Studieren- aber wo denn jetzt?

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    • Studieren- aber wo denn jetzt?

      Moin.
      Ich möchte euch gerne um Rat bitten: Eigentlich würde ich, so ich mein Abi denn nun schaffe, zum Wintersemester studieren.
      Und zwar Philosophie als Haupt- und Soziologie als Nebenfach. Wenns ginge.
      Und ich hab keine Ahnung wo.


      Bei solchen Sachen, bzw. bei der Fächerwahl "Taxifahrer" ist man dann doch immer so ein bisschen auf sich allein gestellt.
      Zunächst einmal: Ich habe vor, momentan, Philo bis zum Master durchzuziehen, Soziologie kann beim Bachelor bleiben, danach möchte ich in den groben Bereich Journalismus. Grob. Irgendwas mit schreiben oder so. Erschließt sich dann.
      Kommen tue ich aus dem Bereich Hannover, und wenn ich anderweitig nichts finde, wäre das dann auch erstmal meine Notlösung: studieren in Hanne. Wird zwar nicht empfohlen, aber was solls.

      Empfehlungen möchte ich von euch. Ich hab zwar schon ziemlich viele Vorlesungslisten durchgekaut, aber mir ist noch keine untergekommen, bei der ich gedacht hätte "JA! Die will ich!".
      Ein grober Überblick über Sachen die mich jubeln lassen:
      -Existenzialismus (Camus)
      -Schopenhauer
      -Platon
      -Nietzsche
      -Marx & im allgemeinen "linke Sachen"

      Wenn ihr ein paar Tipps hättet, wo ich da mal noch dringen schauen sollte, bitte.
      Danke.
    • Tipps kann ich auch nicht geben, aber:
      z.Zt. belege ich in H einige Seminare u. Vorlesungen. Ich finde die Veranstaltungen gut, habe aber direkt in Philo keine Vergleichsmöglichkeiten. Der größere Teil der anwesenden Studis studiert wohl auf Lehramt.
      Wenn du mit deinen hier vorgestellten Philosophen bei den Profs. einfallen würdest, könntest du mit einer schönen Retourkutsche rechnen ;-).

      Erstmal muss man sich Grundlagenwissen aneignen, also obligatorische Veranstaltungen, Lesetechnik im Seminar usw. da ist erstmal nix mit Schopenhauer, sondern Kant, Hegel, usw. sind angesagt.

      In H liegt der Schwerpunkt auf Wissenschaftsphilosophie, für Journalitsten könnte das doch eine gute Grundlage sein? Da macht es wenig Sinn nach Lieblingsphilosophen aus der Schule im Vorlesungsverzeichnis zu suchen!
      Setz dich doch einfach mal in eine Vorlesung. Da kann man zwanglos hingegen.
      Wer sagt denn, das H nichts ist, Schüler, ehemalige Absolventen? Natürlich kannst du auch in Berlin oder an der LMU in München studieren.
    • Hallo Dolzn,

      zunächst einmal herzlich Willkommen hier im Forum...

      Leider kann ich Dir bei Deiner Frage auch nicht groß weiterhelfen. Vielleicht lässt Du Dir einfach Zeit... Viele Philosophiestudenten entdecken erst im Laufe ihres Studiums die Themen, die sie besonders interessieren, und wechseln dann mehrfach die Uni, um bei den renomierten Fachprofessoren vor Ort zu studieren... Das solltest Du auch in Erwägung ziehen. Du bist ja praktisch noch gar nicht festgelegt, und noch ein unbeschriebenes Blatt, wie man aus Deiner Liste unschwer erkennen kann. Das ist alles noch ziemliches Einsteigergeplänkel, und das wirst Du schnell über Bord werfen, wenn Du erst einmal sattelfest bist. Das war bei mir in jungen Jahren praktisch genau das Gleiche, und ich selbst hätte fast die genau gleiche Liste aufstellen mögen... Vielleicht schaust Du einmal auf meiner Website, was draus geworden ist... Übrigens könnte Dir vielleicht die ein oder andere Diskussion hier im Forum wichtige Anregungen geben. Vielleicht versuchst Du es mal...

      Gut wäre auch so eine Einstiegsliste:

      - Heraklit
      - Platon
      - Kant
      - Marx und Engels

      Ich selbst hatt emich übrigens nach meinem Abitut für Soziologie, Philosophie und neuere Geschichte eingeschrieben, musste das Studium aber aus Gesundheitsgründen abbrechen...

      Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • :)
      Danke zunächst einmal.
      Ich denke, ich sollte meine Fragestellung wohl etwas konkretisieren, bzw. ändern, da diese Liste offenbar wahnsinnig irritierend und irreführend ist.
      Was ich studieren möchte ist halt, das, was mich interessiert.
      Was mich interessiert sind Fragen die sich vermutlich vor allem im Bereich der Ethik, Staatsphilosophie, Anthropolgie und Ontologie einordnen.
      Die obige Liste ist nur die Liste der Philosophen, die mich bisher gefangen und fasziniert haben, und die ich gerne noch besser kennenlernen würde.
      Das heißt keineswegs dass ich nur die suche.
      Es ist nur so, dass die quasi garnicht geboten werden, wenn ich bisher nichts übersehen habe.
      Zudem habe ich, was jetzt sicherlich kindlich anmutet, irgendwann einmal ein Versprechen gegeben, Hegel wenn möglich zu meiden.
      Der ist fast überall.
      Es ist nicht so, das ich an diesem Versprechen fest gebunden bin, doch ich würde es schon gerne versuchen einzuhalten.
      Vielleicht könnten ja momentane Studenten ihre Meinung zu ihren Unis sagen, und mitteilen, was da momentan so läuft an Vorlesungen.
      Das zum Beispiel wäre mir eine große Hilfe.
    • Also, zu den Unis kann ich leider nichts sagen... Ich bin reiner Autodidakt...

      Mainz ist bekannt für seine Philosophie des Geistes (Metzinger)

      Die Unis München, Freiburg und Heidelberg sollen gut sein...Auch Hamburg und Berlin... Und dann weiß ich schon nicht mehr...

      Was Hegel anbelangt, ist eine solche Ablehnung für einen Freund der Linkshegelianer Marx und Engels natürlich kein guter Ratgeber. Du brauchst auch gar keine große Angst vor Hegel zu haben, wenn Du ihn aus der Sicht von Marx liest. Hegel ist nicht kompliziert (mit Ausnahme der Phänomenologie des Geistes...), sonder dummes Zeug... Das ist alles... Das ändert ja nichts an der großen Bedeutung der Dialektik an sich... Sieh Dir mal meine Materialien zu Hegel an. Sie verteilen sich über mehrere Datein... Ich habe sie nie in einem Werk zusammengestellt... Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Das Philosophische Seminar in Heidelberg kam mir relativ klein vor, aber sehr sympathisch. Über die Forschung, die da gemacht wird, kann ich wenig sagen, die Lehre war aber meistens recht gut. Ich habe dort Veranstaltungen im Bereich Wissenschaftsphilosophie, Geschichtsphilosophie, moderne Sozialphilosophie (den Dozent gibt es aber leider nicht mehr) und ein Seminar über Marx besucht sowie ein sehr gutes über Platon aus zeitlichen Gründen leider wieder abbrechen müssen. Von den Themen kommt das Deiner Liste ja relativ nahe. Du kannst vielleicht mal die kommentierten Vorlesungsverzeichnisse der letzten Semester anschauen. Vieles wird sich da wahrscheinlich in regelmäßigen Abständen widerholen. Über die Soziologen in Heidelberg kann ich nur sagen, dass ich noch nie was von ihnen gehört habe, vor allem weil sie komplett auf einem anderen Campus waren als die Naturwissenschaften.
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • Hallo Dolzn,
      Du läufst mit deiner Argumentation den Profs direkt ins Messer. ^^
      Hast du denn schon über Jahre! geschaut, welche Themen im Philosophischen Seminar in H angeboten werden? Das Vorlesungsprogramm deckt didaktische Notwendigkeiten ab. M.E. ist es ziemlich unsinnig, als Anfänger die Vorlesungsverzeichnisse anhand von den Philosophen, die man schon kennt und die leichter zugänglich sind als andere zu durchsuchen.
      Du wirst z.B. in Kunstgeschichte kaum den Impressionismus finden, obwohl die meisten Menschen ihn bevorzugen.

      Um Hegel machst du "einen großen Bogen", zu Recht ^^ . Leider ist es so. das gerade uns "undurchsichtig" erscheinende Philosophen zum Basiswissen beitragen. Der Hegelkurs, den ich belege hat das "methodische Ziel, zu lernen, wie man mit einem schwierigen philosophischen Text umgeht, inhaltliches Ziel ist es, den Entwurf der Phänomenologie als einem philosophischen Projekt zu verstehen".
      Hier kommen schon mal zwei Begriffe vor, die fast unabdingbar sind "methodische Ziel" und "Phänemenologie" - und um die man nicht herum kommt.

      Egal, welches Fach du auch studieren wirst, es gibt immer Themen "duch die man durch muss", die nur Arbeit machen und wenig Spaß bringen. Ohne Basiswissen wirst du später in deinem Studienfach überhaupt keinen Spaß haben, sondern Frust.

      Ich finde die Unterrichtseinheiten, die Veranstaltungen kann man ja als solche schon fast bezeichnen, in H richtig gut, und klein ist das Seminar auch nicht. Nach Aussage des zuständ. Profs. ist es sogar das größte Seminar mit dem Schwerpunkt Wissenschaftsphilosophie in Deutschland. - Und anspruchslos ist hier gar nichts.

      Natürlich werden auch Fragen zur Ethik behandelt, z.Zt. läuft eine Einführungsvorlesung "Einführung in die praktische Philosophie". Auch hier steht erstmal Grundlagenwissen vor dem Lustgewinn. Wie kannst du dir denn Lieblingsthemen auswählen, wenn du so gut wie kein Fachwissen hast, schulisches Wissen gibt noch keinen Einblick in das Fachgebiet.
      Schau mal bei studis-online.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von agila ()