Adorno - Negative Dialektik und Nichtidentisches

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • okay, m.E. ist der Exkurs zum Weltgeist ziemlich genial. Er wird hier auf das runtergestutzt was er ist, aber als gegeben behandelt.
    „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
    Freiheit verweist darauf, in seiner Wahl frei von narrativen Irritationen sein zu können.
    Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Grundlage aller Philosophie.
    Die Geschichte von den zwei Quadraten.
  • Friederike schrieb:

    Wenn das Alpha-Tier verschwindet ...
    Meinst du mich mit Alpha Tier. 8o

    Ich habe mich mal in den Thread nebenan verzogen. Hegel ist ja auch unmittelbar wichtig für Adorno und lässt sich gut parallel zur ND lesen.Für mich ist es schwierig, wenn die Diskussion hier zu so vielen Themensträngen zerfasert. Ich habe dann das Gefühl, dass wir eher aneinander vorbei reden als miteinander über ein Thema.
    ERKLÄRUNG AN DAS FORUM
    "Volksverhetzung ist keine Meinung. Hass ist keine politische Position"
  • Ich poste mal hier, das ist hier passender.

    Philodendron schrieb:

    Es gibt keinen Geist ohne Materie! Keine Software ohne Hardware, zumindest Hardware mäßige Datenträger braucht die Software. Aber dann läuft sie noch nicht. Also braucht sie auch komplexe Strukturen, auf denen sie laufen kann. Aber was diese Strukturen sind, wissen wir nicht genau. Was ist Materie? Vermutlich ist sie nicht nur eine Ansammlung von Elementarteilchen, Atomen, Molekülen, Objekten und Lebewesen.

    wie gesagt, das ist mir durchaus bewusst. Nur ist der Geist, andersartig als Materie. Er hat zwar seinen Ursprung in dieser - und bildet diese mimetisch nach; aber er ist eben nicht direkt Materie, sondern wird nur durch Wahrnehmung und Tatsachen, sowie Gefühlseindrücke vermittelt.

    Aber Geist entspringt eben zur anderen Seite hin dem Weltgeist. Aber auch dieser Weltgeist ist natürlich als Weltgeist entstanden durch das Zusammenwirken vieler Einzelindividuen, die sich auf materielles bezogen haben bzw. aus dem materiellen negative kognitive Leistungen und Ideen geschaffen haben.
    Weltgeist ist ein sich selber Wissen der Natur in ihren Kreaturen, nämlich uns - er entspringt dem erdenken einer möglichen Universalgeschichte und ist als aus Materie entsprungener Weltgeist verantwortlich dafür, dass Individuen gewisse subjektiv geistigen Gehalte haben, sowie Allgemein ein bestimmtes kognitives Niveau erreichen.
    „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
    Freiheit verweist darauf, in seiner Wahl frei von narrativen Irritationen sein zu können.
    Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Grundlage aller Philosophie.
    Die Geschichte von den zwei Quadraten.
  • Wie der Plauderecke hier im Forum zu entnehmen war, existiert nach wie vor ein Interesse an der ND. Deshalb hier ein weiterer Gedanke aus derselben.

    (ND, S. 203 Materialismus bilderlos: )

    »Was ans Bild sich klammert, bleibt mythisch befangen, Götzendienst. Der Inbegriff der Bilder fügt sich zum Wall vor der Realität. Die Abbildtheorie verleugnet [als Hegelsches >Selbstbewusstsein<] die Spontaneität des Subjekts, ein Movens der objektiven Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen. Wird das Subjekt zur sturen Widerspiegelung des Objekts verhalten, die notwendig das Objekt verfehlt, das nur dem subjektiven Überschuß im Gedanken sich aufschließt, so resultiert die friedlose geistige Stille integraler Verwaltung.«

    ->[(ND, S. 181 »Transzendentaler Schein«: ) »Ganz ohne Wissen von außen freilich, wenn man will ohne ein Moment von Unmittelbarkeit, eine Dreingabe des subjektiven Gedankens, der übers Gefüge von Dialektik hinausblickt, ist keine immanente {d.h. innerweltliche} Kritik fähig zu ihrem Zweck. Gerade der Idealismus kann jenes Moment, das der Spontaneität, nicht verpönen, weil er selber ohne es nicht wäre. Den Idealismus, dessen Innerstes Spontaneität hieß, durchbricht Spontaneität«. -- (Spontaneität - UTB Handwörterbuch Philosophie : Online ...: ) »Als selbstbestimmter, nur Verstand und Vernunft verpflichteter Pol der Erkenntnis ermöglicht Spontaneität auch die menschliche Freiheit«. – Mir scheint, dass das im Nichtidentischen enthaltene Moment der Spontaneität sowohl jenes der menschlichen Freiheit, wie auch eines der Evolution ist. – »Das Objekt ist mehr als die reine Faktizität«; (ND, S. 187 Objekt kein Gegebenes) -- »jener Nichtidentität, zu der nicht allein das Bewußtsein sondern eine versöhnte Menschheit zu befreien wäre«. (ND, S. 189 Objektivität und Verdinglichung)]<-

    Im Folgenden ein weiterer Unterschied zwischen dem Hegelschen Denken des >Selbstbewusstseins des (Welt)-Geistes< und dessen Weiterentwicklung durch Adorno.

    (ND, S. 204 Materialismus bilderlos: )

    »Bewußtsein, das zwischen sich und das, was es denkt, ein Drittes, Bilder schöbe, reproduzierte unvermerkt den Idealismus; ein Corpus von Vorstellungen substituierte den Gegenstand der Erkenntnis, und die subjektive Willkür solcher Vorstellungen ist die der Verordnenden.

    (ND, S. 205 Materialismus bilderlos: )

    »Die materialistische Sehnsucht, die Sache zu begreifen, will das Gegenteil: nur bilderlos wäre das volle Objekt zu denken. Solche Bilderlosigkeit konvergiert mit dem theologischen Bilderverbot. «

    Friederike schrieb: das Nicht-Identische ist damit nicht schon selber zwingend als Begriff identifiziert


    Ph.: Was ist das Nichtidentische?

    (ND, S. 205 Materialismus bilderlos: ) »Solche Bilderlosigkeit konvergiert mit dem theologischen Bilderverbot. Der Materialismus säkularisierte es [d.i. das theologische Bilderverbot.], indem er nicht gestattete, die Utopie positiv auszumalen; das ist der Gehalt seiner [d.i. des Materialismus als Nichtidentität des Seins und des Seienden]Negativität. Mit der Theologie kommt er [d.i. der Materialismus als Nichtidentität]dort überein, wo er [d.i. der Materialismus als Nichtidentität]am materialistischsten [d.h. am meisten Seiendes] ist. Seine [d.i. des Materialismus als Nichtidentität des Seins und des Seienden] Sehnsucht wäre die Auferstehung des Fleisches; dem Idealismus, dem Reich des absoluten Geistes, ist sie [d.i. die Sehnsucht der Auferstehung des Fleisches] ganz fremd«.

    (ND, S. 209: Zur Metakritik der praktischen Vernunft: ) »Zu reflektieren wäre über die in Rede stehenden Gegenstände nicht derart, daß man über sie als ein Seiendes oder ein Nichtseiendes urteilt, sondern indem man die Unmöglichkeit, sie dingfest zu machen, ebenso wie die Nötigung, sie zu denken, in ihre eigene Bestimmung hineinnimmt«.

    scilla schrieb: wünschenswert wäre demnach, den Gegenstand als Gesprächsgegenstand, als Gerichtsverhandlung oder als Rechtssache zu betrachten und nicht als messbares Objekt. alternativ könnte ich anbieten, daß es um das WESEN gehen soll


    Ph.: Du denkst ja schon fast wie Adorno! Siehe unten.

    (ND, S. 170 Wesen und Erscheinung: ) »Der obstinate [unbelehrbare,starrsinnige] Drang, lieber über die Richtigkeit von Irrelevantem zu wachen, als über Relevantes, mit der Gefahr des Irrtums, nachzudenken, zählt zu den verbreitetesten Symptomen regressiven Bewußtseins. Der Hinterwäldler jüngsten Stils läßt von keiner Hinterwelt sich irritieren, zufrieden mit der Vorderwelt, der er abkauft, was sie ihm mit Worten und stumm aufschwatzt. Positivismus wird zur Ideologie, indem er erst die objektive Kategorie des Wesens ausschaltet und dann, folgerecht, das Interesse an Wesentlichem. Es erschöpft sich aber keineswegs im verborgenen allgemeinen Gesetz. Sein positives Potential überlebt in dem vom Gesetz Betroffenen, fürs Verdikt des Weltlaufs Unwesentlichen, an den Rand Geschleuderten«.

    Groot schrieb: reine Empirie und Statistik das Rennen in der Mainstreamwissenschaft macht. --

    Friederike schrieb: wie er sich selbstreflektiert weiterdenken kann.


    Ph.: »Was der immanenzphilosophischen Bestimmung jener Begriffe ihre Eleganz verleiht und ihre Autarkie, ist in Wahrheit, angesichts der tatsächlichen Entscheidungen, bei denen nach frei oder unfrei gefragt werden kann, eine Abstraktion; was sie vom Seelischen übrigläßt, karg gegenüber der realen Komplexion von Innen und Außen. (ND, S. 211 »Scheinproblem«: ) An diesem Verarmten, chemisch Reinen läßt nicht sich ablesen, was von Freiheit oder ihrem Gegenteil prädiziert werden darf. Strenger ausgedrückt, und Kantischer zugleich, ist das empirische Subjekt, das jene Entscheidungen fällt - und nur ein empirisches kann sie fällen, das transzendental reine Ich denke wäre keines Impulses fähig —, [ist] selbst Moment der raum-zeitlichen »auswendigen« [d.h. äußeren oder materiellen] Welt und hat vor ihr keine ontologische Priorität; darum scheitert der Versuch, die Frage nach der Willensfreiheit in ihm [d.i. im empirischen Subjekt] zu lokalisieren. Er zieht die Linie zwischen Intelligiblem und Empirischem inmitten der Empirie.« --

    (ND, S. 210 »Scheinproblem«: ) »Wenn aber auf Wille oder Freiheit nicht als auf ein Seiendes kann hingewiesen werden«


    Ph.: Was ist das empirische Subjektals Moment der raumzeitlichen »auswendigen« d.h. äußeren oder materiellen Welt des Empirischen bzw. der Empirie gegenüber dem Intelligiblen? - Das empirische Subjektals Moment der raumzeitlichen »auswendigen« d.h. äußeren oder materiellen Welt ist ein Seiendes. Ihm gegenüber aber kann auf Wille oder Freiheit nicht als auf ein Seiendes hingewiesen werden. Wille oder Freiheit gehören folglich zum Intelligiblen, wo auch die Kritikfähigkeit des Menschen zu lokalisieren ist.

    Für Adorno existiert der freie »Wille als die gesetzmäßige Einheit aller Impulse, die als zugleich spontan und vernunftbestimmt sich erweisen, zum Unterschied von der Naturkausalität«. (ND, S. 210) -

    (S. 212 Interesse an Freiheit gespalten: ) »Gesucht wird eine gemeinsame Formel für Freiheit und Unterdrückung: jene [d.i. die Freiheit] wird an die Rationalität zediert [d.h. abgetreten], die sie [d.i. die Freiheit als eigentümlichstes Interesse der großen Philosophie seit dem siebzehnten Jahrhundert] einschränkt, und von der Empirie entfernt, in der man sie gar nicht verwirklicht sehen will.« --

    (ND, S. 213 Freiheit, Determinismus, Identität: ) »Nach den Regeln jener Ideologie wären nur die Verhaltensweisen von Menschen in verschiedenen Situationen zu beschreiben und zu klassifizieren, nicht von Willen oder Freiheit zu reden; das[d.i. von Willen oder Freiheit zu reden] sei Begriffsfetischismus.«


    Ph.: In der Empirie ist Naturkausalität und im Unterschied dazu auch Wille oder Freiheit verwirklicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Philodendron ()

  • Hi Ryoba,


    Ryoba schrieb:

    Adorno unterscheidet zwischen philosophischem System und Systematik.

    Mhhh. Kann ich nicht viel damit anfangen. In der Systemtheorie gehört das zusammen? Scheint mir schon wieder bissl. esoterisch zu sein?


    Ryoba schrieb:

    Im deutschen Idealismus ging es bei Hegel, Fichte, Kant darum ein ganzes System zu entwickeln zur Erklärung der Welt. Das hatte einen gewissen totalitären Anspruch in sich, gerade auch bei Hegel.

    Hast Du gut beschrieben, die Systeme scheiterten m.E. nach vor allem an dem Versuch einen Abschluss der Entwicklung einzubeziehen.
    Meine N.d.N. dagegen bspw. ist nach rechts (in der Zeit) offen, d.h. wenn ein Problem gelöst ist, (in meinem Modell bspw. das 4D Bewusstsein) kommen andere Probleme .....


    Ryoba schrieb:

    Die Systematik der modernen Logik und der positvistischen Wissenschaft ist etwas anderes. Hier geht es darum einzelne Phänomene in ein begrifflichen Raster einzuordnen, jedoch ohne den Anspruch ein in sich zusammenhängendes Ganzes zu schaffen.

    Genau hier haben wir den springenden Punkt. Für mich ist das eben nichts anderes.
    Als Physikalist habe ich die religiöse Hybris überwunden, der Mensch und sein Erkenntnisapparat ist sozusagen für mich auch nur Negentropie, wenn auch die höchste bekannte Form.
    Der Unterschied besteht für mich lediglich darin, dass das Eine partielle Betrachtungen im Sein sind, das Andere der Versuch alle diese partiellen Betrachtungen zu einer Gesamtschau zu synthetisieren. ( <- frei nach Metzinger) Und zwar nach den gleichen Prinzipien wie es die partiellen Betrachtungen auch tun.

    Ich stehe also im sog. Positivismusstreit weder auf der unwissenschaftlichen Seite von Adorno, noch auf der egoistischen Seite von Popper (siehe Demokratielobhudelei ohne Analyse).... o.s.ä.


    mvg Philzer
    Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

    Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

    Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
  • Hegel geht von der Identität zwischen Begriff und Sache aus und es läuft alles wieder darauf hinaus nach der dialektischen Vermittlung . Am Ende löst sich die Welt eben doch im Geist auf und alles ist versöhnt. Das System hat den Anspruch alles in sich aufzunehmen, nichts darf draußen bleiben. Es erscheint mir nicht ganz abwegig die totalitären Bestrebungen des real existierenden Sozialismus mit diesen totalitären Zügen der Dialektik in Verbindung zu bringen.
    Die Systematik der positivistischen Wissenschaft entspricht einer Subsumtionslogik, die alle individuellen Dinge als Fall einer allgemeinen Kategorie behandelt. Auch hier steht die Identität im Vordergrund und die Nichtidentität wird ignoriert.
    ERKLÄRUNG AN DAS FORUM
    "Volksverhetzung ist keine Meinung. Hass ist keine politische Position"
  • Hi Ryoba,

    Ryoba schrieb:

    Hegel geht von der Identität zwischen Begriff und Sache aus und es läuft alles wieder darauf hinaus nach der dialektischen Vermittlung . Am Ende löst sich die Welt eben doch im Geist auf und alles ist versöhnt. Das System hat den Anspruch alles in sich aufzunehmen, nichts darf draußen bleiben. Es erscheint mir nicht ganz abwegig die totalitären Bestrebungen des real existierenden Sozialismus mit diesen totalitären Zügen der Dialektik in Verbindung zu bringen.

    Exakt.


    Ryoba schrieb:

    Die Systematik der positivistischen Wissenschaft entspricht einer Subsumtionslogik, die alle individuellen Dinge als Fall einer allgemeinen Kategorie behandelt. Auch hier steht die Identität im Vordergrund und die Nichtidentität wird ignoriert.
    Ich betrachte Wahrheit als Prozess. Denn es handelt sich um unsere Wahrheit, und damit auch um unseren Erkenntnisprozess.
    Ein Ende desselben, und damit eine endgültige Wahrheit ist für mich nicht vorstellbar, auch wenn die Entwicklung des Weltalls endlich sein sollte, weil die Möglichkeiten/die Potentialität der Energie/Materie m.E.n. nicht vorhersehbar ist. (also, selbst wenn wie bei Penrose ein Ende vorstellbar ist, weiss man trotzdem nicht welche Komplexitätshöhe vorher noch erreicht werden kann oder wird....o.s.ä.)

    Die Subsumtionslogik würde sich bei mir analytisch letztendlich darauf begrenzen, dass alles nur entropische Prozesse der Energie/Materie sind.
    Da bekommt man auch Hegel rein so man möchte: Hegel: Widersprüche sind die Triebkräfte der Entwicklung:
    -> Grundwiderspruch im Universum: Allgemeine Strebung nach Entropie (Ausdehnung; Auskühlung nach Penrose)
    versus Partielle Strebung nach Negentropie (Sternenstaub; Planeten; Leben etc)

    Und deshalb brauche ich keinen generellen methodischen Unterschied zwischen Wissenschaft und Philosophie zu machen. (der eh nur die Widerspiegelung der religiösen Hybris ist, also eine Sonderbehandlung für das göttliche Wesen Mensch (oder Leben im allgemeinen) vorsehen möchte :) <- was nichts anderes als der Platzhalter für die Strebungen des 'Es' ist )

    Die nutzlose Verabsolutierung/Wichtigstellung des Nichtidentischen (und ähnlicher Begriffe bei Adorno) hat im (Luhmannschen Sinne) keinerlei Bedeutung für die Kommunikation an sich.
    Ich halte es für eine religiöse Schrulle. Sie zeigen m.E.n. seine philosophische Kapitulation vor der Komplexität der Welt.
    Er hat aufgegeben und sich vor Gott verbeugt. o.s.ä. :)


    mvg Philzer
    Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

    Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

    Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Philzer ()

  • Philzer schrieb:

    Die nutzlose Verabsolutierung/Wichtigstellung des Nichtidentischen (und ähnlicher Begriffe bei Adorno) hat im (Luhmannschen Sinne) keinerlei Bedeutung für die Kommunikation an sich.
    Ich halte es für eine religiöse Schrulle. Sie zeigen m.E.n. seine philosophische Kapitulation vor der Komplexität der Welt.
    Er hat aufgegeben und sich vor Gott verbeugt. o.s.ä.
    Das Nichtidentische ist bei Adorno eine Chiffre für eine Reihe von Problemen. Mal steht es für das "Sachhaltige", "Faktische", mal für das "Materielle", Mal für den Vorrang des Objekts, mal für die nicht unter ein Allgemeines subsumierbare "Individualität". Sicher steht es nicht für Gott und ist auch keine Verneigung vor demselben, auch wenn Adornos Philosophie manchmal Züge einer Mystifizierung der "Individualität" annimmt. Aber er will gerade das Nichtidentische mit dem Begriff erschließen, indem er mit dem Begriff über den Begriff hinaus gelangt. Dazu bedarf es der Konstellationen von Begriffen.

    PS: Bei der Systemtheorie spielt das Nichtidentische keine Rolle oder höchstens als Umwelt des Systems. Das liegt mMn daran, dass die Systemtheorie eben eine konstruktivistische Theorie ist und den Konstruktionsprozess oder die Autopoesis des Systems in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen stellt.
    ERKLÄRUNG AN DAS FORUM
    "Volksverhetzung ist keine Meinung. Hass ist keine politische Position"
  • Das Nichtidentische ist das, was eben nicht identisch zum philosophischen System der Begriffe und nichtidentisch zu den Ideen ist, die sich durch Archetypen erklären lassen.
    Das nichtidentische ist somit primär das, was nichtmal nur gemeint oder geahnt werden kann und nichtidentisch ist zur wissenschaftlichen Methode
    „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
    Freiheit verweist darauf, in seiner Wahl frei von narrativen Irritationen sein zu können.
    Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Grundlage aller Philosophie.
    Die Geschichte von den zwei Quadraten.
  • das mit der Individualität und den Problem dir in einem Begriff zu fassen erschöpft sich m.e. eher im Nichtbegrifflichen und erst in zweiter Linie in nichtidentischen
    „Die Gegenwart ist die Zeit der Analysen, das Resultat aller Systeme, die jemals entstanden sind.“ - Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
    Freiheit verweist darauf, in seiner Wahl frei von narrativen Irritationen sein zu können.
    Das System als Ausgangspunkt des menschlichen Daseins ist Grundlage aller Philosophie.
    Die Geschichte von den zwei Quadraten.