Philosophisches zum Thema Wissenschaft und Zeit

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    • Philosophisches zum Thema Wissenschaft und Zeit

      ich verfasse eine Facharbeit für die 5. Prüfungskomponente im Abitur. Das Thema lautet: Die Veränderung der wissenschaftlichen Auffassung von Zeit
      Das Hauptaugenmerk der Facharbeit soll mit einer Gewichtung von ca. 2/3 physikalischer Inhalt sein, während ca. 1/3 philosophischer Inhalt sein soll.
      Nun kann man sich ausrechnen, dass ca. 7 Seiten philosopisch bestückt sein müssen. Nochmal der explizite Hinweis: Es handelt sich um schulisches Niveau.

      Was aus physikalischer Sicht in die Facharbeit einbezogen wird, ist mir bewusst. Ich bin mir etwas unschlüssig, was sich darüber philosophisch sagen lässt.
      Da hier ein enger Bezug zur Wissenschaft besteht, bietet es sich warscheinlich an,den philosophischen Teil im bereich der Wissenschaftstheorie anzusiedeln. Ich war heute in einer Universitätbibliothek und habe mir Bücher zur Wissenschaftstheorie (insbesondere physikalische Wissenschaftstheorie) angeschaut und bemerkt, dass sich vieles auf die Quantenmechanik bezieht. Daher meine Frage:
      • Gibt es vielleicht Wissenschaftstheoretische Bücher, die sich mit der Relativitätstheorie befassen?
      • Gibt es vielleicht ein paar bestimmte Aspekte der Wissenschaftstheorie, welche ihr mir empfehlen könnt?
      • Was fallen euch sonst noch für philosophische Inhalte zum Thema Zeit ein, die ich vielleicht auf 4-5 Seiten behandeln könnte?

      Sie dürfen allerdings auf keinen Fall zu komplex sein. Ich habe lediglich noch die Weihnachtsferien Zeit das zu schreiben, leider drängt die Zeit etwas.
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • Interessant könnte sein, dass es in der Philosophie (auch in den Philosophien von Wissenschaftlern) subjektivistische und objektivistische Theorien der Zeit gibt (Entropie, Zeitpfeil).

      Gibt dazu eine sehr passende Veröffentlichung:
      Walter Zimmerli und Mike Sandbothe (Herausgeber), Klassiker der modernen Zeitphilosophie, 1993.

      Das verlinkte PDF bietet den darin enthaltenen Aufsatz von Karl Popper: Ludwig Bo(l)tzmann und die Richtung des Zeitablaufs - Der Pfeil der Zeit (1974). Selbstverständlich können auch die anderen Aufsätze in dem Sammelband von erheblichem Interesse sein.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fliege () aus folgendem Grund: + (l)

    • Fliege, das ist echt super! Vielen Dank.
      Sammler, ich denke, das ist eher ein gesellschaftliches, psychologisches Problem mit dem Schnittfeld der Biologie als Naturwissenschaft. Meine Arbeit ist allerdings klar physikalischer Natur und ich denke nicht, dass Ethik und Biologie da so gut reinpassen. Dennoch vielen Dank für die Idee.
      Da Die Relativitätstheorie ein fundamentales Weltbild darstellt, bietet es sich hier eher an über Wissenschaftstheorie und Wissenschaftskritik zu sprechen...
      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • @ Dr. Bob!

      Rein physikalisch gibt es nur zwei Paradigemen der Zeit, nämlich

      1. die absolute Zeit (Nweton)
      2. die relative Zeit (Einstein)

      Ein Philosoph, der mehr ontologisch über die Zeit nachgedacht hat, war Klages.
      Ein Philosoph, der mehr erkenntnistheoretisch üder die Zeit nachgedacht hat, war bekanntlich Kant (die beiden Formen der Anschauung).
      Es gibt ganz allgemein eine Philosophie der Zeit, die aber mehr in Richtung einer Mystik geht. Ich selbst habe versucht, dies in meiner Neubegründung der Relativitätstheorie (RT) zu berücksichtigen. Hier einmal ein Link. Du findest es sofort im ersten Text:

      jstiller.js.funpic.de/download…relativitaetstheorie2.pdf

      Zu unterscheiden wären noch subjektive Zeit und objektive Zeit, Fliege deutete es bereits an...

      Kant vertrat übrigens eine absolute Zeit. Es wäre beispielsweise eine Frage, ob seine Philosophie mir der relativen Zeit der Relativitätstheorie nicht zusammenbricht, was ich persönlich vereninen würde...

      Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Sophisterix schrieb:

      Ist Zeit eine Illusion?

      Eine neue Theorie eines faszinierenden Phänomens

      Link: klima-luft.de/steinicke/Artikel/Zeit.pdf
      'Neu' würde es nicht wirklich nennen; eher 'beschämenderweise viel zu lange von mathematischen Physikern - die das Machsche Prinzip frech unter den Teppich gekehrt haben(wie so manch anderes Problem) - ignoriert'. Mehr dazu:
      http://fqxi.org/data/essay-contest-files/Rovelli_Time.pdf
    • Zeigerbewegung -> Relativbewegung "Mitnahme" von Zeitlosigkeit.

      Der Augenblick ohne denken an Gestern und Morgen ist da ist keine Zeit nur Bewegung.

      Wenn man nicht an das denkt was einem über Uhren beigebracht worden ist nämlich das sie Zeit anzeigen sondern sich ganz auf den Zeiger konzentrierend im Augenblick seiend Vergangenheit und Zukunft hinter sich gelassen hat wird auch der Augenblick plötzlich zu offener Weite. Zeit ist "enttrohnt".

      Da ist nur noch der Zeiger der sich bewegt!

      Man steht da wie ein Esel ohne Zeit.

      Und jetzt das Entscheidende:

      Bewegt man sich selbst von dieser Uhr der Bewegung des Zeigers! weg scheint das ein Vorgang in der Zeit zu sein.

      Aber es ist nur Relativbewegung! von der Uhr die keine Zeit anzeigt wo sich nur der Zeiger bewegt weg.

      Man kann diese Zeitlosigkeit in der Relativbewegung "mitnehmen"! indem man "weiterhin" Vergangenheit und Zukunft achtsam im Augenblick "enttrohnt".

      Dann ist nicht "weiterhin" sondern beständig offene Weite also Zeitlosigkeit!


      P.S.: Die Illusion der Zeit bricht in den zeitlosen (erfüllten) Augenblick in dem die Zeit "entthront" ist ein wie ein Ball der eine Fensterscheibe zerschlägt wo dann auf den jeweiligen Scherben steht (Vergangenheit Gegenwart Zukunft) durch Auseinandersetzug! Auseinandersetzung bedeutet aber Loslösung vom Zusammenhang "Bruch der Einheit" in der Zeitlosigkeit!
      Einheit (alles ist mit Allem verbunden) kann aber nicht gebrochen werden. Beides sind Illusionen die mit einander! einhergehen.
      grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von sammler ()

    • Dr. Bob! schrieb:

      Ihr könnt euch ja gerne mal meinen ersten Entwurf durchlesen und ein Bild davon machen, auf welche Aspekte ich Wert gelegt habe.

      Aus S. 3 schreibst du:
      Es lässt sich also feststellen, dass die Entropie theorieabhängig existiert und die Auswertung empirischer Daten einer objektiven Zeit als problematisch zu bewerten ist. Obwohl die Entropie eine hoffnungsgebener Pfad wäre, das Wesen der Zeit philosophisch eindeutig zu beschreiben, lässt sich feststellen, dass die Beschreibung des Phänomens der Entropie innerhalb der Physik ein ungelöstes Rätsel ist.

      Falls Entropie theorieabhängig ist, so wäre zu klären, in welcher Hinsicht nun eine vorgelegte Theorie zu untersuchen wäre, um Entropie als physikalisches Rätsel zu lösen.

      Käme es unter anderem darauf an ...:
      - wie eine Theorie zu Entropie vorgelegt wird (mündlich oder schriftlich)?
      - in welcher Sprache eine Theorie zu Entropie vorgelegt wird (deutsch, englisch, russisch)?
      - würde Entropie in einem Experiment nicht auftreten (beispielsweise indem man im Winter eine Tasse warmen Tees ins Freie stellt), wenn der Experimentator eine vorgelegte Theore zu Entropie gar nicht verstanden hat (etwa, wenn man ein kleines Kind ist)?
      - warum experimentiert man überhaupt (etwa mit warmem Tee), wenn man doch Theorieabhängigkeit von Entropie untersucht?
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Ich hoffe die Darstellung der Quellenverweise und des Literaturverzeichnisses ist im .doc-Format gut erhalten. Wenn nicht, dann liegt dies daran, dass die Layoutformatierung nur im docx-Format fehlerfrei angezeigt wird!
      Dateien
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      ,,Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle" - Albert Einstein
    • Dr. Bob,

      habe mal gerade Deine Arbeit geöffnet... Sehe ich das richtig, dass das nur 6 Seiten sind, von denen 2 Seiten Literaturhinweise sind? Du sagtest was von Abiturzulassung... Was ist denn da die übliche Vorgabe? 20 Seiten, oder 30 Seiten? Ich meine mich erinnern zu können , dass die Vorgabe bei 30 Seiten leigt... Dann sieh mal zu, wo Du die noch herbekommst. So gibt es höchsten eins aufs Dach, aber keine Abiturzulassung... Gruß Joachim Stiller Münster