher das Nichterkennbare nennen, um sinnlose und widersprüchliche darauf aufbauende Gedankengänge zu vermeiden.
    • Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales?
      Du weißt, was ein Use-Mention-Fehler ist?In diesem Fall: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Nichts" im Geist ist, gibt es Nichts nicht. (Oder: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Atombombenexplosion über Berlin" im Geist ist, gibt es Atombombenexplosion über Berlin nicht.)
      Ich rede nicht vom Wort, sondern von der Tatsache, dass hier ein Physiologische Grenze ist, hinter der etwas ist, was wir aber nur als das Nichts oder wahlweise als Gott bezeichnen können.
      Nichts im Geist zu haben, würde auch nicht sonderlich attraktiv sein. ;)
      Hier stellt sich dann ganz besonders die Frage nach der Existenz des Nichts :)
    • future06 schrieb:

      Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales?
      Du weißt, was ein Use-Mention-Fehler ist?In diesem Fall: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Nichts" im Geist ist, gibt es Nichts nicht. (Oder: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Atombombenexplosion über Berlin" im Geist ist, gibt es Atombombenexplosion über Berlin nicht.)
      Ich rede nicht vom Wort, sondern von der Tatsache, dass hier ein Physiologische Grenze ist, hinter der etwas ist, was wir aber nur als das Nichts oder wahlweise als Gott bezeichnen können.
      Nichts im Geist zu haben, würde auch nicht sonderlich attraktiv sein. ;)
      Hier stellt sich dann ganz besonders die Frage nach der Existenz des Nichts :)
      Hätte Heidegger gesagt, das Loch existiert im Sein des Nichts, hätte man sich über eine gelungene Existenzialisten-Paraodie amüsiert und alles wäre gut gewesen.
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • future06 schrieb:

      Um den use-mention-error zu vermeiden, solltest du zwischen der Vorstellung und dem Vorgestellten bzw. zwischen Referenz und Objekt oder auch zwischen Intension und Extension unterscheiden. Ansonsten wird das nichts mit der Klärung, was du unter dem Nichts vestehst.
      ich Unterscheide hier klar, wäre ja absurd das nicht zu tun. Nur ist das, was im Gehirn real existiert und nur durch uns als der geistige "Bewohner" des Gehirns erkannt werden kann eben genauso real, wie Dinge die eine klare extension haben. Ich sehe diese Unterscheidung aber in erster Linie in der Unterscheidung Realität/Wirklichkeit, denn diese ist im Allgemeinen und nicht unnötigerweise, wie das bei Realisten der Fall ist, in jeder Dinglichen Entität mitzudenken.

      Ich würde übrigens sagen, dass das Nichts kein Objekt hat - man erkennt in sich nur die Grenze, die das, was nicht das Nichts ist, abgrenzt vom Nichts, diese dürfte zwar physiologisch sein, aber noch (sehr lange) nicht empirisch gezeigt.

      future06 schrieb:

      Jetzt wird es wieder recht nebulös und vieldeutig bzw. zirkulär.
      Weiter oben hast du geschrieben:

      "Es gibt schlicht nicht mehr, ausser eben die Tatsache, dass im kognitiven dieser Ort existiert und dieser Ort mit "das Nichts" oder in anderer Konstellation mit dem Begriff "Ursprung des Ursprung des Ursprungs"(was dann etwas göttliches wäre) belegt ist"

      Gibt es hinter dieser Grenze also etwas oder gibt es nichts? Du musst dich schon entscheiden.

      Ist das Nichts nur eine Metapher für das Konzept 'es gibt hinter dieser Grenze nichts mehr', somit eine Vorstellung, oder ist das Nichts etwas, das hinter dieser Grenze existiert, aber nicht erkannt werden kann. Falls letzteres der Fall ist, sollte man es eher das Nichterkennbare nennen, um sinnlose und widersprüchliche darauf aufbauende Gedankengänge zu vermeiden.
      Es gibt das Nichts für Uns Menschen, als Bewusst seiende Wesen hinter dieser Grenze - oder eben Gott.
      Es gibt mehr An sich selbst, was wir als Menschen jedoch immer nur als "Jenseitig" des Denkens bestimmen können, wobei wir dieses Nichts jenseits des Denkens begrenzen durch eben die Einsichten der Evolution, Systemtheorie, Quantenphysik und ART - An sich Selbst könnte man wohl sagen, es ist der quasi genauso Inhaltsleere Begriff Universum, nur dass dieser dann unschärfer ist, weil er ja zusätzlich noch das Denkbare und Anschaubare beinhaltet.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Fliege schrieb:

      Was ist von Figals Darlegungen zu halten?
      Wenn Figal schreibt:

      Figal schrieb:

      Wie Husserl in den Cartesianischen Meditationen betont, sei die „Transzendenz in jeder Form [...] ein immanenter, innerhalb des ego sich konstituierender Seinscharakter“. (3)
      Demnach ist die Realität des Transzendenten für Husserl in der Tat eine subjektive Realität im Sinne von Meillassoux’ Kritik.
      so geht das zumindest aus diesem und den vorhergehenden Husserl-Zitaten nicht unbedingt zwingend hervor. Was immer ich an Phänomenen real oder halluziniert ansehen will, muss von mir als Voraussetzung bewusst wahrnehmbar sein. Und keine Wahrnehmung für sich trägt irgendeinen Label "ist real" oder "nicht ernstnehmen, ich existiere nicht wirklich". Insofern es für mich zweifellos (also nach Husserls Sprachgebrauch immanent) ist, dass ich etwas erlebe, bedarf es eben einer zusätzlichen, nicht ganz zweifellosen Annahme, um zu entscheiden, welcher Status dem Erlebnis zukommt. Und wenn Figal dann noch schreibt, es sei problematisch "die Transzendenz auf ihre subjektive Bedeutung und so auf etwas Immanentes zu reduzieren", so würde ich antworten, dass es doch Aufgabe der Phänomenologie ist, strikt vom subjektiven Erleben auszugehen und möglichst Theorienbildung zu vermeiden.
      Aber das sieht Figal offensichtlich nicht so. Er sieht die Aufgabe der Phänomenologie als Reflexion der Korrelation von Erscheinen und Erscheinendem und will keine Reduktion auf das subjektive und immanente Erscheinen vornehmen:

      Figal schrieb:

      Dabei ist die reale [und nicht nur immanente] Realität nicht einfach nur so Realität, wie es für interessegeleitete Bezugnahmen in "natürlicher Einstellung" ist. Vielmehr wird sie als Realität in der Möglichkeit ihrer Transzendenz gesehen, indem sie phänomenologisch reflektiert wird.
      Das ist wohl so zu verstehen, dass er sich darüber phänomenologische Gedanken machen will, wie die Realität ins Bewusstsein kommt. Denn um zur Reflexion der realen Realität zu kommen bedient er sich wiederum Husserl, indem er über dessen Beispiel vom Hören von Tönen den Charakter des Transzendenten als räumlich-zeitlich strukturierte Außenwelt elaboriert und phänomenologisch genau das reflektiert, was Schulkinder in der Biologie von der Funktion des Ohres oder in Physik in der Akustik beigebracht bekommen. Insofern ganz vernünftig.
      Er schließt seinen Essay wie folgt:

      Figal schrieb:

      Zum Abschluss sei die Frage nach der Realität und dem realistischen Charakter der Phänomenologie noch einmal aufgenommen. Wie sich gezeigt hat, gehört die Realität als solche nicht als "Seinscharakter" wie Husserl sagt, zur Immanenz des reinen Bewußtseins, das entsprechend "innen" wäre. Es gibt kein mentales "Innen", aus dem heraus man sich auf die Dinge beziehen würde - so wie man sich aus einem Gebäude durch ein Fenster auf etwas "dort draußen" bezieht. Bezugnahme und Realität sind bei "außen". Subjektives Erscheinen und objektiv Erscheinendes sind beide Möglichkeiten des Raums.
      Das ist inhaltlich so ziemlich unangreifbar aber auch unverbindlich: man wird es im Kontext des Essays vermutlich als Bejahung einer realistischen Auffassung von Phänomenologie deuten können, aber mit dem Hinweis, dass wir bewusst nichts anderes als immanente Phänomene erleben - und dazu gehört Realität ja nicht, könnte er jederzeit eine Rückzugsposition einnehmen und Realität mitsamt der räumlichen Außenwelt lediglich als nützliches Konstrukt betrachten. Was Figal de facto aussagt ist m. E.: "Man kann das so oder so auffassen!". Was ja nicht falsch ist.

      Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es. (Bertrand Russell)
      Any philosophy that can be put in a nutshell belongs in one. (Hilary Putnam)
    • Dort existiert nicht nichts, es existiert etwas an sich. Aber für uns Menschen ist dieses etwas, das an dem Ort ist, notwendig das Nichts - außer man ist gläubig dann hängen da die Gottesvorstellungen rum und schlürfen Nektar und köstliches Ambrosia.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • hel schrieb:

      Er [Figal] sieht die Aufgabe der Phänomenologie als Reflexion der Korrelation von Erscheinen und Erscheinendem und will keine Reduktion auf das subjektive und immanente Erscheinen vornehmen:

      Figal schrieb:

      Dabei ist die reale [und nicht nur immanente] Realität nicht einfach nur so Realität, wie es für interessegeleitete Bezugnahmen in "natürlicher Einstellung" ist. Vielmehr wird sie als Realität in der Möglichkeit ihrer Transzendenz gesehen, indem sie phänomenologisch reflektiert wird.
      Das ist wohl so zu verstehen, dass er sich darüber phänomenologische Gedanken machen will, wie die Realität ins Bewusstsein kommt. Denn um zur Reflexion der realen Realität zu kommen bedient er sich wiederum Husserl, indem er über dessen Beispiel vom Hören von Tönen den Charakter des Transzendenten als räumlich-zeitlich strukturierte Außenwelt elaboriert und phänomenologisch genau das reflektiert, was Schulkinder in der Biologie von der Funktion des Ohres oder in Physik in der Akustik beigebracht bekommen. Insofern ganz vernünftig.
      Da wird also gängiger Lehrstoff aus Biologie und Physik mit einer phänomenologischen Aura ausgestattet und dem Publikum als großartiges Ergebnis phänomenologischer Reflexion präsentiert. Dieses Muster ist durchaus nicht neu. So wird Husserl nicht erst seit heute (und meines Erachtens zutreffend) vorgehalten, psychologische Betrachtungen üblicher Art (beispielsweise betreffs Bewusstseinsstrom, Aufmerksamkeitssteuerung, Ausbildung von Ich-Konzepten, Zeit-Vorstellungen usw.) zu einer apriorischen Pseudo-Psychologie aufzublasen, hübsch umzuverpacken und unter dem neuen Label "Phänomenologie" philosophisch zu vertreiben.

      Auch bei Figal findet sich dazu eine entsprechende Einlassung, indem Figal sagt (meine Unterstreichung): "Nur wenn die Phänomenologie von praktischer oder wissenschaftlicher Erfahrung grundsätzlich verschieden ist, kann sie einen besonderen Klärungsanspruch erheben" (S. 10, rechts Spalten, unten).

      Soll das heißen: Wir haben zwar nichts miteinander zu tun, doch ich gebe vor, was Sache ist?
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • Groot schrieb:

      Dort existiert nicht nichts, es existiert etwas an sich. Aber für uns Menschen ist dieses etwas, das an dem Ort ist, notwendig das Nichts - außer man ist gläubig dann hängen da die Gottesvorstellungen rum und schlürfen Nektar und köstliches Ambrosia.
      Ist das Hegels, Heideggers oder deine Auffassung?

      Warum dies notwendig das Nichts sein soll, ist mir unklar. Wenn schon, dann ist es das Nichterkennbare.

      Im Grunde sind wir jetzt aber bei Kants Ding an sich angelangt.
    • future06 schrieb:

      Ist das Hegels, Heideggers oder deine Auffassung?

      Warum dies notwendig das Nichts sein soll, ist mir unklar. Wenn schon, dann ist es das Nichterkennbare.

      Im Grunde sind wir jetzt aber bei Kants Ding an sich angelangt.
      meine Auffassung. Hegel setzt da einfach Gott und Heidegger einfach ein apriori jenseitiges, ähnlich wie das Luhmann macht.

      Adorno nennt den Bereich Nichtbegriffliches und beschreibt daneben noch das Nichtidentische, zu dem, was das Alles als Begriff fasst.(Für ihn ist das, wo es um die Probleme von Alles und Nichts geht aber auch pathologisch und innerhalb des Schizophrenen dem normalen Bereich entzogen, es ist dann Nichtbegrifflich, man könnte auch transsubjektiv oder privatsprachlich sagen)

      und ja, das Ding-Ansich, passender eher die Sache ansich ist wohl der Endpunkt der Überlegungen, die sich mit Nichts und Alles beschäftigen.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • übrigens, dadurch, dass das Ding-ansich als Realität angesehen wird, ist der ganze Erkenntnisweg, also im Grunde alles Wissen(nicht die Welt selbst!) konstruierte Wirklichkeit, die als Konstruktion nur den Weg hin zur Erkenntnis des Ding-Ansich darstellt - wobei sie sich aber aus der Realität und ihren Einzelentitäten speist.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • novon schrieb:

      Vorschlag: Mit "Nichts" wäre die (immanent; dies bezeichnen zu können setzt die Möglichkeit hierzu ja bereits voraus) Unmöglichkeit jeglicher Abgrenzung bezeichnet...?
      Abgrenzung von was durch was? Was grenzt wo ab?
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Groot schrieb:

      novon schrieb:

      Vorschlag: Mit "Nichts" wäre die (immanent; dies bezeichnen zu können setzt die Möglichkeit hierzu ja bereits voraus) Unmöglichkeit jeglicher Abgrenzung bezeichnet...?
      Abgrenzung von was durch was? Was grenzt wo ab?
      Grob die von Gegenstand und Nicht(dieser)gegenstand, von Etwas und Nicht(dieses)etwas... Etc...
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • novon schrieb:

      Groot schrieb:

      novon schrieb:

      Vorschlag: Mit "Nichts" wäre die (immanent; dies bezeichnen zu können setzt die Möglichkeit hierzu ja bereits voraus) Unmöglichkeit jeglicher Abgrenzung bezeichnet...?
      Abgrenzung von was durch was? Was grenzt wo ab?
      Grob die von Gegenstand und Nicht(dieser)gegenstand, von Etwas und Nicht(dieses)etwas... Etc...
      Das wäre m.E. aber immer innerhalb des Seienden. Man grenzt dann nur einzelne Gegenstände voneinander ab, im Grunde nur A von nicht-A ab. Das, was das Nichts ist ist aber m.E. etwas, das ontisch vor diesen Bestimmungen liegt.

      Das Nichts ist quasi der Bereich, der das Unvermögen unseres Geistes anzeigt, die Dinge vom Ursprung zu denken. Es ist eine Art Grenze des Geistes, an der der Geist seine eigene Konstituiertheit erfährt aus dem physiologischen heraus. Stell dir vor, du bist Gehirn im Tank und weißt dies. Alles was du dann erfahren kannst ist, dass alle Informationen die du sammelst immer nur rückgekoppelt werden können auf den Zustand ein Gehirn im Tank zu sein. Alle Informationen bzgl. der Welt sind, wenn man sich durch sie hindurch gearbeitet hat im Ende rückgekoppelt auf das Gehirn. Das Problem ist nun aber, dass, wenn man sich ein System konstruiert hat, das für einen die Welt in Gänze erklärt es zwei Problemfelder gibt:

      1. Man hat nur einen Bereich der min. 2 Bereiche in Gänze beschrieben - z.B. die Sozialwissenschaft aber nicht die Physik(beides impliziert Wissen über das Psychologische auf dieser Ebene)

      2. Man erkennt, selbst wenn man in gänze alles durchgedacht hat nur ein System für einen Selbst. Das, was das konstituierende ist, wird nicht im Grunde, nicht in der Ursache gepackt - es wird nur begriffen, dass die Konstruktion aus etwas entsteht, das unsere Sinne affiziert und, dass dieses etwas uns einen Bereich der Erkenntnis zur Verfügung stellt, den wir zwar in Gänze beschreiben können, der aber durch das Affizierende bestimmt wird. Das Problem ist nun, dass man nicht mehr sagen kann, ausser dass es so ist. Man kommt an eine Grenze, hinter der schlicht nichts neues, das Nichts ist - nichts mehr zur Erklärung beitragendes. Und eben jenes Nichts ist der Bereich, der dieses Affizierende begreift - denn dieses Affizierende ist nichts bestimmbares, auch wenn es etwas ist, das für uns die Möglichkeit schafft ein Alles zu denken, das dieses Nichts erst notwendig macht.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • novon schrieb:

      Groot schrieb:

      Das wäre m.E. aber immer innerhalb des Seienden.
      Die Vokabel quietscht. "Seiendes" setzt Seinsmöglichkeit voraus. Seinsmöglichkeit impliziert Abgrenzungsmöglichkeit... Roter Faden quasi... X, y, z, t.
      Ja, Seiendes setzt ein bestimmtes vorfindbares, also vor der Geburt und während des Lebens existierendes Verständnis vorraus - ebenso eine bestimmte Anschauung bzgl. des Seins(bei uns die griechische Tradition).

      Aber Seinsmöglichkeit impliziert Seiendes - es muss überhaupt etwas geben, um in diesem Seienden ein Sein zu erkennen, ansonsten gibt es schlicht garnichts. Den Raum, mit seinen Koordinaten X,Y,Z der ist Seiend und wir begriffen innerhalb des vorgefundenen Seinsverständnis, ebenso die Zeit - er wird aber erst begriffen, nachdem, wie du richtig sagst, bestimmte Abgrenzungen, ich würde sagen Differenzierungen, Unterscheidungen oder Beobachtungen gemacht wurden.
      Diese Beobachtungen sind als das Seiende beschreibende und auffächernde, ordnende. Seiend ist, was kategorial oder Dinglich existiert.

      Was aber nun der Fall ist, ist, dass dieses Seiende, je tiefer wir uns hinein denken, je genauer wir es ordnen, wir nie den Ursprung, den Grund, die Antwort auf die Frage "Warum?" finden. D.H. wir erkennen zwar viele Unterscheidungen, erschaffen damit auch ein System, das für uns das Alles hier erklärt; aber diese Erklärung beinhaltet im Ende immer ein irrationales Moment, weil das, was zu erklären ist plötzlich die Macht besitzt die Erklärung von sich wegzulenken und auf unsere Kognition und Wahrnehmung, also auf die Bedingungen von Möglichkeit von Erkenntnis überzuleiten.

      Die Sache ist nun die, dass das, was wir versuchen zu erklären uns eine Menge Informationen gibt, die wir Nutzen und die für uns diese Sache auch beschreiben; bis zu einem Punkt. Aber sobald man eben ein "System" geschaffen hat, ob nun ein physikalisches oder ein soziales oder ein Begriffssystem ist irrelevant, ab diesem Punkt erkennt man eine Grenze, an der dahinter das Nichts ist. Da ist nichts mehr, das erklärt, nichts mehr, das weiter eine Antwortfunktion bzgl. der Frage Warum hat, nichts, was wir bestimmen könnten als eine in sich geschlossene Ganzheit. Und genau dieses, hinter allen Denkbestimmungen ist an-sich genommen das Sein, dass durch die Seienden Gegebenheiten hindurch als etwas begriffen ist, das sich "nicht zeigt, aber meldet"(Heidegger).
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Groot schrieb:

      Seiendes setzt ein bestimmtes vorfindbares, also vor der Geburt und während des Lebens existierendes Verständnis vorraus
      Nein - oder besser jaja...
      Du wiederholst schlicht einen der Kardinalfehler idealistischer Ansätze, indem du Sein und Erkenntnis in eins setzt, was bekanntlich (ex falso) zu beliebigem führt - wie du auch immer wieder schön vorführst -.

      Groot schrieb:

      Aber Seinsmöglichkeit impliziert Seiendes
      Es lebe der konzeptionelle Zirkel... *g
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.