Begegnungen mit Parmenides

    • ja, ist erst einmal überraschend. Stimme ich dir zu. Aber Zeus wird bei Heraklit wieder mit dem Blitz identifiziert. Seinen Sohn Helios oder Apollon identifizierten die Griechen mit der Sonne, denn sie über dem Himmel reiten sahen. Es gibt in der griechischen Religion auch keine eigentliche Transzendenz, sondern alles wird beschrieben durch eine Immanenz.

      Somit ist Herrschaft, Gesetz und Prinzip nicht immer eindeutig differenzierbar.
    • Hitoyou schrieb:

      ja, ist erst einmal überraschend. Stimme ich dir zu. Aber Zeus wird bei Heraklit wieder mit dem Blitz identifiziert. Seinen Sohn Helios oder Apollon identifizierten die Griechen mit der Sonne, denn sie über dem Himmel reiten sahen. Es gibt in der griechischen Religion auch keine eigentliche Transzendenz, sondern alles wird beschrieben durch eine Immanenz.

      Somit ist Herrschaft, Gesetz und Prinzip nicht immer eindeutig differenzierbar.

      Ja - das ist Gut, Schön und Wahr.
    • Eurydike, Eury Dike

      Hitoyou schrieb:

      ja, ist erst einmal überraschend. Stimme ich dir zu. Aber Zeus wird bei Heraklit wieder mit dem Blitz identifiziert. Seinen Sohn Helios oder Apollon identifizierten die Griechen mit der Sonne, denn sie über dem Himmel reiten sahen. Es gibt in der griechischen Religion auch keine eigentliche Transzendenz, sondern alles wird beschrieben durch eine Immanenz.

      Somit ist Herrschaft, Gesetz und Prinzip nicht immer eindeutig differenzierbar.

      Was ist mit Eury Dike angedeutet? gemeint?

      P.S.
      War einige Tage weg.
      @Elea, ja da gab es einige schöne Treads. Aber auch das Projekt PARMENIDES hier hat es in sich. Zu empfehlen sind die von Alltag begonnen. ;)
    • Parmenides?

      Wie kann man sich an einem Denken erfreuen, dass sich ganz am Unveränderlichen, Starren , Toten orientiert?
      Das Ist die Angst vor dem Geborenwerden und Sterben, vor der Veränderung.
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
    • "Angesichts der Angst

      vor einem Schicksal, das Geborenwerden und Sterben bedeutet, Angst vor der Veränderung, Angst vor dem Zerrissenwerden, vor der Auflösung im Nichts, sehnt sich der Mensch mit Parmenides nach Sicherheit und findet sie in einem Denken, das sich am Unveränderlichen, Starren, ja Toten orientiert.
      ... Welch eine Kluft zu dem <<Alles fließt>> des Heraklit!
      Jedes Wort, jeder Begriff, jedes Ding, ja jeder Mensch wird festgehalten und darf sich nicht mehr ändern, soll nicht sogleich wieder an Urängste erinnert werden
      ." Herbert Pietschmann

      Parmenides, der Beamte unter den Philosophen?
      Wenn wir Sprache und Denken aufgeben, können wir über alles hinausgehen. (Meister Sosan)
      „Langfristig gesehen sind wir alle tot“ (Meister Keynes)
    • Fehlberichterstattung:

      Die Philosophiegeschichte lehrt seit Jahrhunderten, dass Parmenides die Bewegung abschaffen wollte. Dies ist ein Irrtum.

      1)
      Heraklit, z.B.:
      Tag und Nacht ........Gegensätze, Wandel

      Parmenides
      Tag und Nacht ........Das Abwesende ist genauso anwesend wie das Anwesende ...Kugel, Eins

      2)
      Heraklit
      Wandel, Gegensätze ...........Rückführung auf das Allgemeine ...Widerspruch!!! (1)

      Parmenides
      Unteilbarkeit ...........Rückführung auf das Allgemeine, welches das eine Sein ist

      3)
      Parmenides komplettnegiert die Bewegung keineswegs. Seine Naturbeobachtung lässt nur keinen logischen Schluß auf die Bewegung als rationalen Mechanismus des Geordnetseins der Natur zu. Gegensätze sind nur vermeintlich, die Bewegung verwirrt die Menschen dahingehend, dass sie in der Antike meinten die Nacht wäre von anderen, widersätzlichen Kräften dominiert als der Tag.

      4)
      Parmenides negiert eine Philosophie der Bewegung oder ihre Rationalisierbarkeit, wie Zenons Paradoxien darstellen sollten. Parmenides reflektiert die Dynamik und Bewegung lediglich auf das Prinzip eines sie dominierenden Seinsganzen.

      Bsp 1: Das Öffnen und Schliessen der Tür ist abhängig vom unbeweglichen Stift im Scharnier.

      Bsp 2: Selbst der Tag und die Nacht sind abhängig von vom Drehen der Kugel. An der Kugel ändert dies aber wenig.




      (1) Heraklit fällt deswegen als erster der Ionier wieder zurück auf etwas, "das nach überall hin alles lenkt" (DK 22 B 41), und vor allem das "etwas von allem Getrenntes ist" (DK 22 B 108 )


      LG

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