Wir handeln immer nur auf Grund eines Mangels

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    • Wir handeln immer nur auf Grund eines Mangels

      Thomas Metzinger sagte in seinem Fernsehgespräch mit Richard Davod Precht, dass der Mensch laut aktuellem Stand der Wissenschaft immer auf Grund von Gefühlen und Empfindungen handelt. Metzinger meint, unsere Hanlungen würden durch Gefühle und Emfpindungen gesteuert und ausgelöst. Ich stimmer Metzinger in diesem Punkt in gar keiner Weise zu, ja ich lehne diese Vorstellung kategorisch ab. Wie aber handelt der Mensch dann? Meine überlegungen dazu brachten mich darauf, dass der Mensch immer auf Grund eines Mangels handelt. Aus einem wie auch immer gearteten Mangel entwickelt der Mensch enen Wunsch, dann entwickelt er eine Handlungskonstruktion und am Ende handelt er. Die Handlung selber ist dabei immer auf ein Ziel oder einen Zweck gerichtet, der immer in der Erfüllung des Wunsches bzw. der Abhilfe des Mangels besteht. Ist die Handlung erfolgreich, konnte der Mangel behoben werden. Der Kreis hat sich geschlossen. Diese ganze Handlungstheorie ist absolut einfach, und kann sehr sehr viel Widersprüche und Probleme lösen, die in den sonst üblichen Handlungstheorien noch auftauchen.

      Vielleicht noch ein Wort zu den Gefühlen und Empfingdungen. Natürlich ist ein Mangel, und auch der sich daraus ergebende Wunsch in entsprechender Weise emotional besetzt. Aber 1. sind die emotionalen Bindungen erst die "Folge" des Mangels, und 2. Handeln wir tatsächliche nicht auf Grund der begleitenden Gefühle und Empfindungen, sondern einzig und allein aufgrund eines Mangels. Die Gefühle und Empfindungen sind vollkommen sekundär...

      Ich hänge eben einen kurzen Text zu meiner Handlungstheorie an... Gruß Joachim Stiller Münster
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Joachim Stiller schrieb:

      Wie aber handelt der Mensch dann? Meine überlegungen dazu brachten mich darauf, dass der Mensch immer auf Grund eines Mangels handelt. Aus einem wie auch immer gearteten Mangel entwickelt der Mensch enen Wunsch, dann entwickelt er eine Handlungskonstruktion und am Ende handelt er. Die Handlung selber ist dabei immer auf ein Ziel oder einen Zweck gerichtet, der immer in der Erfüllung des Wunsches bzw. der Abhilfe des Mangels besteht. Ist die Handlung erfolgreich, konnte der Mangel behoben werden. Der Kreis hat sich geschlossen.
      ja herr stiller, das ist nicht schlecht...das problem dabei ist, daß du fast jedes bedürfnis oder fast jedes handeln als handeln mit dem zweck der mangelbeseitigung definieren kannst....

      Von mir noch zwei weitere handlungsmotivationen über die nachzudenken wäre:

      genetik + zwang von anderen

      leider habe ich nicht mehr viel zeit um große arien zu schreiben, aber interessant ist das thema allemal

      weiterhin ist der wille zur macht noch irgendwie logisch einzubinden (natürlich könnte man es sich einfach machen und sagen: der wille zur macht dient nur der mangelbeseitigung, aber ich denke, so einfach ist es nicht...)

      Der Psychologe Alfred Adler nahm das Streben nach Geltung, nach Anerkennung und Macht an
      als einen Grundtrieb des Menschen an. Tatsache ist, dass, das
      die meisten Menschen von ihren Mitmenschen anerkannt werden
      möchten und sehr viele es tatsächlich anstreben, im größeren
      oder kleineren Umfang Macht über andere auszuüben.
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      zero 7 - when it falls
      Azam Ali - Endless Reverie
    • Adler hat nie von Macht gesprochen. Da interpretierst Du etwas hinein, aus falscher Rücksicht gegenüber Nietzsch. Adler meint, dass jedem Menschen ein gewissen Anereknnungsbedürfins eingen ist, ein, dass, wenn es längere Zeit untergraben word, etwa durch falsche Erziehung, zu einem Minderwertigkeitsgefühl führt und sich in der Folg zu einem handfesten Minderwertigkeitskomplex auswachen kann. Das Problem dabei sind die sich daran anschließenden Kompensationsstrategien. Grundsätzlich handelt es sich beim Geltungsdrang aber um einen Trieb (Geltungstrieb), so dass Adler nur die innere Struktur eines bestimmten Triebes untersucht hat. Übrigens hatte Adler in den Anfängen noch einen Aggressionstrieb angenommen. Später nimmt er das zurück und konstatiert demgeggebenüber einen Geltungstrieb, der im Falle der Neurose eben zu Aggression führen "kann". Aggression ist demnach "nur" eine Kompensationsstrategie.

      Den Willen zur Macht würde ich, genau wie Größenwahn, als reine Kompensationsstrategie ansehen. Ich halte so etwas nicht für natürlich. Richtig ist aber, dass genetisch festgelegte Triebe ein starkes Handlungsmotiv sind. Und was für eins. Wir wissen oft gar nicht, wei sehr wir im Grunde triebgesteuert sind. Wenn ich sagte, wir handeln immer nur aus einem Mangel, dann meinte das natürlich nur ein irgendwie freies Handlen, also ein Handlen aus freiem Entschluss, und nicht ein Hnadlen aus innerem oder äußeren Zwang. Das sollte eigentlich klar sein... So lange also Hanldungen auf einem freien Willensentschuss beruhen, handeln wir immer auf Grund eines Mangels... So war es gemeint... Gruß Joachim Stiller Münster

      Man sehe sich auch meine Texte zu Alfred Adler an:

      jstiller.js.funpic.de/download…senschaft_psychologie.pdf

      Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Nö, das läuft auch völlig unbewusst ab. Wobei bei solchen stereotypen Handlungen noch hinzukommt, das der Mensch drauf konditioniert ist. Solche Handlungen entsprechen weniger einer freien Handlung, als vielmehr einer Art vegetativem Reflex... Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Joachim Stiller schrieb:

      Ja, kann man so dagen. In jedem Fall ist auch hier der Mangel beteiligt, wenn auch nur indirekt... Gruß Joachim Stiller Münster

      du meinst wenn es keinen mangel gibt und ich ihn erzeuge damit der scheinbare mangel mich antreibt?


      das finde ich verdammt gemein :( :(
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • Unpersönlich schrieb:

      Der echten Freude haftet kein Mangel an und er kann sie nicht auslösen.

      also hör mal, weißt du was du damit jetzt sagst?

      wenn ich glücklich wäre, dann hätte ich keinen mangel und ich wäre ein freier mensch, weil ich handeln täte ohne mangel!

      lg engelchen :angel:
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • @ Erzengel,

      zu Beitrag 19:

      dann würdest du dir einen Mangle einbilden. Üblicher Weise dürfte aber ein "eingebildeter" Mangel rein pathologisch sein. Das kann durchaus bis zur Seyualneurose gehen. Ich sag das nur mal so. Wenn Du keinen Mangel hast, kannst du Dich eigentlich glücklich schätzen, denn dann kannst du Dich zur Ruhe setzen. Du brauchst nichts mehr, und darum musst Du auch nichts mehr tun. Eine Art Nirwana im Diesseits. Nachteil: Du entwickelst Dich nicht mehr, weil Du kein Karma mehr schaffts... Also wird erst einmal nicht aus dem echten Nirwana. Allerdings: Nun kannst Du dir in aller Ruhe überlegen, was Du wirklich tun willst, und wie Du vielleicht wirklich positives Karma schaffst. Und dann kann Deine karmische bzw schisalsmäßige Entwicklung tatsächlich zu einem Höhenflug ansetzen... Ich habe mir das immer gewünscht im Leben, aber ich bin nach wie vor weit davon entfernt... Mein Abenteuer ist ein rein geistiges... Gruß Joachim Stiller Münster