Lässt sich das auch anders denken...?

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    • Lässt sich das auch anders denken...?

      Thesen entführt aus K A N N man es allen recht machen auf dieser Welt ?...

      1. 2050 wird es etwa 9 Mrd. Menschen auf der Erde geben .
        s. 3.

      2. Die Arm-Reich-Schere driftet zunehmend auseinander .
        Zunächst müsste hier ein konkreter Bezug hergestellt werden, wann diese Schere denn inwieweit überhaupt mal weniger auseinander war. Wenn überhaupt, kann dies doch lediglich auf Westeuropa in der Nachkriegszeit, also zu Zeiten des Eisernen Vorhangs als Referenz dienen. Sowohl im historischen, wie auch im prähistorischen Kontext träfe doch wohl das genaue Gegenteil zu. Nie ging es jenen, die quasi am unteren Rand der Lebensqualitätsskala existierenden besser, als heute in der westlichen Sphäre. Vor allem gilt das auch für die Masse, also den Mittelstand. Nie stand es sich da so bequem wie heute.
        Ist jetzt kein Plädoyer dafür, dass das alles so okay wäre, wie es ist.
        Für in dem Sinne wie oben eher pessimistische Aussagen, die daraus einen notwendigen, sich kontinuierlich fortsetzenden Regress ableiten wollen, besteht aber kein Anlass, denke ich.

      3. Die Äcker werden in Zukunft versanden .
        Ob nun versanden oder versalzen... Der intelligente Weg – auch im Sinne naturkonservativer Impulse – wäre es, weg von der Fläche im Rahmen landwirtschaftlicher Produktion in die Vertikale zu gehen. Agrarfabriken, stationäre Maschinen, rechnergestützte Wachstums- und Erntebedingungen.

      4. Das Trinkwasser wird zunehmend knapper und vergiftet immer mehr .
        Stichwort: Intelligentes Wassermanagement.

      5. Rohstoffe werden immer knapper .
        Rohstoffe werden in Zukunft allerdings auch durch intelligente Recyclingprozesse zurückgewonnen werden – wie sie auch bereits in die Produktionsprozesse soweit möglich recyclingfreundlich eingetragen werden. Recyclingquoten von deutlich über 90% scheinen realisierbar, so dass die Ausbeutung natürlicher Ressourcen deutlich zurückgefahren werden kann.

      6. Energie wird immer knapper .
        Mit der Ausschöpfung regenerativer Energiequellen – deren Potential ja heute schon quasi durch die herrschende Kapazität der Netze künstlich beschränkt wird – stehen uns prinzipiell beliebige Energiemengen zur Verfügung. Muss eben nur auch genutzt werden.

      7. Die Erdölförderspitzen sind längst erreicht .
        ...und die Abkehr von der Erdölwirtschaft (allgemeiner: Fossiler Energieträger) tritt ja bereits mehr als deutlich in Erscheinung.

      8. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt wird zunehmend grösser .
        Was bezeichnet „Druck“? (Noch dazu im Kontext eines hier evozierten Niedergangsszenario...)

      9. Die Mieten werden teurer .
        Zyklisch, hausgemacht, steuerbar.

      10. Die Menschen leben ungesünder .
        Auch hier ist (historisch) eher das Gegenteil der Fall. Das einatmen der Abgase offener Feuerstellen war sicherlich ebenso wesentlich ungesünder – im Vergleich zu heutigen Verhältnissen – wie die Einnahme von Quecksilberpräparaten als Medizin oder das Trinken aus Zinnbechern, die aus stark bleihaltigem Material hergestellt wurden.
        Gegenthese: Die Menschen haben nie so gesund und bewusst gelebt, wie heute.

      11. Die Krankenkassen kollabieren .
        Die Sozialkassen sind längst leer .
        Die Sozialamtmitarbeiter sind total ausgebrannt .
        Na ja... ^^
        Da hapert's wohl eher an tauglichen Konzepten (s. Anreitzsystem im Gesundheitswesen...)

      12. Die Erde ist sozusagen ausgeS C H Ö P F T .
        Ein schöpferisches Prinzip kommt bis auf Weiteres wohl lediglich einer Spezies auf diesem Planeten zu. Delegieren lässt sich da nichts.
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.

    • THESE
      Die Äcker werden in Zukunft versanden .


      ANTWORT
      Ob nun versanden oder versalzen...
      Der intelligente Weg – auch im Sinne naturkonservativer Impulse – wäre es,
      weg von der Fläche im Rahmen landwirtschaftlicher Produktion in die Vertikale zu gehen.
      Agrarfabriken, stationäre Maschinen, rechnergestützte Wachstums- und Erntebedingungen.

      die Horizontale ist besser

      das Substrat lässt sich mischen
      das Wasser lässt sich leiten

      ABER
      Äcker kann es nur in den Mittelbreiten geben (Laubwald/Waldsteppe/Steppe)
      in den Tropen und in den südlichen Mittelbreiten (immergrüner Laubwald) sind Kullturen im Schatten von Bäumen angebracht
      im Polargebiet und in den nördlichen Mittelbreiten (Nadelwald) ist es zu kalt

      nicht alle sind so doof wie die Deutschen und bebauen ihre fruchtbarsten Äcker
    • novon schrieb:

      1. Die Arm-Reich-Schere driftet zunehmend auseinander .
        Zunächst müsste hier ein konkreter Bezug hergestellt werden, wann diese Schere denn inwieweit überhaupt mal weniger auseinander war. Wenn überhaupt, kann dies doch lediglich auf Westeuropa in der Nachkriegszeit, also zu Zeiten des Eisernen Vorhangs als Referenz dienen. Sowohl im historischen, wie auch im prähistorischen Kontext träfe doch wohl das genaue Gegenteil zu. Nie ging es jenen, die quasi am unteren Rand der Lebensqualitätsskala existierenden besser, als heute in der westlichen Sphäre. Vor allem gilt das auch für die Masse, also den Mittelstand. Nie stand es sich da so bequem wie heute.
        Ist jetzt kein Plädoyer dafür, dass das alles so okay wäre, wie es ist.
        Für in dem Sinne wie oben eher pessimistische Aussagen, die daraus einen notwendigen, sich kontinuierlich fortsetzenden Regress ableiten wollen, besteht aber kein Anlass, denke ich.
      Man kann es auch so sehen:
      Arm zu sein ist keine ethische Ermächtigung. Nicht selten werden soziale Programme die offensichtlicherweise zu einem Erstarren von sozialer und wirtschaftlicher Dynamik führen von einer breiten Mittel- sowie Unterschicht unterstützt - solange man in der Komfortzone des Konsumarismus weilen kann. Karma.

      novon schrieb:

      3. Die Äcker werden in Zukunft versanden .
      Ob nun versanden oder versalzen... Der intelligente Weg – auch im Sinne naturkonservativer Impulse – wäre es, weg von der Fläche im Rahmen landwirtschaftlicher Produktion in die Vertikale zu gehen. Agrarfabriken, stationäre Maschinen, rechnergestützte Wachstums- und Erntebedingungen.
      Vielleicht gäbe es dann endlich mal den Anreiz konsequent Biosphären interdisplinär zu erforschen, zu reproduzieren und im Sinne einer langfristigen Koexistenz mit der wachsenden Zivilisation umzugestalten.

      novon schrieb:

      4. Das Trinkwasser wird zunehmend knapper und vergiftet immer mehr .
      Stichwort: Intelligentes Wassermanagement.
      Stichwort: Trinkwassergewinnungsanlagen.

      novon schrieb:

      7. Die Erdölförderspitzen sind längst erreicht .
      ...und die Abkehr von der Erdölwirtschaft (allgemeiner: Fossiler Energieträger) tritt ja bereits mehr als deutlich in Erscheinung.
      Und das soll ein Problem sein? Kaum ein technischer Zweig hat soviele Probleme in die Welt(Plastikverseuchung der Biosphäre, wirtschaftliche Angriffskriege und absurd-überfinanzierte Religiopsychopathen, Abgase...) gesetzt wie ölbasierte Wärmekraftmaschinen sowie Textilien.

      novon schrieb:

      8. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt wird zunehmend grösser .
      Was bezeichnet „Druck“? (Noch dazu im Kontext eines hier evozierten Niedergangsszenario...)
      Dass immer weniger gearbeitet werden muss, ist eher ein Zeichen davon, dass die Aufrechterhaltung der Zivilisation weniger Aufwand erfordert als zuvor - dank technischer Effizienz. Das Schwachsinnige daran, dass man dies als Problem ansieht, rührt davon, dass Arbeit mit der Erzeugung von zivilisatorischem Mehrwert gleichgesetzt wird, was in einer Dienstleistungsgesellschaft alles andere als allgemein gültig ist.

      novon schrieb:

      11. Die Krankenkassen kollabieren .
      Die Sozialkassen sind längst leer .
      Die Sozialamtmitarbeiter sind total ausgebrannt .

      Na ja...
      Da hapert's wohl eher an tauglichen Konzepten (s. Anreitzsystem im Gesundheitswesen...)
      Siehe "Die Arm-Reich-Schere driftet zunehmend auseinander ." Man hat z.B. eine überdimensionierte, milliardenschwere Versicherungswirtschaft mit Abertausenden von Arbeitskräften, deren einziger Zweck ist die sozial gerechte Verteilung materieller Güter zu erwirken(worin sie mit zunehmendendem Kommerziellisierungsgrad selbst scheitern) ohne groß zivilisatorischen Mehrwert zu erzeugen(und dann fasst man es unter "Wirtschaftswachstum", wenn da mehr 'gearbeitet' wird). Die Pharmaunternehmen und Ärzte dagegen sind sich ihrer entscheidenden Rolle im Zivilisationserhalt bewusst und spielen sie eben aus, was die Sozialkassen aber am härtesten trifft.
    • scilla schrieb:

      die Horizontale ist besser

      In Bezug worauf "besser"?
      So als grobe Idee: In der obersten Etage Energie- & Wassergewinnung (zumindest anteilig; Solarpanels, Windräder, Auffangbecken für Regenwasser), darunter die Technik zur gezielten Verteilung, Anreicherung des Wassers mit den notwendigen Nährstoffen. Das Wasser fließt von oben nach unten und gewährleistet die Bewässerung über eine Anzahl von Etagen und wird ganz unten wieder aufgefangen und je nachdem erneut dem Prozess zugeführt oder gereinigt und wieder abgelassen. Quasi alles weitgehend in sich geschlossen ohne Nitrat- oder Stickstoffeinträge (bzw. überhaupt Einträge) in die natürlichen Kreisläufe.

      Mit in sich geschlossenen Systemen ließe sich die Produktion weitgehend von den Umweltbedingungen abkoppeln. Erdwärme käme als Energieträger ebenso infrage, wie vielleicht auch Wasserkraft etc... Erde könnte durch spezielle Nährböden ersetzt werden, Sonnenlicht durch Spiegelsysteme verteilt bzw. bei Bedarf auch durch künstliches Licht ersetzt bzw. ergänzt werden...

      Wäre ja lediglich 'ne Idee die die Massenproduktion von pflanzlichen Lebensmitteln im Fokus hat. Getreide, Mais, Reis, Gemüse...
      Könnte wunderbar auch Ortsnah eingesetzt werden, z. B. innerhalb von Metrolpolen, Großstädten... Transportwege könnten entfallen...
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      1. Die Arm-Reich-Schere driftet zunehmend auseinander .
      Man kann es auch so sehen:
      Arm zu sein ist keine ethische Ermächtigung. Nicht selten werden soziale Programme die offensichtlicherweise zu einem Erstarren von sozialer und wirtschaftlicher Dynamik führen von einer breiten Mittel- sowie Unterschicht unterstützt - solange man in der Komfortzone des Konsumarismus weilen kann. Karma.

      Ja. Keine Ermächtigung. Was du mit “Erstarren von sozialer und wirtschaftlicher Dynamik“ meinst, ist mir aber nicht klar. Wo und wann soll eine solche „Erstarrung“ denn überhaupt mal stattgefunden haben? Ist das nicht lediglich eine vage Befürchtung, die jeder empirischen Grundlage entbehrt?

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      3. Die Äcker werden in Zukunft versanden .
      Vielleicht gäbe es dann endlich mal den Anreiz konsequent Biosphären interdisplinär zu erforschen, zu reproduzieren und im Sinne einer langfristigen Koexistenz mit der wachsenden Zivilisation umzugestalten.

      Erforschung und Adaption von Ökosystemen in dem Sinne macht sicherlich Sinn. Potential zur Umgestaltung würde ich allerdings eher auf Seiten der Zivilisation sehen. Es ginge darum, deren Bedürfnisse zu befriedigen, ohne störend auf die natürlichen Prozesse einzuwirken. Natur managed sich selbst. Wenn eingreifen, dann hoffentlich lediglich um ursächlich auf die Zivilisation zurückzuführende Fehlentwicklungen einzudämmen.

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      4. Das Trinkwasser wird zunehmend knapper und vergiftet immer mehr .
      Stichwort: Intelligentes Wassermanagement.
      Stichwort: Trinkwassergewinnungsanlagen.

      Stichwort: Energieaufwand. *g*

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      7. Die Erdölförderspitzen sind längst erreicht .
      ...und die Abkehr von der Erdölwirtschaft (allgemeiner: Fossiler Energieträger) tritt ja bereits mehr als deutlich in Erscheinung.
      Und das soll ein Problem sein? Kaum ein technischer Zweig hat soviele Probleme in die Welt(Plastikverseuchung der Biosphäre, wirtschaftliche Angriffskriege und absurd-überfinanzierte Religiopsychopathen, Abgase...) gesetzt wie ölbasierte Wärmekraftmaschinen sowie Textilien.

      Ja. Richtig. Kein Problem.
      Allerdings ja auch nur, sofern Erdöl quasi als Einwegresource genutzt wird. Mit PET, das ja auch erdölbasiert hergestellt wird, erreicht man Recyclingquoten von nahezu 100%. Also ein ziemlich cleveres Material. Von der Energieeffizienz her z. B. Glas deutlich überlegen. Dass über die Jahrzehnte quasi unkaputtbare Materialien quer über den Globus verteilt wurden und heute die Biosphäre aufs heftigste belasten, ist natürlich Wahnsinn und, vor allem im Lichte heutigen Wissens, eine Dummheit sonder Gleichen.
      Ebenso ist es Wahnsinn, Öl zu Zwecken der Energiegewinnung zu verbrennen. Als Rohstoff kommt Erdöl ja eine wesentlich wichtigere Rolle zu, als als Energieträger; ist nahezu nicht ersetzbar.

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      8. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt wird zunehmend grösser .
      Dass immer weniger gearbeitet werden muss, ist eher ein Zeichen davon, dass die Aufrechterhaltung der Zivilisation weniger Aufwand erfordert als zuvor - dank technischer Effizienz. Das Schwachsinnige daran, dass man dies als Problem ansieht, rührt davon, dass Arbeit mit der Erzeugung von zivilisatorischem Mehrwert gleichgesetzt wird, was in einer Dienstleistungsgesellschaft alles andere als allgemein gültig ist.

      Richtig. Wichtiger Aspekt.
      Das so anzunehmen steht aber doch gewissermaßen im Widerspruch zu dem, was du zu 1. schriebst. Wenn nicht durch Arbeit, muss doch sowohl der Lebensunterhalt als solches, wie auch die Fähigkeit als Konsument gesellschaftlich teilzuhaben gewährleistet sein, was Transferleistungen in dementsprechender Höhe vorauszusetzen wären.

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      11. Die Krankenkassen kollabieren .
      Die Sozialkassen sind längst leer .
      Die Sozialamtmitarbeiter sind total ausgebrannt .

      Na ja...
      Da hapert's wohl eher an tauglichen Konzepten (s. Anreitzsystem im Gesundheitswesen...)
      Siehe "Die Arm-Reich-Schere driftet zunehmend auseinander ." Man hat z.B. eine überdimensionierte, milliardenschwere Versicherungswirtschaft mit Abertausenden von Arbeitskräften, deren einziger Zweck ist die sozial gerechte Verteilung materieller Güter zu erwirken(worin sie mit zunehmendendem Kommerziellisierungsgrad selbst scheitern) ohne groß zivilisatorischen Mehrwert zu erzeugen(und dann fasst man es unter "Wirtschaftswachstum", wenn da mehr 'gearbeitet' wird.
      Die Pharmaunternehmen und Ärzte dagegen sind sich ihrer entscheidenden Rolle im Zivilisationserhalt bewusst und spielen sie eben aus, was die Sozialkassen aber am härtesten trifft.

      Über das mit dem „Zivilisatorischen Mehrwert“ ließe sich wohl streiten. Die rein marktwirtschaftliche Orientierung der Pharmakonzerne bewirkt doch, dass Medikamente fast ausschließlich produziert werden, sofern damit ein Geschäft gemacht werden kann. Seltenere Krankheiten bleiben dadurch unerforscht und es ist fraglich, ob ein Heilmittel auf den Markt kommen würde, sofern mit Präparaten Geld verdient wird, die lediglich Symptome lindern und den Patienten zwar am Leben aber in Abhängigkeit von den entsprechenden Mitteln halten. Dass in den Kreisen nicht gerade zimperlich vorgegangen wird, zeigen doch etliche Fälle in der Vergangenheit, in denen zugunsten des Profits die Bedürfnisse der Patienten vollkommen ausgeblendet wurden. Mit „zivilisatorischem Mehrwert“ würde ich das nicht unbedingt verbinden.

      Ebenso kritisch sieht es doch mit der Durchkommerzialisierung des gesamten Gesundheitswesens aus. Wenn es quasi nur noch um Profit geht, steht Heilung doch notwendig hinten an bzw. es wird die Therapie angewendet, die den höchsten Profit verspricht.
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • novon schrieb:

      Was du mit ?Erstarren von sozialer und wirtschaftlicher Dynamik? meinst, ist mir aber nicht klar. Wo und wann soll eine solche ?Erstarrung? denn überhaupt mal stattgefunden haben? Ist das nicht lediglich eine vage Befürchtung, die jeder empirischen Grundlage entbehrt?
      Ganz einfach der Umstand, dass Werdegang eines Mensch von Generation zu Generation immer mehr durch das Elternhaus zementiert wird. Meine empirische Erfahrung ist die Nachhilfe, die ich "1,-Abiturienten" gegeben habe und ich stamme nicht aus Wohlstandsverhältnissen.

      novon schrieb:

      Potential zur Umgestaltung würde ich allerdings eher auf Seiten der Zivilisation sehen. Es ginge darum, deren Bedürfnisse zu befriedigen, ohne störend auf die natürlichen Prozesse einzuwirken. Natur managed sich selbst.
      Die 'Natur' ist viel zu langsam und zu meinen man könne menschliches Umweltzerstörungsverhalten einfach weg gestalten, halte ist sehr überoptimistisch. Als Arbeitshypothese sollten wir davon ausgehen, dass Vernichtung der Biosphäre, Massensterben der Spezien in nächster Zeit sich eher beschleunigen wird und der Focus dann notwendigerweise nicht mehr auf Erhaltung, sondern auf Rekonstruktion liegen sollte.

      novon schrieb:

      Stichwort: Energieaufwand. *g*
      Solare Meerwasserentsalzung.

      novon schrieb:

      Mit PET, das ja auch erdölbasiert hergestellt wird, erreicht man Recyclingquoten von nahezu 100%. Also ein ziemlich cleveres Material.
      ..., das kontinuierlich Giftstoffe abgeben kann, die einen beunruhigenden Einfluss auf unsere Fruchtbarkeit haben. Alternativen durch biologisch abbaubare, körperverträgliche Biopolymere könnten schon längst Realität sein, wenn man Druck auf die Industrie ausgeübt werden würde - statt von dieser durch ihre Lobbyisten.

      novon schrieb:

      Wenn nicht durch Arbeit, muss doch sowohl der Lebensunterhalt als solches, wie auch die Fähigkeit als Konsument gesellschaftlich teilzuhaben gewährleistet sein, was Transferleistungen in dementsprechender Höhe vorauszusetzen wären.
      Wo ist der Widerspruch? Wo ist überhaupt ein klarer Kontext? Wenige Leute, die heute steinreich sind, haben eine ihrem Vermögen äquivalente Erzeugung von zivilisatiorischem Mehrwert geleistet. Eher haben sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereits vorliegende Vermögenswerte zu ihren Gunsten 'verwaltet'. Es herrscht kein Mangel an der Möglichkeiten unsere Zivilisation auszubauen, sondern lediglich ein Mangel in der Möglichkeit gegebenes Vermögen zu verteilen. Das große Problem ist, dass Vermögensverteilungshandlungen sozial polarisierend entweder als sehr wertvolle, d.h. gut bezahlte Handlungen bewertet werden(Finanzwirtschaft, Existenzvernichtung wirtschaftlicher Rivalen via Rechtssöldnern d.h. Anwälten, ...) oder als sehr schädliche Handlungen(Raub, Erpressung, ...) - ohne das irgendetwas erzeugt wird, von dem man als Mensch physisch einen Nutzen hat.

      novon schrieb:

      Über das mit dem „Zivilisatorischen Mehrwert“ ließe sich wohl streiten. Die rein marktwirtschaftliche Orientierung der Pharmakonzerne bewirkt doch, dass Medikamente fast ausschließlich produziert werden, sofern damit ein Geschäft gemacht werden kann. Seltenere Krankheiten bleiben dadurch unerforscht und es ist fraglich, ob ein Heilmittel auf den Markt kommen würde, sofern mit Präparaten Geld verdient wird, die lediglich Symptome lindern und den Patienten zwar am Leben aber in Abhängigkeit von den entsprechenden Mitteln halten. Dass in den Kreisen nicht gerade zimperlich vorgegangen wird, zeigen doch etliche Fälle in der Vergangenheit, in denen zugunsten des Profits die Bedürfnisse der Patienten vollkommen ausgeblendet wurden. Mit „zivilisatorischem Mehrwert“ würde ich das nicht unbedingt verbinden.
      Insofern die Mittel unser Spektrum an Möglichkeiten erweitern, steuern sie sehr wohl etwas zur Zivilisation bei.
      [Dass wir keinen exaktes Begriffsumfeld um den Begriff des "Zivilisatorischen Mehrwertes" haben, sehe ich als intellektuelles Hauptproblem aller Wissenschaften, die mit Gruppierung von Menschen zu tun haben.]
    • scilla schrieb:

      es ist weit weniger aufwendig, einen für Ackerbau ungünstigen Boden zu verbessern,
      als ein Haus zu bauen, um dort auf wenigen Etagen zu ernten

      Na ja... Ging ja nicht unbedingt um "Aufwand" (wo willst du hin?)

      scilla schrieb:

      die Sandböden in Brandenburg liessen sich sehr leicht in Hochleistungsböden verwandeln das müsste allerdings die Bundesregierung beschließen

      Ich hatte irgendwie Renaturierung im Hinterkopf... Bei .25ha je Etage stünden je 4 Etagen .75ha+n dazu zur Verfügung. (Brandenburg)
      Was hätte die Bundesregierung damit zu tun...?
      Sind Brandenburg und (meinetwegen) Algerien vergleichbar...? Wie?
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • Zikrunumea schrieb:

      Ganz einfach der Umstand, dass Werdegang eines Mensch von Generation zu Generation immer mehr durch das Elternhaus zementiert wird. Meine empirische Erfahrung ist die Nachhilfe, die ich "1,-Abiturienten" gegeben habe und ich stamme nicht aus Wohlstandsverhältnissen.

      Sorry. Versteh ich nicht. Wohlstand == 1-Abiturient...?!? Und in welchem Bezug muss ich dann Transferleistungen hinzudenken? Bafög?!?

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      Potential zur Umgestaltung würde ich allerdings eher auf Seiten der Zivilisation sehen. Es ginge darum, deren Bedürfnisse zu befriedigen, ohne störend auf die natürlichen Prozesse einzuwirken. Natur managed sich selbst.

      Die 'Natur' ist viel zu langsam und zu meinen man könne menschliches Umweltzerstörungsverhalten einfach weg gestalten, halte ist sehr überoptimistisch.

      Schrieb ich doch: Fehlentwicklungen neutralisieren und darüber hinaus den natürlichen Prozessen ihren Raum lassen.

      Zikrunumea schrieb:

      Als Arbeitshypothese sollten wir davon ausgehen, dass Vernichtung der Biosphäre, Massensterben der Spezien in nächster Zeit sich eher beschleunigen wird und der Focus dann notwendigerweise nicht mehr auf Erhaltung, sondern auf Rekonstruktion liegen sollte.

      "Vernichtung der Biosphäre"... Du langst aber mächtig zu.
      Wäre ziemlich unvernünftig, es dazu kommen zu lassen. "Rekonstruktion" hätte genau welche Aussicht auf Erfolg...?

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      Stichwort: Energieaufwand. *g*
      Solare Meerwasserentsalzung.

      Ja. In Wüstenregionen.

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      Mit PET, das ja auch erdölbasiert hergestellt wird, erreicht man Recyclingquoten von nahezu 100%. Also ein ziemlich cleveres Material.
      ..., das kontinuierlich Giftstoffe abgeben kann, die einen beunruhigenden Einfluss auf unsere Fruchtbarkeit haben. Alternativen durch biologisch abbaubare, körperverträgliche Biopolymere könnten schon längst Realität sein, wenn man Druck auf die Industrie ausgeübt werden würde - statt von dieser durch ihre Lobbyisten.

      Ja. Schon richtig. PET weist aber sicherlich den Weg. Und ein wenig Molecular-Design und mit den (mehr oder weniger) hypothetisch endokrin wirksamen Substanzen wäre definitiv Schluss.

      Zikrunumea schrieb:

      Wo ist der Widerspruch? Wo ist überhaupt ein klarer Kontext? Wenige Leute, die heute steinreich sind, haben eine ihrem Vermögen äquivalente Erzeugung von zivilisatiorischem Mehrwert geleistet.

      Leute haben Geld. Daraus folgt eine "Erzeugung zivilatorischen Mehrwerts"..? Kann ich nicht nachvollziehen. Du verwirrst mich.

      Zikrunumea schrieb:

      Es herrscht kein Mangel an der Möglichkeiten unsere Zivilisation auszubauen, sondern lediglich ein Mangel in der Möglichkeit gegebenes Vermögen zu verteilen.

      Mangelt es an Möglichkeiten? Kann ich auch nicht nachvollziehen. Eher mangelt es daran, nachzuvollziehen, dass es darum geht, Kreisläufe zu etablieren, die Wert erst rechtfertigen. Wert an sich ist eine Illusion. Wert entfaltet sich im Kontext.Die Kohle in der Sparsocke unterm Kopfkissen ist vollkommen wertlos. Wert kommt ihrem Inhalt lediglich im jeweiligen Kontext zu. Ohne Geld in entsprechende Kreisläufe einzubringen kommt ihm kein Wert zu. Wert von Geld generiert sich aus seinem Umlauf und somit seiner Akzeptanz in der Breite.

      Zikrunumea schrieb:

      Das große Problem ist, dass Vermögensverteilungshandlungen sozial polarisierend entweder als sehr wertvolle, d.h. gut bezahlte Handlungen bewertet werden(Finanzwirtschaft, Existenzvernichtung wirtschaftlicher Rivalen via Rechtssöldnern d.h. Anwälten, ...) oder als sehr schädliche Handlungen(Raub, Erpressung, ...) - ohne das irgendetwas erzeugt wird, von dem man als Mensch physisch einen Nutzen hat.

      Noch mehr Verwirrung... "physisch"...?!?

      Zikrunumea schrieb:

      novon schrieb:

      Über das mit dem „Zivilisatorischen Mehrwert“ ließe sich wohl streiten. Die rein marktwirtschaftliche Orientierung der Pharmakonzerne bewirkt doch, dass Medikamente fast ausschließlich produziert werden, sofern damit ein Geschäft gemacht werden kann. Seltenere Krankheiten bleiben dadurch unerforscht und es ist fraglich, ob ein Heilmittel auf den Markt kommen würde, sofern mit Präparaten Geld verdient wird, die lediglich Symptome lindern und den Patienten zwar am Leben aber in Abhängigkeit von den entsprechenden Mitteln halten. Dass in den Kreisen nicht gerade zimperlich vorgegangen wird, zeigen doch etliche Fälle in der Vergangenheit, in denen zugunsten des Profits die Bedürfnisse der Patienten vollkommen ausgeblendet wurden. Mit „zivilisatorischem Mehrwert“ würde ich das nicht unbedingt verbinden.
      Insofern die Mittel unser Spektrum an Möglichkeiten erweitern, steuern sie sehr wohl etwas zur Zivilisation bei.

      Beisteuern... Mehrwert... Synonym...?!? Das wird mir irgendwie zu beliebig.

      Zikrunumea schrieb:

      [Dass wir keinen exaktes Begriffsumfeld um den Begriff des "Zivilisatorischen Mehrwertes" haben, sehe ich als intellektuelles Hauptproblem aller Wissenschaften, die mit Gruppierung von Menschen zu tun haben.]

      Echt?
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • novon schrieb:

      Sorry. Versteh ich nicht. Wohlstand == 1-Abiturient...?!? Und in welchem Bezug muss ich dann Transferleistungen hinzudenken? Bafög?!?
      Wohlstand korreliert zu Nachhilfe und Nachhilfe zu guten Noten. Ich kenne genug Toastbrote, die nur von einem teuren Gespann von Nachhilfelehrer bis ins Wunschstudium und weiter gezogen wurden. Hab schon selber >40€ Stundenlohn bekommen von hinreichend reichen, 'besorgten' Eltern. Finanzier das mal mehrfach die Woche via Bafög.

      novon schrieb:

      Schrieb ich doch: Fehlentwicklungen neutralisieren und darüber hinaus den natürlichen Prozessen ihren Raum lassen.
      Ich hab das eben nicht geschrieben. Neutralisier mal paar Milliarden Menschen, die sich die Welt Untertan machen wollen ohne sich von jemandem was sagen zu lassen und ein paar Jahre später kommen dann auch ganz bestimmt viele ausgestorbene Spezien zurück aus Mutternaturs Zauberhut. Dass die Natur immer irgendein ein neues Gleichgewicht findet, ist'ne Binsenweisheit - wie gut wir mit diesem klar kommen werden, ist alles andere klar. Zwischen Ursache und Wirkung kann in komplexen Systemen seehr viel Zeit vergehen und zu meinen 'wir haben alle Konsequenz der Umweltzerstörung bereits erfahren, die Natur macht das schon' ist gefährliche Passivität.

      novon schrieb:

      Wäre ziemlich unvernünftig, es dazu kommen zu lassen. "Rekonstruktion" hätte genau welche Aussicht auf Erfolg...?
      Die Aussichten auf Erfolg sind nur durch den naturwissenschaftlichen Aufwand beschränkt. Wir können bereits synthetische Zellen basteln(Craig Venters) und das schon bei einem noch extrem primitiven Entwicklungsstand der Biophysik.

      novon schrieb:

      Ja. In Wüstenregionen.
      Überall wo hinreichend viel Strahlungsintensität genutzt werden kann.

      novon schrieb:

      Leute haben Geld. Daraus folgt eine "Erzeugung zivilatorischen Mehrwerts"..?
      Nein, eben nicht. Wenige Leute sind größtenteils durch Erzeugung zivilisatorischen Mehrwertes reich geworden, die meisten größtenteils durch reine Vermögensverteilungshandlungen.

      novon schrieb:

      Mangelt es an Möglichkeiten? Kann ich auch nicht nachvollziehen.
      Liest sich als hättest du frei von Kontext gelesen/geantwortet.
      [Arbeit ist etablierte Vermögensverteilungshandlung] + [Zitatkontext: Druck auf dem Arbeitsmarkt wächst <=> schwerer Arbeitsplatz zu bekommen <=> weniger Möglichkeiten zu arbeiten] => [Mangel an Möglichkeit der Vermögensverteilungshandlungen]

      novon schrieb:

      Eher mangelt es daran, nachzuvollziehen, dass es darum geht, Kreisläufe zu etablieren, die Wert erst rechtfertigen. Wert an sich ist eine Illusion. Wert entfaltet sich im Kontext.Die Kohle in der Sparsocke unterm Kopfkissen ist vollkommen wertlos. Wert kommt ihrem Inhalt lediglich im jeweiligen Kontext zu. Ohne Geld in entsprechende Kreisläufe einzubringen kommt ihm kein Wert zu. Wert von Geld generiert sich aus seinem Umlauf und somit seiner Akzeptanz in der Breite.
      Dass ein Wertbegriff solange ein Kaugummiwort ist, solange er auf nichtgreifbar-situationellen, psychologischen Gewohntheitsakkumulationen baut, brauchst du mir zu erklären - hab schon selber in die Richtung gedeutet. Greifbare, interkognitive Größen existieren(z.B. SI-Größen), ergo ist im Prinzip ein interkognitiver Wertbegriff konstruierbar insofern sich anhand dieser Größen beschreiben lässt, was eine Zivilisation ist. Ernsthafte Versuche das tatsächlich zu tun, sind mir keine bekannt.

      novon schrieb:

      Noch mehr Verwirrung... "physisch"...?!?
      Ja, son Zeug, das mit dem Kosmos, in dem wir leben, zu tun hat. Z.B. die Materieform einer "Kartoffel", die als Energieträger für den Kreislauf des Körpers genutzt werden kann.

      novon schrieb:

      Beisteuern... Mehrwert... Synonym...?!?
      Ja.

      novon schrieb:

      Das wird mir irgendwie zu beliebig.
      Gut, wie wärs ein exaktes Begriffsumfeld zu konstruieren?
      https://www.philosophie-raum.de/board27-philosophie/board1-philosophie-raum/23143-zivilisatorischer-mehrwert/
    • wenn man bisher für Ackerbau ungeeignete Sandböden, die aber günstig liegen,
      durch 'Melioration' in geeignete Böden verwandelt,
      dann wird die Ackerfläche in Deutschland bedeutend größer

      damit die Sandäcker nicht als Erddeponie mißbraucht werden,
      müsste diese Melioration unter behördliche Aufsicht gestellt werden

      in Algerien ist nicht der Boden sondern das Wasser der hemmende Faktor
      dasselbe gilt auch für Innerasien
      dorthin liesse sich sibirisches Wasser umleiten
      (ein natürliches Gefälle ist bereits vorhanden)
      spiegel.de/spiegel/print/d-13512316.html

      durch die Klimaerwärmung dürfte es in den meeresnahen Trockengebieten mehr regnen
      (Wirbelstürme schaufeln Regenwolken an Land)
      das freut die Viehbesitzer

      die derzeitige Abnahme der Niederschläge in den meeresfernen Tropen Afrikas
      hat nichts mit dem Klimawandel
      sondern mit der fortschreitenden Entwaldung
      zu tun