Mythos

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    • wenn ich mir den wikipedia-Eintrag zur Postmoderne ansehe,
      dann steht da,
      daß der Mythos nicht in diese Zeit passen will


      Ablehnung oder kritische Betrachtung eines universalen Wahrheitsanspruchs
      im Bereich philosophischer und religiöser Auffassungen und Systeme
      (sog. Metaerzählungen oder Mythen wie Moral – wodurch Postmoderne zum Amoralismus wird – ,
      Geschichte, Gott, Ideologie, Utopie oder Religion,
      aber auch, insofern sie einen Wahrheits- oder Universalitätsanspruch trägt, Wissenschaft)

      de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne

      nun ist der Mythos zweifellos anti-korrelationistisch
      (und zwar deshalb, weil das Vorher/Nachher einer historischen Erzählung
      in die Gleichzeitigkeit* transformiert wird

      * Diachronie (zeitlicher Abstand zwischen Vorher und Nachher)
      Synchronie (Gleichzeitigkeit)

      der Mythos erweitert so das Spektrum fundamentaler Aussagen zu einem Thema,
      formuliert dadurch aber seltsam erscheinende Abhängigkeiten

      aus historischer Sicht entstammt der Mythos der archaischen Phase
      und hängt ganz eng mit dem Gespräch am Lagerfeuer, dem Tanz und
      der (geo)graphischen Fixierung von Verträgen zusammen
    • zum Thema Mythos habe ich folgenden wikipedia-Eintrag gefunden,
      der sehr gut zum Thema passt

      alles, was im Fettdruck steht,
      trifft auch auf den spekulativen Realismus zu
      und erklärt wohl auch das vereinzelte Interesse an science fiction


      Ernst Cassirer charakterisiert den Mythos als „Denkform“ mit folgenden Merkmalen:
      Der Mythos ebenso wie das religiöse Ritual machen keine Unterscheidung zwischen verschiedenen Realitätsstufen (Immanenz/Transzendenz).
      Der Mythos kenne zudem keine Unterscheidung zwischen „Vorgestelltem“ und „wirklicher“ Wahrnehmung (Traum/Wacherlebnis)
      und keine scharfe Trennung zwischen der Sphäre des Lebens und des Todes.
      Er kenne keine Kategorie des „Ideellen“,
      denn alles (auch Krankheit und Schuld) habe „Dingcharakter“.
      Er betrachte Gleichzeitigkeit oder räumliche Begleitung als „Ursache“ von Ereignissen („post hoc ergo propter hoc“). Diese Merkmale lassen sich laut Cassirer nicht nur im „echten Mythos“, also der Göttererzählung, finden, sondern auch in anderen Textarten wie in Gebeten und Liedern.

      Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen.

      de.wikipedia.org/wiki/Mythos