geographische Mammutprojekte

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    • geographische Mammutprojekte

      ein Artikel hat mich auf die Idee für diesen thread gebracht

      Projekt 1

      das das Tote Meer immer mehr austrocknet,
      zugleich aber unter dem Meeresspiegel liegt,
      wäre es eine gute Idee,
      Meereswasser ins Tote Meer laufen zu lassen,
      das Gefälle zur Energiegewinnung zu nutzen
      und den Wasserspiegel im Toten Meer kontrolliert wieder anzuheben

      spiegel.de/wirtschaft/soziales/bild-1065565-578160.html
    • Mammutprojekte versus Mammutwachstum

      Hi schilla,

      An sich ist/wäre gegen Mammutprojekte nichts einzuwenden, wenn alle Beteiligten weit genug denken.
      Bspw. also müsste das Problem geklärt werden wohin mit der Salzlake aus den Entsalzungsanlagen.

      Geopolitisch: warum wird immer noch Salz aus Bergwerken gefördert, wo doch die Entsalzungsanlagen genug liefern könnten (oder irre ich da)?

      Beispiel: ich war vor einigen Jahren in Zypern auf Urlaub. Wir haben die Salzflächen überwandert aus denen bis vor kurzem noch Salz gewonnen wurde.
      Warum wurde? Ganz einfach, seit Zypern den Euro hat ist es billiger das Salz von Russland zu kaufen, wo es aus Bergwerken kommt..... (Auskunft Reiseführer)
      (die Unvernunft des Kapitals eben mal wieder)

      Natürlich bleiben immer große Risiken bei solchen Projekten, welche Zusammenhänge sich erst später herausstellen.
      Aber darum geht es mir nicht.

      Das Hauptproblem ist, frei nach Ivan Illich, die fehlende Selbstbeschränkung.
      D.h. schaffst Du jetzt die Lebenmöglichkeiten für 10 mal mehr Menschen, wirst Du schon übermorgen 15 mal mehr Menschen haben, und das Elend wurde nicht gelindert, vlt. sogar vergrößert.

      Fehlende Vierdimensionalität eben.

      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • das größte Problem bei der Rettung des Toten Meeres
      ist das Erdbebenrisiko
      (das Tal zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer ist nur deshalb da,
      weil es einer Bruchlinie folgt)

      die nachhaltigste Lösung wäre eine Kette von Seen
      dann kann man nämlich
      • das Gefälle einstellen
      • Strom erzeugen
      • den Chemismus des Wassers angleichen
      • eine Fischzucht aufbauen

      Philzer schrieb:

      wohin mit der Salzlake aus den Entsalzungsanlagen
      wenn man die Lake nicht im Toten Meer oder im Roten Meer haben möchte
      dann darf man dort eben keine Meerwasserentsalzung bauen

      in dem Moment, wenn sich Menschen ansiedeln,
      gibt es ja auch Abwasser
    • scilla schrieb:

      den Chemismus des Wassers angleichen
      das Wasser im Toten Meer hat
      einen hohen Magnesium- und Calcium-Anteil
      und einen geringen Natrium-Anteil

      das Wasser im Roten Meer hat einen hohen Natrium-Anteil
      und einen hohen (?) Schwefel-Anteil

      Schwefel und Calcium bilden Gips
      und damit dies nicht im Toten Meer passiert
      müsste man in einem der Seen das Rote Meer Wasser kalken,
      damit der Schwefel ausfällt

      dann dürfte sich durch das Meereswasser nur noch der Natrium-Anteil im Roten Meer erhöhen

      ob das jetzt irgendwie schlecht ist, weiss ich nicht
    • Hi scilla,

      Naja, da hast Du doch schon jede Menge Faktoren aufgezählt die problematisch sind.

      Was haben die Russen gemacht mit ihrem Aralsee. (Mammutprojekt ohne großes Hintergrundwissen/ und vermutlich auch ohne Wissen zu wollen)


      Was die Menschen interessiert ist unbegrenztes Wachstum, koste es was es wolle an Welt - nicht an Geld!

      Der Konkurrenzkampf des Kapitalismus zwingt dazu gnadenlos.
      Und hat auch den Ostblock dazu gezwungen seine Welt zu zerstören, weil er im Gegensatz zu den Staaten des Washingtoner Paktes weniger bis keinen Zugriff auf Ressourcen anderer hatte! (Weltwährung!)
      Der Pantheismus wiegt sich heute in Wohlgefallen, grünt seine kleinen Lebensinseln des Reichtums, während er die ganze Welt zerstört.( Reichtumsquell: Differenz 1. und 3. Welt - siehe auch meine Demokratieanalyse)

      Zurück zum Toten Meer. Interessieren tut die Menschen also Energiegewinnung und Süßwasser.
      Wenn man aus dem eingeleiteten Wasser kein Süßwasser machen 'darf', wird es auch keiner für viel Geld einleiten.... o.s.ä.


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Philzer schrieb:

      Interessieren tut die Menschen also Energiegewinnung und Süßwasser.
      ich unterstütze nur die geographische Dimension
      • das Verhindern des Austrocknens
      • vielleicht eine lokale Klimaänderung
      • vielleicht eine kleine Absenkung des Meeresspiegels
        (wobei das lächerlich gering ausfallen dürfte, da auch der See Genezareth noch 200 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und den sicher niemand überfluten will)


      zum Kalken könnte man vielleicht die Lake aus der Entsalzungsanlage verwenden
    • Philzer schrieb:

      Was haben die Russen gemacht mit ihrem Aralsee
      Projekt 2

      der Aralsee und das Kaspische Meer liegen in einer Senke
      in welche problemlos Wasser aus Sibirien strömen könnte

      man bräuchte nur einen Stausee in Sibirien
      und dann eine Röhre,
      welche das Wasser in das trockengefallene Tal leitet,
      welches zur Senke führt

      [IMG:https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4b/Ob_watershed.png/489px-Ob_watershed.png]
    • Hi scilla,

      scilla schrieb:

      Philzer schrieb:

      Interessieren tut die Menschen also Energiegewinnung und Süßwasser.
      ich unterstütze nur die geographische Dimension
      Ich wollte Dich nicht kritisieren. :)

      Mal generell. Sozusagen als Mega-Mammutprojekt 'Rettung der Erde':

      - die globale Zunahme von Wüsten ist ein Fakt, und ein großes Problem
      - ob vom Mensch verursacht oder nur beschleunigt vmtl. nicht klar nachweisbar (Rechner noch zu lahm, Messreihen ungenügend für perfekte Simulationsrechnungen?)

      Wie könnte man dem Begegnen?
      ....Es gibt mehr als genügend 'reißerische Artikel' welche darauf basieren, dass Wasser das 'Kriegsbeutegut' der Zukunft sein könnten......


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

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    • Philzer schrieb:

      ....Es gibt mehr als genügend 'reißerische Artikel' welche darauf basieren, dass Wasser das 'Kriegsbeutegut' der Zukunft sein könnten......
      die Warmzeiten auf der Erde waren immer (?) auch die Feuchtzeiten

      der Klimawandel dürfte die tropischen Trockengebiete dieser Erde feuchter machen,
      zumindest diejenigen, die von den Meeresstürmen erreicht werden können



      [IMG:http://www.nasa.gov/centers/goddard/images/content/187915main_rainfall_increase3.jpg]

      This figure shows how much each year's tropical rainfall differed from the long-term average rainfall over the entire 27-year period. Credit: Guojun Gu, NASA

      nasa.gov/centers/goddard/news/…rainfall_increase_prt.htm


      (dem außertropisch und weitab vom Meer gelegenen) Zentralasien
      hilft dagegen nur das Umleiten von sibirischem Wasser
    • scilla schrieb:

      Philzer schrieb:

      Was haben die Russen gemacht mit ihrem Aralsee
      Projekt 2
      der Aralsee und das Kaspische Meer liegen in einer Senke
      in welche problemlos Wasser aus Sibirien strömen könnte

      man bräuchte nur einen Stausee in Sibirien
      und dann eine Röhre,
      welche das Wasser in das trockengefallene Tal leitet,
      welches zur Senke führt
      Hmmm, denkst Du nicht das dazu soviel Wasser von den Flüssen entzogen wird, dass andere Probleme auftreten?
      (übersteigt meine Kompetenz deutlich)


      mvg Philzer
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    • Philzer schrieb:

      Hmmm, denkst Du nicht das dazu soviel Wasser von den Flüssen entzogen wird, dass andere Probleme auftreten?
      das einzige Problem könnte sein,
      daß das Polarmeer dann weniger Zustrom von Süßwasser hat

      in der sibirischen Tiefebene selber gibt es dagegen so viel Wasser,
      daß da ein Fluß mehr oder weniger keine Rolle spielt

      ein ganz anderes Problem sind aber die Brücken,
      die nötig werden,
      wenn da auf einmal ein Fluß nach Süden fließt
      (und vielleicht liegt ja auch die eine oder andere Ortschaft im Weg)

      die Chance durch das Wasser ist aber riesengroß
      (und länderübergreifend)

      • der Aralsee ist dann wieder voll
      • die Verwüstung von Zentralasien würde gestoppt
      • Lebensraum für viele Millionen Menschen würde geschaffen
    • Projekt Rettung der Weltmeere

      Hi scilla,

      Gute Idee.
      Ich weiß aber nicht wieviele Oktilliarden Tonnen 'langlebiger' Müll bereits in diese Industrie-Kloake der Menschheit geflossen ist?

      ( .... und ob da also eine halbe Million Schiffe über 100 Jahre im Einsatz ausreichen würden ...)

      Alle haben mitgemacht, die Reichsten natürlich am meisten, die anderen haben ja kaum Industrie, aber manchmal dafür unendlich viele Individuen ..... weites Feld....

      Problem: Wer bezahlt das? Die Reichen wollen nicht, die Armen können noch nicht einmal.....ob sie wöllten wäre noch eine andere Frage....

      -> siehe dialektische Einheit von Volk und Herrscher: primäres und also verbindendes Moment (das primäre Element ist immer das Stabilisierende) dieser ist die gleiche Bewusstseinsstufe.... -> das sekundäre Widerspruchselement (hier in den religiösen Formationen der Klassengesellschaft also die ungleiche Aufteilung der Güter aus dem gemeinschaftlichen Reproduktionsprozess) ist immer das den Fortschritt erzeugende .... (hat man am Verfall bspw. großer Teile des Wohnraumbestandes im Ostblock sehr schön erkennen können !)

      mvg Philzer
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    • Philzer schrieb:

      Ich weiß aber nicht wieviele Oktilliarden Tonnen 'langlebiger' Müll bereits in diese Industrie-Kloake der Menschheit geflossen ist?
      die Meere wieder zu säubern
      schafft der Mensch nicht

      aber wenn es hohe Konzentration von Dreck an bestimmten Stellen gibt,
      dann kann der Mensch an diesen Stellen aufräumen

      die Kosten für Deutschland sind nicht höher als ein spontaner Bundeswehr-Einsatz irgendwo auf der Welt
    • Hi,

      Ich stimme selbstverständlich zu, dass man endlich anfangen muss etwas zu tun anstatt nur zu reden.

      Gibt es denn irgendein sinnvolles Ergebnis beim Klimagipfel in Paris?


      mvg Philzer
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    • Hi,

      Hier mal ein nachdenkenswerter Artikel zum 250. Geburtstag von Thomas R. Malthus

      welt.de/geschichte/article1521…unger-der-Menschheit.html




      mvg Philzer
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Philzer ()

    • als letzten Strohhalm

      könnte man Insekten statt Fleisch essen
      (und die Insekten mit 'Unkräutern' füttern)

      könnte man Algen in den Meeren züchten
      (die man mit Abwasser düngt)

      ein größeres Problem ist aber wahrscheinlich,
      daß zu viele Menschen an einem Ort diesen Ort
      unbesiedelbar oder unbewirtschaftbar
      zurücklassen

      es kann also durchaus sein,
      daß so zukünftig mehrere Prozent der Landfläche
      für den Menschen zusätzlich verloren gehen
    • Insekten und Plato

      Hi scilla,

      scilla schrieb:

      als letzten Strohhalm

      könnte man Insekten statt Fleisch essen
      (und die Insekten mit 'Unkräutern' füttern) ....
      Ja klar, und wenn man es mit moderner Technologie macht, ist dagegen auch nichts einzuwenden.
      Es ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Problem.

      Weiterhin würde ich denken, dass die Nahrungsmittelproduktion nicht das alleinige Problem ist, sondern der Konsumismus den Weltverbrauch mindestens noch einmal verhundert- und in naher Zukunft vertausendfacht....

      Was mich aber eigentlich für mein Phil interessiert, sind einerseits die historischen Beispiele im Artikel,
      und andererseits der Verweis auf Plato, der also den Krieg dann schon so ähnlich wie ich 'verstanden' hat:

      Zitat aus o.verlinktem Artikel:

      ... Immerhin: Er dürfte sich durch frühere Gelehrte und die Geschichte inspiriert gefühlt haben. Bereits der Grieche Platon philosophierte über den Zusammenhang von Bevölkerungswachstum, Auswanderung und Krieg. Werde die optimale Zahl an Bewohnern überschritten und die Nahrung reiche nicht mehr, schrieb er, "müssen wir das Gebiet der Nachbarn beschneiden, wenn wir genügend Grund und Boden haben wollen, und jene wiederum das unsere. So werden wir dann Krieg haben."


      Aus welchem Werk Platos ist das? Und gibts das online?


      mvg Philzer
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