es regnet in London

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    • In Bezug auf Ontologie bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, deine Texte korrekt zu lesen.

      Jörn schrieb:

      Gabriel ist der Ansicht, dass Sätze natürlich wahr sein können, aber Wahrheit nicht an Sätzen hängt, so wie es das Gros der Philosophen glaubt. "Es regnet in London." wäre kann auch dann wahr sein, wenn es niemandem gibt, der wahre Sätze mit diesem Gehalt bilden könnte.

      "Es regnet in London" ist eine Aussage über einen Sachverhalt. Ob dem Wahrheit zukommt, hängt davon ab, ob es eine Tatsache beschreibt oder nicht. Nichttatsachen kommt kein Realitätsbezug zu. Lediglich Aussagen können Tatsachen negieren. Deshalb kann auch lediglich Aussagen Wahrheit zukommen, sofern sie Tatsachen entweder beschreiben, oder eben nicht. Tatsachen sind oder sind nicht. Sie können nicht wahr oder unwahr sein. Sie sind.
      Falls Gabriel jenseits von Aussagen Wahrheit ausmachen möchte... Gutes Gelingen. Auf dem bisher vorgelegten Level allerdings... ^^

      Jörn schrieb:

      Ebenso steht es mit Tatsachen. Sätze können zwar Tatsachen zum Ausdruck bringen, aber Tatsachen gibt es für sich genommen, das ist nichts, was wir stiften.

      Ja klar. Was auch sonst. Wahr oder falsch bezieht sich ja genau darauf, dass eine Aussage Tatsachen beschreibt, oder eben nicht...

      Jörn schrieb:

      Er vertritt also eine Tatsachenontologie. Damit gehört er nicht gerade zu einer großen Mehrheit. Daher auch seine flapsige Art: Er schaut einfach aus dem Fenster - und siehe da, es regnet. Mir ist diese (unbekümmert wirkende) Art sympathisch.

      ...wobei ich ernste Zweifel hege, ob Gabriel einem Dialog wie hier überhaupt angemessen folgen könnte.
      Gruß,
      n0\/0n

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