Dies und das

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    • richard (zu Jörn) schrieb:

      Ich habe, wie man sieht, zu einer haltlosen Behauptung von dir ["...völlig schwaches Argument..."] Stellung bezogen.

      Wir reden im Rahmen dieses Projektes auch über Ray Brassier. Er spricht von "argumentativer Armut" und unterstützt Jörn.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • scilla (andernorts) schrieb:

      [...] die überhaupt keine Ahnung davon haben, was sich im 20. Jahrhundert im Realismus-Umfeld getan hat

      Es wäre interessant zu hören, was sich deiner Meinung nach im 20. Jahrhundert im Realismus-Umfeld getan hat. Kannst du ein paar Hinweise geben?
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Fliege schrieb:

      scilla (andernorts) schrieb:

      [...] die überhaupt keine Ahnung davon haben, was sich im 20. Jahrhundert im Realismus-Umfeld getan hat

      Es wäre interessant zu hören, was sich deiner Meinung nach im 20. Jahrhundert im Realismus-Umfeld getan hat. Kannst du ein paar Hinweise geben?
      Anmerkung: Zu Fiktion und Realität bei Brecht.

      Der Verfremdungseffekt (V-Effekt) ist ein literarisches Stilmittel und Hauptbestandteil des Epischen Theaters nach Bertolt Brecht.
      Eine Handlung wird durch Kommentare oder Lieder so unterbrochen, dass beim Zuschauer jegliche Illusionen zerstört werden. So kann er der Theorie zufolge eine kritische Distanz zum Dargestellten einnehmen.

      Der Verfremdungseffekt besteht im Kern darin, dem Betrachter vertraute Dinge in einem neuen Licht erscheinen zu lassen und so die Widersprüche der Realität sichtbar zu machen.
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Verfremdungseffekt
      Liebe Grüße
    • Noch ein Hinweis:

      Vor Brecht war das Theater ein einziger Konsum, wo Feen und Fabelwesen auftraten, um die Kluft zwischen Schauspielern und Vorgetragenem möglichst zu schließen.
      Mit Brecht änderte sich das um eine 180 Grad Wende. Schauspieler traten zum Beispiel mitten im Stück vor und erzählten den Zuschauern ihnen in die Augen schauend etwas alltägliches zum Beispiel.
      Oder plötllich mitten im Stück ging über dem Publikumraum ein Scheinwerfer an.
      Die Zuschauer sollten klar trennen zum Beispiel das fiktionale Stück von Mutter Courage im dreißigjährigen Krieg von der realen Welt in den Köpfen der Menschen wie sie sich für jeden im Raum momentan! darstellte bezüglich des Themas Nationalsozialismus.
    • Real ist im Gegensatz zu fiktional nicht was anders, unecht im Gegensatz zu echt ist, sondern wozu man deutlich mehr Verknüpfungen hat als zum Beispiel zu einer Märchengestalt.
      Das hat die Wissenschaft im Zusammenhang mit Spiegelneuronen herausgefunden.
      Eigene Anmerkung: Für ein Kind ist seine Puppe oder sein Spieltier realer, weil es mit ihr bzw. ihm Abenteuer erlebt hat.
      Man denke nur an "Verschollen" und den Volleyball, "Tom Hanks" Freund im Film.

      Grüße
    • sammler9 schrieb:

      Für ein Kind ist seine Puppe oder sein Spieltier realer, weil es mit ihr bzw. ihm Abenteuer erlebt hat.
      Man denke nur an "Verschollen" und den Volleyball, "Tom Hanks" Freund im Film.

      Dir ist bekannt, dass Kinder um die fiktive Existenz ihres 'unsichtbaren Freundes' wissen?
      Marjorie Taylor, US-amerikanische Uni-Psychologin und Autorin des Buches "Imaginary Companions and the Children Who Create them"; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. April 2011: "Selbst Dreijährige informieren uns schon von sich aus, dass es diesen Gefährten, nach dem wir uns so genau erkundigen, nicht wirklich gibt. Sie wollen sichergehen, dass sie uns nicht verwirren. Sie sagen dann: 'Du weißt ja, dass ich mir den nur ausgedacht habe, oder?'"

      Und dir ist bekannt, dass eine psychische Störung vorliegt, wenn der 'unsichtbare Freund' eines Kindes nicht irgendwann verschwindet?
      Eventuell werden diejenigen, die ihre 'unsichtbaren Freunde' beim Älterwerden nicht abschaffen, sofern sie Philosophen werden, zu genau den Philosophen, in deren Weltanschauungen es von 'unsichtbaren Freunden' nur so wimmelt.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Fliege schrieb:

      sammler9 schrieb:

      Für ein Kind ist seine Puppe oder sein Spieltier realer, weil es mit ihr bzw. ihm Abenteuer erlebt hat.
      Man denke nur an "Verschollen" und den Volleyball, "Tom Hanks" Freund im Film.

      Dir ist bekannt, dass Kinder um die fiktive Existenz ihres 'unsichtbaren Freundes' wissen?
      Marjorie Taylor, US-amerikanische Uni-Psychologin und Autorin des Buches "Imaginary Companions and the Children Who Create them"; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. April 2011: "Selbst Dreijährige informieren uns schon von sich aus, dass es diesen Gefährten, nach dem wir uns so genau erkundigen, nicht wirklich gibt. Sie wollen sichergehen, dass sie uns nicht verwirren. Sie sagen dann: 'Du weißt ja, dass ich mir den nur ausgedacht habe, oder?'"

      Und dir ist bekannt, dass eine psychische Störung vorliegt, wenn der 'unsichtbare Freund' eines Kindes nicht irgendwann verschwindet?
      Eventuell werden diejenigen, die ihre 'unsichtbaren Freunde' beim Älterwerden nicht abschaffen, sofern sie Philosophen werden, zu genau den Philosophen, in deren Weltanschauungen es von 'unsichtbaren Freunden' nur so wimmelt.
      Hallo Fliege. ^^

      Früher gab es den Animismus. Später den Vielgötterkult. Die Animisten waren hochentwickelte Jäger und Sammler mit größeren Gehirnen als wir sie heute besitzen, weil sie auf sich meistens alleingestellt waren, so zum Beispiel nach einem Jagdunfall und bei Sturm und ähnlichen Dingen.
      Sie glaubten in den Bäumen und Felsblöcken, auch in den Bachläufen lebte es.
      Sie verehrten zum Beispiel einen weisen Fuchs, weil er einer alten Frau im Traum erschienen war und ihr geholfen hatte über etwas klar zu werden.
      Heute bauen wir auf unseren Verstand und vernachlässigen Vernunft (Die sowohl humanistische Atheisten als auch Deisten anerkennen) und das religiös gefärbte Gewissen.
      Wie dem auch sei...
      Vielgötter wurden nach dieser Zeit des reinen Animismus angebetet, aber auch zuhause im trauten Heim, die Lebendigkeit im Feigenbaum des eigenen Gartens.
      Die Vielgöttergemeinschaften glaubten auch an ein höchstes Prinzip. Aber sie meinten es griffe nicht ein. Sie nannten es Schicksal.
      Der Monotheismus ist neu. Während ein Hindugläubiger durchaus nicht überrascht war von Fremden mit ihren Göttern zu harmonieren, weil er meinte es könnte durchaus noch weitere ihm unbekannte Götter neben seinen geben war der Monoteist strenger. Heute sind Gene, Weltformeln, das Atom die neuen Fetische, von Menschen erzeugt und in die Welt gesetzt um paradoxerweise im Vergessen der eigenen Setzung, im Pochen auf die eigene rumreiche Entdeckung sich in ihnen die Geborgenheit zu suchen, die sie durch die, in ihrer Gier nach dem mit ihrer Arbeitszeit verdienten Geld und der ständigen Inovation, dem ständigen Mehrhabenwollen, wo am angeheuften Besitz der Zahn der Zeit nagt selbst zu verspielen drohen.
      Das Spiel sollte nicht nur den Kindern anheimgestellt bleiben. Auch die Arbeit kann spielerisch angegangen werden, nicht weniger der Glaube.
      Rastlosigkeit ist eine Krankheit der Modernen Welt (angefangen mit dem inovativen ein gestecktes Korn in den Boden gesteckt als Ertrag wieder zu investieren mehr als der frühere Ertrag betrug) und leider auch zu einer Krankheit (man denke an die Verfehlung, den Missionseifer), so manch eines Gläubigen geworden.
      Drum bin ich selbst, weil ich diese Gefahr sehr klar erkannt habe neben meinem Glauben an Jesus und meinem Vertrauen auf Gott auch ein Anhänger des Menschen Buddha.
      Auch eines Sokrates, der davon sprach wie glücklich er darüber sei, dass er so vieles nicht mehr brauche. Aber ich weiß, wie Jesus, der sagte "ich weiß, dass ihr das alles braucht" dass ein Kind Spielsachen braucht ob es sie nun als Spielsachen wie ein guter Brechtianer ;) erkennt oder nicht.