Figals Skizze einer realistischen Phänomenologie

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    • future06 schrieb:

      Somit existiert das Konzipierte nicht, obwohl das Konzept existiert.
      Ja, das Konzept ist das Prinzip der Gegensätze. Parmenides entdeckte, dass dieses Prinzip nicht allgemeingültig ist. Er fand ein Gegenbeispiel: Zum Seienden gibt es keinen Gegensatz, denn er wäre das Nicht-Seiende, womit aber zugleich ausgesagt ist, dass der Gegensatz nicht sei. Aber in seinem Gedicht geht er noch weiter! Er schimpft über die Leute, die dennoch über Nichts als Gegensatz reden und dabei sogar behaupten, dass beides dasselbe sei ... ... ...
    • Alltag schrieb:

      Ja, das Konzept ist das Prinzip der Gegensätze. Parmenides entdeckte, dass dieses Prinzip nicht allgemeingültig ist. Er fand ein Gegenbeispiel: Zum Seienden gibt es keinen Gegensatz, denn er wäre das Nicht-Seiende, womit aber zugleich ausgesagt ist, dass der Gegensatz nicht sei. Aber in seinem Gedicht geht er noch weiter! Er schimpft über die Leute, die dennoch über Nichts als Gegensatz reden und dabei sogar behaupten, dass beides dasselbe sei ... ... ...
      Seiendes und Nicht-Seiendes ist natürlich nicht dasselbe - man kann dies nur falsch vermuten, indem man z.B. sagt, die Kirche ist und damit ist in gewisser Weise ihr Gott seiend. Da aber dieser Gott wohl nicht Seiend ist, also nicht existent, könnte man hier argumentieren, beides ist dasselbe - aber dann verkennt man, dass zwar beides Teil des Seienden ist, innerhalb des Seins jedoch das eine nicht existiert.

      Das ist in etwas das, was Hegel sagt, wenn er meint, das Selbstbewusstsein erkennt das Andere (zum subjektiven Bewusstsein) als lebendiges - und das ist dann nurnoch Ansich, weil es kein nicht-lebendiges mehr gibt dann, weil alles Teil des Selbstbewusstseins ist, das in sich Lebendigkeit als Wesensmerkmal hat.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Groot schrieb:

      Das Konzipierte existiert als Phänomen des Geistes, es ist nichts in der Welt, es ist nur durch den Geist, der die Welt beschreibt. Sofern dieser Geist einen bestimmten Punkt erreicht, lässt sich darüber nicht mehr erkennen, weil man als Denkender dann für sich das Alles erfasst hat, man hat sich dann einen Begriff geschaffen, dessen Funktionsweise einfach alles erklärt, was wir erklären können. Das, was dahinter ist, das Nichtidentische, was wir als Nichtbegriffliches nur erahnen können, das ist dann der Ort, der das Nichts ist.
      man kann statt Geist auch Kognition sagen, das ist vielleicht für manche leichter zu akzeptieren.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Alltag schrieb:

      Er schimpft über die Leute, die dennoch über Nichts als Gegensatz reden und dabei sogar behaupten, dass beides dasselbe sei.
      Hallo Alltag, könntest du uns die Stelle zeigen, wo Parmenides über das Nichts als Gegensatz spricht ? Was heißt den Nichts auf Griechisch ?

      Du musst zwischen Sein und Da-sein unterscheiden. Die Zahl null ist nicht das nichts, sondern auch die Null ist eine Zahl. Die null ist. Deshalb wenn du stirbst existierst du zwar nicht, doch das bedeutet noch lange nicht das du nicht bist.

      Grüße
    • Groot schrieb:

      Heidegger sagt hier alles, was sagbar ist bzgl. des nicht-physikalischen Ursprungs bzw. des phänomenal und im intelligiblen bestimmbaren Ursprung.
      Das hieße Heidegger verzwergen: er schafft es mit seiner Sprache, das Sagbare und sinnlich Erfassbare zu transzendieren und ist so in höchstem Maße unsäglich und unsinnig.

      Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es. (Bertrand Russell)
      Any philosophy that can be put in a nutshell belongs in one. (Hilary Putnam)
    • hel schrieb:

      Groot schrieb:

      Heidegger sagt hier alles, was sagbar ist bzgl. des nicht-physikalischen Ursprungs bzw. des phänomenal und im intelligiblen bestimmbaren Ursprung.
      Das hieße Heidegger verzwergen: er schafft es mit seiner Sprache, das Sagbare und sinnlich Erfassbare zu transzendieren und ist so in höchstem Maße unsäglich und unsinnig.
      das kann man nun sehen wie man will, m.E. beschreibt er, wer der Mensch ist und was die Existenz soll, besser als bisher irgendwer sonst. Aber ja, nicht alle müssen ihn verstehen, die allermeisten kommen nie in diese Situation in dieser Ebene halt finden zu müssen - und es ist auch niemand zu wünschen in dieser Ebene abstrahieren zu müssen, denn dann war man genötigt dem Wahnsinn bekämpfen zu müssen und das wünsche ich niemanden, das kostet zuviel lebenszeit und man wird danach als "unsäglich und unsinnig" tituliert.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Homer schrieb:

      Hallo Alltag, könntest du uns die Stelle zeigen, wo Parmenides über das Nichts als Gegensatz spricht ? Was heißt den Nichts auf Griechisch ?
      Kali nichta Homer, Du bist ja des Griechisch mächtig. Oh ich beneide Dich!

      Parmenides verbietet im Fragment B 7, dass man mit 'Nicht-Seiendem' argumentiert, weil man nicht zwingen kann dass sei, was nicht ist (enai me eonta) /1/.
      Parmenides verwendet ganz bewusst weder den Begriff 'Nichts' noch irgend ein 'Wort' dafür.
      Parmenides spricht das Prinzip des Gegensatzes im Fragment DK 28 B 8 von Vers 50 bis 59 an. Ich habe diese Verse aber nur auf Deutsch gelesen. Der Begriff 'Gegensatz' kommt vermutlich auch im Altgriechischen nicht vor. Er wird in Vers 53 und 54 umschrieben. In letzten Worten von Vers 54 kündet er seine Kritik am Gegensatzprinzip an. Die Kritik formuliert er sogleich in Vers 55 und 56 hochpräzis aus: Ich formuliere seine Aussage positiv: <Es ergibt sich nur dann ein sauberer Gegensatz, wenn die Pole nach demselben /2/ Kriterien festgelegt sind.> In den letzten Worten von Vers 56 beginnt die Erörterung des Beispiels, das sich bis Vers 59 hinzieht: Der Gegensatz <heiss|kalt> ist schlecht beschrieben, wenn der heisse Pol mit Feuer und Flamen definiert wird, aber der kalte Pol mit Nacht und dichte Gestalt.

      Da zu Parmenides Zeiten die Welt mit Mischungen von Gegensätzen erklärt wird, ist höchst relevant, dass Parmenides nachweisen kann, dass es ein Gegensatzloses gibt: das Seiende! (Denn sein Gegensatz wäre 'me eonta', aber man kann nicht zwingen, dass sei, was nicht ist).

      L.G.
      Alltag

      /1/ Weniger interessant ist der Rest von Fragment 7, in Vers 4 und 5 ist von Aug, Ohr und Mund die Rede. Hier stelle ich mir die drei Affen vor, der erste hält die Augen zu, der zweite stopft die Ohren und der dritte hält sich den Mund zu. (wörtlich heisst es: das pfeifendes Ohr und der pfeifende Mund)
      /2/ Im nachfolgenden Beispiel nennen die Physiker heutzutage das Kriterium 'Temperatur'.
    • Fliege schrieb:

      sind Bäume zumindest nicht menschen-subjektabhängig.
      für Ameisen sind Bäume eine Oberfläche

      für Menschen sind Bäume größere Pflanzen,
      die eine Rinde und Holz haben
      (fließender Übergang zum Strauch)

      für Wissenschaftler sind Bäume eine der möglichen Wuchsformen bei Pflanzen,
      häufig das Vorbild für eine Verästelung,
      die Quelle für den Rohstoff Holz ...

      ein Baum ist nicht zwingend ein Hindernis
      denn der Untergrund ist nicht zwingend eben
      denn die Baumkronen berühren sich

      im tropischen Regenwald haben sich in den Baumkronen Epiphyten angesiedelt
      die Bäume gehören dort also bereits zum Untergrund
      (der Boden wiederum wird nur an der Oberfläche durchwurzelt)

      man könnte also sagen,
      daß sich im tropischen Regenwald
      die bei uns verbreitete Abfolge 'Gestein-Boden-Vegetation-Atmosphäre'
      nach oben verschoben hat (Gestein fehlt)
      'Boden-Vegetation-Epiphyten-Atmosphäre'
    • Groot schrieb:

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.
      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.
      Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
    • future06 schrieb:

      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.
      Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
      Was ist daran widersprüchlich? Es gibt Bereiche, die Kognitiv erkannt werden können, die jedoch durch eine Grenze als "hinter der Grenze", die sich einem zeigt, nicht mehr beschrieben, also definiert werden können, weil es diese Apriori existierende Grenze gibt. Dies ist das Nichts weil dort schlicht das Nichts ist, dort ist keinerlei Sinn mehr zu erkennen, schlicht garnichts zu erkennen - aber es ist notwendig, dass dieser Bereich existiert; denn Ansich ist es das in dem wir existieren, was aber unsere Erkenntnisfähigkeit übersteigt, wenn man es als Ganzeheit bestimmen oder seinen Grund erfahren will.

      Ich weiß, dass nicht alles Existierende denkbar ist, ich brauch nicht glauben dass es so wäre um meinen Reproduktion von Sinnhaftigkeit in mir aufrecht zu erhalten.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • future06 schrieb:

      Groot schrieb:

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.
      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
      Oder anders erklärt: das runde Quadrat ist nicht denkbar, müsste also deiner/dieser Auffassung gemäß im Nichts liegen. Ist das so?
    • future06 schrieb:

      future06 schrieb:

      Groot schrieb:

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.
      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
      Oder anders erklärt: das runde Quadrat ist nicht denkbar, müsste also deiner/dieser Auffassung gemäß im Nichts liegen. Ist das so?
      Das runde Quadrat und das Nichts sind beides Elemente der leeren Menge (da es sie nicht gibt).

      Daher kann logisch gesehen das runde Quadrat Element des Nichts sein und das Nichts Element des runden Quadrats.
      (Beweise jeweils ex falso).

      Merksatz: "Wenn es keine Wichtelzwerge gibt, haben alle Wichtelzwerge eine rote Mütze." ist ein logisch wahrer Satz.
    • future06 schrieb:

      future06 schrieb:

      Groot schrieb:

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.
      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
      Oder anders erklärt: das runde Quadrat ist nicht denkbar, müsste also deiner/dieser Auffassung gemäß im Nichts liegen. Ist das so?
      nö, es ist schlicht nicht - es gibt dieses Phänomen nicht - während das Nichts als Phänomen existiert.

      Es gibt kein rundes Quadrat, die Bedeutung der Worte schließt sich als in einem Phänomen begriffen aus. Das Nichts jedoch ist als phänomenales existent, hinter allem Denkbaren - wissenschaftlich als Grund für den Urknall und damit für die ART, als "hinter" den Quantenphysischen Modellvorstellungen, als das die Systemtheorie umgreifende, als das die Evolution ins rollen bringende. Diese Vier sind Modelle die die äußerste Grenze unseres Wissens, aber sie erklären nicht das Alles - darum ist das, was das Alles erklärt im Nichts, weil es gibt nichts weiter, was für weitere Erklärungen herhalten könnte. Es gibt schlicht nicht mehr, ausser eben die Tatsache, dass im kognitiven dieser Ort existiert und dieser Ort mit "das Nichts" oder in anderer Konstellation mit dem Begriff "Ursprung des Ursprung des Ursprungs"(was dann etwas göttliches wäre) belegt ist
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Gloox schrieb:

      Das runde Quadrat und das Nichts sind beides Elemente der leeren Menge (da es sie nicht gibt).

      Daher kann logisch gesehen das runde Quadrat Element des Nichts sein und das Nichts Element des runden Quadrats.
      (Beweise jeweils ex falso).

      Merksatz: "Wenn es keine Wichtelzwerge gibt, haben alle Wichtelzwerge eine rote Mütze." ist ein logisch wahrer Satz.
      das Nichts gibt es im gegensatz zum runden Quadrat.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Groot schrieb:

      future06 schrieb:

      future06 schrieb:

      Groot schrieb:

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.
      Auch das ist widersprüchlich. Entweder man geht davon aus, dass nichtdenkbare Dinge existieren. Dann sollte man diese nicht als "Nichts" bezeichnen.Oder aber man glaubt, dass alles Existierende auch denkbar ist. Dann folgt daraus, dass es nichts gibt, das nicht denkbar ist. Also gibt es auch kein "Nichts".
      Oder anders erklärt: das runde Quadrat ist nicht denkbar, müsste also deiner/dieser Auffassung gemäß im Nichts liegen. Ist das so?
      nö, es ist schlicht nicht - es gibt dieses Phänomen nicht - während das Nichts als Phänomen existiert.
      Es gibt kein rundes Quadrat, die Bedeutung der Worte schließt sich als in einem Phänomen begriffen aus. Das Nichts jedoch ist als phänomenales existent, hinter allem Denkbaren - wissenschaftlich als Grund für den Urknall und damit für die ART, als "hinter" den Quantenphysischen Modellvorstellungen, als das die Systemtheorie umgreifende, als das die Evolution ins rollen bringende. Diese Vier sind Modelle die die äußerste Grenze unseres Wissens, aber sie erklären nicht das Alles - darum ist das, was das Alles erklärt im Nichts, weil es gibt nichts weiter, was für weitere Erklärungen herhalten könnte. Es gibt schlicht nicht mehr, ausser eben die Tatsache, dass im kognitiven dieser Ort existiert und dieser Ort mit "das Nichts" oder in anderer Konstellation mit dem Begriff "Ursprung des Ursprung des Ursprungs"(was dann etwas göttliches wäre) belegt ist
      Also suchen wir weiter nach dem Nichts... :)

      So wie ich das o.g. verstehe, befindet sich das Nichts nur im Geist (im Kognitiven), d.h. als Vorstellung. Es gibt also kein reales Nichts. Das Nichts wäre dann lediglich eine Umschreibung für die Erkenntnis, dass es nach dieser Grenze (siehe auch Beitrag 51) nichts mehr gibt. Ist das so zu verstehen?
    • future06 schrieb:

      Also suchen wir weiter nach dem Nichts...

      So wie ich das o.g. verstehe, befindet sich das Nichts nur im Geist (im Kognitiven), d.h. als Vorstellung. Es gibt also kein reales Nichts. Das Nichts wäre dann lediglich eine Umschreibung für die Erkenntnis, dass es nach dieser Grenze (siehe auch Beitrag 51) nichts mehr gibt. Ist das so zu verstehen?
      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales? Ich würde meinen Geist als sehr real einschätzen, du deinen doch wohl auch oder nicht?

      nicht als Vorstellung, es ist eine physiologische Grenze, die dem Denkenden vorgesetzt ist. Es ist eher eine Art physiologische Grenze, in der sich die klar strukturierten Gedanken, auf Grund der in ihnen gefassten Komplexität ins Nichts verrennen - weil sie gänzlich tautologisch bzw. gänzlich antinomisch werden und damit Inhaltsleer.

      Es ist nicht wirklich eine Umschreibung, weil da ist ja faktisch nichts was noch zu denken möglich wäre - es ist dann aber eben möglich dieses Nichts insofern auszugrenzen - also irrelevant zu machen, indem man es von innen, also von der Richtung aus der man denkend auf das Nichts gestoßen ist, durch Theorien ins gänzlich Jenseitige des Denkens verschiebt und es da belässt. Es wird dann als das Nichts zum UrGrund für Mystik und dient als Erklärung für den ganzen Religionsmist der sich so angehäuft hat.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Fliege schrieb:

      "Subjektives Erscheinen und objektiv Erscheinendes sind beide Möglichkeiten des Raums" (
      verschiedener Räume, nämlich genau zweier Räume - des Raumes der Kognition und des tatsächlichen Raumes. Wobei aber der Raum der Kognition schlussendlich entspringt aus einer Synthese der einzelnen Tatsachen des nicht-kognitiven Raumes.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist
    • Figal möchte eng bei Husserl bleiben, hat dabei aber das Problem (siehe "trotzdem"; von mir hervorgehoben), dass ihm Husserl einen idealistischen Stolperstein hinlegt: "Husserl hat der Differenz von Erscheinen und Erscheinendem nicht nur beiläufig Aufmerksamkeit geschenkt. Vielmehr hat er sie in Ideen I [Husserliana, Band 3, Halbband 1] sorgsam ausgearbeitet und terminologisch als die Differenz von 'Noesis' und 'Noema' fixiert. Trotzdem bleibt er bei seiner Überzeugung, wie er sie in der Vorlesung von 1907 [Husserliana, Band 2] artikuliert hatte, dass diese Differenz in den Bereich wahrhafter Gegebenheit, das heißt, in die wahrhafte Immanenz des reinen Bewusstseins gehöre [S. 11]" (S. 10).
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • Groot schrieb:

      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales?
      Du weißt, was ein Use-Mention-Fehler ist?

      In diesem Fall: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Nichts" im Geist ist, gibt es Nichts nicht. (Oder: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Atombombenexplosion über Berlin" im Geist ist, gibt es Atombombenexplosion über Berlin nicht.)
      Kurt Tucholsky: "Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht". — Werner Weber: "Ihre Sprache dient nicht der Darstellung, sondern der Vorstellung". — Heinrich Heine: "Sie tr(i)nken heimlich Wein und predig()en öffentlich Wasser". — Thomas Bernhard: "Ab und zu hat der Denkende die Pflicht, in das Weltgeschehen einzugreifen".
    • Fliege schrieb:

      Groot schrieb:

      weshalb ist etwas, das "nur" im Geist ist nichts reales?
      Du weißt, was ein Use-Mention-Fehler ist?
      In diesem Fall: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Nichts" im Geist ist, gibt es Nichts nicht. (Oder: Sofern nur das Wort bzw. der Begriff "Atombombenexplosion über Berlin" im Geist ist, gibt es Atombombenexplosion über Berlin nicht.)
      Ich rede nicht vom Wort, sondern von der Tatsache, dass hier ein Physiologische Grenze ist, hinter der etwas ist, was wir aber nur als das Nichts oder wahlweise als Gott bezeichnen können.
      Das Universum ist nicht-mathematisch.
      Die Phänomenologie basiert in Gänze auf Thetik. Die organische Philosophie trifft besser, was es zu treffen gilt.
      Das System als Ursprung des menschlichen Daseins ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
      Das Grundübel liegt darin, dass "Gott" als ein Begriff mit Inhalt verstanden wird, statt als eines Begriffes dessen Inhalt eine inhaltsleere Worthülse ist