Dialektische Überlegungen der Kunst, der Ästethik

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    • Dialektische Überlegungen der Kunst, der Ästethik

      Ich lese gerade bei Pragmatismus ziemlich viel mit.

      Mir geht es hier zum einen um eine materielle Bestimmung der Kunst.

      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst als Substitut für theologisch epistemische Grenzen.

      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst aufbauend auf dem "Kunstwerk" als Grundüberlegung jeder subjektiven ästethischen Erfahrung.

      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst als Element der Vernunft, aufbauend auf der Wahrnehmung und Farbenlehre.

      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst im materiell Allgemeinen, wie im subjektiv besonderen.

      Welcher Sinn existiert in der Kunst für ein Bewusstsein? Welche unsymmetrie der Körpermitte und damit auch der enormst ausdifferenzierten gesellschaftlichen Gesamtstruktur in ihrer Autopoiesis wird dadurch ausgeglichen? Welcher Nutzen wird aus der Kunst geschöpft in der Entwicklung, dem Werden des Menschen vom Primaten und seiner Urhorde(die Johann genial erklären kann) hin zu dem, der er heute ist?
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Was ist Kunst

      Hi Canuma,

      Schönes Thema. Und schwierig.
      Wie funktioniert Kunst = Bewusstsein?

      In einem der Lesezirkel die ich besuche hatte ja jemand sozusagen eine wunderschöne empirische Definition für Kunst vorgelegt:

      Kunst ist die gelungene Präsentation eines Lebensgefühls.


      Ich habe dann entsprechend meiner Phil eine rationale Def. anfügen wollen, in etwa so:

      Kunst ist diejenige Unternehmung/ Handlung des erweiterten Bewusstseins,
      die eine Reaktion im Unterbewusstsein zum Ziel hat. ....o.s.ä.


      Fakt ist also m.E. es muss eine Form von Erkenntnis vorliegen (damit stimmen wohl alle überein?).
      ( ich glaube so etwas hat auch Luhmann gesagt? )

      Am Beispiel des goldenen Schnittes im Bild wird das klar, auch in der Musik. Alles Mathematik pur. ( :) )

      In der Kunst wird nun bspw. ein Spiel mit diesen Harmonien getrieben, sie werden 'versteckt', etwas schwerer zugänglich gemacht (bspw. in der Musik durch Abwechslung verschieden hoher Harmonien, oder gar Disharmonien) um den Genuss dann wieder in der höheren Harmonie zu steigern, ich denke beim Bild kann man oft ähnliches entdecken? .....

      So in etwa ist mein Stand dazu.


      gruß Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Hi Groot,

      Groot schrieb:

      Mir geht es hier zum einen um eine materielle Bestimmung der Kunst.
      ....
      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst aufbauend auf dem "Kunstwerk" als Grundüberlegung jeder subjektiven ästethischen Erfahrung.
      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst als Element der Vernunft, aufbauend auf der Wahrnehmung und Farbenlehre.
      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst im materiell Allgemeinen, wie im subjektiv besonderen.
      Welcher Sinn existiert in der Kunst für ein Bewusstsein? Welche unsymmetrie der Körpermitte und damit auch der enormst ausdifferenzierten gesellschaftlichen Gesamtstruktur in ihrer Autopoiesis wird dadurch ausgeglichen?
      Welcher Nutzen wird aus der Kunst geschöpft in der Entwicklung, dem Werden des Menschen vom Primaten und seiner Urhorde ... hin zu dem, der er heute ist?

      Hab ich oben schon versucht.


      Groot schrieb:

      Ebenso um eine Bestimmung der Kunst als Substitut für theologisch epistemische Grenzen.

      Auf Was genauer möchtest Du dich beziehen?



      2. Versuch/ Ergänzung:


      Da Kunst logischerweise auch Erkenntnis bedeutet (man erkennt sozusagen mathematische Zusammenhänge durch das Unterbewusstsein bzw. dessen Zusammenwirken mit dem erweiterten Bewusstsein -> Erkenntnis findet statt (goldener Schnitt; Harmonie in der Musik wird erkannt etc) -> erfolgt eine emotionale 'Belohnung' durch das 'Es' ( Gefühlskosmos = Antwortrepertoire des 'Es' ) .... o.s.ä.

      Interessant müsste m.E. nach eine Untersuchung zwischen IQ und Kunstliebe sein. Kitsch versus Kunst sozusagen.
      Der geübte Musikhörer möchte vermutlich nicht ganz so simple Harmonien, er möchte es schwieriger, gelingt es ihm dann die Harmonie 'sozusagen trotzdem' noch zu erkennen, setzt der Belohnungsmechanismus ein. ( verständlich ?)


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Philzer schrieb:

      Kunst ist die gelungene Präsentation eines Lebensgefühls.

      Philzer schrieb:

      Kunst ist diejenige Unternehmung/ Handlung des erweiterten Bewusstseins,
      die eine Reaktion im Unterbewusstsein zum Ziel hat. ....o.s.ä.

      Philzer schrieb:

      2. Versuch/ Ergänzung:


      Da Kunst logischerweise auch Erkenntnis bedeutet (man erkennt sozusagen mathematische Zusammenhänge durch das Unterbewusstsein bzw. dessen Zusammenwirken mit dem erweiterten Bewusstsein -> Erkenntnis findet statt (goldener Schnitt; Harmonie in der Musik wird erkannt etc) -> erfolgt eine emotionale 'Belohnung' durch das 'Es' ( Gefühlskosmos = Antwortrepertoire des 'Es' ) .... o.s.ä.

      Interessant müsste m.E. nach eine Untersuchung zwischen IQ und Kunstliebe sein. Kitsch versus Kunst sozusagen.
      Der geübte Musikhörer möchte vermutlich nicht ganz so simple Harmonien, er möchte es schwieriger, gelingt es ihm dann die Harmonie 'sozusagen trotzdem' noch zu erkennen, setzt der Belohnungsmechanismus ein. ( verständlich ?)
      Das kann man durchaus so sehen.

      Ich glaub ich hab nen Kunstbegriff, der mit üblichem Kunstverständnis nichts zu tun hat. Weiß aber noch nich genau wie ich Kunst sehen soll...ich versuche die Transzendenzerfahrung halt irgendwie in die Kunst zu legen und nur den Ursprung der Transzendenz in die Theologie. Um die Theologie zu klein wie möglich zu halten und möglichst das meiste davon säkular und entmythisiert zu sehen,
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Interessant wäre hier vorallem eine Problemstellung, die ins Auge fasst, wie die Kunst eine Art "Dämpfer" war um den Wegfall des universalen Normenregelungssystems Religion abzufedern. Wie die Kunst Freiräume geschaffen hat um dem Menschen der Rationalisierung und Profanisierung der Welt sich nicht willenlos ausgesetzt zu sehen. Wie Strukturen, die ehemals im breiten Konsens der Religion existierten, durch eine Versprachlichung und Verbegrifflichung dieser Sphäre, sich in die Kunst transformiert haben.

      Mir geht es weniger um das Kunstwerk, das sich dem Gefühl und der Emotion öffnet, als vielmehr um die Autopoiesis des Systems "Kunst" und dessen rationalisierungsstruktur im Lauf der Geschichte. In welchem Maße die Kunst als wissenschaftliches Untersuchtes Gebiet Einfluss gewinnt und sich so als Substitut, für den nicht mehr universell erkennbaren gesellschaftlichen Konsens, in die Köpfe der Akademiker einfrisst und hier Veränderungen der Gesellschaftsstruktur ermöglichte - z.B. ein Akzeptieren der politischen und wirtschaftlichen Ordnung und deren rationalisierungsentwicklung.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Hi,

      Groot schrieb:

      Interessant wäre hier vorallem eine Problemstellung, die ins Auge fasst, wie die Kunst eine Art "Dämpfer" war um den Wegfall des universalen Normenregelungssystems Religion abzufedern. Wie die Kunst Freiräume geschaffen hat um dem Menschen der Rationalisierung und Profanisierung der Welt sich nicht willenlos ausgesetzt zu sehen. Wie Strukturen, die ehemals im breiten Konsens der Religion existierten, durch eine Versprachlichung und Verbegrifflichung dieser Sphäre, sich in die Kunst transformiert haben.

      Würde mich interessieren von Dir o.a. zu lesen. Hab ich im Moment wenig Vorstellung was Dir da vorschwebt..


      Groot schrieb:

      Mir geht es weniger um das Kunstwerk, das sich dem Gefühl und der Emotion öffnet, als vielmehr um die Autopoiesis des Systems "Kunst"

      Ich glaube nicht das Kunst eine eigene Autopoiesis hat, sagen wir so wie etwa das Auge auch keine eigene Autopoiesis hat.

      Kunst ist aber, seit sie entdeckt wurde von den Urmenschen, ein Bedürfnis.
      Ihr Lebenselixier ist m.E. die Schizophrenie aus 3D und 4D Erkenntnisapparat in unserem Bewusstsein.
      Genau deshalb ist sie auch immer so eng mit der Religion verbandelt gewesen, will sagen, die beiden hatte nie Probleme miteinander. :D


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer