Was können Philosophen von der FDP lernen?

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    • Das Washingtoner Reich

      Hi Angelus Silesius,

      Das ist ja richtig lustig hier. Bei den Kämpfern der Gier. :LtD:

      Angelus Silesius schrieb:

      ... Einen Armutsbericht kann man nicht schön quasseln, denn wirkliche Armut ist nicht schön und von den Mitgliedern der FDP sind mir solcherlei Ungehörigkeiten auch nicht bekannt. Echte Armut sucht man in Deutschland unter Bürgern mit festem Wohnsitz vergeblich.
      hvhbg.von mir

      Logisch. Bei der globalisierten Wirtschaft heute sind die Billiglohnsklaven hinter den Landesgrenzen.
      Das war übrigens das entscheidende Kriterium für den Sieg des Washingtoner Reiches gegen den real nicht mehr existierenden Sozialismus.

      Thomas Metzinger:"wir haben das Proletariat outgesourced"



      Angelus Silesius schrieb:

      Schimmermatt schrieb:

      Sollen wir uns mal einen von der FDP verinnerlichten Satz genauer ansehen? Wie wär's mit "Der Markt reguliert sich selbst".


      Ein überaus überzeugender Satz und wer sich nicht daran hält, erleidet Schiffbruch. Den Freunden des real existierenden Sozialismus kam diese Erkenntnis zu spät und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Sehnsucht nach dem verlorenen Arbeiterparadies scheint sich in Grenzen zu halten.


      Das ist wohl wahr. Auch die Arbeiter in der DDR wollten lieber selbst Ausbeuter sein.
      Siehe dialektische Einheit von Volk und Herrscher.
      oder hier falls Du dich nicht anmelden magst - da fehlt aber leider mittlerweile das Schaubild

      Die Bilanz des Ganzen kannst Du aber m.E. nach erst nach dem/den nächsten Globalkrieg/en ziehen, auf den die Zernutzung der Welt durch den Pantheismus ja unweigerlich hinausläuft.
      Denn der regelmässige Schiffbruch aller opportunistischen Formationen, nicht nur des momentanten Kapitalismus, ist der stete Zyklus Krieg-Frieden-Krieg.

      .
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      Noch ein kleiner Merksatz an unseren mystischen Theologe:

      Demokratie erkennt man immer daran, dass demokratischer und ökonomischer Wirkungskreis nicht übereinstimmen.


      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Schimmermatt schrieb:

      Deine Quellen erzählen Dir vermutlich genau das, was Du gern hören möchtest.

      Da habe ich nicht die geringsten Zweifel.

      Schimmermatt schrieb:

      Willst Du bloß ne Runde Möllemann-Provokation üben oder meinst Du das alles Ernst?
      Der Respekt vor den Verstorbenen gebietet mir, zu schweigen.

      Schimmermatt schrieb:

      Deine ökonomische Expertise in allen Ehren, aber Deine Ausführungen zu Deinem Bankkonto veranlassen nicht gerade dazu, einen ernsthaften Gesprächspartner in Dir zu vermuten.

      Als Stundenlöhner sind mir solche herablassende Bemerkungen nicht fremd.


      flowolf schrieb:

      Plattitüden wie: "Leistung müsse sich wieder lohnen" sind vielleicht für den unterbelichteten Marktplatz wirksam, aber kaum für ernsthafte Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik.

      Eine Wirtschafts- und Sozialpolitik soll nicht in Ernsthaftigkeitsgebärden erstarren, sondern wirksam sein.

      flowolf schrieb:

      Ehrlich gesagt kann ich die große wirtschaftspolitische Expertise dieser Partei nicht erkennen.
      Möglicherweise stockt gegenwärtig der Kommunikationsfluß. Auch diesbezüglich können Philosophen von der FDP lernen. Man achte auf den Ausgang des Dreikönigstreffens der Liberalen am 6. Jänner.

      flowolf schrieb:

      Wenigstens wissen wir, WikiLeaks sei Dank, wie die Amis und andere diese "historische Witzfigur" einschätzen.
      Das beruht doch alles auf Gegenseitigkeit und zeigt den Philosophen, wie man in stoischer Gelassenheit das tagespolitische Geschäft angehen kann.
    • Schimmermatt schrieb:

      Ja, das wird schon statistisch wahrscheinlich stimmen.

      Dann gibt es möglicherweise einen statistischen Behelf. Können Sie darüber verfügen?

      Wer der FDP nicht wohlgesonnen und deren Klientelpolitik im Namen einer vermeintlichen Freiheit nicht gutheißen kann, sollte mit guten Argumenten aufwarten können und selbst ein philosophischer Laie könnte sodann (nicht nur) von der FDP lernen, wie man in der Politik zu Zwecken der Überredungskunst die Kunst der überzeugenden Rede verwerten kann.
    • Die "Kunst", welche Du da anführst, ist in der Philosophie nicht grundlos in Verruf geraten. Bereits die antiken Sophisten versuchten eben jenes, welches Du hier rühmst, nämlich das "Gewinnen" in einem argumentativen Wettstreit. Hier könnte gerade eine sophistische Meute wie die FDP etwas recht Edles von der sokratischen Philosophie erlernen, nämlich die Liebe zur Wahrhaftigkeit. Ich bin ganz und gar nicht traurig, dass sich die Philosophie zu mehr berufen fühlt, als mit den Säuen zu grunzen. Man verzeihe mir die Anspielung auf eine bekannte Kritik an allzu platten Utilitarismen, eine weitere Domäne des liberalistischen Zeitgeists, der im Augenblick spät, aber hoffentlich nicht zu spät, seinen verdienten Schurkentod stirbt.
      "For it is a knell, that summons thee to Heaven - or to Hell!" W. Shakespeare, MacBeth
    • Schimmermatt schrieb:

      Bereits die antiken Sophisten versuchten eben jenes, welches Du hier rühmst, nämlich das "Gewinnen" in einem argumentativen Wettstreit.
      Die bildungsbürgerlich gepflegte Geringschätzung der Sophisten als Erfolg platonischer Überredekunst ist obsolet und vor Gericht gewinnt nur, wer das Gericht mit juristischer Redekunst für sich gewinnen kann.
    • So sich die FDP wieder auf die Stärken der freien Marktwirtschaft besinnt und endlich das Gerede von der angeblich "sozialen" Marktwirtschaft verstummt , können Philosophen von der FDP lernen, wo der wahre Ort praktizierter Nächstenliebe zu finden ist und sich fragen, was denn sozial ist.
    • Angelus Silesius schrieb:

      Die bildungsbürgerlich gepflegte Geringschätzung der Sophisten als Erfolg platonischer Überredekunst ist obsolet und vor Gericht gewinnt nur, wer das Gericht mit juristischer Redekunst für sich gewinnen kann.

      Hier könnte ein FDP-Anhänger von der (bildungsbürgerlichen? Das nenne ich wirklich reine Rhetorik) abendländischen Philosophie Liebe zur Wahrheit und zur Präzision lernen. Sokrates ist nicht deswegen Portalfigur der Philosophie, weil er so ein begnadeter Redner war, sondern weil er sich weigerte, den Wahn des dauernden Siegenmüssens über die Erkenntnisliebe zu stellen. Ich kann aber verstehen, dass Du das nicht anerkennen willst. Du müsstest dann eventuell einen Schritt aus der JuLi-Sozialisation heraustreten und dabei hast Du gerade die Grundkurse in Polemik absolviert und das Stilmittel der Wiederholung perfektioniert. Zum Glück verfügen auch die Wortführer von Gerechtigkeit, Demokratie, Wahrheitsliebe und Rechtschaffenheit gelegentlich über respektable Rhetorik, so dass die ungeschlacht-brachialen Lautsprecher der FDP derzeit vollkommen zu Recht als bloße Dröhner entlarvt werden.
      "For it is a knell, that summons thee to Heaven - or to Hell!" W. Shakespeare, MacBeth
    • Vielleicht mag das von Ihnen, lieber Leser, nicht gerade auf Schindlers Liste stehen....

      Was beabsichtigen Sie denn , uns damit zu sagen?


      Etwa, daß der Verfasungsschutz den BND unterwandert hat? :LtD:

      bnd.bund.de/DE/Einblicke/Gesch…7E35AA8F597069BB.2_cid237


      GEZ


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von laube14 ()

    • laube14 schrieb:

      Vielleicht mag das von Ihnen, lieber Leser, nicht gerade auf Schindlers Liste stehen....

      Das ist doch die [...], aber was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen? Wer kein Philosoph und nichts von der FDP lernen kann, darf dennoch die FDP wählen.

      Philosophen können von der FDP in Sachen Kapitalismus lernen:

      »Eine Gesellschaft, in der die liberalen Grundsätze durchgeführt sind, pflegen wir die kapitalistische Gesellschaft zu nennen, und den Gesellschaftszustand als Kapitalismus zu bezeichnen. Da wir überall in der Wirtschaftspolitik nur mehr oder weniger Annäherung an den Liberalismus haben, so gibt uns der Zustand, der heute in der Welt herrscht, nur ein unvollkommenes Bild von dem, was vollausgebildeter Kapitalismus
      bedeuten und leisten könnte.«
    • Dem muß ich beipflichten und wie man eine herbeigeredete Niederlage in einen Sieg umwandelt, das konnten Philosophen und politisch interessierte Bürger zu meiner großen Freude von dem gegenwärtigen Vorsitzenden der FDP lernen. Der Mann hat wohl Rückgrat bewiesen und wer zuletzt lacht, lacht am besten.
    • Das ist eher für Politologen interessant, aber es spricht doch sehr für die FDP, wenn sogar die Wissenschaften Leihstimmen für die FDP zur Verfügung stellen. Leider sind wir immer noch weit entfernt von einem voll ausgebildeten Kapitalismus in Reinkultur. Da sind wirklich noch viele Hindernisse zu beseitigen und wünsche in diesem Sinne ein frohes Schaffen!

      Angelus Silesius