Polizei findet 1500 verschollene Ölgemälde

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    • Polizei findet 1500 verschollene Ölgemälde

      rundschau-online.de/kultur/naz…de,15184894,24887890.html

      Die Gemälde müssen insgesamt einen irre hohen Wert haben...

      berliner-kurier.de/panorama/na…ckt,7169224,24887210.html

      Gefunden wurden die Gemälde wohl schon vor zwei Jahren. Aber erst jetzt drangen Informationen an die Öffentlichkeit...

      Gruß Joachim Stiller Münster
    • Wiesso ist das Spam? Es war "die" Meldung des Tages... Und zu Kunst und Kultur gehört es doch auch... Außerdem habe ich einen ehemaligen Schul- und Jugendfreund, der seine Doktorarbeit über die Rückgabe bzw. Entschädigung enteigneten jüdischen Eigentums geschrieben hat. Und dazu zählt auch der damalige Kunstraub an jüdischen Sammlern... Es sollte mich also durchaus interessieren... Und als Künstler sowieso... Gruß Joachim Stiller Münster
    • Das ist wirklich eine wichtige Meldung. ^^ Handelt es sich um dem Kunsthändler (Vater) vielleicht um Flechtheim, oder hat der jetzige Besitzer "selbst gemalt" :S ?
      In der Haut der Kunsthistorikerin möcht ich nicht stecken. Warum macht das eine Frau, hat sich kein Mann getraut, wo sich hier doch eine einmalige Gelegenheit zur Selbstprofilierung böte?
    • Ich sehe keine geraubten Bilder auf dem Video, sondern das Haus, in dem Gemälde gefunden wurden. Ist schon möglich, dass diese echt sind. Dann muss sich der Staat erst mal auf eine Welle von Rückgabeforderungen einstellen. Auf Echtheit müssen die Arbeiten auch geprüft werden, die Provenienz ist ja äußerst dürftig.
      Wir, das Volk, werden die Arbeiten wohl so schnell nicht in Museen betrachten können, wahrscheinlich gar nicht.
      Die Storie ist ziemlich abgefähren.
    • agila schrieb:

      in jedem Scherz steckt auch ein Funken Wahrheit. In den Tagesthemen wurde gerade über den Kunstfund berichtet, der Kunsthänler wurde auch genannt. Aber soo sicher, dass alle Gemälde echt sind, ist sich wohl niemand. Da hat man schon "Pferde vor der Apotheke.... sehen."

      Falls das Fälschungen sein sollten, wäre es taktisch sehr unklug, gleich 1500 auf einmal auf den Markt zu werfen. Fälscher möchten normalerweise nicht in die Schlagzeilen kommen.
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • Aus der NS-Zeit sind viele Kunstwerke als verschollen oder mutmaßlich zerstört gemeldet. NS ging so vor, dass sogenannte "entartete Kunst" erstens aus öffentlichen Museen und zweitens ab 1938 aus geplünderten Privathaushalten entfernt wurde. Vieles davon bot man vor dem Krieg, um Kasse zu machen, vornehmlich über die Schweiz, aber auch über das sonstige europäische Ausland auf dem internationalen Kunstmarkt an. Einiges davon ging auch weg, vornehmlich in die USA.

      Von dem, was zurück blieb, meinte man bisher, dass es von NS vernichtet wurde. Davon künden Angaben wie "verschollen" oder "vermutlich zerstört" in Beschreibungen von Bildern aus jener Zeit, die beispielsweise nur noch als Schwarz-weiß-Fotografien erhalten geblieben sind.

      Eventuell lässt sich über diesen riesigen Bilderfund in München nun das Schicksal einiger dieser als verschollen oder vernichtet angenommenen Arbeiten besser aufklären. Es kann sein, dass jemand, der während NS mit der Vernichtung beauftragt worden war, die Bilder schlicht aufbewahrte. Das wäre ein unverhoffter Glücksfall.
      "Wir sind auf dem Weg ins Mittelalter" (Schulleiterin einer Brennpunktschule in Berlin). — "Die wollen mich weghaben" (Merkel unter vier Augen zu Seehofer)." — Die Party ist nun vorbei.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fliege ()

    • Fliege schrieb:

      Eventuell lässt sich über diesen riesigen Bilderfund in München nun das Schicksal einiger dieser als verschollen oder vernichtet angenommenen Arbeiten besser aufklären. Es kann sein, dass jemand, der während NS mit der Vernichtung beauftragt worden war, die Bilder schlicht aufbewahrte. Das wäre ein unverhoffter Glücksfall.
      "Glücksfall", für wen, für die rechtmäßigen Besitzer? Für den deutschen Staat wird es ein gigantischer* Streitfall.

      @ rob nicht alle 1500 Gemälde müssen Fälschungen sein, aber ob der Kunsthändler in den 30er Jahren nur "echte" Originale gehortet hat, muss auch erst geklärt werden. Alle Bilder müssen auf Echtheit geprüft werden. Da gab es schon die schönsten Überraschungen, siehe Werner Spies, der Gemälde nach Max Ernst als echt eingeschätzt hat. Das ist eigentlich auch kein Skandal, wenn die Gemälde nicht gerade in ehemaligen Werkverzeichnissen der Künstler aufgenommen wurden, wie soll heute ein Kunsttheoretiker sicher feststellen, ob es sich um Originale oder Fälschungen handelt, trotz technischer Hilfsmittel ist das nicht so einfach. Da gibt es zig Stories: z.B. vor ca 30 Jahren wurde in Braunschweig ein "Monet" anerkannt, der Maler wohnte gleich um die Ecke und wollte dem Museum eins auswischen.
      Erst wurde der Fund im Spiegel groß gefeiert, dann kam der Fälscher daher, dem erst mal keiner glauben wollte - und malte mal was vor. ^^
      * gigantisch korrigiert

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von agila ()

    • agila schrieb:

      Fliege schrieb:

      Eventuell lässt sich über diesen riesigen Bilderfund in München nun das Schicksal einiger dieser als verschollen oder vernichtet angenommenen Arbeiten besser aufklären. Es kann sein, dass jemand, der während NS mit der Vernichtung beauftragt worden war, die Bilder schlicht aufbewahrte. Das wäre ein unverhoffter Glücksfall.

      "Glücksfall", für wen, für die rechtmäßigen Besitzer? Für den deutschen Staat wird es ein gegantischer Streitfall.

      Dafür sind unsere Staatsangestellten doch da, nämlich: Lösungen für Streitigkeiten entwickeln.

      Unverhoffter Glücksfall für Kunsthistoriker (bzw. Wissenschaftler) und für kunsthistorisch (bzw. an Wissenschaft) Interessierte. (Ich dachte, auf diese Idee könnte man von selber kommen *g*.)
      "Wir sind auf dem Weg ins Mittelalter" (Schulleiterin einer Brennpunktschule in Berlin). — "Die wollen mich weghaben" (Merkel unter vier Augen zu Seehofer)." — Die Party ist nun vorbei.
    • agila schrieb:

      Fliege schrieb:

      Unverhoffter Glücksfall für Kunsthistoriker (bzw. Wissenschaftler) und für kunsthistorisch (bzw. an Wissenschaft) Interessierte. (Ich dachte, auf diese Idee könnte man von selber kommen *g*.)
      "Man(n) vielleicht, Frau blickt da weiter. Meinst du, die KuHis reißen sich darum, Echtheitsexpertisen auszustellen.?

      Dein Diskussionsstrang interessiert mich nicht - nichts für ungut.
      "Wir sind auf dem Weg ins Mittelalter" (Schulleiterin einer Brennpunktschule in Berlin). — "Die wollen mich weghaben" (Merkel unter vier Augen zu Seehofer)." — Die Party ist nun vorbei.
    • Fliege schrieb:

      Dein Diskussionsstrang interessiert mich nicht - nichts für ungut.
      Fliege du hast auf diesen "Diskussionsstrang" geführt, dein Pfad ist oberflächlich. Mich bringt es auf den Baum, wenn ich lese, wie hier unbedarft von "Glücksfall" geschrieben wird. Hier fängt ein ganz unübersichtlicher Strang für den Umgang mit aufgetauchten Kunstwerken an: Erhaltungszustand, Nachahmer usw. nicht alles, was in der Presse steht muss gleich als "Erfolg" für die Allgemeinheit gefeiert werden. Kaum taucht eine Pressemeldung auf, wird im Rudel hinterher gelaufen.
      Der Steuerzahler kann den Kostenaufwand wahrscheinlich auch schon gar nicht mehr abwarten.
    • Also ist es besser alle Bilder ohne Echtheitsexpertise gleich zu verbrennen bzw. wieder zurück in den Keller zu stecken damit den armen Kunsthistorikern keine zusätzliche Arbeit aufgebürdet wird?
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • agila schrieb:

      Fliege du hast auf diesen "Diskussionsstrang" geführt, dein Pfad ist oberflächlich. Mich bringt es auf den Baum, wenn ich lese, wie hier unbedarft von "Glücksfall" geschrieben wird.

      Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis - mehr nicht und gut ist.
      "Wir sind auf dem Weg ins Mittelalter" (Schulleiterin einer Brennpunktschule in Berlin). — "Die wollen mich weghaben" (Merkel unter vier Augen zu Seehofer)." — Die Party ist nun vorbei.
    • Ich persönlich verbinde mit dem sensationellen Fund der Ölgemälde folgendes: 1. kann so ein dunkles Kapitel der Geschichte erhällt und aufgeklärt werden, 2. kann dieses ganze Kapitel damit zu einem gewissen Abschluss gebracht werden, und 3. und das ist zugleich eine Grundvoraussetzung dafür, dass dieses Kapitel geschlossen werden kann: Die geraubten Bilder können jetzt endlich, nach fast achtzig Jahren, den Hinterbliebenen der ehemaliten Eigentümer zurückgegeben werden... Viele hatten wohl schon nicht mehr damit gerechnet, dass überhaupt noch Bilder auftauchen, und sich längst mit dem Verlust arrangiert... Mit der Rückgabe der Bilder ist daher auch ein wichtiges Moment wenigstens teilweiser Wiedergutmachung erfüllt. Entschädigungszahlungen sind ja bis heute kaum geflossen, soviel ich weiß... Etliche Hinterbliebene ehemaliger Eigentümer haben beriets laut um näheren Informationen zu den Bildern gebeten...

      Ein ehemaliger Schul- und Jugendfreund von mit hat seine Doktorarbeit zu dem Thema Rückgabe und Entschädigung geraubten jüsdischen Eigentums geschrieben... Vielleicht ist das in diesem Zusammenhang ganz interessant... Besagter Schulfreund ist heute ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Er leitet heute das Willi-Brand-Haus in Lübeck... Außerde hält er immer wieder Vorträge... Bei ihm dürfte in diesen Tagen sicherlich eine Menge lossein...

      taz.de/1/archiv/print-archiv/p…%2Fa0234&cHash=59c0abd5d4

      Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Fliege schrieb:

      Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis - mehr nicht und gut ist.
      Fliege, den Kommentar hättest du dir sparen können, oder wolltest du dich in alte Zeiten "hineinfühlen". Ich bin diesen Obrigkeitston nicht gewohnt. Es fehlte, dass es "gut für dich ist".

      @ Joachim Stiller vielleicht ist es ja gut, dass hier Gemälde gefunden wurden, Unrecht wird damit aber nicht abgegolten werden können. Jetzt geht es ja erst mal damit los, wer überhaupt Ansprüche stellt und ob diese geltend gemacht werden können.

      Z. Zt läuft bundesweit eine Ausstellung zum Thema Beutekunst, in verschiedenen Museen gleichzeitig. Es geht dabei um die Bilder des von den Nazis enteigneten Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Das Thema Flechtheim ist übrigens sehr interessant.

      Die meisten der Eigentümer der gefundenen Bilder werden verstorben sein, deren Erben werden es nicht einfach haben, Besitzansprüche zu stellen. Ob das eine Wiedergutmachung wird, wie du sie dir idealer Weise vorstellst, ist jetzt noch nicht absehbar, aber ich will hier nicht unken oder dir deinen idealistischen Glauben an die Mitmenschen madig machen.
    • agila schrieb:

      Fliege schrieb:

      Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis - mehr nicht und gut ist.

      Fliege, den Kommentar hättest du dir sparen können, oder wolltest du dich in alte Zeiten "hineinfühlen". Ich bin diesen Obrigkeitston nicht gewohnt. Es fehlte, dass es "gut für dich ist".

      Tut mir Leid: Was du gewohnt bist, ist mir egal. Und überdies interessiert mich deine Meinung dazu nun nicht mehr.
      "Wir sind auf dem Weg ins Mittelalter" (Schulleiterin einer Brennpunktschule in Berlin). — "Die wollen mich weghaben" (Merkel unter vier Augen zu Seehofer)." — Die Party ist nun vorbei.