Die Bildung und das Schulsystem versaut unsere Gesellschaft

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    • Ideologische Irrwege

      Philzer schrieb:

      Demokratie kann man im weitesten Sinne als ökonomisch manifestierten Rassismus bezeichnen.

      Ich mag jetzt nicht im Detail auf diese ideologische Vereinfachung eingehen, aber eine Demokratie ist ganz offensichtlich mehr als das. Es wird bestimmt noch Jahrtausende dauern, bis die Menschheit ihre Probleme halbwegs im Griff hat. Wenn sie es denn schaffen sollte. Aber derartige platte Parolen weisen uns nicht den Weg.

      Denn die bittere Ironie des Ganzen ist leider: Deine vereinfachte Weltsicht spielt sogar gerade den Kräften in die Hände, die vom allgemeinen Elend in der Welt profitieren. Erstens verschwendest du deine eigene Energie auf ideologischen Irrwegen. Zweitens vernebelst du damit auch anderen die Sicht auf die Wirklichkeit.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Demokratisches

      Hi,

      Geworfener schrieb:

      Ich mag jetzt nicht im Detail auf diese ideologische Vereinfachung eingehen,


      Ideologie wäre eben gerade die materiellen Ursachen und Beweggründe auszublenden.
      Der Pantheist (Eigenbezeichnung Demokrat) will und muss natürlich die ökonomischen Ursachen verschleiern.

      über Friedrich Engels in der FAZ

      ... Aber Engels sagt mehr. Es geht ihm gar nicht arg darum, dass beim ideologischen Denken und Reden diese oder jene Sachaussage nicht stimmt. Er sagt, was genau an der Sorte Bewusstsein falsch ist, die Ideologie produziert: Weil ihr Träger die in gesellschaftlichen Verhältnissen gebundenen Kräfte, die ihn bewegen, nicht kennt, imaginiert er falsche und vergisst, dass sein Denken von seinem Handeln abhängt, "da ihm alles Handeln, weil durchs Denken vermittelt, auch in letzter Instanz im Denken begründet erscheint."...


      Ideologie-Thread


      Geworfener schrieb:

      aber eine Demokratie ist ganz offensichtlich mehr als das.


      Das glaube ich nicht, denn sobald der Surplusprofit ausbleibt, bricht das ganze demokratische Theater zusammen, auch das von Dir erwähnte mehr, so wie es eben ohne die ökonomischen Triebgründe auch gar nicht erst entstanden wäre. :D


      Geworfener schrieb:

      Es wird bestimmt noch Jahrtausende dauern, bis die Menschheit ihre Probleme halbwegs im Griff hat. Wenn sie es denn schaffen sollte. Aber derartige platte Parolen weisen uns nicht den Weg.
      Denn die bittere Ironie des Ganzen ist leider: Deine vereinfachte Weltsicht spielt sogar gerade den Kräften in die Hände, die vom allgemeinen Elend in der Welt profitieren. Erstens verschwendest du deine eigene Energie auf ideologischen Irrwegen. Zweitens vernebelst du damit auch anderen die Sicht auf die Wirklichkeit.


      Du bist, im Moment viele Millionen mit den stärksten Waffen der Welt, und deshalb wähnt Ihr Euch zurecht in der Position des Stärkeren.
      Die Übernahme der Prinzipien aus dem unbewussten Leben, wie das Prinzip des Stärkeren, ist ein Grundelement aller religiösen Formationen, der Pantheismus macht da keine Ausnahme.
      Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
      Apologie zur Erhaltung des Status Quo.

      Aber in einem würde ich Dir zustimmen.
      Den Demokrat aus seiner Gier aufzuwecken, das ist unmöglich.
      Ich hab das mal so formuliert:

      Dem Individuum was einmal zum Ausbeuter wurde,
      bleibt der Weg zum Mensch für immer verwehrt.



      Denn noch nie haben Ausbeuter ihre Privilegien 'freiwillig' hergegeben...


      [IMG:http://s1.directupload.net/images/110413/s7qvgtk2.gif]


      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Geworfener schrieb:

      Philzer schrieb:

      Demokratie kann man im weitesten Sinne als ökonomisch manifestierten Rassismus bezeichnen.

      Ich mag jetzt nicht im Detail auf diese ideologische Vereinfachung eingehen, aber eine Demokratie ist ganz offensichtlich mehr als das. Es wird bestimmt noch Jahrtausende dauern, bis die Menschheit ihre Probleme halbwegs im Griff hat. Wenn sie es denn schaffen sollte. Aber derartige platte Parolen weisen uns nicht den Weg.

      Denn die bittere Ironie des Ganzen ist leider: Deine vereinfachte Weltsicht spielt sogar gerade den Kräften in die Hände, die vom allgemeinen Elend in der Welt profitieren. Erstens verschwendest du deine eigene Energie auf ideologischen Irrwegen. Zweitens vernebelst du damit auch anderen die Sicht auf die Wirklichkeit.

      +1
      Gruß,
      n0\/0n

      deutsch.
      think, tank.
    • Behauptungen und bunte Bilder

      Philzer schrieb:

      Den Demokrat aus seiner Gier aufzuwecken, das ist unmöglich.
      Ich hab das mal so formuliert:

      Dem Individuum was einmal zum Ausbeuter wurde,
      bleibt der Weg zum Mensch für immer verwehrt.

      Nur damit keiner übersieht, was du zum Besten gibst.

      Tut mir leid für dich, aber du zählst zu den Leuten hier, mit denen sich jeder weitere Dialog erübrigt. Dabei kenne ich die Kräfte, die mich dazu bewegen: Überdruss, Resignation, Sinnlosigkeit. Adios, Genosse.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Zweck der Philosophie

      Hi Geworfener, hi novon,

      Immerhin seid ihr beiden die Einzigen die überhaupt noch antworten. :D

      Geworfener schrieb:

      Nur damit keiner übersieht, was du zum Besten gibst.


      Ja, danke für die Wiederholung. Der Pantheist würde sagen jeder Skandal ist Werbung o.s.ä. :)


      Geworfener schrieb:

      Philzer schrieb:

      Den Demokrat aus seiner Gier aufzuwecken, das ist unmöglich.
      Ich hab das mal so formuliert:

      Dem Individuum was einmal zum Ausbeuter wurde,
      bleibt der Weg zum Mensch für immer verwehrt.


      ...Tut mir leid für dich, aber du zählst zu den Leuten hier, mit denen sich jeder weitere Dialog erübrigt.


      Mhhh. Aber Dir muss da nix leid tun.

      1.) Allgemein:
      Also, der Zweck meiner Philosophie ist primär Erkenntnis. Dialog ist also nicht schlecht, ist aber sekundär.
      Wäre es umgekehrt wäre ich am Stammtisch, ok?

      2.)Speziell:
      Dialog mit Ausbeutern ist unmöglich, schon immer unmöglich gewesen, das geht aus meiner These hervor.
      Setzt Du dich mit ihnen/ihren Parteien an einen Tisch, hast Du schon verloren, bist nur noch Teil ihrer Intrigen, Teil ihrer Rhetorik, ihrer Mythologie.

      Denn, und das wirst Du leider wieder nicht verstehen, für sie als religiöse Individuen
      (Erinnerung: Religiösität ist diejenige Bewusstseinsstufe welche die menschliche Kreativität mit den Strategien des unbewussten Lebens kombiniert. - Philzer)
      gelten eben alle Vorteile die bspw. aus dem Prinzip des Stärkeren entstehen, sie bekommen 10 Euro/h, die von ihnen ausgebeuteten Völker 10 Cent/h für Produkte welche auf Deinem Warentisch landen, als selbstverständlich und unantastbar.

      Vermutlich kommt diese Ignorranz aus dem im Unterbewusstsein sehr wohl vorhandenem Wissen, dass nur 'dieser Schmutz der wirkliche Kit' ihrer Formationen ist, sosehr sie es auch nach aussen ideologisch aufpolieren mögen.

      Wie groß müsste der Unterschied Deiner Meinung nach sein, damit Du es als Ausbeutung erkennst? 1:100 ist Dir also zuwenig, vielleicht 1: 10 000 genehm?

      Du siehst also unsere Standpunkte sind 100 % inkompatibel.

      novon schrieb:

      +1


      Arg dünn - oder? :LtD:


      Versuchen wir ein Fazit, vielleicht frei nach Adorno:


      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.


      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Dialog mit Ausbeutern, Dialog mit Ideologen

      Philzer, ich sympathisiere mit Vielem, was du sagst. Deshalb antworte ich dir entgegen meines Vorhabens, und auch, weil du dich mit deinen Äußerungen weitgehend persönlicher Angriffe enthältst.

      Ich sehe ebenfalls die angesprochenen Ausbeutungsstrukturen, und ich empfinde häufig ein Schamgefühl angesichts unseres überschwänglichen Reichtums im Gegensatz zu der krassen Armut, die damit verknüpft ist. Ich widerspreche aber einigen deiner Thesen, insbesondere die Reduzierung der komplexen (gesellschaftlichen) Wirklichkeit auf einige einfache Wahrheiten. Es gibt in der Wirklichkeit keine einfachen Zusammenhänge, und erst recht keine einfachen Lösungen dafür.

      Eine linke Idee ist von ihrer grundsätzlichen Ausrichtung zustimmungswürdig, insofern sie den einzelnen Menschen nicht völlig der Gesellschaft unterordnet und damit zu einer Ideologie degeneriert. Es muss ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen individuellen und sozialen Ansprüchen angestrebt werden. Dass die jetzige Gesellschaftsform nicht nur in dieser Hinsicht recht unterentwickelt ist, steht außer Frage. Aber die Lösung darf nicht sein, die sog. Ausbeuter in ihrem Menschentum abzuwerten und damit sozusagen zum Abschuss freizugeben. Dies schließt auch mit ein, dass ein Dialog niemals vollständig abgebrochen werden darf. Solch radikalen Konzepte verraten ihre eigenen moralischen Grundsätze, mit denen sie angetreten sind.

      Radikale Konzepte sind niemals wirkliche Lösungen, sondern immer ein Ausdruck von Ungeduld. Dahinter steckt die subjektive Verweigerung anzuerkennen, dass gesellschaftliche Entwicklungen sehr viel Zeit benötigen - eben weil komplexe Interessenlagen gegeneinander austariert werden müssen. Lange, lange Zeiträume, in denen leider auch sehr viel unvermeidliches Leid geschehen wird.

      Dass heißt natürlich nicht, dass offensichtliches Unrecht nicht angeprangert werden soll. Nur immer durch die oben beschriebene Einsicht gemäßigt, auch wenns schwer fällt. Schier unerträgliches Leid als unvermeidlich anzuerkennen - das ist die vielleicht schwerste Aufgabe, die uns Menschen auferlegt ist.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Hi Geworfener,

      Geworfener schrieb:

      Deshalb antworte ich dir entgegen meines Vorhabens, und auch, weil du dich mit deinen Äußerungen weitgehend persönlicher Angriffe enthältst.


      Versucht ja jeder, manchmal gehen natürlich die Pferde mit einem durch ....


      Geworfener schrieb:

      Ich sehe ebenfalls die angesprochenen Ausbeutungsstrukturen,


      Meine Abstraktionen sind bis auf den Kern, glaub mir ihr hier seid nicht die einzigen die mich nicht verstehen (teils auch nicht verstehen wollen)


      Geworfener schrieb:

      Es gibt in der Wirklichkeit keine einfachen Zusammenhänge, und erst recht keine einfachen Lösungen dafür.


      Da ist schon was dran. Ich sage immer als Scherz:
      "wenn die Welt einfach wäre, hätten die Tiere sie schon verstanden"
      Die Pflicht des Analytikers/Dialektikers ist aber die Abstraktion, auch wenn er dabei, wie Adorno sagte (negative Dialektik), notwendig übers Ziel hinausschiesst.

      Nur ist es eben die Aussage meiner Demokratieanalyse, und hier bin ich eben knallharter Materialist, also unideologisch weil ich den materiellen Ursachen auf den Grund gehe, dass die horizontale Hierarchie zwischen Ethnien, also das fliessen von Surplusprofit zum Demokrat, das entscheidende jede Demokratie stabilisierende Moment ist.

      Wo dieses Moment nicht fliesst, ist alles in meinen Bildchen enthalten, wirken andere Mechanismen, also entweder nach wie vor vorpantheistische Religionen bestimmen die Gesellschaft (bspw. Kastensystem Indien = wird in den demokratischen Medien oft als größte Demokratie der Welt gelobt - hochköstlich oder mit tiefer Aussage? :LtD: ), oder es kann eben keine Demokratie sein (wie China), oder es ist eine Instabile die den Name nur zur Zier hält, wie Ostblock oder Russland oder oder oder...

      Fazit:

      Echte Demokratie = Volk ist Surplusprofitempfänger


      Zum Abschluss möchte ich Dir noch ein Bild zeigen was mir mal ein Freund zeichnete, über die Schwierigkeit des Philosophierens an sich:

      Stell Dir vor Du machst eine Zeitreise und kommst vor 3000 Jahren auf ein ägyptisches Feld.
      Nun fragst Du den Bauern was er wohl von seiner Religion hält.
      Was glaubst Du würde er antworten? Vielleicht so:

      "Welche Religion? Das ist unser Leben."



      mag Philzer


      PS: @ novon: naja, ich hatte bissl eigene Munition erwartet :D
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

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    • Hallo Leute!

      Nein, die Gesellschaft versaut die Gesellschaft! Die Schule trägt nur ihren Teil dazu bei.
      Ich hoffe, in 30 Berufsjahren als Lehrer nicht allzu viel von der Gesellschaft versaut zu haben!
      Im Schulsystem helfen Ideologien nicht weiter, in einem Nachbarforum schrieb jemand, sie wären das Weideglück der Herdentiere.

      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael
      Ich denke, daher spinn´ ich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von raphael.t ()

    • Ideologie und Materialismus

      Philzer schrieb:

      (...) hier bin ich eben knallharter Materialist, also unideologisch weil ich den materiellen Ursachen auf den Grund gehe (...)
      Nach meiner Auffassung kann jedes Denksystem zur Ideologie entarten, wenn es als alleiniges Erklärungsmodell für die Wirklichkeit herangezogen wird, auch der Materialismus. Wenn du dich als "knallharter Materialist" bezeichnest, geht das schon bedenklich in eine einspurige Richtung. So hart, dass keine dem Denksystem fremden Gedanken mehr eindringen können? Ich befürchte es fast.

      Täte mir ehrlich leid, weil ich in dir das Potenzial für einen Freigeist erkenne, den sein (tragisches) Geschick in ein enges geistiges Labyrinth geführt hat. Sage mir eines: Besteht das Menschentum aus rein materiellen Faktoren?
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Theorie & Praxis +1 :-)

      Hi,

      Der Pantheist wird dies, also die Tatsache das nunmal die materielle Grundlage das Entscheidende ist, natürlich bis zum praktischen Untergang verleugnen.
      Hätte jeder Römer zu seiner Zeit genauso gesehen. Warum sollte dies von den Bürgern des Washingtoner Reichs anders gesehen werden?

      Das hat aber nichts mit Philosophie zu tun, sondern bestenfalls mit Politik, mit dem leben im jetzt. :D


      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten

      ich meine, niemand hat die Absicht, die materielle Grundlage allen Seins in Frage zu stellen (genauer gesagt, ich habe vorläufig nicht die Absicht dazu). Ich habe aber auch vorläufig nicht die Absicht, die Existenz einer geistigen Sphäre anzuzweifeln.

      Schließlich gibt es dieses mehr oder weniger reflektierte Etwas, diese Person, die ich mit ICH bezeichne, wirklich. Und ich habe Grund zu der Annahme, dass diese Person auf der anderen Seite des Internets, mit der ich mich gerade unterhalte, ebenfalls nicht eine bloß materielle Erscheinung ist, kein reiner Spielball von Neuronenaktivitäten und Hormonausschüttungen, sondern eine geistige Einheit, ein eigenständiger Akteur im Spiel.

      Und kann man die Politik nicht mit einigem Recht als angewandte Philosophie bezeichnen?

      Mit dem nächsten Beitrag werde ich die Kurve kriegen und wieder zum Thema zurück kehren.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Na Ja...also mit dem Pantheismus ist es so wie mit dem Thread Intelektuellen , wozu braucht man die.

      Um sie am nächsten Laternenmast aufzuhängen.
      Die hat man auf den Unis zu viel im **** den Brutalen Ausdruck für Studierte ....spreche ich lieber nicht aus.
      :whistling: :LtD:

      Entschuldigt aber irgend wie kann Ich mir das nicht verkneifen.lol
      Als Ich noch zu schule ging , da war das was heute gefragt wird ,
      nicht vorhanden. Ich bin 9 Jahre zu schule gegangen ,viel gelernt hab Ich nicht,
      99% davon ist für s Leben sinnloser Mumpitz.
      Und heute die ganzen Abiturienten, die lernen nur noch auswendig,
      um die Klausur zu bestehen, anschließend wissen sie nichts mehr.
      so schnell ist das vergessen.

      Die sollten alle vorher einen Soliden Handwerksberuf erlernen,
      da lernt man was, auf der Uni wird denen der Kopf nur mit vielen
      unnützen dingen vollgestopft, die fürs leben völlig unbrauchbar sind.

      wie zb. so was.... Abenteuer- und Erlebnispädagogik .... ?(
      gruß :| Philzer

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von FerrLux ()

    • Abiturienten sind doof?

      FerrLux schrieb:

      (...) Und heute die ganzen Abiturienten, die lernen nur noch auswendig,
      um die Klausur zu bestehen, anschließend wissen sie nichts mehr.
      so schnell ist das vergessen.(...)

      Kann ich nicht unterschreiben. Nach meiner Erfahrung hängt sehr viel an der Kompetenz der Lehrkräfte. Ich hatte z. B. immer sehr gute Deutsch-Lehrer(innen), die mir ein nachhaltiges Handwerkszeug mitgegeben haben, mit Texten umzugehen. Und zuletzt auch einen begeisterungsfähigen Mathe-Lehrer, der das Interesse dafür bei mir geweckt hat. Der klassische Zerstreuter-Professor-Typ, ein echter Freak, den man häufig auch belächelte, dessen Kompetenz aber niemals in Frage gestellt werden konnte.

      Diese Kompetenz der Lehrkräfte - damit meine ich keineswegs nur fachliche Kompetenz. Ja ich meine sogar, dass diese überschätzt wird. Die Persönlichkeit des Lehrers ist m. E. entscheidend. Und damit möchte ich einige Fragen an die interessierten Forums-Aktivisten stellen, um den Themenfaden wieder aufzugreifen:
      • Teilt ihr meine Einschätzung bezüglich der Persönlichkeit von Lehrkräften?
      • Welche Kompetenzen benötigen Lehrer in heutigen Schulen?
      • Welche institutionellen Veränderungen wären nötig, um die geforderten Kompetenzen zu fördern?
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. (A. Camus)
    • Na ja das war jetzt ein wenig Boshaft von mir. :rolleyes:

      Ich kann mich nur an einen guten Lehrer erinnern,
      und das war der Mathelehrer in der Umschulung den Ich hatte,
      als Ich 1987 zum Nachrichtegerätemechaniker umgeschult wurde.
      Da hatte ich zum ersten mal in meinem Leben die Note 2 in der Mengenlehre.
      Zu meiner Zeit in der Hauptschule unterreichtet man die Mengenlehre nicht.
      :whistling:
      gruß :| Geworfener

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FerrLux ()

    • immer noch off topic - sorry

      Hi Geworfener,

      Geworfener schrieb:

      Und kann man die Politik nicht mit einigem Recht als angewandte Philosophie bezeichnen?


      Sicher gibt es dazu viele viele Standpunkte. Ich persönlich sage Nein.

      Empfehlen als Lektüre dazu kann ich Dir H.A. "Wahrheit und Lüge in der Politik"

      kurzer Begründungsversuch: (mit u.a. meinen Kategorien)

      - Politik ist die Durchsetzung von Interessen, es ist ziemlich viel erlaubt, im Pantheismus nun auch jedem (vorher nur den Herrschern :D )
      also ähnlich wie in der Meinung kann alles gemixt werden, es gibt keine Forderung zu Wahrhaftigkeit (im Sinne Kants) , es gibt ebenso keinerlei Verpflichtung zu Wissenschaftlichkeit (sagen wir indem Sinne dass die Aussagen einen längeren Bestand in der Zeit hätten - wie bspw. Vernunftwahrheiten) ...

      Ergo: Politik ist praktizierter Opportunismus, weil die Masse opportunistisch * ist, d.h. die Strategien aus dem unbewussten Leben kommen zum Einsatz,

      ich hab das mal so formuliert, für das unbewusste Leben, und für die opportunistischen Formationen:

      Im Opportunismus basiert der Erfolg in der Dimension der Zeit
      immer blind über den Sieg im Jetzt.


      Beispiel: 'Tussi' gewährt demjenigen das Kopieren seiner Gene, der mit dem dicksten Auto daherkommt.
      Sie weiss das 'der' Kohle hat, ihrem Kind wird es gut gehen. Auch im Falle eines Unfalles schneidet ihr Kind statistisch besser ab, als das andere im VW-Polo etc etc
      Das dadurch die zukünftige Welt ihrer Genkopien unverhältnissmässig/unnötig belastet/ u.U.irreversibel zernutzt wird, so dass es vielleicht schon besser wäre auf Nachwuchs zu verzichten, interessiert sie nicht...


      ....und an Philosophie stelle ich schon etwas höhere Ansprüche, im Idealfall das Generieren von Vernunftwahrheiten ....

      Vereinfacht: Politik ist dreidimensionales Giergerangel, und Philosophie, im Idealfall zumindest, wissenschaftlicher (vierdimensionaler) Disput ... o.s.ä.


      mag Philzer


      * siehe mein Modell zur dialektischen Einheit von Volk und Herrscher
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Wichtigster Punkt.

      Solange die Eltern ihre Kinder nicht unter Druck setzten und diese erziehen, muss es die Schule mit einem ausgeklügeltem Schulsystem machen. Der Fortschritt in einem Land hängt zu einem großen Teil von deren Gesellschaft und dem Verhältniss zu anderen Ländern ab. Hätte also die Gesellschaft bessere Schulabschlüsse, etc. würde dass diese vorranbringen. Und ich bin selbst noch in der Schule (14Jahre alt) und was sich da manche leisten (auch ich :D) ist unter aller Sau.
    • tom9876 schrieb:

      Schimmermatt schrieb:

      und vielen Oberstufenkursen eine 40 Stunden-Woche IN DEN FERIEN, so riesig ist die Belastung insbesondere durch Korrekturen nach Zentralabiturschema.


      lehrerfreund.de/schule/1s/korrekturen-billiglohnlaender/3717


      Schimmermatt schrieb:

      Das wäre eine Bildung und ein Schulsystem, die in der Tat eine Gesellschaft versauen dürften


      Warum das denn ? Ich glaube, dass wir von den Chinesen wirtschaftlich einiges lernen können. Wir sollten unseren
      Beamtenarbeitsmarkt für China frei zugänglich machen, alles andere wäre sowieso unsozial :finger:
      (wenn nicht sogar nationalistisch ?( )