vom sperren...

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    • vom sperren...

      Sperrt euch ein in große Städte

      Sperrt euch ein in große Städte,

      Atmet ein die dicke Luft,

      Die ein And’rer ausgeatmet –

      Unbeschreiblich süßer Duft!

      Brauchet dann noch eine Kur,

      Eine Morphium-Mixtur,

      Und ihr bauet eine Kluft

      Zwischen euch und der Natur:

      Ach, ihr bauet eure Gruft!
      Friederike Kempner, 1903
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      Valley of the sun - Riding and Dunes
      zero 7 - when it falls
      Azam Ali - Endless Reverie
    • Die Gedanken sind frei

      Die Gedanken sind frei,

      wer kann sie erraten?

      Sie fliegen vorbei

      wie nächtliche Schatten.

      Kein Mensch kann sie wissen,

      kein Jäger erschießen

      mit Pulver und Blei.

      Die Gedanken sind frei!



      Ich denke, was ich will

      und was mich beglücket,

      doch alles in der Still',

      und wie es sich schicket.

      Mein Wunsch und Begehren

      kann niemand verwehren,

      es bleibet dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Und sperrt man mich ein

      im finsteren Kerker,

      ich spotte der Pein

      und menschlicher Werke;

      denn meine Gedanken

      zerreißen die Schranken

      und Mauern entzwei:

      Die Gedanken sind frei!



      Drum will ich auf immer

      den Sorgen entsagen,

      und will mich auch nimmer

      mit Grillen mehr plagen.

      Man kann ja im Herzen

      stets lachen und scherzen

      und denken dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Volkslied, ca. 1790
      bearbeitet von
      Hoffmann von Fallersleben, 1841
      (Erstdruck 1842)
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    • BigBang schrieb:

      Die Gedanken sind frei

      Die Gedanken sind frei,

      wer kann sie erraten?

      Sie fliegen vorbei

      wie nächtliche Schatten.

      Kein Mensch kann sie wissen,

      kein Jäger erschießen

      mit Pulver und Blei.

      Die Gedanken sind frei!



      Ich denke, was ich will

      und was mich beglücket,

      doch alles in der Still',

      und wie es sich schicket.

      Mein Wunsch und Begehren

      kann niemand verwehren,

      es bleibet dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Und sperrt man mich ein

      im finsteren Kerker,

      ich spotte der Pein

      und menschlicher Werke;

      denn meine Gedanken

      zerreißen die Schranken

      und Mauern entzwei:

      Die Gedanken sind frei!



      Drum will ich auf immer

      den Sorgen entsagen,

      und will mich auch nimmer

      mit Grillen mehr plagen.

      Man kann ja im Herzen

      stets lachen und scherzen

      und denken dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Volkslied, ca. 1790
      bearbeitet von
      Hoffmann von Fallersleben, 1841
      (Erstdruck 1842)



      ich liebe dieses Lied...

      ev-) ev-) ev-)
      Wir leben alle unter dem selben Himmel -
      und doch haben wir nicht den selben Horizont...

    • vielleicht die einzigste relativ unbeschränkte freiheit die der mensch hat....vom handeln kann man das wohl nicht sagen, denn diese hängt maßgeblich von der macht ab.....
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    • Ideologie der drei Milliarden Affen

      Als stark gilt: Ohren, Augen und Mund

      nur einmal öfters schließen,

      als sie sich, in der Morgenstund

      zufällig öffnen ließen.



      von Alexander Herzen
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    • SchwarzeLilie schrieb:

      BigBang schrieb:

      Die Gedanken sind frei

      Die Gedanken sind frei,

      wer kann sie erraten?

      Sie fliegen vorbei

      wie nächtliche Schatten.

      Kein Mensch kann sie wissen,

      kein Jäger erschießen

      mit Pulver und Blei.

      Die Gedanken sind frei!



      Ich denke, was ich will

      und was mich beglücket,

      doch alles in der Still',

      und wie es sich schicket.

      Mein Wunsch und Begehren

      kann niemand verwehren,

      es bleibet dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Und sperrt man mich ein

      im finsteren Kerker,

      ich spotte der Pein

      und menschlicher Werke;

      denn meine Gedanken

      zerreißen die Schranken

      und Mauern entzwei:

      Die Gedanken sind frei!



      Drum will ich auf immer

      den Sorgen entsagen,

      und will mich auch nimmer

      mit Grillen mehr plagen.

      Man kann ja im Herzen

      stets lachen und scherzen

      und denken dabei:

      Die Gedanken sind frei!



      Volkslied, ca. 1790
      bearbeitet von
      Hoffmann von Fallersleben, 1841
      (Erstdruck 1842)



      ich liebe dieses Lied...

      ev-) ev-) ev-)
      Die Freiheit im Gedanken hat nur den reinen Gedanken
      zu ihrer Wahrheit, die ohne die Erfüllung des Lebens ist; und ist also
      auch nur der Begriff der Freiheit, nicht die lebendige Freiheit selbst.



      G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes
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    • SchwarzeLilie schrieb:

      Macht man sich keine Gedanken, dann ist es auch weiter nichts. Alles kommt nur davon, daß der Mensch denkt.
      Leo N. Tolstoi, Frühe Erzählungen Bd. 1

      ev-) ev-) ev-)
      ja, siehe solipsismus thread....

      davon abgesehen: du lebst doch nicht etwa in einer traumwelt lilie ?
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    • Hallo Big Bang!

      Danke für dein Gedicht!

      Nach dem ersten Lesen werde ich den geschichtlichen Blickwinkel nicht los, und obwohl die Dichterin nicht den im Sinn hatte, drängt er sich mir auf.

      Das Einsperren in große Städte hat historische Gründe; die Natur war karg und gab zu wenig her, um all die hungrigen Mäuler zu füttern.
      Die zweiten, dritten, vierten Söhne verließen also die elterliche Scholle und begaben sich in die Sklavenarbeit, die ihnen die Industrie anbot.
      Hart zu arbeiten waren sie ja gewohnt.
      In der Stadt aber fehlte der Rückhalt der Großfamilie. Bei der bäuerlichen Arbeit sind Unfälle nicht selten, ein Familienmitglied, das sich bei einem solchen verletzt und danach nur mehr leicht oder vielleicht nie wieder arbeiten kann, wird durchgefüttert.
      Ein Unfall des entwurzelten Bauernkindes in der Fabrik führte aber meist zu Entlassung und noch größerem Elend.

      Engels und Marx, Lasalle und andere Sozialisten sorgten für arbeits- und gesellschaftspolitische Veränderungen in Theorie und Praxis.
      Die Sicherheiten, die eine bäuerliche Großfamilie dem Einzelnen bieten konnte, wurden nun auch den Massen zuteil, die erstmals zu spüren bekamen, dass sie eine --- vielleicht die einzige --- Macht waren.

      Aber ich bin wirklich abgeschweift, fast abgeschwiffen!

      Friederike Klempner Gedichts will wohl nicht die grauen Vorstadtkinder beschreiben, die im Zuge der industriellen Revolution in die Vorstädte gespült wurden, sondern ein Bild der gelangweilten Innenstadt-Bürger des eben erst zu Ende gegangenen Fin de siècle zeichnen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael
      Ich denke, daher spinn´ ich.
    • raphael.t schrieb:

      Hallo Big Bang!

      Danke für dein Gedicht!

      Nach dem ersten Lesen werde ich den geschichtlichen Blickwinkel nicht los, und obwohl die Dichterin nicht den im Sinn hatte, drängt er sich mir auf.

      Das Einsperren in große Städte hat historische Gründe; die Natur war karg und gab zu wenig her, um all die hungrigen Mäuler zu füttern.
      Die zweiten, dritten, vierten Söhne verließen also die elterliche Scholle und begaben sich in die Sklavenarbeit, die ihnen die Industrie anbot.
      Hart zu arbeiten waren sie ja gewohnt.
      In der Stadt aber fehlte der Rückhalt der Großfamilie. Bei der bäuerlichen Arbeit sind Unfälle nicht selten, ein Familienmitglied, das sich bei einem solchen verletzt und danach nur mehr leicht oder vielleicht nie wieder arbeiten kann, wird durchgefüttert.
      Ein Unfall des entwurzelten Bauernkindes in der Fabrik führte aber meist zu Entlassung und noch größerem Elend.

      Engels und Marx, Lasalle und andere Sozialisten sorgten für arbeits- und gesellschaftspolitische Veränderungen in Theorie und Praxis.
      Die Sicherheiten, die eine bäuerliche Großfamilie dem Einzelnen bieten konnte, wurden nun auch den Massen zuteil, die erstmals zu spüren bekamen, dass sie eine --- vielleicht die einzige --- Macht waren.

      Aber ich bin wirklich abgeschweift, fast abgeschwiffen!

      Friederike Klempner Gedichts will wohl nicht die grauen Vorstadtkinder beschreiben, die im Zuge der industriellen Revolution in die Vorstädte gespült wurden, sondern ein Bild der gelangweilten Innenstadt-Bürger des eben erst zu Ende gegangenen Fin de siècle zeichnen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael

      ja du hast schon recht raphael...in diesem kontext hatte ich aber keine intention...aber, und das sollten die jugendlichen nie vergessen, wie schwer das leben vor der industrialisierung war, wo zB die bauern freiwild waren und man noch mit dem vieh unter einem dach schlief....städte haben ihre vor-und nachteile, ich bin nicht gegen städte.....und auch klar: am anfang der industriellen revolution war das leben für arbeiter sehr hart (zB kinderarbeit..)

      Ich postete das gedicht im zusammenhang mit meinungsfreiheit (siehe auch folgendes gedicht...)
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    • Hallo Glockenschwein,

      da hab ich vielleich auch eins.

      Sperren wir die Augen auf:
      Ins Stadt und Land Morphiumverkauf!
      Und alles was der Staat so kann,
      ist sagen: "Kein Delikt wenn intus han"

      Denn NUR dealen ist verboten
      Und auch mit sich führen wohl
      Hast dus aber in dem Körper
      Bist du ja Gesetzidol.

      Bist du dann noch minderjährig,
      hast du Kinderreche auch -
      Und dein Wille der ist heilig.
      Also spritz ma einen drauf.

      Doch gibts Sperren auch Gerechte,
      die hat die Natur gemacht.
      Lieber mal nen Joint verwenden,
      Denn es ja so nur Nacht.

      Diese Nacht die wird nicht enden,
      solange Sperren auf und zu
      an aller Ort in allen Händen
      genannt die Meinung die da tu.

      Solange schlecht gedacht wird werden,
      gibt es Missgunst, lacht der Neid.
      Beides sind die größten Dämen
      von des Vaters Dämon Zeit.

      Drumm entsperrt die lang Gesperrten
      Ihr werdet sehen dankbar ist
      jeder arme Teufel wenn gebunden
      Auch wenn er ein Sünder ist.

      Ich grüße dich, Big Bang,

      deine
      Arkana.

      PS: Dieses Gedicht ist unkorrigiert und orginal. Noch wurde nicht editiert.

      Ich bin ein Freund der Weisheit,
      aber nicht alle ihrer Freunde
      sind auch meine Freunde.