Die Religion und der Glaube

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    • eines meiner liebsten...

      Auch die Religion kann ihr Versprechen (des Glücks) nicht halten. Wenn der Gläubige sich endlich genötigt findet,
      von 'Gottes unerforschlichem Ratschluß' zu reden, so gesteht er damit ein, daß ihm als letzte Trostmöglichkeit und
      Lustquelle im Leiden nur die bedingungslose Unterwerfung geblieben ist.
      Und wenn er zu dieser bereit ist, hätte er sich den Umweg wahrscheinlich sparen können.
      (Sigmund Freud, österr. Psychologe und Psychiater, 1856-1939, Das Unbehagen in der Kultur)

      ev-) ev-) ev-)
      Wir leben alle unter dem selben Himmel -
      und doch haben wir nicht den selben Horizont...

    • Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch.
      Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter.
      Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
      (L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

      Könnte bis morgen früh so weiter machen...aber dann werden mich wohl alle Gläubigen hier steinigen...

      mmmmmmmmmmm andererseits...


      Sie sang vom irdischen Jammertal,
      von Freuden, die bald zerronnen,
      vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
      verklärt in ewigen Wonnen.

      Sie sang das alte Entsagungslied,
      das Eiapopeia vom Himmel,
      womit man einlullt, wenn es greint,
      das Volk, den großen Lümmel.

      Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
      ich kenn' auch die Herren Verfasser;
      ich weiß, sie tranken heimlich Wein
      und predigten öffentlich Wasser.
      (Heinrich Heine, 1797-1856, Deutschland - ein Wintermärchen I)

      ...

      In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet,
      wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist;
      er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender.
      Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
      (Heinrich Heine, dt. Dichter, 179-1856, Aphorismen und Fragmente)

      ev-) ev-) ev-)
      Wir leben alle unter dem selben Himmel -
      und doch haben wir nicht den selben Horizont...

    • SchwarzeLilie schrieb:


      Könnte bis morgen früh so weiter machen...aber dann werden mich wohl alle Gläubigen hier steinigen...

      Nein, schöne schwarze Lilie, gesteinigt wird Du von Christen nicht, denn wie heisst es so schön:"Wer unter Euch ist ohne Sünde, der werfe den ersten Stein"

      Hmm?? Darf ich? Besser nicht... ev-)

      Vielen Dank für die Texte der vielen Sünderlein.

      Was mich am chritlichen Glauben immer so fasziniert ist die schlichte Tatsache, dass die paar Gleichnisse Jesu so lange überdauert haben und solche Bewegung in die Welt gesetzt haben. Schon diese einfache Tatsache könnte einen glauben machen bei diesem Typ war mehr im Spiel.

      So mancher Text der Antike erscheint ungleiche more sophisticated. Aber hätten sich nicht Generationen von emsigen Bettelmönchen die Augen zu Schanden gekritzelt in ihren Subscriptorien, so wären alle diese Texte verloren.

      Als die Christen "anfingen" schlugen sich noch die Leutchen gröhlend auf die Schenkel beim Anblick zerfleischter Frauen und Kinder. Zugegebener Maße musste santa iglesia sich über die Jahrhunderte auch ganz schön schmutzig machen. Nunmehr ist diese aber angelangt in einem Stadium. indem sie die Hände von politischer Verantwortung lassen kann.

      Muss man dewnn nun unbedingt "glauben", um sagen zu können;"Ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst?" Wenn ja, dann lasst uns das Wagnis des Glaubens ruhig eingehen.
    • Einige Anmerkungen zur Religion und zum Religiösen

      · Der russische Physiologe Pawlow hielt Religion für eine tief im Menschen verwurzelte und darum in der ganzen Menschheit verbreitete Neigung der höheren Nerventätigkeit. Sie ist für ihn ein Instinkt, d.h. ein unkonditionierter Reflex, der aus dem Daseinskampf der menschlichen Spezies entstand.

      · Der Ethnologe Malinowski schrieb der Religion bzw. der Magie zwar auch die Funktion des Schutzes zu und sah in ihr ebenfalls eine Hilfe, um die Kulturtradition einer Gruppe zu heiligen und zu erhalten, meinte aber – wie andere Autoren vor ihm – ihr wichtigstes Motiv für den Einzelnen und die Gemeinschaft sei in allen Kulturen die Überwindung der Todesangst durch die Hoffnung auf Unsterblichkeit.

      · Sigmund Freud behauptet in seinen Schrift „Zwangshandlungen und Religionsübungen“ von 1907, dass zwischen Zeremoniellhandlungen von Zwangsneurotiker und dem religiösen Ritus eine tiefe Ähnlichkeit bestehe.

      · Kirkpatrick hat 1992 die Bindungstheorie auf religiöses Erleben, Denken und Verhalten übertragen. In ihrer ursprünglichen Form steht bei der Religiosität das Bedürfnis nach Sicherheit und intimer Nähe im Vordergrund.

      · Eine sozialpsychologische Theorie geht von der Grundannahme aus, dass der Mensch bestrebt ist, Ereignisse – zumal Erfolg und Misserfolg – durch die Zuschreibung von Ursachen, Absichten und Motiven zu erklären. Damit fragt er sich, ob für ein Ereignis – beispielsweise die Erkrankung eines Verwandten – der Zufall, die eigene Person oder andere Menschen verantwortlich sind.

      · Religiöse Gefühle sind je nach dem Standpunkt des Beobachters mit einem Nimbus des Erhabenen und Unantastbaren oder aber des Irrationalen und Unfassbaren umgeben. Befragt nach dabei anklingenden Grundgefühlen denken wir, neben Interesse und Faszination, auch Angst und (Ehr-)Furcht vor einem ungeheuren Weltganzen, an Freude über eine darin erahnte Herrlichkeit, vielleicht auch an Trauer oder Wut über alles, was solche Empfindungen in Frage stellen droht. (Ciompi / Endert: Gefühle machen Geschichte, 2011)


      · Religion: Form des gesellschaftlichen Bewußtseins mit Weltanschauungscharakter, deren Besonderheit in einer verzerrten, verkehrten Widerspiegelung der Natur und Gesellschaft im Bewußtsein der Menschen besteht, dergestalt, daß die Erscheinungen der Natur und Gesellschaft auf übernatürliche Ursachen und Zwecke zurückgeführt bzw. als übernatürliche Vorgänge und Mächte vorgestellt werden, zu denen die Menschen in einem unmittelbaren Abhängigkeitsverhältnis stehen und denen gegenüber sie sich zu ihrem Wohle zu Vollzug bestimmter Handlungen (Gebete, Opfer, Kult, Ritus usw.) verpflichtet fühlen. (M. Buhr / G. Klaus (Hrsg.): Marxistisch – leninistisches Wörterbuch der Philosophie, 1972)

      Mfg Culus
    • Pantheismus die X-te

      Hi JSM,

      Joachim Stiller schrieb:

      Religion ist Opium fürs Volk. Politik ist es auch.


      Du hinkst der Zeit um Jahrhunderte hinterher. Das ist aber bei den meisten Menschen normal *.
      Sie verstehen die Welt nicht in der sie leben, und leben doch trotzdem in ihr. Erkenntnis und Freiheit verhalten sich proportional zueinander, die Phaenomenologie der religioesen Formationen ist deshalb: Krieg - Frieden - Krieg.

      Sie sind mit einem Bein in die Erkenntnis getreten, und kleben mit dem anderen im Kot des Tierreiches fest.

      Die Politik der Moderne mit dem Manipulieren und Verwursteln oktilliardisierter Meinungsfetzen ist bei Lichte besehen nichts anderes als Religionsausuebung, da die individualisierte Meinung die der kapitalistischen Produktionsweise (Allmacht des Kapitalisten) entsprechende Form der religioesen Alleinstellungsideologie ist.

      Und religioes bedeutet nunmal nichts anderes als Strategietransformation aus dem unbewussten Leben.

      Religion ist der Wille Recht zu haben. - Philzer


      mag Philzer



      * um das, also das extreme Hinterherhinken der ideellen Weltreflexion hinter der real gelebten Praxis, zu verstehen empfehle ich F.Engels:

      de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursp…eigenthums_und_des_Staats

      oder die Lektuere von Lewis H. Morgan selbst ...
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Philzer () aus folgendem Grund: Ergaenzung

    • Philzer schrieb:


      Sie sind mit einem Bein in die Erkenntnis getreten, und kleben mit dem anderen im Kot des Tierreiches fest.
      Lustig in diesem Zusammenhang ist natürlich, dass die RKK den Realexistierenden Sozialismus nun doch schon deutlcih überlebt hat. Der "Kot des Tierreichs" gebegnet uns womöglich auch, wenn wir unsere kids großziehen und völlig irrational bevorzugen (Honey stellt Rentenantrag an BRD für Tochter in Chile). Die RKK hat mit dem Zölibat über die Jahrhundert große auch persönliche Opfer für den Aufbau Europas geleistet. Und was haben Stalin, Krenz und Honecker geleistet ausser Wandlitz und Datschenkultur? Schäden an den Seelen der Menschen und der Menschheit insgesamt.

      Und religioes bedeutet nunmal nichts anderes als Strategietransformation aus dem unbewussten Leben.
      ?? Wo lernt man denn sowas? in der DDR? Ich kann nur sagen, dass man erst weiss was man verloren hat, wenn es nicht mehr da ist. Religion ist eben auch Kultur, Pietas, Caritas.

      Religion ist der Wille Recht zu haben. - Philzer
      Vielleicht sollten wir hier ein Phrasenscheikdl aufmachen? Warum beten denn so viele Christen? Weil sie alle meinen Alles schon zu wissen? Nein, das Gegenteil ist der Fall.

      mag Philzer



      * um das, also das extreme Hinterherhinken der ideellen Weltreflexion hinter der real gelebten Praxis, zu verstehen empfehle ich F.Engels:

      de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursp…eigenthums_und_des_Staats

      oder die Lektuere von Lewis H. Morgan selbst ...[/quote]
    • Phrasen und Theorien

      Hi,

      flowolf schrieb:

      Philzer schrieb:


      Und religioes bedeutet nunmal nichts anderes als Strategietransformation aus dem unbewussten Leben.


      ?? Wo lernt man denn sowas? in der DDR?


      Nein, das sind meine eigenen Erkenntnisse!

      Benefit of religion


      Welche hast Du anzubieten? Komm, lass sehen!

      Deine Phrasologie ueber Honey und Co., und ich bin bestimmt kein Anhaenger des Personotheismus, ist nichts als Gewaesch der Sieger, die Zerstoerung der Welt durch den von Euch geliebten Fananzimperialismus dagegen ist die Wohltat der Menschheit schlechthin ... :LtD:


      flowolf schrieb:

      Vielleicht sollten wir hier ein Phrasenscheikdl aufmachen? Warum beten denn so viele Christen? Weil sie alle meinen Alles schon zu wissen? Nein, das Gegenteil ist der Fall.


      Falsch! Weil man ausser das was man unmittelbar zur direkten Gierbefriedigung benoetigt nichts wissen will! Das religioese individuum giert und giert, und da es keinen Bock hat sich um die Erhaltung der Welt zu kuemmern, betet es stattdessen ein wenig, das ist weniger anstrengend und man bekommt keine schmutzigen Haende. :LtD:

      (das bezieht sich auf die oktilliardisierte Masse an Nutzmenschen, nicht auf die 3 oder 0,3 % Denker!
      Denn letztere haben nix zu melden, wie die Geschichte zeigt! )


      Philzer schrieb:

      Religion ist der Wille Recht zu haben. - Philzer



      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • To be honest with you I would very much more like to know if it would be possible to emancipate from this brain washing ideology of the GDR even at an advanced age. Maybe you can give us an glimpse of insight into that?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von flowolf ()

    • Hi,

      Wie gesagt ich bin gespannt auf Deine philosophischen Arbeiten, oder sollten sich selbige im Nihilismus der Pantheisten, den das noch Christ zu sein aber laengst im Pantheismus (Saekularisation) lebende Individuum ja nichteinmal erkennt :LtD: , erschoepfen?

      flowolf schrieb:

      Die RKK hat mit dem Zölibat über die Jahrhundert große auch persönliche Opfer für den Aufbau Europas geleistet.


      Das ist wirklich oberkoestlich. Wie mir ein Intellektueller erklaert hat, als ich dereinst hier im Westen ankam - da die bluehenden Landschaften des Herrn Dr.Kohl 10 Jahre nach der Wende (ins Gestern) vergeblich auf sich warten liessen, wurde das Zoelibat von der RKK eingefuehrt, um zu Verhindern dass jedes zweite Kind im Dorf seltsamerweise wie der Pfarrer aussah. :D

      Denn der Grund ist die Beichtpflicht. Und damit die unendliche Macht der Kirche alles was in der religioesen Formation vor sich geht zu wissen und ueber perverse Intrigen steuern zu koennen.

      Von dieser Allmacht wollte die Kirche natuerlich nicht lassen, der Missbrauch dieser Allmacht aber durch die religioesen Wuerdentraeger, alle ihm genehmen Frauen, die etwas zu Verbergendes gebeichtet hatte, "zu nehmen" wann immer es ihnen beliebte, musste man irgendwie etwas Einhalt gebieten, man erfand das Zoelibat.

      Deine Erklaerung als Opfer fuer die Menschheit ist m.E. wirklich der Gipfel des Unverstandes. Sorry.



      flowolf schrieb:

      Und was haben Stalin, Krenz und Honecker geleistet ausser Wandlitz und Datschenkultur? Schäden an den Seelen der Menschen und der Menschheit insgesamt.


      Es ist nichts geblieben. Die angeblich grosse Oktoberrevolution ist verendet wie der Spartakusaufstand oder Stoertebecker.

      Ich will Dir aber verraten was das religioese Individuum die letzten 50 Jahre wirklich Grosses geleistet hat:

      Es hat den Weg geebnet fuer die globalen Atomkriege der religioes-opportunistischen Formationen im Kampf um die Endvernutzung des Globus.

      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer