Gespräche und Absprachen zum Projektfortgang

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    • Gespräche und Absprachen zum Projektfortgang

      Wie steht es mit "Nach der Endlichkeit" von Meillassoux? Wem liegt dieses Buch vor? Kann ein Lektürethread mit Aussicht auf Beteiligung starten?

      Das Buch umfasst fünf Kapitel:
      1. Die Anzestralität (S. 13-45);
      2. Metaphysik, Fideismus, Spekulation (S. 47-73);
      3. Das Prinzip der Faktualität (S. 75-111);
      4. Humes Problem (S. 113-150);
      5. Die Rache des Ptolemäus (S. 151-172).

      Die einzelnen Kapitel sind locker und ohne größeren formalen Aufwand in Abschnitte eingeteilt, wobei die Übergänge mit "***" markiert sind.

      Kapitel 1 zur Anzestralität ist in vier Abschnitte gegliedert:
      Abschnitt 1 behandelt das Problem der primären und sekundären Qualitäten (S. 13-23);
      Abschnitt 2 erörtert Anzestralität und sich daraus ergebende Einwände gegen den Korrelationismus (S. 23-34);
      Abschnitt 3 bespricht mögliche Entgegnungen von korrelationistischer Seite (S. 34-44);
      Abschnitt 4 bringt eine Zwischenbilanz (S. 44-45).

      Eine Lektüre würde mit Kapitel 1, Abschnitt 1 zu primären und sekundären Qualitäten beginnen. Das Thema ist Meillassoux wichtig. Zudem macht es deutlich, wie sich Philosophiehistorie in einer aktuellen Debatte fruchtbar machen lässt, ohne bloß philosophische Sentimentalität zu bedienen.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Fliege wrote:

      Wie steht es mit "Nach der Endlichkeit" von Meillassoux? Wem liegt dieses Buch vor? Kann ein Lektürethread mit Aussicht auf Beteiligung starten?


      Ja, ich habe das Buch und auch Freude daran. Manchmal.

      Fliege wrote:

      wie sich Philosophiehistorie in einer aktuellen Debatte fruchtbar machen lässt, ohne bloß philosophische Sentimentalität zu bedienen.


      du scheinst zu sehen, dass Philosophiehistorie ( es genügt mir schon das Wort zu lesen, jetzt muss ich es aus noch hinschreiben)
      auch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten zulässt als Abendlektüre oder als Trostbuch.
      Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt---meins nicht.
      Zumindest weiß ich nicht, wie ich ins Leben gekommen bin.

      (W.Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Kapitel 1.: Mein Leben als Zwergpirat, 1. Satz)
    • byLaszlo wrote:

      Fliege wrote:

      wie sich Philosophiehistorie in einer aktuellen Debatte fruchtbar machen lässt, ohne bloß philosophische Sentimentalität zu bedienen.

      du scheinst zu sehen, dass Philosophiehistorie ( es genügt mir schon das Wort zu lesen, jetzt muss ich es aus noch hinschreiben) auch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten zulässt als Abendlektüre oder als Trostbuch.

      Das scheine ich so zu sehen und das sehe ich sogar so :-). Und ich bin auch sehr froh, dass du das Wörtchen "Trostbuch" eingeführt hast, weshalb ich ungerührt auf Blumenberg verweisen kann, der meint [*]: "Weshalb sind wir trostbedürftig? Weil wir keinen Grund haben dazusein. ... Der Mensch ist das Wesen, dem es unerträglich werden kann, durch den nacktesten aller Zufälle zu existieren. Vielleicht wäre einer der zentralen Definitionsessays für den Menschen dieser, er sei das gewollt sein wollende Wesen."

      [*] Zitiert nach "Der Wille, gewollt zu sein" von Oliver Müller, Berliner Zeitung vom 4. Dezember 2006.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • [Einschub] Ich hab "Realismus jetzt", welches auch einen Aufsatz von Meillassoux enthält. Teilweise wird sich das überschneiden. Zum Beispiel hier: "Abschnitt 2 erörtert Anzestralität und sich daraus ergebende Einwände gegen den Korrelationismus (S. 23-34)"; Wie könnte man das verbinden? Ein Doppel-Semi-Lesethread wäre vielleicht eine Überlegung wert!? [/Einschub]
    • Fliege wrote:

      Das scheine ich so zu sehen und das sehe ich sogar so :-). Und ich bin auch sehr froh, dass du das Wörtchen "Trostbuch" eingeführt hast, weshalb ich ungerührt auf Blumenberg verweisen kann, der meint [*]: "Weshalb sind wir trostbedürftig? Weil wir keinen Grund haben dazusein. ... Der Mensch ist das Wesen, dem es unerträglich werden kann, durch den nacktesten aller Zufälle zu existieren. Vielleicht wäre einer der zentralen Definitionsessays für den Menschen dieser, er sei das gewollt sein wollende Wesen."
      Einfach mal weg sein und anderes sehen als sich selbst. Urlaub von sich selbst führt paradoxerweise zu demjenigen zurück, den man mit dem ersten Atemzug verloren und mit dem ersten Augenaufschlag angefangen hat zu suchen.
    • novon wrote:

      Ich hab's auch heute in der Post gehabt. Ich hab mir erstmal Kap. 5 vorgenommen und fand die ersten 10 Seiten des Kapitels schon mal sehr informativ und schlüssig in Bezug auf Meillassoux Position.

      Fein, also gönnen wir uns noch einige Tage der Ruhe und Lektüre - an beliebigen Orten :-).
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Fliege wrote:

      novon wrote:

      Ich hab's auch heute in der Post gehabt. Ich hab mir erstmal Kap. 5 vorgenommen und fand die ersten 10 Seiten des Kapitels schon mal sehr informativ und schlüssig in Bezug auf Meillassoux Position.

      Fein, also gönnen wir uns noch einige Tage der Ruhe und Lektüre - an beliebigen Orten :-).
      Manchmal dauert was man zu sagen hat nur eine Zigarette, guter Fliege. :)

      (Ich bewundere immer als Nichtraucher das Gemeinschaftsgegfühl der Raucher und ihre Unanhänglichkeit, Unabhängigkeit und ihr Respekt vor der Freiheit (nicht aber den Malboroman).)
    • Jörn wrote:

      [Einschub] Ich hab "Realismus jetzt", welches auch einen Aufsatz von Meillassoux enthält. Teilweise wird sich das überschneiden. Zum Beispiel hier: "Abschnitt 2 erörtert Anzestralität und sich daraus ergebende Einwände gegen den Korrelationismus (S. 23-34)"; Wie könnte man das verbinden? Ein Doppel-Semi-Lesethread wäre vielleicht eine Überlegung wert!?[/Einschub]

      Meines Erachtens können in einen Lesethread auch verwandte Texte desselben Autors eingebracht und besprechen. Ich finde es sogar spannend zu sehen, wie ein Autor sein Thema von mehreren Seiten aus angeht und bearbeitet. Nicht jeder Teilnehmer muss alles selber gelesen haben. Die Überschneidungen glätten das schon, so dass sich jeder zurechtfindet.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • sammler9 wrote:

      Regnet es in Havanna wirklich?

      Nein, Havanna ist staubtrocken; da fällt kein Tropfen vom Himmel. (Außerdem könntest du eventuell in einem anderen Thread deinen assoziativen Entspannungsbemühungen nachgehen.)
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).