Dialektik als Beschreibung des Seienden

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    • Dialektik als Beschreibung des Seienden

      Die Dialektik beschreibt nur das Seiende, nicht das da-sein und auch nicht das Sein.

      Das da-sein ist für mich begriffen in der Psyche, dem Gehirn, sowie der Wechselwirkung aus Gesellschaftliche Gesamtheit, Kognition/Geist/subjektivität und Lebensrealität. Man könnte auch sagen Makrokosmos(materielle Dialektik...in die dann Modelle fallen die sowohl Lamarck, Dawkins und seine Memologie, Darwin, Luhmann, Einstein, Quantenphysik plausibel erscheinen lässt, Über-Ich) , Mesokosmos(Luhmann, Religionen, alles "innerreligiöse", Ökonomie gesondert neben Luhmann, Über-Ich), Mikrokosmos(eigenes Selbst, eigener Geist, GEIST Geist Unterscheidung, Gehirn, Kognition, Es), Metakosmos als Sein gedacht.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Ich würde diese Betrachtungen mit Dir lieber hier weiter führen, muss aber erst noch bissl darüber nachdenken

      CanumaPueblo schrieb:

      Philzer schrieb:

      Ich würde sagen, Solipsismus und Pantheismus sind die zwei Möglichkeiten eines absoluten, monistischen, philosophischen Idealismus?
      Solipsismus und Idealismus sind für mich notwendige Bedingung für einen Materialismus....ansonsten wäre die Welt nämlich Physikalistisch...und das ist sie notwendig nicht.Solipsismus ist eben individuell, wenn man quasi nur aus sich selbst heraus sein Es erkennt und das halbe Über-Ich(Moral als notwendig aber nicht gegeben) - während der Idealismus kollektivistisch ist und das eigene Es doppelt besetzt, als eigenes Es und negiert durch das Über-Ich, indem dieses Ethik als notwendig und eine Meta-Moral als gegeben setzt.
      Und was ist dann Idealismus, wenn Idealismus beschrieben werden kann durch einen Solipismus und einen materialistisch gesehenen Pantheismus? Im Begriff Idealismus muss ja etwas stecken, was ihn einzigartig und zum Begriff macht...m.E. das Ideal der Eutopie, während im Solipsismus die Utopie steckt und im Pantheismus heutzutage die Dystopie.

      Philzer schrieb:

      Du beziehst Dich auf die Motivationsebene: 'Darwinismus'; Freuds 'Es' ?

      Was also der Solipsist an 'Darwinismus' für sich gewinnt leistet er über die Herabsetzung der 'Anderen' : frei nach Fichte: 'von meinem Ich gesetzte Nicht-Iche' ,
      und der Pantheist durch die Meinungsfreiheit, welche ihm erlaubt dieselbe immer über die der 'Anderen' im Kampf hoch zu halten?

      Interessant ist hierbei auch die psychologische Erkenntnis Adornos:

      'Der Nominalismus sei der „Prototyp bürgerlichen Denkens“, bei dem äußerliche Formen die Oberhand über Inhalte bekämen und das Unrecht geschehen könne, wenn es nur formaljuristisch korrekt sei. Die „selbsterhaltende List“ der Beamten sei es, die „zwischen Wort und Sache“ unterscheiden wolle.'
      "n der Philosophie wird seit der Antike eine grundlegende Diskussion darüber geführt, ob man Universalien eine ontologische Existenz beimessen kann (Realismus) oder ob es sich um rein verstandesmäßige Begriffsbildungen handelt (Nominalismus)." - Wiki
      Ganz klar ersteres, wobei ich eher sagen würde, man muss ihnen eine epistomologische Existenz auf ontologischer Ebene beimessen...dies macht sie zu reinen verstandesmäßigen Begriffsbildungen, jedoch notwendig zu existierend und damit relevant für uns Menschen.

      Nicht-Iche ist ja keine "herabsetzung" es ist schlicht eine Unterscheidung die notwendig ist. Aber ja, gedanklich muss etwas unterschieden werden, damit ist zwar automatisch deren Wertgleichheit gegeben, aber gedanklich setzt man sie in unterschiedliche Begriffe oder auf unterschiedliche Ebenen. Ähnlich bei deinem Pantheismus.

      Das Problem ist, dass ja erstmal erklärt werden muss, dass es sich um rein verstandesmäßige Beriffe handelt, denen zusätzlich epistomologische Relevanz auf ontologischer Ebene zukommt... das was aber mit Nominalismus gemeint ist, ist wohl eher das, was Adorno beschreibt. Denn verstandesmäßige Begriffsbildungen sind auf niederen Ebenen, in den niederungen der Alltagssprache eine verzerrende Angelegenheit...

      Philzer schrieb:

      Mhhh. Auf was beziehst Du dich? Solipsismus ist reinster philosophischer Idealismus. Es gibt einfach keine Materie.

      Die Verwechslung, bzw. die absichtsvolle oder absichtslose Gleichstellung/ Verwendung von Idealismus/ philosophischem Idealismus; Materialismus und philosophischem Materialismus (Physikalismus) wurde und wird oft zur Verleumdung des philosophischen Materialismus benutzt, dabei ist es genau umgekehrt, so wie Du ja schon mehrfach selbst erkannt hast, und wie es auch Kern meiner Phil ist, dass im philosophischen Idealismus als Ideal eigentlich nur das eigene 'Es' steckt. (und was im Kampfpakt notwendig dazugehört)
      Der Solipsismus beschreibt die Wahrnehmung...für ihn sind Begriffe quasi nominalistisch.Während der Idealismus Handlungszusammenhänge von anderen oder von Systemen beschreibt...nebenher die eigene Wahrnehmung erkennt und beschreibt, aber hauptsächlich versucht den Logos zu definieren, der in Wirklichkeit die Unterschiede zwischen den zwei möglichen Welten, Realität und Ideal beschreibt...und in dem Begriffe eine ontologische Relevanz haben...weil sie Begrenzen, weil man vollumfängliche Kategorien entwickeln kann, die die Realität durch Begriffe repräsentieren und die Realität begrenzt, sowie die Dinge unterscheidet.

      gruß Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • CanumaPueblo schrieb:

      Die Dialektik beschreibt nur das Seiende, nicht das da-sein und auch nicht das Sein.

      Das da-sein ist für mich begriffen in der Psyche, dem Gehirn, sowie der Wechselwirkung aus Gesellschaftliche Gesamtheit, Kognition/Geist/subjektivität und Lebensrealität.
      bei mir gibt es eine verschachtelte Tabelle
      mit vier Zeilen

      Zeile 1: von außen
      Zeile 2: von innen
      Zeile 3: langfristig
      Zeile 4: kurzfristig

      die Umwelt, das Sein, das System ist für mich Zeile 2

      die Dialektik gehört bei mir zur Zeile 1 von außen,
      allerdings dort in Zeile 2
      die Dialektik ist der Gegenstand, der durch eine Synthese entsteht
    • Solipsismus & Idealismus, Versuche

      Hi Canuma,

      Mal zunächst nur zum 1. Abschnitt.
      Deine Darstellung finde ich sehr gut. Einfach/ Doppelbesetzung des 'Es' etc....

      Die Frage die bleibt, Du schreibst:

      Und was ist dann Idealismus, wenn Idealismus beschrieben werden kann durch einen Solipismus und einen materialistisch gesehenen Pantheismus?

      Naja, entsprechend der aus dem orth. Marxismus übernommenen Grundfrage der Philosophie:

      Was ist Primär? Sein oder Bewusstsein?

      Wenn man diese Frage phil.-idealistisch beantwortet ist es doch egal ob es nur einen Gott gibt und sonst nichts (beim Solipsist fällt Gott quasi in eins mit dem Solipsist - beim Pantheist fällt das Glaubenssystem in eins mit dem Pantheist - wie gesagt - ich finde die Parallelen interessant - komme aber nicht so richtig voran) oder ob es objektiver Idealismus ist (alle klass. Religionen) d.h. eine Materie wird anerkannt, aber selbige wurde eben von einem Gott erschaffen, was entweder im Pantheismus übernommen wird, oder zu einer Art Panpsychismus umgemodelt wird, das wäre dann eine Art Agnostizismus (Lenin: verschämter Materialismus, also um materialistische Positionen der Wissenschaft mit nutzen zu können)

      Panpsychismus macht m.E. den Fehler, Bewusstsein mit Luhmannscher Kommunikation zu verwechseln. Jede Materieform 'kommuniziert' im Luhmannschen Sinne. (Gravitation, Magnetfelder etc)
      Dies Gleichzusetzen mit Bewusstsein halte ich einfach für Unfug. Man kann es natürlich als reines Wortspiel betrachten......

      Noch Ideen?


      gruß Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • @ scilla:

      Kannst Du ein Schaubild zu Deiner These entwerfen?


      gruß Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • scilla schrieb:

      Zeile 1: von außen
      Zeile 2: von innen
      Zeile 3: langfristig
      Zeile 4: kurzfristig
      Ja, nur sagt das garnichts bzw. alles, weil innerhalb des sprachlichen ist es immer entweder "ausserhalb" oder "innerhalb" eines Begriffs.
      Ebenso ist etwas immer lang- oder kurzfristig, die Frage ist nur in Relation zu was und welche Zeit?

      scilla schrieb:

      die Umwelt, das Sein, das System ist für mich Zeile 2
      Umwelt und System ist Seiend...wie kann das Sein selbst von innen nach aussen wirken? Sein ist doch "außen" bzw. außen und innen.

      scilla schrieb:

      die Dialektik ist der Gegenstand, der durch eine Synthese entsteht
      Der Gegenstand der durch eine Synthese entsteht ist m.E. das Wesen(tliche) der zwei beobachteten Gegenstände.
      Die Dialektik ist die Methode die erkannt wird, wenn man die eigene Emotion zum einen materiell dialektisch belegt und zum anderen eben mit den eigenen Emotionen, weil dadurch entsteht eine "dialektische Sicht" auf den Kern des erkennbaren, die Emotion entweder als Gehirn oder als Seinsgeschichte dargestellt.

      scilla schrieb:

      die Dialektik gehört bei mir zur Zeile 1 von außen,
      allerdings dort in Zeile 2
      naja, man kann Dialektik nicht wirklich erklären...Dialektik ist einfach m.E. ist sie eine Notwendigkeit um den Kern des lebendigen und des da-seins zu begreifen...im Endeffekt nur ein Begriff dafür, dass man Evolution kennt und versteht "wie" der Mensch denken muss.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Philzer schrieb:

      Was ist Primär? Sein oder Bewusstsein?
      es ist beides gleich Primär.

      Das Sein ist das, worauf alles seit der Religion referiert. Das Bewusstsein ist das, was man den vielen die das Sein noch nicht erkannt haben erklären muss...weil das ja schlicht eine Art Bewusstheit des zeitlichen da-seins ist.

      Philzer schrieb:

      Wenn man diese Frage phil.-idealistisch beantwortet ist es doch egal ob es nur einen Gott gibt und sonst nichts (beim Solipsist fällt Gott quasi in eins mit dem Solipsist - beim Pantheist fällt das Glaubenssystem in eins mit dem Pantheist - wie gesagt - ich finde die Parallelen interessant - komme aber nicht so richtig voran) oder ob es objektiver Idealismus ist (alle klass. Religionen) d.h. eine Materie wird anerkannt, aber selbige wurde eben von einem Gott erschaffen, was entweder im Pantheismus übernommen wird, oder zu einer Art Panpsychismus umgemodelt wird, das wäre dann eine Art Agnostizismus (Lenin: verschämter Materialismus, also um materialistische Positionen der Wissenschaft mit nutzen zu können)
      Kp, Pantheismus ist m.E. richtig und alle Religionen, sowie der Solipsismus besagen alle genau das, was mein Pantheismusbegriff sagt...und weil ich diese komische Erleuchtung hatte, sehe ich den Pantheismus - also ja im Prinzip ein nicht-Gott - als persönlichen Gott der mir immanent ist als irgendein Teil meines Gehirns.

      Agnostizismus ist m.E. in Bezug gegeben welcher Art das Höchste ist....aber ist ja alles egal, jeder erkennt das eh für sich selbst und hält das, was er erkennt für wahr.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • CanumaPueblo schrieb:

      Die Dialektik ist die Methode die erkannt wird, wenn man die eigene Emotion zum einen materiell dialektisch belegt und zum anderen eben mit den eigenen Emotionen, weil dadurch entsteht eine "dialektische Sicht" auf den Kern des erkennbaren, die Emotion entweder als Gehirn oder als Seinsgeschichte dargestellt.
      wenn ein Atomkern und eine Atomhülle (gegen alle Vernunft) zusammen ein Atom ergeben
      wenn ein Mann und eine Frau ein Kind zeugen (aus heiterem Himmel)
      wenn zwei Lebewesen symbiotisch mehr erreichen als alleine
      dann ist das für mich Dialektik

      das Verbinden von Fühlen und Denken (und Handeln) ist für mich keine Dialektik



      CanumaPueblo schrieb:

      Ja, nur sagt das garnichts bzw. alles, weil innerhalb des sprachlichen ist es immer entweder "ausserhalb" oder "innerhalb" eines Begriffs.
      Ebenso ist etwas immer lang- oder kurzfristig, die Frage ist nur in Relation zu was und welche Zeit?
      nimm einen Begriif
      und frage Dich,
      was an diesem Begriff ist von außen?
      (welcher andere Begriff beschreibt von außen?)
      was an diesem Begriff ist von innen?
      (welcher andere Begriff beschreibt von innen?)
      was an diesem Begriff ist langfristig?
      (welcher andere Begriff beschreibt langfristig?)
      was an diesem Begriff ist kurzfristig?
      (welcher andere Begriff beschreibt kurzfristig?)

      ein Beispiel

      die Umwelt ist von innen
      (ich schaue von innen um mich herum)
      die Umwelt hat aber ein von außen, nämlich ihren Bestand (Periodensystem)
      die Umwelt hat aber ein von innen, nämlich die Sphäre als den Geltungsbereich des Systems
      die Umwelt hat aber ein langfristig, nämlich die Evolution des Systems in Phasen
      die Umwelt hat aber ein kurzfristig, nämlich der ideologische/empirische Zugang

      .....

      mit diesem Verfahren kann man Begriffe zuordnen
      wie ist ein Begriff zu verstehen?

      zweites Beispiel
      die Dialogik ist von außen (der Gegenstand wird nur besprochen)
      die Dialektik ist von innen (der Gegenstand wird erzeugt)
      die Hermeneutik ist langfristig (der Gegenstand entwickelt sich)
      der Dualismus ist kurzfristig (der Gegenstand wird einer ähnlichen Form zugewiesen)
    • scilla schrieb:

      wenn ein Atomkern und eine Atomhülle (gegen alle Vernunft) zusammen ein Atom ergeben
      wenn ein Mann und eine Frau ein Kind zeugen (aus heiterem Himmel)
      wenn zwei Lebewesen symbiotisch mehr erreichen als alleine
      dann ist das für mich Dialektik

      das Verbinden von Fühlen und Denken (und Handeln) ist für mich keine Dialektik
      kp, das is für mich alles keine Dialektik, sondern einfach
      1. Modell
      2. die Natur
      3. kp, wahrscheinlich eine Erkenntnis aus nicht-egoistischem Denken

      Dialektik ist für mich immer die Symbiose des Weltgeistes mit dem subjektiven Geist als Synthese in einem menschlichen Körper.
      Dialektik versucht für mich immer die Widersprüche zwischen der Gesellschaft und den Einzelnen zu synthetisieren...meist ist das Werkzeug der Synthese die Sprache, die Geschichte und eben die Emotion als dauerhafte Konstante beim Menschen.

      scilla schrieb:

      nimm einen Begriif
      und frage Dich,
      was an diesem Begriff ist von außen?
      (welcher andere Begriff beschreibt von außen?)
      was an diesem Begriff ist von innen?
      (welcher andere Begriff beschreibt von innen?)
      was an diesem Begriff ist langfristig?
      (welcher andere Begriff beschreibt langfristig?)
      was an diesem Begriff ist kurzfristig?
      (welcher andere Begriff beschreibt kurzfristig?)
      Ja, naja Begriffe sind kompliziert...steht aber im Grunde in der Lehre des Wesens bei Hegel oder bei Luhmann in "Die Wissenschaft der Gesellschaft". Aber der Logos ist eh auch nicht erklärbar, zumal er aus mehreren Perspektiven für wahr-gehalten werden kann.

      scilla schrieb:

      die Umwelt ist von innen
      (ich schaue von innen um mich herum)
      die Umwelt hat aber ein von außen, nämlich ihren Bestand (Periodensystem)
      die Umwelt hat aber ein von innen, nämlich die Sphäre als den Geltungsbereich des Systems
      die Umwelt hat aber ein langfristig, nämlich die Evolution des Systems in Phasen
      die Umwelt hat aber ein kurzfristig, nämlich der ideologische/empirische Zugang
      naja, das Problem an solchen Listen ist immer, dass man erstmal alle Begriffe abstimmen müsste und selbst dann die Bestimmungen der einzelnen Begriffe unterschiedlichst verknüpft sind, sich also Begriffe von denen man denkt A und B hätten eine Deckungsgleiche Sicht drauf, trotzdem unterscheiden in ihrer Schichtung und auf welche weitere Perspektiven, Begriffe und Kategorien sie sich beziehen, durch welche Ebenen sie bestimmt werden können und auf welchen Ebenen die Begriffe überhaupt existieren.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • scilla schrieb:

      a ACHTSAMKEIT, GEGENSTAND, GEOMETRIE ...
      dualistisch
      dialektisch
      hermeneutisch
      dualistisch
      - komplex
      - einfach
      Vorstellen kann ich mir etwas unter
      dualistisch, wobei ich diese Denke nicht richtig verstehe, weil sie sieht dem Sein das eigene da-sein gegenüber und das Seiende als "verbindendes" Element, anstatt das da-sein selbst nochmal zu unterteilen in da-sein des Seienden und da-sein des eigenen Selbst.
      dialektisch
      hermeneutisch

      einfachen Dualismus verstehe ich denke ich, der ist ja in seinen Extremen begrenzt durch Solipismus und naiven Realismus.
      komplex verstehe ich nicht genau, was begreifst du darunter und was meinst du darüber?

      scilla schrieb:

      b SEIN, UMWELT, SYSTEM ...
      nicht-Sein
      da-Sein
      Seiend
      - wesensgleich
      - funktionsgleich
      Sein,Umwelt,System sind m.E. drei völlig verschiedene Sachen.

      nicht-Sein verstehe ich, halte ich aber nicht für einen kohärenten Begriff.
      da-sein lässt sich auf mehrere Weisen begreifen
      Seiend ist eindeutig, Seiend ist m.E. aber vorallem das um uns herum, man selbst "ist", einer "ist", Ich bin.

      scilla schrieb:

      c WESEN, ERKENNTNISWEG ...
      Körper
      Substanz
      Materie
      Freizügigkeit
      - sozial
      - liberal
      Erkenntnisweg und Wesen sind m.E. zwei Unterschiedliche, aber doch ähnliche Dinge.

      begriffen als von a über b ... nach d?

      würde ich so beschreiben:

      Weltgeist - eigener Geist - eigener Körper - Sprache - Substanzen - Gehirn - System - Umwelt - lebendiges - unbelebtes - eigenes Selbst - Sein, da-sein, Seiendes
      eher grob bei mir der Weg

      scilla schrieb:

      d RICHTUNG, NATUR ...
      - vorher
      - nachher
      da wirds kompliziert :P Zeit macht alles sehr sehr sehr sehr kompliziert, sehr viel komplizierter als sich das die meisten vorstellen oder überhaupt denken können.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Hi Groot,

      Mhhh? Das wäre doch Hegel: "... ist der Gang Gottes in der Welt, daß der Staat ist"
      Und das wäre dann idealistische Dialektik?

      Marx dachte aber an die allmähliche Auflösung des Staates.
      (was ich nicht unbedingt so sehe, bzw. fehlt eine Theorie dazu welche eine Funktionalität in der Zeit denkbar macht - alles andere ist falsifiziert: Spartakusaufstand, Bauernkriege, Oktoberrevolution etc etc - geht m.E. bissl in Richtung Utopie und korreliert mit den Befreiungstheologen, kann aber an mir liegen - das Ich's eben nicht schnalle . .. :) )

      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Philzer schrieb:

      Mhhh? Das wäre doch Hegel: "... ist der Gang Gottes in der Welt, daß der Staat ist"
      Und das wäre dann idealistische Dialektik?
      Das Staats-Wesen, also das Wesen, welches idealistisch den Staat repräsentiert west als Gang Gottes in der Welt - das ist nicht verkehrt. Man kann es aber entmythisieren indem man den Schöpfer auch tatsächlich ins Jenseitige schiebt, wo ihn die Theologie vermutet und statt Gott die Vernunft oder die Entwicklung hin zu einem freien Staatswesen führt.
      Dies ist dann Idealismus, da man Ideale in der Zukunft im Auge hat, deren Existenz notwendig ist, weil der Mensch 3Dimensional ist, 4Dimensional denkt und in einem min. 5 Dimensionalen etwas existiert.

      Idealistische Dialektik ist das eigene zurückhangeln des menschlichen Geistes, welcher transzendiert ist. Ein Zurückhangeln aus dem "eins sein mit allem" und darum unbegrenzt dem Wahnsinn geöffnet zu sein, zurück in den Bereich, in denen epistomologische Grenzen objektiv noch nicht verletzt sind.

      Der Dialog der dann entspringt, wenn sich der transzendierte Geist und der existente Körper innerhirnisch gedanklich unterhalten, da könnte man als idealistische Dialektik auslegen - oder als Selbstheilung des wahnsinnig gewordenen Verstandes, der sich seines eigenen Wahnsinns bewusst ist.

      Idealistische Dialektik könnte man auch als Sprachspiel durch und durch beschreiben.

      Philzer schrieb:

      Marx dachte aber an die allmähliche Auflösung des Staates.
      (was ich nicht unbedingt so sehe, bzw. fehlt eine Theorie dazu welche eine Funktionalität in der Zeit denkbar macht - alles andere ist falsifiziert: Spartakusaufstand, Bauernkriege, Oktoberrevolution etc etc - geht m.E. bissl in Richtung Utopie und korreliert mit den Befreiungstheologen, kann aber an mir liegen - das Ich's eben nicht schnalle . .. )
      Anarchie ist die einzig logische Option, alles andere sind nur Übergangszustände die nötig sind um den Menschen seine Vierdimensionalität zu lehren.

      falsifiziert, son schwachsinn...als ob nicht alles dynamisch wäre und Falsifikationen nicht dadurch falsifiziert werden könnten, dass die Dynamik plötzlich doch nochmal auf altbewährtes zurückgreift...nur dann ein wenig verändert.

      Falsifiziert sein kann etwas nur formallogisch oder naturwissenschaftlich niemals in der Seinsgeschichte...zumindest meiner Meinung nach.
      Hier gibt es nichts zu sehen!
    • Hypothetisches

      Hi Groot,

      Groot schrieb:

      Anarchie ist die einzig logische Option, alles andere sind nur Übergangszustände die nötig sind um den Menschen seine Vierdimensionalität zu lehren.
      Sehr interessant.

      Du gehst also davon aus, dass der Mensch diese Lehre aufnehmen kann, und dann wäre (so 'mir nichts dir nichts') Vierdimensionalität (dialektische Selbstbeschränkung des Wachstums durch die Vernunft um Übernutzungskrisen zu vermeiden - nicht Stillstand! ) ohne 'Staatskontrolle' möglich?

      Welcher theoretische Anarchist hat da schon Vorarbeit geleistet?


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Hi,

      Groot schrieb:

      Philzer schrieb:

      was eine ESS ist.
      das verstehe ich, sogar mathematisch...Spieltheorievorlesung sei dank.


      Wunderbar.

      Groot schrieb:

      Philzer schrieb:

      Kurzversuch: Der Altruist hilft den Schwachen in der Formation. Er unterscheidet sich aber hinsichtlich der Kurzfristigkeit seines Denkens in keinster Weise vom Egoist.
      Der Egoist will unendliches Wachstum seiner Gierbefriedigung (Konsumexplosion -> Zerstörung der Welt), der Altruist will unendliches Wachstum aller.
      (unendlich viel Gutes/Liebe -->> Bevölkerungsexplosion -> Zerstörung der Welt )
      ich wage zu bezweifeln, dass der Altruist unendliches Wachstum aller will :P



      Will ist gut. :)
      Er reflektiert das überhaupt nicht!
      Bis das Biotop zusammenbricht. Beim Tier ist das nicht anders wenn man es in ein fremdes Biotop bringt bspw. .....


      Groot schrieb:

      Was ist dann Kommunismus, nicht ein System basierend auf einer altruistischen Idee? Was ist dann Sozialwissenschaft, zumindest der nicht-deskriptive Pfad?


      Der orthodoxe Marxismus war, zu seiner Zeit, eine wissenschaftliche Weltanschauung, und wollte also, so interpretiere ich das, eine wissenschaftlich gestaltete Welt. (die Masse will das nicht -> größte narzistische Kränkung des 'Es')

      Oben schreibst Du ESS verstanden, und nun das? Wie geht das zusammen? Altruismus und Egoismus, müssen/könnten beide durch wissenschaftliches Verhalten ersetzt werden.

      Groot schrieb:

      m.E. eindeutig altruistisch geprägt.


      Mit Verlaub, das halte ich für eine emotional konnotierte, bzw. esoterische Annahme. :)


      Groot schrieb:

      Klar kann man unter Altruismus auch blindes helfen wollen verstehen, a la Mutter Theresa oder sowas - aber ich würde bezweifeln, dass sich diese Form von Altruismus mehr Gedanken macht als es die konkrete Hilfe bedarf - an den Punkt, wo sie über ihre abstrakten Ziele nachdenkt, kommt ein solcher Altruismus garnicht, weshalb ihm wohl sein "wollen" dort verschlossen bleibt; es zumindest nicht "unendliches Wachstum aller" ist, sondern eher sowas wie "Gerechtigkeit oder materielle Gleichheit aller".


      Hast Du doch richtig erkannt, einen Altruismus der über abstrakte Ziele nachdenkt gibt es nicht !
      Das ist dann Wissenschaft. Diese aber wiederum wird vom Normalindividuum ganzheitlich abgelehnt, weil es seine Gier einschränken würde, egal ob die sich nun gerade im Kinder- oder Offroaderwachstum manifestiert .....

      Groot schrieb:

      wieso sollte ein Altruist nach innen hin Egoist sein?


      Hab ich nirgendwo geschrieben.
      Die dialektische Einheit (Formation) besteht aus Egoisten und Altruisten. (und natürlich alle Mischformen, ist für die theoretische Überlegung uninteressant)

      Groot schrieb:

      Versteh ich nicht - und nein das Argument "Auch der Altruist tut gutes nur, weil es dem altruist gut tut" ist kein Argument - denn der Altruist hat seine Emotionen bewusst so konditioniert, dass sie ihm ein gutes Gefühl bescheren, wenn er gutes tut. Diese Art von Konditionierung ist in einem Naturalismus eine absolut kontrafaktische, eine Negation, die durch Willenskraft geschaffen wird.


      Er hat gar nichts bewusst getan, es sei denn Du meinst die Bewusstseinsstufe der Tiere.
      Ja es ist ein Naturalismus, und dieser kommt über opportunistisches Verhalten nicht hinaus.

      Bewusstes Denken verlässt nicht nur Egoismus, sondern eben auch Altruismus.
      (anderenfalls hast Du eine sich alle 25 Jahre verdoppelnde Menschheit, die sich über nichts eine Birne macht, und die Du wie eine Bakterienlösung in einer Petrischale füttern musst .....

      Groot schrieb:

      Der Altruismus existiert nicht in der Masse - er ist dort nicht vorhanden, altruistisch sind immer nur wenige Einzelne.



      Also doch nicht verstanden? Er ist exakt nach der Spieltheorie in der Masse enthalten. Kannst Du doch im Forum gut sehen.


      Groot schrieb:

      Die Masse denkt egoistisch, was bedeutet, dass sie entweder instrumentell oder strategisch handelt(gemäß Habermas Differenzierung, S. 384) bzw. gemäß der Sitte oder des Eigeninteresse(S. 383). Der Altruist hingegen orientiert sein Handeln an der Verständigungsfähigkeit mit anderen und an Hand von Normen, was bedeutet, dass er "kommunikativ" handelt(384) oder in anderer Terminologie ein gegenwärtiges konventionelles Gemeinschaftshandeln oder ein postkonventionelles Gesellschaftshandeln anstrebt(S. 383)



      1.) Erstmal dialektisch falsch, siehe oben Spieltheorie.
      2.) Naja, hatte ich erklärt, Wirkungskreis der Emotionen, außerhalb des Nahfeldes gibt es nur noch Egoismus, o.s.ä.


      Groot schrieb:

      naja, ob Demokratie unmöglich wird, wenn sie nicht mehr auf ihre ökonomischen Vorteile zurückgreifen kann und sich so save stabilisieren kann weiß ich nicht.



      Ich weiß das auch nicht. Aber meine Modelle, die natürlich falsch sein können, sagen mir das, und Indizien in der Realität, wie AfD etc, scheinen meine Modelle alle zu bestätigen.
      Ich bis jetzt habe ich überhaupt nichts in der Realität gefunden, was meine Phil nicht deskriptiv beschreiben würde ....

      Groot schrieb:

      Die Alternative erscheint hier denke ich den meisten nicht allzu verlockend - die Frage wäre höchstens, ob eine Demokratie in einem Zustand, in dem die Auslagerung nicht mehr möglich ist, von den nicht-demokratischen Staaten platt gemacht würde, auf Grund der dann wohl eher prekären Lage der Demokratie - aber da wären wir dann im wilden "herummeinen" und spekulieren.



      Konsens, bringt nicht viel.


      Groot schrieb:

      Dein Problem ist, dass du hier noch immer nur in einer dualistischen Einteilung denkst - zwei Alternativen. Im evolutionären Fernhorizont, auf den du schielst, muss man aber eine Vierteilung haben - Relationen von Relationen gilt es hier zu untergliedern.



      Der evolutionäre Fernhorizont wird nicht gebraucht, das erledigt die Wissenschaft. Natürlich nicht mit der Masse. Soviel wissen wir heute. Sie stirbt lieber. -> Fertilitätsrate ... (sie hat keine Wahrheit im Sein mehr ... o.s.ä., sie war nur das von den Herrschern gezüchtete Menschenvieh, dessen Zeitalter nun abläuft, da sie von Maschinen und Robotern ersetzt wird ... o.s.ä.)


      mvg Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer

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