Angeborene Moral?

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    • idea schrieb:

      Ja schon, aber wo bleibt die Moral und ihr gesellschaftlicher Einfluss?

      Wenn du sie von deinem Garten auf deine woanders gelegene Wiese führst, nimmst du einen Weidenstock zur Hand, um sie ein wenig zu dirigieren. Sie werden dich und deine Moral verstehen *g*.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Riha (zu Flieges "Gesellschaftliches findet sich auch bei nicht-menschlichen Tieren") schrieb:

      Das ist m.E. ein Missbrauch des Begriffs "Gesellschaftliches".

      Wikipedia zu "Gesellschaft (Soziologie)" schrieb:

      Als Gesellschaft bezeichnet man in der Soziologie [...] eine durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasste und abgegrenzte Anzahl von Personen, die als soziale Akteure miteinander verknüpft leben und direkt oder indirekt interagieren [...].

      In diesem Zusammenhang sind Mensch-Personen gemeint. Bezieht man es auf Tier-Personen, handelt es sich um Tier-Soziologie.

      Lexikon von Wissen.de zu "Tiersoziologie" schrieb:

      Tiersoziologie: die Wissenschaft von der Vergesellschaftung der Tiere, ihrer Gruppenbildung, ihrem Familienzusammenhang und deren Ursachen und Mitteln (Verständigung der Individuen im Verband, Zusammenhalten der Gruppen). Die Tiersoziologie ist ein Zweig der Verhaltensforschung und hat Erkenntnisse erbracht, die auch für die menschliche Soziologie von Bedeutung sind.

      Wo siehst du da ein Problem? Ich sehe keines.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Fliege schrieb:


      Lexikon von Wissen.de zu schrieb:

      Tiersoziologie: die Wissenschaft von der Vergesellschaftung der Tiere, ihrer Gruppenbildung, ihrem Familienzusammenhang und deren Ursachen und Mitteln (Verständigung der Individuen im Verband, Zusammenhalten der Gruppen). Die Tiersoziologie ist ein Zweig der Verhaltensforschung und hat Erkenntnisse erbracht, die auch für die menschliche Soziologie von Bedeutung sind.

      Wo siehst du da ein Problem? Ich sehe keines.
      Ich auch nicht mehr. Ich wusste nicht ,dass es üblich ist ,auch bezüglich der Tiere von "Vergesellschaftung" zu sprechen.
    • idea schrieb:

      vielleicht sollten wir zwischen menschlicher und 'tierischer' Moral unterscheiden -

      wobei meine Gänse..... :D

      Ich kann dir bei der Auforderung, diese Unerscheidung zu treffen, folgen (wenn auch ohne moralische Implikation). Deine Gänse werten wir als Ausnahme - egal für welche Regel auch immer *g*.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Riha schrieb:


      Ich glaube auch ,dass Moral nicht angeboren ist . Aber ein Indiz für angeborene Moral ist ,dass bereits Kleinkinder oft mitweinen,wenn ein anderes Kind weint.

      Also ich würde schon sagen, dass ethisches Empfinden angeboren ist. Die Entwicklungspsychologie unterscheidet mehrere Phasen der Ausreifung ethischen Empfindens. Erst ab dem 12. Lebensjahr ist das Gehirn so ausgereift, dass ein höheres Räsonieren in ethischen Kategorien möglich ist.

      Zur Moral gehört natürlich noch der kulturelle Kanon der Werte, die mit der Sozialisation erworben wird (oder eben auch nicht).

      Interessant finde ich das "menschliche" Verhalten unsere Schwestern und Brüder, den Primaten. Freundschaft, Beistand, aber auch große Wut, wenn dieses Bündnis verraten wird etc.. All das läßt sich dort auch erkennen.
    • flowolf schrieb:



      Also ich würde schon sagen, dass ethisches Empfinden angeboren ist. ....Zur Moral gehört natürlich noch der kulturelle Kanon der Werte, die mit der Sozialisation erworben wird (oder eben auch nicht).




      Das wirft für mich einen ganzen Fragekomplex auf:

      Wenn nun ein Mensch die moralischen Werte nicht erwirbt - kann er dann dennoch ethisch/moralisch empfinden?

      Gibt es neben den erworbenen Werten nach deiner Auffassung auch angeborene moralische Werte?,

      und wenn nicht: Kann es Moral auch ohne moralische Werte geben?
    • Riha schrieb:


      Das wirft für mich einen ganzen Fragekomplex auf:

      Wenn nun ein Mensch die moralischen Werte nicht erwirbt - kann er dann dennoch ethisch/moralisch empfinden?

      Gibt es neben den erworbenen Werten nach deiner Auffassung auch angeborene moralische Werte?,

      und wenn nicht: Kann es Moral auch ohne moralische Werte geben?
      Für mich ist Moral ein Begriff der Kultur. Die Italiener bechern schon mittags zum Essen Rotwein, was für einen Anglo disgusting ist. Das after work bing drinking der Briten ist für einen Italiener unmöglich, denn unmoralisch.

      Was nun ist "angeboren" (oder göttlich (hoffentlich schaut der fliegende Zensor nicht zu))?

      Ein im Stadtpark öffentlich kopulierendes Paar wird/wurde wohl von jeder irdischen Kultur als unmoralisch verworfen. Wenn man aber bedenkt, dass diese Zwei gerade menschliches Leben erzeugen, so könnte Spok vom Raumschiff enterprise sich schon sehr darüber wundern.
    • flowolf schrieb:

      Für mich ist Moral ein Begriff der Kultur.

      Moral ist möglicherweise eine kulturabhängige Einstellung, aber kein Begriff. "Moral" ist ein Begriff, nämlich ein Begriff der deutschen Sprache.

      Also ist Moral kein Begriff der Kultur. Deine Sentenz oben beruht auf einem UME.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • hallo idea


      idea schrieb:

      Ich sage: Menschen bilden Gesellschaften.
      1.Ja, und? Was ist daran in Frage gestellt?
      Nach meiner Meinung: Handeln nach zwischen Gut und Böse ordnenden Werten.


      2.Hm, Moral ist deiner Meinung nach Handeln? Wer oder was handelt zwischen ordnenden Werten? Wer oder was wertet?

      @1:Nichts ,ich hatte nur in Frage gestellt, ob es im (nichtmenschlichen) Tierreich Gesellschaftliches gibt (hat sich aber inzwischen erledigt)

      @2: Es ist der Mensch ,welcher wertet und handelt.
    • flowolf schrieb:


      Was nun ist "angeboren" ? ....

      Ein im Stadtpark öffentlich kopulierendes Paar wird/wurde wohl von jeder irdischen Kultur als unmoralisch verworfen. Wenn man aber bedenkt, dass diese Zwei gerade menschliches Leben erzeugen, so könnte Spok vom Raumschiff enterprise sich schon sehr darüber wundern.

      Meinst du ,ein öffentlich kopulierendes Paar handelt vielleicht nach angeborenen sittlichen Werten?

      Das glaube ich eher nicht ,denn im Verlaufe der Evolution hat sich aus Sicherheitsgründen die Gewohnheit herausgebildet ,den Geschlechtsakt möglichst im Verborgenen zu vollziehen.

      Ein glaubwürdiger Fall von angeborenener Moral wäre: Kleinkind A weint, weil ihm eine Puppe weggenommen wurde,Kleinkind B sieht das und weint mit, B gibt A eine andere Puppe.

      Aber hat man so etwas schon signifikant festgestellt?
    • Fliege schrieb:

      flowolf schrieb:

      Für mich ist Moral ein Begriff der Kultur.

      Moral ist möglicherweise eine kulturabhängige Einstellung, aber kein Begriff. "Moral" ist ein Begriff, nämlich ein Begriff der deutschen Sprache.

      Also ist Moral kein Begriff der Kultur. Deine Sentenz oben beruht auf einem UME.
      Da hat doch einer wieder in Philosophie geschwänzt!?!

      Hier ein wenig Aufklärung:
      "Es existieren unterschiedlichste Verwendungsweisen des Ausdrucks „Begriff“, beginnend bei einer ungenauen alltagssprachlichen Redeweise, die zum Beispiel zwischen „Begriff“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterscheidet, bis hin zu verschiedensten spezifischeren Verwendungen und Explikationen vor allem in den philosophischen Disziplinen der Philosophie des Geistes, Epistemologie und Ontologie sowie angrenzender Fachwissenschaften wie etwa der Psychologie und in Ansätzen formaler Wissensrepräsentation. Klassischere und teils abweichende Verwendungsweisen von „Begriff“ werden nachfolgend beschrieben."

      Was lernen wir? Die Verwirrung entsteht, weil die alltagssprachliche Redeweise zwischen „Begriff“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterscheidet. Die Philosophie hingegen macht einen ausgesprochen ausgedehnten Gebrauch vom Begriff Begriff. Von der Begriffstheorie bis zu Prototypentheorien.

      Es gibt zum Beispiel auch Begriffe der Psychologie im Sinne von termini technici.
    • flowolf schrieb:

      Fliege schrieb:

      flowolf schrieb:

      Für mich ist Moral ein Begriff der Kultur.

      [...]
      Die Verwirrung entsteht, weil die alltagssprachliche Redeweise zwischen „Begriff“, „Wort“ und „Ausdruck“ nicht klar unterscheidet. Die Philosophie hingegen macht einen ausgesprochen ausgedehnten Gebrauch vom Begriff Begriff. Von der Begriffstheorie bis zu Prototypentheorien.

      Die Verwirrung entsteht, weil es oben zutreffend gewesen wäre, hättest du formuliert:
      Für mich ist "Moral" ein Begriff der Kultur.

      Nun passiert es schon wieder:
      Statt Gebrauch vom Begriff "Begriff" steht da, Gebrauch vom Begriff Begriff.

      Du scheinst Tüttelchen nur zur Hervorhebung dessen zu verwenden, was dir wichtig erscheint.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).