Figals Skizze einer realistischen Phänomenologie

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    • Groot schrieb:

      Das ist mir mittlerweile aber auch egal, weil Heidegger sagt hier alles, was sagbar ist bzgl. des nicht-physikalischen Ursprungs bzw. des phänomenal und im intelligiblen bestimmbaren Ursprung.
      Was erzählt Heidegger denn so in dieser Sache?
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Die Nichtung z.B. ist das, was man als Ursprung erkennen kann. Das Nichts, bzw. die Negation, das die hauptsächliche geistige Fähigkeit ist , erkennt man als Substitut für den Ort innerhalb des intelligiblen, an dem man den Ursprung erwarten würde.

      Das Wesen, das als Wesen west ist das, was man als Ursprung des Menschen ausmachen kann, da ihm dieses Wesen als wesentlich für sein Sein anhängt.

      Die Sprache als Haus des Sein ist dann der Ursprung für die, die das, was durch die Nichtung genichtet wurde, noch nicht erkennen. Es ist ein Substitut für die Form, für die Dynamik, die dem Wesen ein wesentliches Element ist und seinen "wesenden" Charackter ausmacht; neben der Tatsache, dass das Wesen eine bestimmte Struktur der Kategorien vorschreibt, die als Urbild das den Kategorien zu Grunde liegende sind.

      Daneben beschreibt er den menschlichen Ursprung als aufgeteilt zum einem ins Geviert, also Himmel, Erde, sterblichem und Göttlichem. Wobei diese Vier Kategorien nur in Relation zueinander einen bestimmten Ursprung darstellen können.

      Weiter bestimmt er Sein, Seiendes und Dasein als die Elemente, die man als das Haus bewohnender erfassen kann.

      Er beschreibt also nicht die Welt selbst, als vom Subjekt unabhängige, sondern er beschreibt, wie wir, als endliche Wesen, dieses von uns unabhängige und beharrliche sinnhaft denken können.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
      Es gilt die Logik auf Geometrie zu gründen.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
      Die Geschichte der Religion.
    • Das Nichts ist die hauptsächliche geistige Fähigkeit?
      Was meint Heidegger damit bzw. warum spricht er in Rätseln?

      Das Nichts existiert nicht, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist lediglich eine falsche gedankliche Konzeptbildung. Wer also dahinter irgendeinen Sinn oder eine Bedeutung sucht, verfängt sich automatisch im logischen Chaos.
      Anything you can do, i can do meta - Rudolph Carnap
    • future06 schrieb:

      Das Nichts ist die hauptsächliche geistige Fähigkeit?
      Was meint Heidegger damit bzw. warum spricht er in Rätseln?

      Das Nichts existiert nicht, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist lediglich eine falsche gedankliche Konzeptbildung. Wer also dahinter irgendeinen Sinn oder eine Bedeutung sucht, verfängt sich automatisch im logischen Chaos.
      m.E. existiert das Nichts. Es ist eine gedankliche Konzeption, aber nicht in der Hinsicht, dass es falsch ist, sondern in der, dass dem ein Konzept zu Grunde liegt, welches als epiphänomenal gedacht werden muss. Dadurch, dass es epiphänomenal ist, ist es ein Nichts in dem Sinne, dass es nur für sich, nur für Einen(bzw. zu wenige) existiert. Außerdem ist das, was man als "etwas" während der Erfahrung der Transzendz ausmacht als ein mögliches "Nichts" zu sehen - das ist übrigens der Grund für logischen Empirismus, die sagen einfach, das, was da erlebt wird, existiert nicht allgemein, sondern nur für den Einzelnen, damit ist es rein privat und nicht wissenschaftlich relevant.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
      Es gilt die Logik auf Geometrie zu gründen.
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    • Groot schrieb:

      future06 schrieb:

      Das Nichts ist die hauptsächliche geistige Fähigkeit?
      Was meint Heidegger damit bzw. warum spricht er in Rätseln?

      Das Nichts existiert nicht, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist lediglich eine falsche gedankliche Konzeptbildung. Wer also dahinter irgendeinen Sinn oder eine Bedeutung sucht, verfängt sich automatisch im logischen Chaos.
      m.E. existiert das Nichts. Es ist eine gedankliche Konzeption, aber nicht in der Hinsicht, dass es falsch ist, sondern in der, dass dem ein Konzept zu Grunde liegt, welches als epiphänomenal gedacht werden muss. Dadurch, dass es epiphänomenal ist, ist es ein Nichts in dem Sinne, dass es nur für sich, nur für Einen(bzw. zu wenige) existiert. Außerdem ist das, was man als "etwas" während der Erfahrung der Transzendz ausmacht als ein mögliches "Nichts" zu sehen - das ist übrigens der Grund für logischen Empirismus, die sagen einfach, das, was da erlebt wird, existiert nicht allgemein, sondern nur für den Einzelnen, damit ist es rein privat und nicht wissenschaftlich relevant.
      Solange das "Nichts" Eigenschaften hat (zb. epiphänomenal zu sein - wobei mir jetzt nicht ganz klar ist, was damit gemeint sein soll) ist es nicht nichts. Wenn man also zb. subjektive Zustände damit meint, sollte man das auch so bezeichnen. Die Bezeichnung "Nichts" führt in völlige Verwirrung. Es ist völlig unklar, was damit gemeint sein soll, man kann dann auch so herrlich aneinander vorbei reden (wie das in diesen Hegel, Hedegger, Adorno -Threads immer so schön zu beobachten ist).
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    • future06 schrieb:

      Solange das "Nichts" Eigenschaften hat (zb. epiphänomenal zu sein - wobei mir jetzt nicht ganz klar ist, was damit gemeint sein soll) ist es nicht nichts. Wenn man also zb. subjektive Zustände damit meint, sollte man das auch so bezeichnen. Die Bezeichnung "Nichts" führt in völlige Verwirrung. Es ist völlig unklar, was damit gemeint sein soll, man kann dann auch so herrlich aneinander vorbei reden (wie das in diesen Hegel, Hedegger, Adorno -Threads immer so schön zu beobachten ist).
      Es ist etwas, das Nichts ist, weil es nicht anerkannt wird als etwas, bzw. weil es formallogisch nicht zu bestimmen ist.
      Es ist insofern ein Nichts, als dass es ein Ort ist, der nicht ist, wenn man annimmt, dass der Ort, den man vermeint dort zu sehen, als ein illusorisches bestimmt.(Nimmt man dies an, gibt es keine Philosophie und es begründet sich Metaphysikkritik)
      Es ist insofern ein Nichts, als dass es ein Zustand der Subjekts in der Kognition ist, ein Nichts zu sein für das eigene Denken.

      Ich sehe nicht, dass dort aneinander vorbei geredet wird, aber ja so einfach wie die an allem substantiellen vorbeigehenden formale Logik ist es natürlich nicht. Aber formale Logik kann man auch sein lassen, weil dann ist Philosophie keine, sondern sie löst sich auf in den Einzelwissenschaften und im Mythischen der esoterik.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
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    • ahasver schrieb:

      Pragmatischer oder instrumenteller Definitionsversuch:
      >Nichts< nennen wir das, was keinen Unterschied macht. Egal ob es (metaphysisch gedacht) da ist oder nicht.
      Warum sollte etwas da sein, wenn es keinen Unterschied macht, ob es da ist oder nicht?

      Groot schrieb:

      Es ist etwas, das Nichts ist, weil es nicht anerkannt wird als etwas, bzw. weil es formallogisch nicht zu bestimmen ist.
      Ja, da ist gewissermaßen das Hintertürchen für die Mathematik-Versagerweigerer :)
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    • future06 schrieb:

      Ja, da ist gewissermaßen das Hintertürchen für die Mathematik-Versagerweigerer
      naja, ich kann Mathematik glücklicherweise, sonst hätte ich wohl nicht Ökonomie studieren können :)

      Das Nichts ist das, was hinter dem kommt, was dadurch umgrenzt ist, dass es innerhalb des begrifflichen das Alles ist.
      Es ist quasi der Ort, der dort ist, wo wir nicht mehr hindenken können, der jedoch theoretisch ist und in dem der Denkende dann ein Nichts ist, also nicht mehr ist.
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    • Groot schrieb:

      Das Nichts ist das, was hinter dem kommt, was dadurch umgrenzt ist, dass es innerhalb des begrifflichen das Alles ist.
      Es ist quasi der Ort, der dort ist, wo wir nicht mehr hindenken können, der jedoch theoretisch ist und in dem der Denkende dann ein Nichts ist, also nicht mehr ist.
      Warum sollte "das Nichts" ein Ort sein?

      Warum sollte es etwas geben, "wo wir nicht mehr hindenken können"? Und vor allem, warum nennt man dieses nichtdenkbare Etwas dann "Nichts"? Das ist kaum nachvollziehbar außer man bevorzugt die Unklarheit. Warum man für diese Art der Philosophie überhaupt Metaphern und eine blumige Sprache benötigt, will mir auch nicht so recht klar werden :)

      Wenn man davon ausgeht, es gibt nichtdenkbare (nicht verstehbare?) Konzepte, dann sollte man das nicht als "das Nichts" bezeichnen.

      Nehmen wir mal diese beiden Aussagen:

      A. "Es gibt nichts"
      B. "Es gibt das Nichts"

      A ist offensichtlich immer falsch, da es zumindest die Aussage selbst geben muss, um ihren Wahrheitswert zu bestimmen. B ist mE. synonym zu A. Somit ist auch B immer falsch.
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    • future06 schrieb:

      Warum sollte "das Nichts" ein Ort sein?
      Ich gehe davon aus, dass die Sprachlichkeit Existenz besitzt, dass es also Entitäten gibt, die rein sprachlich sind8z.B. das (transzendentale) Subjekt); und welche, die nicht-Gegenständlich, aber durch Sprache zu umschreiben sind(z.B. Gerechtigkeit, Freiheit).

      Das Nichts ist nun der Ort, der das transzendentale Subjekt, das an sich die Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis zu seinem Gegenstand hat(bei Heidegger ist dies das "Dasein"), umgreift. Es ist also der Ort, der das Alles, aus dem heraus das Dasein/das transzendentale Subjekt seine Wahrnehmungen erlangt umkreist. Im Prinzip ist es der Ort, der vor dem Urknall liegt oder eben der Ort der das schöpfende Prinzip umschreibt.

      future06 schrieb:

      Warum sollte es etwas geben, "wo wir nicht mehr hindenken können"? Und vor allem, warum nennt man dieses nichtdenkbare Etwas dann "Nichts"? Das ist kaum nachvollziehbar außer man bevorzugt die Unklarheit. Warum man für diese Art der Philosophie überhaupt Metaphern und eine blumige Sprache benötigt, will mir auch nicht so recht klar werden
      ich bevorzuge keinesfalls die Unklarheit, es ist nur so, dass es hier auf Grund der Form relativ diffus und unklar ist - weil hier sehr viele Paradoxien entstehen, die daraus begründet sind, dass man in sich, tief in sich drinnen, das Außen, das Äußere, die Raumzeit fasst - wodurch Innen und Außen, Subjekt und Objekt, System und Umwelt ineinander verschmelzen und Eins werden.

      Ich weiß nicht, warum es den Ort gibt, wo wir nicht mehr hindenken können, ich weiß nur, dass es ihn gibt und wieso dieser Ort verantwortlich ist für Mythologie wie für wahre Mystik.

      Dieser Ort ist schlicht da, er ist hinter dem Punkt, an dem sich unsere Denkkonzepte so sehr überlagern, dass sie in Eins fallen und sich ggs. widersprechen und dann diffus werden und das Ding-ansich, sowie die Ebene der Sprachlichkeit selbst erzeugen. Letzteres, weil eine Form, eine Art Dynamik erkannt wird, die eine m.E. apriori gegebene Struktur notwendig machen in der sich die Kategorien zueinander in Relation setzen lassen.

      Dieser Ort ist beides zugleich, das Nichts für das sich selbst an diesem Ort denkende Subjekt, aber als Objekt ist es das Alles. Es ist "das Nichts", weil es Epiphänomenal ist, es ist rein kognitiv, nur innerhalb der Hirnwindungen der Einzelnen - dadurch ist es ein Nichts, insofern, dass es nicht empirisch belegbar, unter keinen Umständen beweisbar ist. Es ist aber auch ein Nichts, weil es gänzlich unbestimmt ist, es ist schlicht nicht mehr zu prädizieren, es ist einfach nur.

      future06 schrieb:

      Nehmen wir mal diese beiden Aussagen:

      A. "Es gibt nichts"
      B. "Es gibt das Nichts"

      A ist offensichtlich immer falsch, da es zumindest die Aussage selbst geben muss, um ihren Wahrheitswert zu bestimmen. B ist mE. synonym zu A. Somit ist auch B immer falsch.
      A ist offensichtlich falsch.

      B ist wahr. B ist nicht synonym zu A, weil "das Nichts" etwas anderes ist, als die falsche Tatsache, dass es keine Entitäten gäbe. Es ist der Ort, der die Mystik begründet, weil er ist hinter allen Bestimmungen - aber weil er hinter all den Bestimmungen ist, ist er ein Nichts, weil es unbestimmt ist.

      Problematisch ist nur, dass das Alles und das Nichts sehr ähnlich ist - es bestimmt beides die Welt, nur einmal an sich(da ist die Welt das Alles) und einmal für sich, für uns(da ist die Welt das Nichts, weil wir sie, selbst wenn wir eine Ganzheit geformt haben, also alles Eins ist, die Welt trotzdem nicht bestimmt haben, weil ihre Komplexität über unsere Fähigkeit geht, sie zu denken)
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
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    • future06 schrieb:

      Nach deiner Auffassung müsste es auch ein rundes Quadrat oder ein rotes Grün usw. geben. Gibt es das auch alles, oder nur das Nichts?
      warum das? Das ist ja absurd. Ich denke nicht, dass ein rundes Quadrat möglich ist.
      Ich denke aber, dass es Qualia gibt, weshalb Farben durchaus nicht bestimmbar sind, also Farben einmal phänomenal sind und einmal auf Basis von Emotion bestimmt.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
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    • Groot schrieb:

      [...] "das Nichts" [...] Es ist der Ort, der die Mystik begründet, weil er ist hinter allen Bestimmungen - aber weil er hinter all den Bestimmungen ist, ist er ein Nichts, weil es unbestimmt ist.
      Der Ort, der die Mystik begründet wird im Alltag aber anders benannt: beispielsweise Eden, Nirwana, Himmel, Ewige Jagdgründe, Hades, etc.

      Groot schrieb:

      Problematisch ist nur, dass das Alles und das Nichts sehr ähnlich ist - es bestimmt beides die Welt, nur einmal an sich (da ist die Welt das Alles) und einmal für sich, für uns (da ist die Welt das Nichts, weil wir sie, selbst wenn wir eine Ganzheit geformt haben, also alles Eins ist, die Welt trotzdem nicht bestimmt haben, weil ihre Komplexität über unsere Fähigkeit geht, sie zu denken)
      Meines Erachtens entspricht der von Dir thematisierte, die Mystik begründende Ort nicht dem Nichts, sondern dem Anderen; also dem, was unser Dasein mitbestimmt, ohne selbst Dasein zu sein. - Ich sehe, das vereinfacht die Sache zwar nicht, verortet sie aber in der Antike. Denn Platon fordert im Spät-Dialog Parmenides das (in Untersuchung stehende) Eine aus mehren Hinsichten und Bezügen zu untersuchen: Hinsichtlich dessen was es ist und erleidet, sowie hinsichtlich dessen was es nicht-ist aber dennoch erleidet. Aber eben auch in Bezug zu seinem Anderen.

      P.S. kurzer Abschnitt in der Mitte des Textes, ca. [Nr. 137].
    • Alltag schrieb:

      Der Ort, der die Mystik begründet wird im Alltag aber anders benannt: beispielsweise Eden, Nirwana, Himmel, Ewige Jagdgründe, Hades, etc.
      das sind Begriffe, die die Mythologie begründen, nicht das Wahrhaft Mystische. Man könnte auch sagen, diese Begriffe sind Teil des Seienden, sie beziehen sich nur auf das, was dem Sein entspricht.

      Alltag schrieb:

      Meines Erachtens entspricht der von Dir thematisierte, die Mystik begründende Ort nicht dem Nichts, sondern dem Anderen; also dem, was unser Dasein mitbestimmt, ohne selbst Dasein zu sein. - Ich sehe, das vereinfacht die Sache zwar nicht, verortet sie aber in der Antike. Denn Platon fordert im Spät-Dialog Parmenides das (in Untersuchung stehende) Eine aus mehren Hinsichten und Bezügen zu untersuchen: Hinsichtlich dessen was es ist und erleidet, sowie hinsichtlich dessen was es nicht-ist aber dennoch erleidet. Aber eben auch in Bezug zu seinem Anderen.
      Nein, das was du hier benennst ist die 2. Natur oder die geistige und kulturelle Evolution, der Weltgeist quasi.

      Ich persönlich finde Platon sowie andere Antike Philosophen zu alt, als dass sie sinnvoll genutzt werden könnten um die Welt auf heutiger wissenschaftlicher Basis zu beschreiben. Wobei Platon aber schon das gesehen hat, was essentiell ist.
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    • Groot schrieb:

      future06 schrieb:

      Nach deiner Auffassung müsste es auch ein rundes Quadrat oder ein rotes Grün usw. geben. Gibt es das auch alles, oder nur das Nichts?
      warum das? Das ist ja absurd. Ich denke nicht, dass ein rundes Quadrat möglich ist.Ich denke aber, dass es Qualia gibt, weshalb Farben durchaus nicht bestimmbar sind, also Farben einmal phänomenal sind und einmal auf Basis von Emotion bestimmt.

      Du hast argumentiert, dass das Nichts formal logisch nicht verstehbar wäre. Jetzt musst du irgendwie begründen, warum andere formallogisch falsche bzw. widersprüchliche Konzepte nicht ebenso existieren können.

      Ich sehe die Sache so: das Nichts ist ein widersprüchliches, sinnloses Konzept wie das runde Quadrat oder das rote Grün. Die Konzeption selbst existiert natürlich, d.h. die sprachliche Formulierung das Nichts existiert ebenso wie die sprachliche Formulierung das runde Quadrat oder der quadratische Kreis. Das so beschriebene Konzept ergibt aber schlicht und einfach keinen Sinn, und zwar genau deswegen, weil es logisch widersprüchlich ist. Somit existiert das Konzipierte nicht, obwohl das Konzept existiert. Es liegt also eine Intension/Extension-Verwechslung vor.
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    • future06 schrieb:

      Du hast argumentiert, dass das Nichts formal logisch nicht verstehbar wäre. Jetzt musst du irgendwie begründen, warum andere formallogisch falsche bzw. widersprüchliche Konzepte nicht ebenso existieren können.
      weil ein Quadrat eine eindeutige Ausprägung im nicht-kognitiven hat, ebenso ein Kreis. Ebenso ist, wenn wir auf eine rote Rose deuten, die Farbe die dann benannt wird mit Rot, für die Person Rot, die das dann auf ihre Weise sieht.

      Diesen Konzepten liegen eindeutige und leicht einsichtige Tatsachen gegenüber, die zeigen, dass die von die genannten logisch widersprüchlich und gar gänzlich unmöglich sind.

      Das Nichts jedoch ist etwas, das rein kognitiv existiert, als das, wo nicht mehr gedacht werden kann.

      future06 schrieb:

      Ich sehe die Sache so: das Nichts ist ein widersprüchliches, sinnloses Konzept wie das runde Quadrat oder das rote Grün. Die Konzeption selbst existiert natürlich, d.h. die sprachliche Formulierung das Nichts existiert ebenso wie die sprachliche Formulierung das runde Quadrat oder der quadratische Kreis. Das so beschriebene Konzept ergibt aber schlicht und einfach keinen Sinn, und zwar genau deswegen, weil es logisch widersprüchlich ist. Somit existiert das Konzipierte nicht, obwohl das Konzept existiert. Es liegt also eine Intension/Extension-Verwechslung vor.
      Das Nichts ist paradox, widersprüchlich wäre nur zu behaupten, es gäbe nichts.

      Die sprachliche Formulierung ist irrelevant, es geht darum, dass das Nichts innerhalb des Faktums, der Tatsache Sprachlichkeit notwendig ist - weil es einen Bereich abdeckt, der eben nicht mehr sprachlich ist und sogar gänzlich ausserhalb dem liegt, was wir Denken können(wahrnehmen, "anschauen", als Element der Kognition erkennen können wir es aber)

      Tendenziell ergibt alles, was der Mensch bestimmen, einsehen kann Sinn, das ist eine dem Sinn inhärente Notwendigkeit.

      Das Konzipierte existiert als Phänomen des Geistes, es ist nichts in der Welt, es ist nur durch den Geist, der die Welt beschreibt. Sofern dieser Geist einen bestimmten Punkt erreicht, lässt sich darüber nicht mehr erkennen, weil man als Denkender dann für sich das Alles erfasst hat, man hat sich dann einen Begriff geschaffen, dessen Funktionsweise einfach alles erklärt, was wir erklären können. Das, was dahinter ist, das Nichtidentische, was wir als Nichtbegriffliches nur erahnen können, das ist dann der Ort, der das Nichts ist.
      „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
      Es gilt die Logik auf Geometrie zu gründen.
      Die Geschichte von den zwei Quadraten.
      Die Geschichte der Religion.