Zufall

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    • Hallo,

      ich bin neu hier und ich habe schon öfters über Zufall und Zufallshandeln des Menschen und Tiere nachgedacht.
      In einer Diskussion mit meinem Freund sind wir zu Ergebnis gekommen, dass eigentlich nichts (wenn man annimmt, der Mensch hätte keine Seele) wirklich Zufall ist. Die Begründung dazu ist, dass alles in der Welt strickten physikalischen Regeln folgt und der Zufall eigentlich eine, nicht zurück zu verfolgende, Kette von ereignissen ist, die in allen Fällen so verschieden ist, dass man es Zufall nennt.

      Dies würde auch das "Hellsehen" theoretisch erlauben, unter der tatsache, dass man alle Ereignisse, die in einen Moment da sind, erfassen könnte.

      Bitte korrigiert mich, wenn diese Theorie nicht möglich ist.

      P.S. Ich bin erst 16 Jahre alt, also bitte achtet nicht auf die manchen Rechtschreibfehler im Text :)
    • Die Frage ist, ob die physikalischen Regeln wirklich streng deterministisch sind, d. h. ob nicht vielleicht auch die Physik zufällige Ereignisse zulässt. Wenn man sich die "verrückte Quantenwelt" auf kleinster Skala (Elementarteilchen) anschaut, sind zumindest bei kleinen Dingen (Mikrokosmos) Zufälle möglich.

      Ob das Hellsehen möglich ist, hängt nicht nur davon ab, ob sich Ereignisse theoretisch deterministisch behandeln lassen, sondern auch davon, ob man wirklich alle relevanten Ereignisse kennt. Das beste Beispiel ist die Wettervorhersage: Im Prinizp weiß man, warum es Wind gibt, warum sich Wolken bilden etc. Trotzdem ist die Erde ein sehr komplexes System, bei dem man nicht alle Einflussgrößen kennt, sodass niemand mit Sicherheit "hellsehen" kann, ob es morgen regnet oder nicht.

      Edit: Die Zeit, die man braucht, um sich für Rechtschreibfehler zu entschuldigen, kann man eigentlich auch für einmal Korrekturlesen verwenden :D. In diesem Forum gibt es sowieso keinen von diesen Rechtschreibfanatikern, solange es nicht zu schlimm wird, kann jeder Fehler machen wie er will. "Erst 16 Jahre" wäre sowieso eine verdammt blöde Ausrede
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rob () aus folgendem Grund: Typo :-D

    • rob schrieb:

      "Erst 16 Jahre" wäre sowieso eine verdammt blöde Ausrede
      Ja, stimmt :)

      Zu dem Thema:

      Wie könnte man sonst rein wissenschaftlich die Tatsache der Zufälle im Microraum erklären. Wenn man nicht an Gott o.ä. glaubt kommt man da nicht zu einer Antwort, da die Wissenschaft nicht weit genug ist, um diese Fragen zu beantworten. Dazu könnte es sein, dass die Teilchen immer kleiner werden, desto weiter man in die kleineren Dinge schaut. Das heißt, es gibt keine kleinsten Dinge/Teilchen. Genauso ist es dann in die Größe. Es ist auch möglich, dass das alles in einen Teufelskreis geschlossen ist, und die inneren der Atome auch kleine Universen darstellen.

      P.S. Die Unendlichkeit kann erst dann unendlich genannt werden, wenn ein Ende gefunden wird. ;)
    • naja, ob es wirklich Zufälle sind oder ob der dahinter stehende "Mechanismus" einfach prinzipiell unbeobachtbar ist, ist eine offene Frage. Für den Menschen macht beides eigentlich keinen Unterschied.
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • akaCube schrieb:

      Hallo AkaCube und Zufallsinteressierte,

      Der Begriff Zufall interessiert mich auch sehr. Ich finde es stark, sich mit 16 Jahren mit derartigen Themen auseinanderzusetzen.

      Zu Deinem Text:
      "In einer Diskussion mit meinem Freund sind wir zu Ergebnis gekommen, dass eigentlich nichts (wenn man annimmt, der Mensch hätte keine Seele) wirklich Zufall ist."
      Mir ist hier nicht ganz klar, was die Seele mit dem Thema zu tun hat. Ich würde mich freuen, wenn du dies weiter ausführen könntest.

      "Die Begründung dazu ist, dass Alles in der Welt strickten physikalischen Regeln folgt und der Zufall eigentlich eine nicht zurück zu verfolgende Kette von Ereignissen ist, die in allen Fällen so verschieden ist, dass man es Zufall nennt."
      Ich denke auch, dass sich die Welt Regeln folgt, die sich mithilfe physikalischer Theorien fixieren lässt. Interessant ist es aber zu sehen, dass die unterschiedlichen physikalischen Theorien zum Teil nicht vereinbar sind und sich teilweise sogar widersprechen. Dies liegt unter Anderem daran, dass Phänomene in verschiedenen Größenordnungen Thema der verschiedenen Theorien sind (Mikro- und Makrotheorien) und dass die Theorien auf verschiedenen Begriffen (deren Grundsteine) beruht.
      Die physikalischen Theorien versuchen stets die Welt zu beschreiben (sie sind aber nicht selbst die Regel). Dies gelingt ihnen aber nicht zu hundert Prozent, da die Welt zu komplex ist. Der Zufall ist meines Erachtens der Faktor, der in der Theorie (noch) nicht beschrieben werden kann.

      "Dies würde auch das "Hellsehen" theoretisch erlauben, unter der Tatsache, dass man alle Ereignisse, die in einen Moment da sind, erfassen könnte."
      Dies würde sicherlich zutreffen. Aber alle Faktoren zu kennen und das Wissen um ihre Zusammenhänge zu haben könnte sich als Problem darstellen.
      Ein Physikdozent von mir hat einmal gemeint, dass es mittlerweile Computer gibt, die das Wetter in einer Woche sehr sehr genau bestimmen können. Problem an der Sache ist nur, dass die Berechnungen des Computers dafür 8 Tage brauchen. ;)

      Für diejenigen die an dem Themen Zufall, Ordnung und Chaos, so interessiert sind wie ich- es gibt in Freiburg einen Workshop, der über die Uni läuft. Ich nehme da auch teil und es geht genau um diese Themen.
      czo.uni-freiburg.de/

      Viele Grüße
      Sokratis